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Einträge für Juni 2008

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Einträge für Juni 2008

Die Linke ist in der deutschen Politik angekommen

Geschrieben von
Jochen Hoff
Montag, 30. Juni 2008
Kommentare (14) | Trackbacks (0)

Nun gut bei einem Gregor Gysi und einem Oskar Lafontaine, die ja beide dazu neigen, die Brocken hinzuschmeißen und einfach nur das Geld weiter zu kassieren, wenn sie kämpfen müssten, war ja nichts anderes zu erwarten:

Die Linke Zeitung hatte damals auf die Verbindung des GNN-Verlages, ehemaliger BWK-Mitglieder und des rechten Flügels der PDS hingewiesen und dessen Einfluss auf die Politik der PDS kritisiert. Der GNN-Verlag hatte dem inhaltlich offenkundig nichts entgegenzusetzen. Stattdessen hat er geklagt und vor Gericht Recht bekommen hinsichtlich einer einzigen falschen Faktendarstellung im Artikel.

Nicht genug damit, dass Peter Weinfurth und Edith Bartelmus-Scholich als Beklage nun ein Ordnungsgeld von 1000 Euro (oder ersatzweise Haft) plus Anwaltskosten von 2300 zahlen sollen. Auch die Domain der „Linken Zeitung" und „scharf-links" wurden gepfändet.

Damit sollen Medien mundtot gemacht und ruiniert werden, die die PDS und nun die Partei DIE LINKE von links kritisieren. Der ehemalige BWK und der GNN-Verlag sind ein Bestandteil des Netzwerks der Partieibürokratie der LINKEN, das sicherstellt, dass alles seinen reformistischen Gang nimmt.

Ganz auf dieser Linie versucht nun der GNN-Verlag mithilfe der bürgerlichen Justiz auch die Linke Zeitung selbst platt zu machen. Kann die Redaktion in den nächsten Tagen nicht 576,- Euro aufbringen, gehen die Rechte über die Domain an den GNN-Verlag über, der sodann über die LZ voll verfügen könnte.


Nein, das ist nicht SED. Die SED wäre dafür viel zu schlau gewesen. Das ist deutsche Politik. Genau so gehen die anderen gegen Kritiker vor, wobei Regierungsparteien noch direkt über die Staatsanwaltschaft und die Richter agieren können. Natürlich findet jeder in Deutschland der es braucht ein willfähriges Gericht und Kostenstrukturen, die es Einzelpersonen oder kleinen Gruppen unmöglich machen, ihr angebliches Recht auf Meinungsfreiheit durchzusetzen.

Diese weiche Diktatur der Politk, der Systempresse und der neoliberalen Kampforganisationen, die immer mal wieder nachgibt, aber in der Sache strikt das Ziel verfolgt jede Meinungsäußerung zu unterdrücken ist Teil der Vorbereitungen für eine harte Diktatur, deren Elemente mit immer weiterer Einschränkung der bürgerlichen Rechte praktisch von allen Parteien getragen werden.

In sofern darf man sich auch nicht über die Linke täuschen. Reden im Bundestag und Presseerklärungen sind nichts anderes als Propaganda die darauf abzielt, die Dummen zu fangen. Wer sich Regierungswirklichkeit der Linken anschauen will, möge das im Berliner Abgeordnetenhaus tun. Da spielen politische Grundsätze keine Rolle mehr, Hauptsache man bleibt irgendwie an der Macht.

Der nette Versuch der Redaktion "Mein Parteibuch Blog" ist gegenüber einer Machtgewinnungs- und Macherhaltungsmaschine leider zum scheitern verurteilt:

Sehr geehrter Herr Bisky, sehr geehrter Herr Gysi, sehr geehrter Herr Lafontaine,
sehr geehrte Parteiführung der Linkspartei,

wenn euch lieb daran ist, dass Euer Ansehen und das Ansehen der Linkspartei in den nächsten Tagen nicht das Niveau eines Kohlenkellers erreicht, dann sorgt unverzüglich dafür, dass die Domainpfändung von Linkszeitung und scharflinks gestoppt wird. Wenn Euch irgendwas an der Linkspartei liegt, dann unternehmt schleunigst was.

Mit freundlichen Grüßen

Mein-Parteibuch.com


Denen ist ihr Ansehen und das der Linkspartei genau so egal wie allen anderen Politikern. Sie wollen die totale Friedhofsruhe. Sie wollen in Ruhe ihre Diäten und später sicher auch ihren Anteil an den Bestechungsgeldern verfressen und wie all die anderen auch, die Wähler verraten.

Es kann wohl heute schon abschließend gesagt werden, das es keinen Sinn macht, sich für "Die Linke" einzusetzen. Es würde nur darauf hinauslaufen, wieder einmal das kleinere Übel zu wählen, wie man des lange genug mit der SPD gemacht hat. Es ist an der Zeit den Tatsachen ins Auge zu sehen. Es gibt in Deutschland keine einzige wählbare Partei mehr.

Daraus kann die Schlussfolgerung nur sein, an den Wahlen nicht mehr teilzunehmen. Das ist eigentlich das verkehrteste was man tun kann, weil dann immer die Falschen gewinnen. Aber in einem Land in dem es keine Parteien mehr gibt die wählbar wären, dürfte diese die einzige vertretbare Lösung sein, wenn man nicht endlich etwas Besseres auf den Weg bringen will.

Die Linke hat sich auf jeden Fall noch rechtzeitig vor den Wahlen selbst erledigt. Tschüss und Danke für Nichts.
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Sterbehilfe: Wo Roger Kusch draufsteht ist meist nichts gutes drin

Geschrieben von
Jochen Hoff
Montag, 30. Juni 2008
Kommentare (0) | Trackbacks (0)

Es gibt Leute denen würde ich nicht einmal für viel Geld die Hand geben. Zu diesen Leuten gehört der ehemalige Hamburger Justizsenator Roger Kusch. Ich halte diese ganze Truppe um Ole von Beust, Kusch und Schill für dermaßen übrig, das sie normalerweise keinen Zeitaufwand rechtfertigen. Es ändert auch nichts daran, dass Schill und Kusch nicht mehr mit Beust zusammenarbeiten, es ist dieser perfide Geist, der da aus allen Ecken und Kanten hervor blitzt und den ich nur allzu gut zu kennen glaube.

Sterbehilfe ist etwas viel zu wichtiges als dass ich es Leuten wie Roger Kusch überlassen würde da tätig zu werden. Bei mir bekäme Herr Kusch nicht einmal die Aufgabe alte Briefumschläge aufzuschlitzen damit sie als Notizpapier genützt werden können, oder Altpapier für die Altstoffsammlung zu bündeln.

Der Bundestag befindet sich gerade in der Phase, wo es die Bürger mit viel Glück erreichen könnten, das endlich ihre Patientenverfügungen ernst genommen würden und sie nicht als Gefangene von einnahme- und experimentierfreudigen Medizinern zu deren Vergnügen an Apparaten leben müssen, wenn sie das nicht wollen. In dieser Phase hält man am besten die Klappe um wenigsten ein Miniziel zu erreichen.

Natürlich gehört es zu den Rechten eines mündigen Bürgers jederzeit über seinen Tod bestimmen zu können. Aber in der gerade laufenden Phase des Abbaus von Bürgerrechten und der Totalkontrolle ist das ein Thema das überhaupt nicht diskussionsfähig ist.

In dieser schwierigen Situation presseerklären sich erst der Verein Dr. Roger Kusch Sterbehilfe e.V. und der Maestro des maschinellen Tod, will heute folgen:

Der ehemalige Hamburger Justizsenator Roger Kusch hat nach eigenen Angaben am Wochenende in einem Fall Sterbehilfe geleistet. Der Sprecher des Vereins „Dr. Roger Kusch Sterbehilfe e.V.“, Guy Seidel, sagte der Nachrichtenagentur AP am Sonntag, der Fall habe sich in Deutschland ereignet, aber nicht in Hamburg. Kusch rechne mit juristischen Konsequenzen: „Das wird natürlich ein Nachspiel haben“, sagte Seidel. Aktive Sterbehilfe ist in Deutschland verboten.

Kusch hatte Ende März einen selbst entwickelten Selbsttötungsautomaten für Sterbehilfe vorgestellt und angekündigt, das Gerät bei den Patienten aufbauen und diese beim Sterben begleiten zu wollen. Bei Ärzten, Politikern und der Hospizbewegung stieß seine Erfindung auf Empörung und entschiedene Ablehnung.


Leider, leider wird es nicht die richtigen Konsequenzen haben. Denn ebenso wie die Schergen dieses Schweizer Tötungsvereins geht es Kusch nicht um die Kranken die den Wunsch nach dem Tod haben. Diese Auseinandersetzung hätte er als Jurist auch vor Gerichten führen können. Es ging ihm wie leicht zu sehen ist um eine Show, um den Medienrummel. Damit ist das ganze für mich nämlich keine Beihilfe zum Selbstmord mehr sondern Beihilfe zur Selbsttötung aus niederen Motiven oder Totschlag mit Zustimmung, auf jeden Fall aber unterlassene Hilfeleistung aus eigennützigen Motiven.

Natürlich kann ich mir diese meine Rechtsmeinung vor das Knie nageln. Sie ist innerhalb dieses Rechtssystems bedeutungslos. Man wird Kusch ein paar Euro Geldstrafe abnehmen und der wandert mit der Vermarktung seiner Ermordungsmaschine weiter.

Durch den zu erwartenden Zirkus, wir das Recht auf Selbsttötung noch lange auf sich warten lassen und humane Wege dazu auch. Anstatt mittelfristig ein vernünftiges Gesetz zu bekommen haben wir den Roger Kusch Zirkus, mit Auftritten in allen Medien.

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Genitalideal

Geschrieben von
Jochen Hoff
Montag, 30. Juni 2008
Kommentare (4) | Trackbacks (0)

Es gibt Worte die wirken auf mich wie Betonwände auf Autos beim Crash-Test. Sie stoppen mich sofort. Genitalideal. Nein es ist nicht das Wort Genitalien das mich stört, auch wenn es für mich immer seltsam künstlich klingt. Im Gegenteil das Thema hatten wir hier im März schon anlässlich der unbenannten Klitoris. Ich kenne da eine Menge Worte. Wenn ich an meiner sonstigen Texte schreibe und eine Sexszene habe muss ich jedesmal hinterher streichen, damit kein Porno daraus wird.

Aber Genitalideal. Das ist ein Wort das mir bis heute fehlte. Aber in dem Kontext in dem die Politikwissenschafterin Sara Paloni ihn bei ihren Untersuchungen darüber wie kosmetische Genitalchirurgie und Genitalverstümmelung auf politischer und sozialer Ebene diskutiert werden verwendet, ist er eigentlich unumgänglich. Beate Hausbichler hat mit ihr für den Standard ein sehr lesenswertes und dem Thema hoch angemessenes Interview geführt, das man unbedingt ganz lesen sollte:

dieStandard.at: "Die in wissenschaftlichen Kontexten diskutierte Vergleichbarkeit von weiblicher Genitalverstümmelung (female genital mutilation: FGM) und Ästhetischer Plastischer Chirurgie (ÄPC) war der Anstoß für das vorliegende Forschungsvorhaben" - heißt es in Ihrer Projektbeschreibung. Ist es nicht problematisch, freiwillige chirurgische Eingriffe mit Genitalverstümmelungen zu vergleichen?

Sara Paloni: Der Vergleich ist problematisch, was wir eben mit unserem Projekt auch ansprechen wollen. Für mich stellen sich zwei Fragen: Können wir diese beiden Praktiken vergleichen und vor allem: Was macht der Vergleich hinsichtlich einer politischen Praxis der Bekämpfung von Gewalt an Frauen für einen Sinn?
Aber in meiner Arbeit geht es weniger um einen Vergleich der beiden Praktiken selbst, sondern um die Frage, wie Wahl und Zwang durch die Repräsentationen von FGM diskutiert werden.

..

dieStandard.at: Was soll durch Vergleiche erreicht werden?

Sara Paloni: Die Gründe für die Vergleiche zwischen FGM und ÄPC sind unterschiedlich. Zum einen wird damit versucht, bestehende Vorstellungen, was gewählt und was erzwungen ist, zu demontieren. Zentral für viele AutorInnen ist, die Autonomie der Frauen mit ihren Entscheidungen hervorzuheben. Zum anderen will damit Kritik an einem hegemonialen Diskurs geübt werden, der westliche Körperpraktiken als unproblematisch - weil freiwillig - und nicht-westliche Körperpraktiken als Ausdruck patriarchaler Unterdrückung schlecht hin repräsentiert.

Komplexe Phänomene

FGM, wie auch kosmetische Chirurgie, sind sehr komplexe Phänomene, die in ihrem sozial-kulturellen Kontext gesehen werden müssen.
Beispielsweise wurde bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts weibliche Beschneidung (vor allem die Entfernung der Klitoris) in England und Deutschland praktiziert, um Hysterie und Masturbation "zu heilen". FGM, wie wir es heute kennen, wird auch zur Einschränkung der sexuellen Lust der Frauen praktiziert. Beschnittene Mädchen und Frauen werden als schöner empfunden und sie gelten in der jeweiligen Gesellschaft als "normal". Mir persönlich fällt es schwer, die Brutalität dieser Praktik in Frage zu stellen, aber Tatsache ist, dass viele beschnittene Frauen sich dagegen verwehren als verstümmelt bezeichnet zu werden.

Was die Praktiken nicht vergleichbar macht ist, dass FGM hauptsächlich bei Mädchen durchgeführt wird, die keine Einwilligung geben können. Interessant finde ich an dieser Stelle den Vergleich zwischen FGM und der operativen Vereindeutigung von den Genitalien bei Intersex-Kindern (Anm.: Kinder, die mit männlichen und weiblichen Geschlechtsmerkmalen geboren werden) in westlich-liberalen Ländern. Hier gibt es auch keine Einwilligung der betroffenen Kinder, aber die Eingriffe werden ganz selbstverständlich vollzogen.


Es bedarf eigentlich keiner Diskussion das die Entfernung der Klitoris ein Verbrechen ist, das übrigens auch nicht wie häufig behauptet durch den Islam gerechtfertigt wird. Wichtig in diesem Zusammenhang ist aber, das es diese Praxis aus angeblich medizinischen Gründen bei uns auch noch bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts gab.

Bei der Zwangsbehandlung von Kindern ist es unumgänglich auch die Beschneidung der männlichen Vorhaut zu erwähnen die zum Beispiel im jüdischen Kulturkreis ein Teil des Mannbarkeitsrituals und religiöse Vorschrift ist, in vielen Teilen der Welt aber auch aus rein hygienischen, also medizinischen Gründen vorgenommen wird. Ich halte diesen Ritus für akzeptabel auch wenn ich gerne an den Randbedingungen feilen würde, was aber hier keine Rolle spielt.

Wenn in diesem Zusammenhang aber darüber gesprochen wird das in der postnatalen Behandlung, mehrgeschlechtlichen Kindern, also Kindern die sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsorgane haben, durch den Arzt und die Entfernung der "falschen" Geschlechtsmerkmale ein Geschlecht zugewiesen wird, dann frage ich mich ob das wirklich vertretbar ist.

Da mir der Ablauf eines solchen Entscheidungsprozesses nicht bekannt ist, kann es aber sein, das dieser nicht nur gut medizinisch begründet ist sondern auch ethisch vertretbar ist, da ein natürlicher Zwitter als Kind durch den Zwitterstatus auch erhebliche Probleme hätte. An dieser Ecke muss ich allerdings passen, dafür reichen meine Recherchemöglichkeiten und mein Wissen nicht aus.

dieStandard.at: Was wird bei FGM genau gemacht, und was bei ÄPCs?

Sara Paloni: Die Weltgesundheitsorganisation führte 1997 eine Typisierung der einzelnen Beschneidungsformen ein, die eine grobe Unterteilung vorsieht. Diese Typisierung reicht von der vollständigen Entfernung der Klitorisvorhaut mit oder ohne teilweiser oder vollständiger Entfernung der Klitoris, der Entfernung der inneren Schamlippen mit anschließendem Vernähen der äußeren Schamlippen bis zu nicht-permanenten Eingriffen an den weiblichen Genitalien, wie eine Kauterisierung des Gewebes, Abschaben oder Einschneiden von Vaginalgewebe, das Einführen von Kräutern zum Verengen der Vagina oder die symbolische Gewinnung einiger Blutstropfen.

Bei kosmetischen Operationen der weiblichen Genitalien werden in den häufigsten Fällen die kleinen Schamlippen verkürzt, wenn sie über die großen Schamlippen hinausragen. Um das sexuelle Lustempfinden zu steigern, gibt es die Möglichkeit der vaginalen Verengung. Interessanter Weise wird die kosmetische Genitalchirurgie auch als "rekonstruktive Chirurgie" bezeichnet. Die Rekonstruktion impliziert hier, dass die Genitalien zu etwas Normalem gemacht werden sollen. Wenn man sich Vorher-Nachher-Fotos von operierten Frauen ansieht, zeigt sich, dass das Ideal weiblicher Genitalien darin besteht, möglichst jung auszusehen.


An dieser Stelle kommt man einfach nicht darum herum die Schuldigen zu benennen. Das ist ziemlich einfach, es sind die Männer. Natürlich wird traditioneller Unfug meist von den Frauen am hartnäckigsten weitergetragen, die am meisten darunter gelitten haben, was ich meist als eine Art Rache sehe, die nicht an den Tätern sondern an den eigenen Töchtern vollzogen wird. Aber auch bei den Gründen die Frauen haben, reicht mein Wissen einfach nicht aus. Ich glaube aber das an dieser Stelle der Schlüssel liegt, mit dem eine Fortsetzung solcher Verbrechen heute verhindert werden könnte.

Gefragt wäre auch da unsere Medizin, die eben den betroffenen Frauen deutlich machen müsste, das ihnen wirklich Schlimmes angetan wurde. Aber ehrlich gesagt weiß ich nicht einmal wie hoch die Fallzahl in Deutschland ist, und ob diese Frauen überhaupt zu Untersuchungen gehen. Im normalen Umgang sehe ich keine Möglichkeit diese Dinge zur Sprache zu bringen. Tatsächlich würde eine Behandlung und Aufklärung der Opfer wahrscheinlich eine Vielzahl neuer Opfer verhindern.

Was die sogenannte Freiwilligkeit in der Ästhetischen Plastischen Chirurgie (ÄPC) angeht so liegt ihr ein falsches Freiheitsbild zugrunde. Die Werbeindustrie hat ein weibliches und männliches Schönheitsideal geschaffen, daß nur auf Jugendlichkeit setzt und dieser Jugendlichkeitswahn bestimmt das weibliche Modelle häufig unter 14 Jahre alt sind. Gleichzeitig werden Kinder aber auch körperlich immer früher reif, was die Zuordnung von Optik und Alter verwischt.

Als bekennender Pornobetrachter, wenn ich denn mal Zeit habe, sehe ich auf den kostenlosen Seiten des Internet, geizig bin ich auch, häufig mal Vintage Angebote aus den frühen Siebzigern. Die damals 18 Jährigen Mädchen sehen viel jünger aus, als es die heutigen Modell tun. Nur am Inhalt der Pornos hat sich nichts geändert. Eine heute 18 jährige sieht körperlich oft so aus wie früher eine Mittzwanzigerin.

Das Schönheitsideal und die Realität entwickeln sich also gegenläufig, was nicht gut gehen kann. Natürlich wirken auch Frauen bei der Entwicklung dieses Schönheitsideals mit. Frauen programmieren auch erstklassig Computer, können Busse und LKW viel unaufgeregter als Männer fahren und haben sicherlich einen guten Blick für Mängel bei anderen Frauen. Aber Frauen sind immer noch nicht die Führungskräfte, die, die Richtung bestimmen. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Das aktuelle Schönheitsideal ist also ein männliches Schönheitsideal. Also von den Typen mit Bierbauch und unmöglichem Haarschnitt oder homosexuellen Gestaltern die als Ideal den schlanken zarten Knaben haben, ohne deshalb pädophil zu sein. Beide kommen erstaunlicherweise auf ein ähnliches Schönheitsideal. Es scheint also das aktuelle männliche Schönheitsideal zu sein.

Im Zusammenhang mit Jugend fällt mir eine Begriffskette sofort ein: "jung, neu, unverbraucht, unschuldig". Diese Kette könnte man noch durch Ahnungslos oder ohne Vergleichsmöglichkeiten und ohne Erfahrung ergänzen. Plötzlich bekommt die ganze Sache einen Sinn. Frauen sind nämlich gemein. Erfahrene Frauen sind noch gemeiner. Die könnten nämlich mal die Wahrheit sagen.

Die Wahrheit ist das unser 50 jähriger bierbäuchiger konditionsloser alte Mann nicht die wirkliche Erfüllung ist und jener ahnungslose 30 jährige auch nicht. Wir haben ein aus der Angst geborenes Schönheitsideal und wir haben es schon lange. Wir Männchen scheuen den Vergleich. Also nicht so sehr den Vergleich untereinander, obwohl da auch alle schamhaft weggucken. Nein wir scheuen den Vergleich den Frauen haben könnten.

Denn Frauen die nicht vergleichen können, können uns auch nicht sagen wie grenzenlos mies wir im Bett sind. Die halten das Unzulängliche für normal. Deshalb sollen die Frauen Jungfrauen sein. Deshalb kommt man auf die Idee die Klitoris wegzunehmen, weil Frauen die keinen Spaß am Sex haben ihn natürlich auch nicht praktizieren. Es ist einfach nur die Angst Männer davor, das ihr Versagen bekannt werden könnte.

Woher diese Angst kommt? Ich habe einen Aspekt bereits im Zusammenhang mit der namenlosen Klitoris beschrieben:

Beginnen wir bei dem Anfang, nicht bei den Träumen sondern bei dem ersten Anfang. Wo Knabenhände fremdes Terrain erforschen. Patsch. Lass das, ich das hass dass, meine Mama will das nicht. Natürlich ist ihr ihre Mama egal und sie will durchaus, aber Patsch.

Dieser Patsch wird jenen Knaben immer begleiten. Vorkampf ersetzt Vorspiel. Der Knabe ist Forscher, möchte jene Stelle im Urwald ergründen, erforschen, detailliert kennen lernen. Patsch. Selbst im Dunkeln Patsch. Warum soll er etwas mit Namen benennen was er nie kennen lernen durfte.

Setz dich an irgendeinen deutschen Stammtisch, so zu der Zeit, wo die Helden eigentlich nach nach Hause müssten. Noch ein Bier oder häuslichen Frieden? Dann lehn dich zurück, lächle überheblich und frage den mit dem größten Maul. "Sag mal weißt du eigentlich wie Frauen pinkeln? Aus welchem Loch und so?"

Schon hat sich die Sache mit dem häuslichen Frieden erledigt und eine hitzige Diskussion entbrennt. Sie sind Ehemänner und Väter von Töchtern, aber bei diesem Thema liegt der Nordpol am Äquator. Die etwas ehrlicheren können sich an den Patsch erinnern. Die Luft über der Kampfzone beginnt zu glühen. Jahrzehnte alte Freundschaften werden binnen Sekunden gekündigt. Bis dann der eine, der nach Hause will, aber nicht als Feigling dastehen möchte, einfach mit der Wahrheit kommt. "Also meine Else sagt heute noch, wenn ich da genauer nachsehe das ich eine alte Sau sei. Also stecke ich in rein und lass da sein, was da ist. Zähne sind da keine also wird er nicht abgebissen."


Natürlich sind das alles nur Ausnahmefälle und sicher ist der verehrte Leser nicht betroffen. Aber ich weiß wie oft der entsprechende Artikel bereits gelesen wurde. Wir haben ein ernsthaftes Dilemma. Die Männer haben Angst vor dem Versagen, was oft genug wohl auch berechtigt ist. Die Möglichkeiten etwas dagegen zu tun, sind begrenzt weil notwendige Erfahrungen nicht gemacht werden können, es also meist keinen Lernerfolg gibt.

Die Frauen die sich optisch durchaus neidisch mit anderen Frauen vergleichen, haben insgesamt die Situation erkannt. Da sie sich schon länger "verschönern" war der "freiwillige" Sprung zur Schönheitschirurgie nicht besonders schwer. Die Brust vergrößern, den Hintern verkleinern und den Bauch absaugen sind praktisch normale Maßnahmen.

Das ist schon nicht gesund und mit Sicherheit nicht zielführend. schafft es doch eine langweilige Einheitsfrau die jederzeit austauschbar ist. Körperlichkeit ist ja nicht sinnlos, sondern dient unter anderem auch dem Zweck, geeignete Paarungspartner zu finden. Diese Auswahl wird aber unmöglich gemacht, was vermutlich zu sehr vielen Enttäuschungen führt. Das wird auch nicht besser, wenn Männer den gleichen Blödsinn machen.

Sich aber jetzt als Steigerung auch noch die Schamlippen und die gesamte Scheide nach einem Genitalideal wie bei einem sehr jungen Mädchens gestalten zu lassen ist die pure Idiotie. Es ist das gleiche wie bei Gesichtern. Wir kennen sie alle, die reglosen festgezurrten Gesichter ohne Mienenspiel mit Nähten und Botox mühsam in bizarrer Form gehalten.

Wollen wir wirklich solche Vaginas. Wer eh nicht hinsieht sondern die Muschi nur als Spermatoilette benutzt dem kann es egal sein. Für den muss nicht operiert werden. Aber wer spielen will, will doch nicht mit künstlichem Zeug spielen wo schöne Natur ist. Und komme mir bitte keiner damit die Frauen wollen das so. Sie "wollen" das nur dann wenn wir Kerle nicht den Arsch in der Hose haben, ihnen zu sagen, das wir das alles so ganz in Ordnung finden, wie es natürlich ist. Das wir das was wir sehen und fühlen. auch mögen.

Denn jede Frau die mal mit einer anderen Frau über Dammrisse und ähnliches gesprochen hat, weiß, wie schlecht Wunden in dieser Region häufig verheilen und wie viele Probleme sie bereiten. Eine einigermaßen informierte Frau wird sich genau da nicht auf Operationen einlassen. Zumindest nicht ohne Zwang. Genau da aber liegt der Punkt. Was ist der Unterschied wenn einem Kind die Klitoris geraubt wird weil Papa und Mama das aus ihrem sozialen Kontext heraus für richtig empfingen, oder wenn soviel Gruppendruck auf eine erwachsene Frau ausgeübt wird, das sie solchen Blödsinn mitmacht?

Es ist das gleiche. Es ist auch die gleiche Art von Gemeinheit und die gleiche seltsame Art von Freiwilligkeit. Beides hat seinen Grund in Männern die viel zu wenig Ahnung von dem haben was sie da eigentlich treiben und das dazu in einer Gesellschaft die nicht begreift, dass man Sex mindestens ebenso lernen muss wie autofahren. Man kann nämlich mit Nichtkönnen beim Sex ebenso viel kaputt machen, wie beim schlechten Autofahren. Man kann Menschen zerstörten.

Es wird Zeit, das wir den Dingen einen Namen geben und ihre Bedeutung und den Umgang damit erklären. Die Entwicklung an sich ist eine Bankrotterklärung unseres Sexualkundeunterrichtes. Darin gleicht die Sexualkunde aber nur den anderen Fächern in den schlecht unterrichtet wird. Anders als bei anderen Fächern helfen hier die Eltern auch nicht wirklich. Sie haben es ja selber nie wirklich gelernt, sondern bestenfalls in Heimarbeit oder in Feld und Flur ergründet.

Es gibt viel zu tun.


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Kurzkommentar 2008-06-30

Geschrieben von
Jochen Hoff
Montag, 30. Juni 2008
Kommentare (2) | Trackbacks (0)

6400 Arbeitsplätze bei Siemens Deutschland fallen weg

Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung hat das Siemens-Management vor, im Zuge der geplanten Einsparungen von 1,2 Milliarden Euro weltweit 17.200 Stellen abzubauen, davon in den nächsten zwei Jahren allein 6400 in Deutschland.

Bereits jetzt überwiegen die Auslandsaktivitäten mit 430.000 Mitarbeitern weltweit und nur 130.000 in Deutschland deutlich, und der überproportionale Abbau im Heimatland des Konzerns beschleunige die "schleichende Abwanderung" weiter, warnte ein hochrangiges Betriebsrats-Mitglied.


Es war klar, das Löschers Kurs zu Massenentlassungen führt. Es stellt sich aber gleichzeitig die Frage ob Siemens überhaupt noch als deutsches Unternehmen zu betrachten ist. Wir subventionieren Siemens an allen möglichen Stellen, damit Siemans deutsches Steuergeld ins Ausland trägt. Das macht keinen Sinn.

Es macht auch keinen Sinn weiter Forschungen bei Siemens zu subventionieren, da entweder die Ergebnisse als Patent verkauft, in der Schublade gebunkert oder bestenfalls im Ausland umgesetzt werden. Siemens hat die Freiheit zu gehen wohin es will, aber wir sollten damit aufhören diesen Konzern auch noch zu hätscheln.


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"Bei Ölpreis von 135 Dollar funktionieren Airlines nicht mehr"

Luftfahrtexperte Philipp Goedeking kritisierte Boeing und Airbus in dem Magazin als "Berufsoptimisten", die die Gefahr einer konjunkturellen Talfahrt nur "ausgesprochen zurückhaltend" berücksichtigten.

Er bezweifelte zudem, dass etwa Air Berlin "die bestellten 25 Langstreckenflieger Boeing 787 noch braucht". Der Lufthansa-Partner JetBlue 21 hat "Spiegel Online" zufolge bereits erteilte Flugzeugbestellungen bei Airbus für fünf Jahre zurückstellen lassen. Auch Delta Air Lines hat 34 ihrer 36 bestellten Boeing-Jets vorab an Dritte weiterverkauft. Bei der indonesischen Lion Air ist ebenfalls nicht sicher, ob sie ihre Pläne verwirklicht, ihre Flotte von 46 Flugzeugen mit weiteren 168 Boeing 737 fast zu verfünffachen. Auch die ungarische Wizz Air, die zu ihren 17 Airbus-Jets weitere 74 bestellt hat, will nach Auskunft einer Sprecherin "die Kostenschraube fester anziehen".


Goedeking hat recht. Die Luftfahrtgesellschaften haben einfach zu lange auf den Weiterbetrieb der alten Spritzfresser gesetzt und es ist leicht vorhersehbar, das es vielen an den Kragen gehen wird. Luftfahrt auf der Kurzstrecke ist etwas, was man sich bald nicht mehr leisten kann, weil der Verbrauch bei Start und Landung überproportional hoch ist.

Gleichzeitig werden die Transporte per LKW rabiat zurückgehen müssen. Den LKW als rollendes Lager zu verstehen und leere LKW durch ganz Europa zu schicken wird bald nicht mehr funktionieren.

Deshalb ist es ein gefährlicher Wahnsinn gerade jetzt die Bahn zu verschenken, nur damit Mehdorn und Tiefensee abzocken können. Ich halte es für sinnvoller den Beiden und allen anderen Beteiligten die Summen, die sie sonst als Bestechungsgeld bekämen einfach so auszuzahlen und sie dann zu entlassen. Wir würden weniger Geld verlieren, wären ein paar absolut unfähige Leute los und hätten unsere Bahn noch, die von Tag zu Tag wichtiger wird.

Wenn wir Mehdorn und Tiefensee machen lassen, haben wir beim Höhepunkt der Ölkrise die Bahn in der Fläche vollständig erledigt. Deren einziges Ziel ist ja die Bahn zu zerstören.


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Gabriels Idee von der "Brennelemente-Steuer"

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat eine neue Idee, um Atomstrom unattraktiver zu machen: Laut Medienberichten plane er, für Atomstrom eine Sonderabgabe von einem Cent einzuführen.


Ich sage jetzt nicht was Sigmar Gabriel ist, aber es fängt mit voll an. Wir brauchen keinen Atomcent, die Atomkraftwerkbetreiber müssen nur das Geld für die Bewachung und Lagerung ihres Mülls an die Staatskasse abführen. Das eine Lagerung in einem Salzstock nicht geht, beweist Asse II mehr als deutlich. Natürlich sind Gabriel seine Wähler scheiß egal, deshalb ist es ihm auch egal wie viele Menschen er gefährdet weil er nicht sofort den Befehl gibt den Dreck aus Asse wieder herauszuholen.

Es bleibt nur eine oberirdische Lagerung in Hallen. Der Zustand der Castoren muss ständig überwacht werden, im Laufe der Zeit wird immer wieder umgepackt werden müssen und auch immer wieder neuer verstrahlter Müll durch defekte Castoren anfallen. Wenn die Energieerzeuger dieses Geld bringen müssen, sind sie sofort pleite und können vom Staat übernommen werden.

Damit ist das ganze Thema vom Tisch. Es gibt Kernkraftwerksbetreiber nur, weil sie für das was sie hinterlassen keine Verantwortung tragen müssen. Geben wir ihnen diese Verantwortung und das Problem ist morgen erledigt.


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Steinbrück warnt: Zinserhöhung könnte falsches Signal sein

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat vor negativen Auswirkungen der erwarteten Leitzinserhöhung durch die Europäische Zentralbank (EZB) auf die Wirtschaftsentwicklung gewarnt.

"Die EZB muss bedenken, dass sie mit einer Zinserhöhung ein falsche Signal setzen könnte, weil diese im Abflauen der Konjunktur prozyklisch wirken könnte", sagte der SPD-Politiker dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" laut Vorabbericht vom Samstag.

Weitere SPD-Politiker appellierten an die Notenbank, die Zinsen nicht wie angedeutet in der kommenden Woche zu erhöhen. "Die EZB sollte die Zinsen stabil halten, um das Wachstum nicht noch zusätzlich zu gefährden", sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Wend, dem "Spiegel". Auch der stellvertretende Fraktionschef Ludwig Stiegler äußerte die Hoffnung, dass die EZB angesichts der Konjunkturprognosen und der Entwicklung an den Börsen ihre Entscheidung noch einmal überdenkt. "Da sollte man nicht noch zusätzlich mit dem Hammer eins draufgeben. Ich hoffe, dass die Mehrheit im EZB-Rat vernünftig bleibt."


War klar das die SPD-Politiker die jetzt schon wissen das sie nächstes Jahr von der Gunst der Ackermänner und anderer Neoliberalen leben müssen, weil sie nicht wieder gewählt werden, jetzt schon im Auftrag ihrer Herren unterwegs sind.

Natürlich müssen die Zinsen hoch. Sie müssen sogar gewaltig nach oben. Wir brauchen wenigstens 9,5 Prozent um unsere Wirtschaft wieder in vernünftige Bahnen zu bringen, wenn das überhaupt noch möglich ist. Natürlich gehen dann die ganzen Spekulanten über den Jordan. Ackermann kann gar nicht so schnell rennen wie ihm seine hübsche neoliberale Welt über dem Kopf zusammen bricht.

Wir haben die EU geschaffen um uns von den USA und dem Dollar frei zu machen. Genau jetzt ist der Zeitpunkt gekommen. Zinsen raufen, Spekulanten erledigen und endlich wieder wirtschaften. Unser Markt ist Europa. Die USA können und müssen wir als verloren aufgeben.



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Niedriglöhne werden immer häufiger

Es sind Zahlen, die nichts Gutes verheißen: Nach Informationen des SPIEGEL erhalten mittlerweile fast ein Drittel aller Beschäftigten weniger als 7,50 Euro brutto die Stunde. Das geht aus neuen Berechnungen des Instituts für Arbeit und Qualifikation (IAQ) an der Universität Essen hervor. Demnach verdienten zwölf Prozent aller Einzelhandelskräfte oder 317.520 Beschäftigte im Jahr 2006 sogar weniger als fünf Euro pro Stunde. In der Zwischenzeit könne sich die Zahl der Niedriglöhner noch weiter erhöht haben.


Es gibt auf diese Erkenntnisse nur eine Antwort. Wir brauchen sofort einen Mindestlohn von 10 Euro der flächendeckend eingeführt werden muss. Dazu muss eine Arbeitszeitverordnung eingeführt werden die eine Mindestschichtdauer von fünf Stunden und eine Mindestarbeitszeit von 20 Wochenstunden vorsieht die zum Mindestlohn bezahlt werden müssen.


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Crack-up-Boom und Ludwig von Mises

Geschrieben von
Jochen Hoff
Montag, 30. Juni 2008
Kommentare (18) | Trackbacks (0)

Der Meyer meint am Ende seiner wie immer hervorragenden Kolummne wir sollten doch mal ein wenig nach Crack-up-Boom und Ludwig von Mises googeln. Meyer befiehl, ich folge auch wenn wir in der Schlußempfehlung sicherlich unterschiedlich sein dürften. Das ist aber nicht schlimm, Meinung ist im Plural deutlich besser.

Ich brauchte nicht einmal zu googlen weil ich mich mit Ludwig von Mises gerade beschäftigt hatte und ich die sogenannte Ron Paul Revolution in der Kategorie Irre in meinem Feedreader habe.

Aber in der Kategorie Irre zu stecken, heißt ja nicht immer völlig falsch zu liegen. Auch das blindeste Huhn oder die bescheuertse Kampagne trinkt mal einen Korn oder so ähnlich. So auch in diesem Zusammenhang:

Laut dem Statistischen Bundesamt haben wir zur Zeit eine Preissteigerung von ungefähr 2,5%.
Zufällig ist die Preissteigerung damit gleich hoch wie die Steigerung des nominalen Bruttoinlandsprodukts; auch diese beträgt zur Zeit ungefähr 2,5%.
Daraus folgt nach Adam Ries schon mal, dass das reale Bruttoinlandsprodukt (= nominales BIP minus Preissteigerung) der deutschen Wirtschaft anscheinend ein solides Null-Wachstum aufweist.
Da können Merkel, Müntefering, Glos und Co. noch so viel vom "schönen Aufschwung" tagträumen: In Deutschland wächst vielleicht die Staatsverschuldung, sicher aber nicht die Wirtschaft.

..

Wie definiert man Inflation dann besser als das Statistische Bundesamt?
Anhand der so genannten Quantitätstheorie. Diese postuliert einen positiv korrelierten Zusammenhang zwischen Veränderungen der Geldmenge und den Güterpreisen.
Einfach ausgedrückt: Je mehr Geldmenge, desto (ceteris paribus) höhere Preise.
Das umfassendste Aggregat zur Messung der Geldmenge ist M3. Und M3 wächst zur Zeit mit ca. 11,5%:

Unter sonst gleichen Bedingungen bedeutet 11,5% mehr Geld:

- dass die deutsche Wirtschaft leider nicht mal stagniert, sondern dass wir uns in einer Rezession befinden. Denn 2,5% nominales BIP-Wachstum minus 11,5% Geldmengenwachstum ist real ganz sicher was Negatives.
- und dass wir alle (nicht nur die Rentner) immer weniger Kaufkraft in der Tasche haben. BILD hat halt doch nicht immer recht.

..

Gemäß Ludwig von Mises geht die Inflation gegen Ende in einen Crack-Up Boom über.
Die Bevölkerung wacht schliesslich auf und erkennt, dass nicht "böse Öl-Förderer" (oder andere "böse profit-orientierte Kapitalistenschweine") für die steigenden Kosten verantwortlich sind sondern der Staat, der immer mehr ungedecktes Fiat Money ("Es werde Geld" sinngemäß abgeleitet von "fiat lux") druckt und offensichtlich auch nicht vorhat, damit irgendwann noch mal aufzuhören.
Die Menschen erkennen jetzt, dass die ihnen selber zur Verfügung stehende Kaufkraft durch die fortschreitende Geldmengenausweitung immer weiter sinken wird.
Ab diesem Moment setzt eine breite Flucht in alle zur Verfügung stehenden Sachwerte ein. Papiergeld wird nicht mehr akzeptiert, die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes erhöht sich drastisch.
Besonders Gold und Silber steigen stark im Preis, da sie dann nicht nur als Rohstoff sondern auch als "echtes Geld" angesehen werden und somit als Ersatz für die verblichene Staatswährung dienen. Dies alles ist ein sich selbst verstärkender Vorgang.
Die monopolistische Staatswährung ist am Ende ihres irdischen Daseins angekommen.


Wenn wir mal die "böse Öl-Förderer" (oder andere "böse profit-orientierte Kapitalistenschweine") herausnehmen kann man den Aussagen grundsätzlich zustimmen. Ich würde die Zahlen des Geldmengenwachstums noch viel höher ansetzen weil ja Papiere ohne einen inneren Wert gehandelt werden, die letztendlich auch Geld sind.

Genau da liegt das erste Problem das z.B. die Ron Paul Jünger einfach nicht begreifen. Eine Regierung baut nicht Mist und vernichtet das Geld, weil sie Spaß daran hat. Alle Politiker geben nur allzu gerne den Interessen anderer nach. Vorzugsweise folgen sie den Interessen der Leute mit dem meisten Geld, die noch dazu bereit sind, sie entweder durch Bestechung sofort, oder durch Bestechung und tolle Arbeitsplätze nach der politischen Karriere zu belohnen. In Ausnahmefällen werden auch nahe Verwandte versorgt und einige wollen wirklich nur Geld für ihre Partei.

Die Leute mit dem meisten Geld wollen die höchsten Renditen und haben ihre Angestellten die solche Renditen entweder als Bankvorstand wie Ackermann oder als angebliche Wissenschaftler propagieren. Da werden plötzlich Renditen von 25 Prozent gefordert, die nur noch durch Betrug entstehen können. In Deutschland nennen wir die Leute die diesen Brand gestiftet haben wirtschaftsfaschistische Neoliberale. Sie tragen keine Verantwortung, denken nur in Quartalen und wollen eigentlich nur schnell den nächsten Bonus mitnehmen, bevor sie die Arbeitsplätze und die Zukunft der nächsten Firma zerstören.

Ursache für den Wertverfall ist die unersättliche Gier der Neoliberalen gepaart mit absoluter Verantwortungslosigkeit. Egal was die Ron Paul Leute versuchen zu erzählen.

Aber auch mit dem Meyer bin ich nicht einig. Auch er steht für ein Ausweichen ins Gold oder Silber. Dies halte ich für einen der größten Fehler überhaupt. Man kann Gold oder Silber nicht essen, genauso wenig wie Bilder und Teppiche oder Schmuck. Im Ernstfall ist all das Tand.

Ich stamme aus einer bäuerlich verwurzelten Familie und habe noch mit Angehörigen gesprochen die zwei Zeiten des wirtschaftlichen Verfalls und der Not mitgemacht haben. Die haben immer über die Leute gelacht die mit hungrigem Magen ankamen und ihr Silber und Gold gegen Nahrungsmittel eintauschen wollten. Oh ja. Sie haben etwas bekommen. Aber im Verhältnis zu dem was sie für den Tand ausgegeben hatten, bekamen sie nichts. Ein Silberring ein Ei, ein Goldring ein paar Kartoffeln und zwei Zwiebeln, der wunderschöne Teppich ein wenig Fleisch, aber nur wenn das Bild auch Teil des Geschäftes war.

Dann konnten die armen Menschen wieder nach Hause gehen und ihre Goldzertifikate und Aktien in den Herd werfen um wenigstens die Kartoffeln warm zu bekommen. Kunst, Einrichtungsgegenstände, Edelmetalle und Papiere darauf sind keine Lösung sondern eine Falle für die Dummen.

Wer die Krise überleben will muss sich weitgehend selbst ernähren oder genügend Nahrungsmittel zurechttauschen können. Alle anderen gehen in der Krise unter. Je mehr Leute Gold anbieten müssen um zu Essen, desto weniger wird es wert. Vor allem wenn die Krise dank des Mangels an Öl viel länger dauern wird als wir uns vorstellen können.

Wer die Möglichkeit hat, soll sich einen Acker kaufen, ein paar Ziegen, Schafe, und ein paar Hühner. Wer genug Land hat kann sich eine Kuh und ein Pferd zum ackern leisten. Das ist billig und sicher. Dazu leicht verkäufliche Waren von hoher Qualität die immer gebraucht werden. Muss ich an die Schuhhändler nach der Währungsreform erinnern, die auch nur die berühmten 40 Mark bekommen hatten, aber am ersten Abend schon reich waren.

Nahrung, Kleidung und die Grundbedürnisse an Waren. Das ist das Geschäft. Nur da ist das Überleben relativ gesichert, wenn man nicht in Unruhen alles verliert. Aber meist verliert man das Gold viel schneller als einen Acker.

Um eine neue Gesellschaft aufzubauen braucht es mehr, als die alte Währung auf der Basis einer Sachwährung wie Gold wieder aufzusetzen. Vermutlich wird man zu Silvio Gsell und dem Freigeld zurückkehren müssen, das sicher auch nicht ohne Problem ist, die aber leichter lösbar sind als die totale Gier zu bekämpfen.

Hohe Ertragssteuern auf Gewinnentnahmen aus Verkäufen von Unternehmensanteilen oberhalb einer Freigrenze und steuerfreie Wiederanlage im Unternehmen oder bei anderen Unternehmen im Inland, sowie ein zwingendes Nutzzungsgebot bei Landbesitz und ein Vorkaufsrecht zu ortsüblichen Preisen beim Landverkauf würden die Spekulation auch da brechen. Dazu eine örtliche Landkommission aus den Landbesitzern, wie es sie in den Touristenorten schon lange gibt.

Außerdem hat das Freigeld ja schon 1932 als "Wunder von Wörgl" hervorragend funktioniert:

Wörgler Geldexperiment

In Wörgl war um 1932 die örtliche Zement- und Zellulosefabrikation stark zurückgegangen und die Arbeitslosenquote bedrohlich angestiegen. Die Gemeinde hatte einerseits beträchtliche Steuerausfälle, andererseits hohe Lasten durch Unterstützungsleistungen an Arbeitslose. Die Kasse war leer, und ein Ende war nicht abzusehen. Ab Anfang Juli 1932 gab die Gemeindeverwaltung unter Bürgermeister Michael Unterguggenberger als Lohn der Gemeindeangestellten eigene sogenannte Arbeitswertscheine aus, den Wörgler Schilling. Die Scheine gab es in Nennwerten von 1, 2 und 5 Schilling. Bis zum Ende der Aktion im August 1933 waren insgesamt Scheine im Wert von etwa 34.500 Schilling ausgegeben worden. Maximal wurden 12.000 Schilling gleichzeitig emittiert.

Die Arbeitswertscheine waren umlaufgesichertes Freigeld. Ideenlieferant war dabei die Freiwirtschaftslehre Silvio Gesells. Monatlich musste eine Marke zu einem Prozent des Nennwertes der Note gekauft und in ein dafür vorgesehenes Feld auf der Vorderseite des Geldscheins geklebt werden, um ihn gültig zu erhalten. Das Geld war durch Hinterlegung von Schillingen der Gemeinde bei der örtlichen Raiffeisenkasse gedeckt und gleichwertig an Schillinge gekoppelt. Mit diesen Scheinen konnten Gemeindesteuern bezahlt werden. Einheimische Geschäftsleute nahmen das Geld in Zahlung.

Das Experiment glückte. Geldkreislauf und Wirtschaftstätigkeit wurden – allerdings im Einklang mit dem allgemeinen Trend im Land – wiederbelebt. Überall in Wörgl wurde gebaut und investiert. Noch heute zeugt unter anderem eine Straßenbrücke mit der Aufschrift „mit Freigeld erbaut“ davon. In den vierzehn Monaten des Experiments nahm die Arbeitslosenquote in Wörgl von 21 auf 15 Prozent ab, während sie im übrigen Land weiter anstieg.

Die positiven Auswirkungen führten dazu, dass der Modellversuch in der Presse als das „Wunder von Wörgl“ gepriesen wurde. Das Interesse daran stieg derart, dass über hundert weitere Gemeinden in Österreich dem Beispiel folgen wollten. Auch im Ausland und in Übersee fand die Aktion starke Beachtung und Nachahmer. Aus Frankreich reiste der Finanzminister und spätere Ministerpräsident Édouard Daladier nach Wörgl, und in den USA schlug der Wirtschaftswissenschaftler Irving Fisher der amerikanischen Regierung – wenn auch vergeblich – vor, ein Wörgl-ähnliches Geld mit Namen Stamp Scrip zur Überwindung der Wirtschaftskrise einzuführen.

Allerdings erhob die Oesterreichische Nationalbank gegen die Wörgler Freigeld-Aktion vor Gericht erfolgreich Einspruch, weil allein ihr das Recht auf Ausgabe von Geld zustand. Das Experiment von Wörgl und alle weiteren Planungen wurden verboten. Unter Drohung von Armeeeinsatz beendete Wörgl das Experiment im September 1933. Da bald darauf der Zweite Weltkrieg ausbrach, gerieten das Modell und sein Erfolg weitgehend in Vergessenheit.


Wenn man also die Gierigen nicht mitentscheiden lässt, die aber von der Ron Paul Revolution so vehement geschützt werden sollen, dann ist ein Neuanfang leicht und einfach möglich. Wir haben alle Grundlagen die wir brauchen. Es gibt einen Mittelweg zwischen den beiden Extremen. Zwischen dem Gefängnis der kommunistischen Glaubenstreue und dem bösartigen und menschenverachtenden Raubtierkapitalismus.

Das war über lange Zeit die soziale Marktwirtschaft, die aber sofort vom Kapital aufgekündigt wurde als die sozialistische Alternative in sich zusammenbrach. Das was wir über lange Zeit als ein Gleichgewicht empfunden haben, war nur die Angst des Kapitals. Da steckte kein Körnchen Einsehen drin.

Allerdings hat sich gezeigt das die Gier und Menschenverachtung des Neoliberalismus weniger als 20 Jahre brauchte um die gesamte Weltwirtschaft vor die Wand zu fahren. Die Krise ist nicht mehr aufzuhalten. Es kommt zum totalen Crash. Das ist ärgerlich aber nicht so schlimm. Bisher haben wir in solchen Situationen immer versucht das aktuelle Kapitel in der Geschichte durch einen Krieg zu beenden. Danach sieht es im Moment nicht aus.

Auch wenn Bush immer noch seinen Weltkrieg plant und sein Nachfolger ihn gerne führen würde, reicht es finanziell bei den USA schon bald nicht mehr. Außerdem ist nach den schweren Niederlagen in Afghanistan und dem Irak, die ja heute schon leise "Vietnam" flüstern, fast unmöglich die eigene Bevölkerung für weitere Kriege zu begeistern.

Wir behalten also intakte Wohnungen, Büros, Fabriken und wenn wir uns dem Gendreck in der Landwirtschaft verweigern, auch eine halbwegs brauchbare Landwirtschaft. Das ist ein Glück. Wir müssen dann nur eine Entscheidung treffen, welche Zukunft wir wollen. Die Freiwirtschaft wäre eine gute Alternative, vor allem aber eine Alternative die sich selbst verteidigen kann. Alle anderen Formen müssten verteidigt oder durch Unterdrückung erzwungen werden.

Einfach wird es auf keinen Fall werden, aber sicherlich spannend. Wir haben eine weitere Chance. Zu unserem Glück.


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Kurzkommentar 2008-06-29

Geschrieben von
Jochen Hoff
Sonntag, 29. Juni 2008
Kommentar (1) | Trackback (1)

Pin, die billige Beute

von Jennifer Lachman, Nina Klöckner und Ulf Brychcy (Hamburg)

Springer hat den missglückten Einstieg ins Briefgeschäft teuer bezahlt. Nun, da der Scheinriese Pin pleite ist, machen sich die Rivalen über ihn her. Sie holen sich ihre einst für viel Geld an Springer verkauften Brief-Töchter zurück - zum Schnäppchenpreis.


Ich weiß nicht wer Jennifer Lachman, Nina Klöckner und Ulf Brychcy ausgebildet hat. Ich kann nur sagen, es hat nicht funktioniert. Sie haben es nicht kapiert. Nicht Springer bezahlt den missglückten Versuch Menschen um ihren Lohn zu bringen teuer, sondern die Steuerzahler.

Friede Springer und die anderen Aktionäre dieses miesesten aller deutschen Konzerne kostet das ganze keinen Cent. Die ehrliche Trauer die aus dem Artikel der drei Schreiberlinge ablesbar ist wandelt sich bei Friede Springer in schallendes Gelächter. Es kostet sie nichts. Sie verliert nicht. Sie lässt einfach nur addieren was sie ausgegeben hat, inklusive des Kaufs einer Gewerkschaft und eines Arbeitgeberverbandes und dann wird diese Summe einfach von den nächsten Steuern abgezogen.

Bezahlen müssen das die Steuerzahler. Die gleichen Steuerzahler die letztendlich jede Fehlspekulation bezahlen müssen, egal wo auf der Welt unsere Elite das Geld verballert. Deshalb zeigen ja Mensch wie Friede Springer und die anderen Neoliberalen keine Verantwortung, weil sie nie welche tragen müssen. Unsere Steuergesetze sind so, dass der Verantwortungsloseste den größten Nutzen hat.

Die Idee des Prof. Kirchhoff mit einem einheitlichen Steuersatz von 25 Prozent ist doch nur deshalb nicht zum tragen gekommen, weil keiner aus dem Großkapital jemals soviel Steuern gezahlt hat. Die meisten zahlen gar nichts oder zwischen 2 und 7 Prozent.

Solange aber Journalisten so tun als hätte Springer etwas verloren, wird sich an der Situation nichts ändern. Solange wird es keine Verantwortung geben.


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Dax: „Wieder einen auf den Deckel“

Der Ausverkauf am deutschen Aktienmarkt setzt sich fort. Auslöser dafür sind der neue Rekordpreis für Öl und die Sorge über den Zustand der Finanzbranche. "Alles deutet darauf hin, dass die Subprime-Krise noch nicht vorbei ist und wir auf eine Rezession zusteuern", sagt ein Händler. Technische Analysten warnen vor neuen Tiefständen.


Es geht doch schon lange gar nicht mehr um die Frage wohin der DAX heute oder morgen geht, sondern darum wie man sich dem Verfall der Währungen, die rasende Inflation und den damit verbundenen ständigen Kursverlusten stellen will, oder ob man die Hand vor die Augen hält und hofft nicht gesehen zu werden.

Jeden Tag eine neue Bärenfalle aufzubauen ist keine Lösung.


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"Mir gehört die Tür für das BMW-Vorstandsklo"

Aktien beteiligen Anleger am unternehmerischen Erfolg - auch wenn es nur kleine Anteile sind. Doch die Deutschen halten Aktien für Teufelszeug. Dabei kommt man um den Dax nicht herum - wenn man ein Vermögen machen will.

Es ist ein Klischee, aber es bestätigt sich immer wieder: Deutsche Sparer sind Angsthasen. Sie halten Aktien für Teufelszeug und parken ihr Geld lieber auf Tagesgeldkonten. Weder die unablässigen Appelle der Politiker, doch bitteschön fürs Alter vorzusorgen, noch die Kursgewinne des Deutschen Aktienindex haben daran etwas geändert.


Ob Catherine Hoffmann denn nun wenigsten für diesen schönen Artikel ihre Verluste aus Internetblase, Telekom und dem aktuellen Crash erstattet bekommt, oder muss sie solchen geistigen Dünnpiff nur gegen Gehalt oder gar Wortentgelt verzapfen.

Man braucht sich doch nur den Kurzkommentar über diesem zu betrachten und weiß Bescheid. Der normale Depotkunde hat bei diesem System keine Chance mit Aktien Geld zu verdienen. Solange wir in Deutschland das Universalbankprinzip haben ist es für den Privatanleger nicht möglich langfristig Gewinne zu machen. Hier gewinnt immer nur die Bank.

Wer Lotto spielt, auf Fußball wettet oder wertlose Münzen kauft, hat mehr Chancen zu gewinnen als ein ehrlicher Anleger. Der ist auf jeden Fall der Dumme. Aber während sich ein Manfred Krug noch für seine Werbung entschuldigte hat eine Catherine Hoffmann vermutlich keine Schwierigkeiten mit ihrem Aufruf. Sie ist ja auch schließlich keine Journalistin sondern eine Propagandistin. Und ihr Klischee ist natürlich genauso falsch wie jedes Klischee.

Am schlimmsten aber sind solche Wissenschaftler wie Professor Richard Stehle, Kapitalmarktforscher an der Berliner Humboldt-Universität, der uns vorrechnet das jemand der 1954 sein Geld in Aktien angelegt hätte, seitdem eine Verzinsung von 10,3 Prozent im Durchschnitt erzielt hätte, während Bundesanleihen nur 6,6 Prozent brachten.

Ob ich diesem Tropf mal vorrechne was mein jüngster Sohn zu seinem 18 Geburtstag an Kapital bekäme, wenn vor 14.000 Jahren, jener Dödel von Vorfahr nicht mit der Keule hinter Weibern hinterhergerannt wäre, sondern die ersten Münze für Junior gut angelegt hätte. Bah. Was für Wissenchaftler. Alles vom Geld der Steuerzahler. Schönrechner, die nie Gebühren und nie Verluste haben. Aber vermutlich auch gut bezahlt. So eine Professur nährt ihren Mann sicherlich redlich und die Kapitalmarktleute brauchen immer Studien.


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Tarifverdienste steigen erneut langsamer als in Frankreich

Deutsche Arbeitnehmer haben sich 2007 trotz eines höheren Wirtschaftswachstums erneut mit geringeren Lohnanstieg als ihre französischen Kollegen zufriedengeben müssen.

Die durchschnittlichen Tariferhöhungen lagen hier bei 2,3 Prozent, im Nachbarland dagegen bei 2,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Das sei das vierte Jahr in Folge, in dem die Franzosen ihre Löhne und Gehälter kräftiger steigerten. Dabei hatte Deutschland mit 2,5 Prozent das kräftigere Wirtschaftswachstum verzeichnet.

In Deutschland reichte der Lohnzuwachs gerade aus, um den Anstieg der Lebenshaltungskosten von 2,3 Prozent auszugleichen. Die Franzosen hatten dagegen auch real mehr Geld in der Tasche, weil ihre Verdienste schneller stiegen als die Verbraucherpreise mit 1,6 Prozent.


Wen wundert es wirklich. Bei uns haben sich Politik und Gewerkschaft gemeinsam an das Großkapital und die Neoliberalen verkauft. Diese Schere wird in Zukunft noch weiter auseinander gehen. Das ist so gewollt. Noch grausamer würde es aussehen wenn man die nicht tariflich gebundenen Löhne vergleichen würde.

Die arbeitenden Menschen in Deutschland werden bewusst und mit voller Absicht um ihre Teilhabe an dem ausschließlich von ihnen erwirtschafteten Ertrag betrogen. Unsere Manager könnte man bis auf einzelne Ringeltauben alle entlassen. Die einzige Folge wäre das die Gewinne steigen weil diese Volk nicht mehr abzockt, vor allem aber keine sinnvolle Arbeit mehr stört oder aufhält.


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Merrill Lynch erwartet weitere Milliardenabschreibungen

Die US-Investmentbank Merrill Lynch erwartet nach Informationen des Senders CNBC neue Abschreibungen von drei bis fünf Milliarden Dollar.

Es sei sogar ein Quartalsverlust möglich, berichtete der Sender am Freitag. Analysten von Lehman Brothers rechnen damit, dass Merrill Lynch im zweiten Vierteljahr auf Abschreibungen von 5,4 Milliarden Dollar komme. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres hatte Merrill Lynch in Folge der internationalen Finanzkrise bereits einen Verlust von fast zwei Milliarden Dollar ausgewiesen.


Ohne ein Analyst zu sein, wage ich mühelos die Voraussage das es im nächsten Quartal dann etwas weniger als 5 Milliarden sind, was uns dann als Erfolg verkauft wird. Dann kommt auch gleich die Empfehlung wieder Aktien zu kaufen.


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Aufgelesen: 27

Geschrieben von
Jochen Hoff
Sonntag, 29. Juni 2008
Kommentare (0) | Trackbacks (0)

Die Machtlosigkeit der Mächtigen

Verschiedene Mitarbeiter eines großen deutschen Medienkonzerns haben mir unabhängig voneinander berichtet, dass dieser Konzern, der intern nur „Die Maschine“ genannt wird, in einem Maße unsteuerbar ist, dass auch der Boss der Bosse nichts mehr entscheiden kann. Die Mail von Bill Gates an seine Mitarbeiter, die seit gestern durch die Blogs geht (Gates beschreibt darin sehr erheiternd - obwohl gar nicht amüsiert - wie er versucht hat, den Movie Maker herunterzuladen), belegt sehr anschaulich die Machtlosigkeit der Mächtigen. Was Fragen aufwirft:

Wollte Pharao Cheops möglicherweise ein Rundgrab, seine Anweisungen gingen aber in Arbeitskreisen, die Machbarkeitsstudien entwickelten, unter?


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Fans meiden und Fanleiden auf der Berliner Fanmeile

Gestern ist mir doch wieder bewusst geworden, warum ich vor zwei Jahren zwar gerne und oft zum Brandenburger Tor zum WM-Gucken gegangen bin, aber nur ein einziges Mal anlässlich eines deutschen Spiels — und das war dann das schon entspanntere Spiel um Platz 3 gegen Portugal. Aber da es dieses Jahr sowieso nur drei Spiele gibt, die da gezeigt werden, und aus einem puren Reflex heraus, dass doch alles gut finden zu wollen, hat’s mich gestern doch wieder hingezogen. Und es gibt Gesprächsbedarf, Deutschland.

Zuerst hätte ich gerne mal ein paar Worte mit den Organisierenden und Medienverantwortlichen gewechselt, die das alles, nach den Erfahrungen 2006, als „Fanmeile” bewerben, wenn der richtige Ausdruck wäre: Eine Leinwand mit drei Bierständen. [1] Die Zustände um besagte Bierstände als wenig optimal zu bezeichnen, wäre eine nette Grille, wenn die Situation nicht objektiv untragbar gewesen wäre und das in so einer Masse mit der Gefahr verbunden ist, dass es schnell aus dem Ruder laufen kann. Dass da, soweit bekannt, nichts passiert ist, lag jedenfalls nicht an der Besonnenheit der Beteiligten. Wer trägt eigentlich die Verantwortung, wenn man vielleicht 150.000 vom Großen Stern kommende, erwartungsgemäß nach Bier schreiende Halbstarke an einem einzigen Bierwagen vorbeilenkt? Die beiden anderen waren vorne an der Leinwand, wo es schon deutlich weniger Andrang gab, man aber immer noch locker eine ganze Halbzeit für sein Bier anstehen konnte.

Mehr Spaß hatten da wahrscheinlich die um den ziemlich zentral positionierten Crepes-Wagen eingeklemmten Leute: nichts zu trinken, keine Toilletten, aber hübsch viel Zeit neben Öfen und Nutella-Pfannkuchen-Geruch. Einfacher kann man deutschen Fußball nicht als Performance darstellen.


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Merkels Hampelmann

Was der Profalla macht das kann nur richtig losgehen. In der Regel nach hinten. Es ist mir bis heute schleierhaft, wozu sie bei der CDU diesen Pausenclown haben. Für sein lächerliches Äußeres und seine Lautabsonderungsweise kann er ja nichts. Aber ich möchte es, aus lauter Bosheit, hier nicht unerwähnt lassen.

Doch nun zum Thema. Merkels Hampelmännchen hat mal wieder etwas vorgelegt. Diesesmal ist es ein zehn-Punkte-Papier für einen Aufschwung im Osten. Deja vu? Ja, bei mir auch!
Offensicht halten sie bei der CDU ihr altes zehn-Punkte-Papier noch immer für den größten Erfolg der Gechichte. Da haben sie sich gedacht, was der Dicke konnte können wir auch. Also schieben sie ihre eigenen zehn Punkte nach. Da ist dann auch für jeden etwas dabei.


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Balkontrapunkt

Zu meinem neuen Balkon bin ich gekommen wie die Jungfrau zum Kinde. Er ist mir einfach zugelaufen, hat an mein Milchglasfenster geklopft, sich dann davor niedergelassen und selbst festgetackert. Das ist jedenfalls die offizielle Version, die ich den Kripobeamten erzählt habe, die heute morgen an meiner Haustür klingelten. Ob ich etwas über den Todesfall meines Nachbarn wüsste, wollten sie wissen. Ich tat unschuldig (wenngleich ich selbstverständlich etwas wusste):
“Nachbar tot? Ich wusste nicht mal, dass Nachbarn sterben können.” Doch die Polizisten wurden misstrauisch, als ich anschließend unschuldig pfiff und fragte, was denn nun eigentlich mit dem Balkon des Nachbarn geschehe. Der sei doch jetzt ganz alleine.
“Das ist ja das Mysteriöse”, entgegnete einer der beiden (es kann aber auch der andere gewesen sein) “der Balkon ist spurlos verschwunden.”
“Oje, haben Sie ihn etwa in Verdacht, den Mord begangen zu haben. Und jetzt liegt er am Strand von Rio. Dieser Verbrecher! Ich habe dem nie getraut und meinen Nachbarn ständig vor seinem Balkon gewarnt.” Meine Stimme bekam etwas Hysterisches.


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Der öffentliche Hupraum

Kann mir mal einer erklären, was an EM-Autokorsos witzig, charmant, bereichernd, oder auch nur ansatzweise ok sein soll? Nur weil irgendeine Ballspiel-Mannschaft ein Turnier gewonnen hat, darf man mitten in der Nacht stundenlang alkoholisiert hupend die Innenstadt blockieren, im Kofferraum sitzen, bei Rot über die Ampel fahren und alle möglichen Leute um ihren Schlaf bringen? Und die Polizisten gucken augenzwinkernd weg? Alles nur, weil irgendwelche Profisportler ihren Job gemacht und vorher noch halbwegs die richtige Hymne gebrummelt haben. Alter Falter!

Wenn im Frühjahr wieder der Deutsche Kleinkunstpreis verliehen wird, werde ich direkt im Anschluss an die Übetragung (meistens im ZDF, nach 22:00 Uhr) in mein Auto steigen, für 1-2 Stunden mit der Hupe “Kabarett” morsen und dabei rückwärts durch einen zentralen Kreisverkehr meiner Wahl rasen. Und dann in der Zelle randalieren, in die sie mich stecken werden. Danach soll mir der Richter mal die kulturell übergeordnete Bedeutung der Balltreterei darlegen.


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Sie musste einfach in Paris sterben.

Geschrieben von
Jochen Hoff
Sonntag, 29. Juni 2008
Kommentare (0) | Trackbacks (0)

Édith Piaf, der "Spatz von Paris" und ihre Lebensgeschichte sollte eigentlich Appetit auf mehr machen.

Es gibt eine Menge Bücher von denen viele gut sind. Ich mag keines empfehlen, weil ich einen ziemlich eigenen Lesegeschmack habe, und mich nicht unbedingt für Allfälliges interessiere. Ein guter Anfang ist wie immer Wikipedia:

Als Édith Gassion geboren, wurde Édith Piaf bereits einige Wochen nach ihrer Geburt von ihrer Mutter Anita Maillard, einer Kaffeehaussängerin, verlassen und wuchs bei ihrer Großmutter mütterlicherseits auf, wo sie beinahe verhungerte. Ihr Vater Louis Gassion, Akrobat (Kontorsionist, d.h. Schlangenmensch) in einem Wanderzirkus, brachte sie 1917 bei seiner Mutter unter, damit seine Tochter wieder zu Kräften kommen konnte. 1919 erkrankte sie an einer Entzündung der Augenhornhaut und erblindete. Erst nach zwei Jahren heilte die Krankheit von selbst. Sie war erst sieben, als ihr Vater sie das erste Mal mit auf Tournee nahm. Mit zehn Jahren begann sie auf der Straße zu singen. Édith Piaf wurde stark geprägt vom Alkoholismus ihres Vaters und der Gewalttätigkeit des Milieus, in dem sie aufwuchs.

Als 15-jährige verließ sie ihren Vater und zog alleine als Straßensängerin nach Paris. Kurz darauf wurde sie von dem Kabarettbesitzer Louis Leplée entdeckt, der sie als Chanteuse in sein Kabarett holte und ihr den Namen gab, unter dem sie bekannt wurde: „La Môme Piaf“ (Kleiner Spatz).

Am 11. Februar 1933 brachte sie ihr einziges Kind zur Welt, ihre Tochter Marcelle. Das Kind wuchs bei seinem Vater auf, da Édith Piaf es vorzog, mit Simone Berteaut, einer langjährigen Vertrauten und Freundin, auf Musikveranstaltungen aufzutreten. Marcelle starb im Alter von zwei Jahren an Hirnhautentzündung.

1935 nahm Édith Piaf, die nur 147 cm groß war, ihre erste Platte auf. Kurz darauf wurde ihr Mentor Leplée ermordet und sie der Mitwisserschaft an der Tat bezichtigt. Obwohl sie freigesprochen wurde, flüchtete sie in die Provinz und kehrte erst 1937 wieder nach Paris zurück.

Unter der Förderung von Raymond Asso gelang ihr in den folgenden Jahren der große Durchbruch. Neben Bühnenauftritten in ganz Europa nahm sie unzählige Schallplatten auf.

Während des Zweiten Weltkrieges und der deutschen Besatzungszeit blieb sie in Paris und gab Konzerte für Kriegsgefangene. Dabei schmuggelte sie gefälschte Arbeitserlaubnisse in Gefangenenlager, um einigen Soldaten die Flucht zu ermöglichen. In dieser Zeit unterhielt sie ein leidenschaftliches Verhältnis zu dem sechs Jahre jüngeren Chansonnier Yves Montand, dessen Karriere sie förderte.

Édith Piaf hatte Zeit ihres Lebens schwere gesundheitliche Probleme. Der durch den Unfalltod ihrer großen Liebe, des Boxers Marcel Cerdan, im Oktober 1949 erlittene Schock löste nach Angabe ihrer Sekretärin die chronische Rheumatoide Arthritis aus, unter welcher sie fortan litt. Die damit verbundenen Schmerzen bekämpfte die Sängerin mit starken und überdosierten Medikamenten, von denen sie abhängig wurde. Das führte dazu, dass fortan das Stigma der Drogensucht an ihr haftete. Hinzu kamen Alkoholexzesse. Sie machte sieben Operationen und unzählige Entziehungskuren durch.

1952 heiratete sie den französischen Sänger Jacques Pills (richtiger Name: René Ducos), von dem sie sich 1956 wieder scheiden ließ. Während eines Konzertes in Stockholm, Ende der 1950er Jahre, brach sie auf der Bühne zusammen – es wurde eine unheilbare Krebserkrankung diagnostiziert. Piaf ließ sich jedoch nicht davon beeindrucken und trat weiter auf. Auf ihren Tourneen wurde sie fortan von einer Krankenschwester begleitet, die ihr im Bedarfsfall Morphium gegen die Schmerzen verabreichte. In diese Zeit fiel ihre kurze Liebesaffäre mit dem wesentlich jüngeren Chanson-Sänger Georges Moustaki. Er war es auch, der 1959 für Piaf das bekannte Chanson Milord (veröffentlicht 1960) komponierte, das später ihr größter Hit wurde.

Im Oktober 1962, wenige Jahre nach ihrer Affäre mit Moustaki, heiratete sie den zwanzig Jahre jüngeren Sänger Théo Sarapo und verursachte damit den letzten großen Skandal ihres ausschweifenden Lebens. Anfang August 1963 brachten Sarapo und der Impresario Louis Barrier die bereits schwer Kranke in ein abgelegenes Haus in Plascassier, in der Nähe von Grasse. Dort verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand weiter. An Piafs Seite waren ihre letzte Sekretärin, Danielle Bonel, und eine Krankenschwester; Sarapo befand sich auf Tournee. Bonel ließ Sarapo vom nahenden Tod seiner Frau verständigen; er traf sie jedoch nicht mehr lebend an. Piaf starb am 10. Oktober 1963. Bonel erwähnte in einer Fernsehdokumentation[2], Piaf sei gegen 12:45 Uhr gestorben; an den genauen Zeitpunkt könne sie sich nicht mehr erinnern. Der mittlerweile eingetroffene Sarapo beschloss zusammen mit Bonel und Barrier, über Piafs Ableben zunächst Stillschweigen zu bewahren und den Leichnam unbemerkt nach Paris zu überführen. Bonel besorgte einen Krankenwagen, in dem gegen 20 Uhr die Abreise nach Paris begann. Über den illegalen Transport erzählte Bonel:

"Die Krankenschwester und Theo waren im Krankenwagen. Wären wir angehalten worden, hätten wir gesagt, sie sei gerade gestorben - unterwegs. Sie musste einfach in Paris sterben. Für sie gab es keine andere Möglichkeit. Sie hätte es mit Sicherheit so gewollt." [3]

Noch in der Nacht wurde Piafs Arzt geweckt. Er erklärte sich bereit, einen falschen Totenschein auszustellen. Offiziell für tot erklärt wurde Piaf am 11. Oktober 1963 um 8 Uhr morgens.[4] Als Sterbeort gab der Arzt Paris an.

40.000 Menschen nahmen an ihrem Begräbnis auf dem Cimetière du Père Lachaise teil. Noch heute wird ihr Grab, in dem auch ihr 1970 bei einem Autounfall ums Leben gekommener Ehemann Théo Sarapo und ihre Tochter ruhen, ständig mit frischen Blumen geschmückt. Das kleine Édith-Piaf-Museum in Paris (Rue Crespin du Gast) stellt persönliche Souvenirs, ein Kleid und die Porzellansammlung der Künstlerin aus.


Es macht Sinn den Orginalartikel bei Wikipedia aufzusuchen da dort eine Menge interessanter Links sind.

Dieser Satz "Sie musste einfach in Paris sterben" ist für mich die kürzeste und umfassenste Beschreibung der Édith Piaf. Sie ist auch heute noch Paris für mich. Sobald ihre Lieder ertönen bin ich in meinem Paris obwohl wir nur sechs Jahre gemeinsam auf diesem Planeten lebten und ich ihr Paris nicht kennen kann. Aber sie hat mein Paris entscheidend mit geprägt wie auch der schon 1901 gestorbene Henri de Toulouse-Lautrec.

Es ist schon ein Witz am Rande das die kleine Édith mit ihren 147 cm und der auch nicht große Henri mit seinen 152, beide ihr ganzes Leben kränkelnd und lange nach ihrem Tod, einem 193 cm großen kerngesunden Bauerkind ein Paris vermitteln konnten das auch in der Realität Bestand hatte und genau so herzlich, aber auch widerlich und bigott war, wie sie es beschrieben.

Lassen wir Henri Toulouse-Lautrec als dem älteren den Vortritt:





La vie en rose





Les Trois Cloches




L'Accordeoniste




Milord




Non, je ne regrette rien




Ich wünsche allseits einen schönen Sonntag und uns allen heute ein Fußballfest, den Siegern wie den Besiegten. Wobei es in einem Endspiel wohl eigentlich keine Besiegten gibt. Ganz oben ist die Luft halt dünner.


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Erfreuliches Bloggen: 3

Geschrieben von
Jochen Hoff
Sonntag, 29. Juni 2008
Kommentare (0) | Trackbacks (0)

Wenn man so einen großen Feed wie ich bezieht, dann ist es häufig so, dass man einfach nur die Titel durchsehen kann und nur an den Stellen klickt wo man schon oft fündig geworden ist. Titel oder Routine. Sicherlich nicht das beste Auswahlverfahren, aber es ist eben so.

Bei Presse ist es einfach. Da entgeht einem nichts, weil alle die gleiche Nachricht mehrfach kauen. Bei den Blogs ist das ärgerlicher weil man so manche Perle einfach nicht mitbekommt. Bei dem Gehetze durch die Feeds habe ich für mich Ruhepunkte, so ähnlich wie Bänke im Garten, an denen ich, wenn es eben geht, anhalte und mich wenigstens für einen Moment umsehe.

Einer dieser Fixpunkte ist Gärtner-Blog. Nicht etwa weil ich so ein großer Gärtner wäre. Ich mag zwar Pflanzen und Garten aber mir fehlt die Zeit, die Geduld und der Eifer. Ich habe zwar handwerklich zwei linke Daumen, aber von denen ist auch keiner Grün.

Trotzdem halte ich auf dem Gärtner-Blog regelmäßig inne, sehe mich um, freue mich an der geretteten Pflanze nehme mir vor ein Foto von unserem letzten Missgeschick zu mache, was dann aus Zeitmangel natürlich unterbleibt. Nein ich mache da Kurzurlaub. Weg von Wirtschaft und Politik. Einfach nur zum freuen. Dafür Danke.


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Stöckchenwerferei

Geschrieben von
Jochen Hoff
Sonntag, 29. Juni 2008
Kommentare (0) | Trackbacks (0)

Nein ich bin kein großer Freund von Stöckchen. Nur die wenigsten treffen meine Intentionen. Aber das Stöckchen, das mir die Vizekönigin zugeworfen hat, nehme ich gerne auf.

Hinter diesem Stöckchen stehe ich und werfe es einfach allen meinen wohlgesonnenen Lesern zu, mögen sie es aufnehmen und vielleicht weiterwerfen.

HIER entlang, bitte. Danke!


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Ein echter Ulfkotte

Geschrieben von
Jochen Hoff
Samstag, 28. Juni 2008
Kommentare (13) | Trackbacks (6)

Wahrscheinlich war es ja nur der Fehler einer Bürogehilfin, weil sich Udo Ulfkotte ja offiziell auf der Flucht befindet, aber für die Inhalte von Akte Islam ist nun einmal der El Presidente des bürgerbewegten Pax Europa selbst zuständig. Über "The Meisters" neuestes Werk stolpert ich durch einen Link auf einer anderen Website. Ich hatte mir eigentlich ein Ulfkottefreies Wochenende verordnet. Aber das hier ist so typisch das man es nicht liegen lassen kann.

AD.nl brachte am letzten Donnerstag folgende Meldung:





Den Text würde man wie folgt übersetzen:

Fromme Muslima scheint Taschendieb zu sein

Die Märkte in Rotterdam wurden in den letzten Wochen von osteuropäischen
Taschendieben heimgesucht, die sich als fromme Musliminnen verkleideten.
Die Polizei hat keine genauen Zahlen, spricht jedoch von einer "starken
Zunahme" diebischer Pseudomuslimas.

Es handelt sich vor allem um Gaunerinnen aus Bulgarien und Rumänien, die
sich mit einer kopfbedeckenden Bekleidung ungreifbar wähnen. "Das ist
inzwischen ein bekanntes Phänomen. Wir sehen das immer öfter, auf fast
allen Märkten in Rotterdam." sagt ein Polizeisprecher

Auf dem Afrikanermarkt in Rotterdam-Süd wurde diese Woche eine
verschleierte Bulgarin auf frischer Tat gefasst. Abgesehen von
gestohlenen Geldbörsen fand die Polizei Kopftücher in sieben
unterschiedlichen Farben, mit denen sie ihre "Identität" wechseln konnte.


Das ist natürlich keine Nachricht für einen Ulfkotte. So geht das nicht. Wie ein echter Qualitätsjournalist setzt man sich hin und pimpt das Ganze ein wenig auf. Obwohl wenig aufgepimpt ist hier wohl die falsche Bezeichnung:

Kriminalität Niederlande: Osteuropäische Taschendiebe tarnen sich mit islamischen Stoffkäfigen

In einer multikulturellen Welt wird auch die Kriminalität multikulturell. Mehrfach schon haben wir darüber berichtet, dass Kriminelle in Einzelfällen die Ganzkörper-Stoffkäfige muslimischer Frauen (Burka) zur Tarnung und zur Flucht nutzen. In einem Fall konnte mit Hilfe einer solchen Burka unlängst sogar ein aus Somalia stammender Polizistenmörder aus Großbritannien über den Flughafen Heathrow unbehelligt flüchten (wir berichteten). Nun hat sich die niederländische Polizei an die Öffentlichkeit gewandt. Sie weist darauf hin, dass in Städten wie Rotterdam immer mehr "falsche Muslimas" auftauchen. Unter den Ganzkörper-Stoffkäfigen verbergen sich in Wahrheit osteuropäische Taschendiebe, die vor allem auf den Märkten nach Opfern Ausschau halten.

Als Beispiel führt die Polizei eine aus Bulgarien stammende Taschendiebin an, die vor wenigen Tagen auf dem Afrikaandermarkt in Rotterdam-Zuid verhaftet wurde. Sie führte neben einer Reihe gestohlener Geldbörsen zudem eine bunte Auswahl mehrerer Kopftücher mit sich, mit denen sie bei Bedarf in weitere "Identitäten" schlüpfte. Das Phänomen gibt es erst seit wenigen Wochen. Und es soll sich um viele Fälle handeln. (Quelle: AD.nl 26. Juni 2008). Die Leidtragenden sind nicht integrationsbereite und komplett verhüllte muslimische Frauen, die nun pauschal Dank der osteuropäischen Gangster verdächtigt werden.


Dann noch ein schönes und zu den eigenen Intentionen passendes Bild dazu und schon wird das ganze ein echter Ulfkotte:





Na bitte. Das ist doch echter Qualitätsjournalismus. Ob das Bild wohl auf der Flucht von Udo Ulfkotte in seiner Küche gemacht wurde? Steckt Doris Ulfkotte unter dem Tuch? Wir wissen es nicht. Wir wissen aber das wir wieder einmal einen echten Ulfkotte vor uns haben.

In der Meldung steht kein Wort davon das sich die Polizei hilfeheischend an die Öffentlichkeit gewandt hat, ein Polizeisprecher hat lediglich auf eine journalistische Frage reagiert. In der Meldung steht auch nichts von Dr. Ulfkottes "Ganzkörper-Stoffkäfigen" sondern von verschiedenfarbigen Kopftüchern. Der Trick mit den Kopftüchern kam schon in schlechten Spionagefilmen der 50er Jahre vor.

Die Polizei führt als Beispiel auch keine verschleierte Bulgarin an, sondern das ist Teil des Berichts und nicht Teil der wörtlichen Rede des Polizeisprechers. Der Polzeisprecher spricht auch nur von Rotterdam und nicht von anderen Städten, wie es Ulfkotte tut.

Im ganzen Artikel ist auch kein Wort von Ulfkottes Schnapsflasche. Auch wird nicht erwähnt, dass die festgenommene Bulgarin oder eine andere Täterin betrunken gewesen sei. Was mag der Herr Jurist und Sicherheitsberater Ulfkotte wohl mit der Schnapsflache symbolisieren wollen. Ich hätte da eine Idee, aber mein Rechtsanwalt rät mir davon ab diese Idee zu haben. Also bin ich brav und lasse meine Leser selber nachdenken. Es ist eben ein echter Ulfkotte.

Das merkt man vor allem an seinem letzten Satz:

Die Leidtragenden sind nicht integrationsbereite und komplett verhüllte muslimische Frauen, die nun pauschal Dank der osteuropäischen Gangster verdächtigt werden.


Sorgt sich Dr. Udo Ulfkotte nun um muslimische Frauen oder will er uns eigentlich nur mitteilen das verschleierte Frauen oder Muslima an sich nicht integrationsbereit sind. Auch da werde ich mal lieber nicht werten, sonst muss ich wieder zum Landgericht in Frankfurt, weil ich ihn dann bestimmt wieder beleidigt habe.

Wer also nur die Ulfkotte Geschichte kennt, weiß nach dem Lesen folgendes:

Die hilflose holländische Polizei wendet sich an die bedauernswerte Öffenlichkeit in Städten wie Rotterdam um darauf aufmerksam zu machen, das falsche Muslima in "Ganzkörper-Stoffkäfigen" auch Burka genannt über die Märkte eilen und Taschendiebstähle ausführen und dazu noch irgendwas mit Schnapsflaschen machen, was aber nicht näher erläutert wird. Dazu kommt das muslmische Frauen die ein Kopftuch tragen nicht integrationsbereit sind.

Ja. So mag ich unseren Sicherheitsexperten, Qualtiätsjournalisten, falschen Hochschullehrer und Beschützer vor dem bösen Islam, den guten Dr. Udo Ulfkotte. So kenne ich ihn und alle die Geschichten vom ihm, die ich jemals nachrecherchiert habe. Ein winzig kleiner Kristallisationspunkt wird zur großen weißen Schneeflocke. Ja. Zu einer mondgroßen Schneeflocke die er uns an den Himmel hängt, auf das wir uns staunend und vor dem Islam fürchtend um ihn scharen, damit er uns beschützen möge.

Ist aber eben nicht. Normalerweise gehen wir grinsend weiter und nur die ganz Dummen lassen sich ins Bockshorn jagen. Mensch Ulfkotte, selbst als Demagoge braucht man ein paar Grundfertigkeiten. Mit der Feuerzangenbowle möchte man sagen: "Ulfkotte, sätzen se sech, se send albern.".

Ich wünsche allseits einen vergnüglichen Abend, dem Onkel Udo ein fluchtfreies Grillfest, wenn das Wetter mitmacht und seinen Anhängern eine angstfreie Nacht. Nein ihr müsst euch nicht fürchten, die bösen Muslime kommen heute Nacht nicht, die müssen vorschlafen damit sie morgen für Deutschland jubeln oder mit Deutschland weinen können.


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Die Bürger haben sich nicht von der Demokratie entfernt, sie wurde ihnen gestohlen

Geschrieben von
Jochen Hoff
Samstag, 28. Juni 2008
Kommentare (6) | Trackback (1)

Es gibt Scheißhausparolen mit denen sich auch die verkommensten Politiker noch Trost verschaffen. So kommt eine natürlich streng wissenschaftliche Studie im Auftrag der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung zu Erkenntnissen aus denen die SPD Granden den notwendigen Trost schöpfen können:

"Ich fürchte, rund ein Drittel der Menschen hat sich schon von der Demokratie verabschiedet", sagte Frank Karl von der FES dem Tagesspiegel am Sonntag in Berlin. Während im gesamten Bundesgebiet jeder Dritte glaubt, dass Demokratie keine Probleme mehr löst, sind in Ostdeutschland sogar 53 Prozent der Menschen dieser Ansicht. Vier von zehn Deutschen zweifeln demnach insgesamt, dass die Demokratie überhaupt noch funktioniert.

Die Forscher hat bei ihren Interviews mit den repräsentativ ausgewählten Bürgern überrascht, dass sich nicht nur wirtschaftlich schwächere Schichten demokratiekritisch äußern, sondern die Glaube an das politische System offenbar insgesamt dramatisch zurückgegangen ist. Zuerst entfernen sich - wie erwartet - jene Schichten, die sich selbst als abgehängt oder arm betrachten, die Distanz zur Demokratie reicht allerdings weit über diese Gruppe hinaus. "Das deutet darauf hin, dass viele Menschen fürchten, demnächst abzurutschen und sie machen das System dafür verantwortlich", analysiert Karl. Die Befragung hat ergeben, dass sich nur noch 62 Prozent der Bürger gerecht behandelt fühlen, während jeder Vierte (26 Prozent) sich ausdrücklich beklagt und angibt "ungerecht" behandelt zu werden. Unter den demokratiefernen Schichten finden sich besonders viele Arbeitslose und Hartz IV-Empfänger. "Aus persönlichem Misserfolg wird Staatsferne", urteilt Frank Karl.


Demokratiefern sind vor allem die Unfähigen die ihren persönlichen Misserfolg dem System zuschreiben, müssen wir uns von einer Knallcharge wie Herrn Frank Karl sagen lassen. Jemand der davon lebt für seine beschissene Stiftung die Unwahrheit zu verkünden und wenn eben möglich mit den Mohn/Bertelsmann und dem anderen neoliberalen Pack unter einer Decke zu stecken und wirtschaftsfaschistische Demagogie zu betreiben.

Die Friedrich Ebert Stiftung hat allen neoliberalen Dreck mit getragen und war in vielen Fällen führend an der Spitze, um den Menschen ihre Würde und ihre Arbeit zu nehmen. Die Gesellschaft muss für diese gemeine aber nicht nützliche Stiftung bezahlen und sich dann auch noch erzählen lassen, dass es alles nur an de Unfähigkeit des Einzelnen liegt.

Nein. Es liegt daran das Leute wie Frank Karl längst den Boden einer Demokratie verlassen haben und sich auf Kosten der Allgemeinheit, in der Funktionärsdiktatur der Parteien, häuslich eingerichtet haben. Es ist nämlich völlig scheiß egal wen der Bürger wählt. Am Ende regiert das Großkapital und solch parasitäre Funktionäre wir Frank Karl beleidigen dann auch noch die Menschen. Es ist diese verkommene SPD deren Führer die Menschen verraten haben und deren bereits ausgeschiedenen Granden sich jetzt den Lohn für ihren Verrat auszahlen lassen.

Die Menschen hätten gerne eine Demokratie und würden auch gerne dafür kämpfen. Sie resignieren nur weil die Steinemeier, Steinbrück, Struck, Merkel, Bosbach, Schäuble, Beckstein und Huber, die Roth und Beck, die Gysi und Lafontaine, die Westerwelle und Brüderle alle zusammen keine Alternative sind. Weil sie unsere soziale Marktwirtschaft lachend dem Großkapital geopfert haben und ihnen niemand mehr auch nur ein Wort glaubt.

Mit all diesen Parteien ist eben kein Staat mehr zu machen. Das sind nur Gehilfen für die gnadenlosen Abzocker. Dieser Staat ist am Ende.

Wir müssen im Grunde mit einer verfassunggebenden Versammlung auf Basis des ursprünglichen Grundgesetzes wieder anfangen. Die Parteien und ehemalige Parteimitglieder müssen für 12 Jahre von allen politischen Ämtern gesperrt werden. Alle Mandate sind nur direkt zu vergeben. Wählbar ist nur wer mindestens 36 Monate in seinem Wahlkreis wohnt und im Wahlkreis wohnen bleibt. Wer gewählt wird, kann wieder abgewählt werden.

Die Kommunen und Kreise nehmen die Steuern ein und reichen einen Anteil an die Kreise und Regionen weiter. Die Regionen können sich zu Bundesländern verbinden, müssen es aber nicht. Die Regionen oder Bundesländer bezahlen den Bund.

Gesetze werden im wesentlichen auf kommunaler, kreislicher oder regionaler Ebene beschlossen um so viel individuelle Freiheit wie möglich zu bieten. Verordnungen und Durchführungsbestimmungen entfallen vollständig. Gesetze können von den Bürgern im Rahmen einer Volksabstimmung für ungültig erklärt oder auch bestimmt werden.

Dann würden die Menschen auch wieder wählen gehen. Aber zu wählen und dann nichts beeinflussen zu können, sondern sogar noch von einem Peter Struck in einen Krieg gezwungen zu werden, ist sinnlos.

So lange allerdings Leute wie Frank Karl von der gammligen FES über diesen Staat bestimmen können und die Parteien sich noch amüsieren wenn sie gegen den klaren Bürgerwillen beschließen, haben wir keine Demokratie, sondern eine Diktatur der Gekauften. Diese Diktatur wird von immer mehr Bürgern aller Schichten erkannt. Wäre die Studie ehrlich, gäbe es 20 Prozent, die diesen Staat lieben, weil sie parasitär von ihm und den arbeitenden Menschen leben. Der Rest hasst und verachtet diesen Staat.


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Kurzkommentar 2008-06-28

Geschrieben von
Jochen Hoff
Samstag, 28. Juni 2008
Kommentare (31) | Trackbacks (0)

In Zukunft wird es die Rubrik Gesammelte Gemeinheiten nicht mehr geben, da nicht alles was hier aufgeführt wurde, auch immer eine Gemeinheit war. Das hängt damit zusammen, das immer fünf Themen angesprochen werden und diese zeitlich nicht mehr als eine Woche auseinander liegen sollten. Dabei kam es oft zu Überhöhungen und da soll man auch auf einen Clown hören, wenn er ausnahmsweise mal was richtiges sagt. Diese Rubrik wird ab sofort ersetzt durch die Rubrik Kurzkommentar. Die Intention ist immer noch die gleiche, nämlich Themen kurz zu kommentieren die den Aufwand eines eigenen Beitrags nicht wert sind oder zuviel Aufwand erfordern würden, ohne wesentliches an Erkenntnis zu bringen.


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Wer bekommt wie viel?

Von Studiengebühren profitieren nicht alle Fächer in gleichem Maße. Das ärgert Studenten und Professoren. Sie fordern: Das Prinzip "Arm subventioniert Reich" muss aufhören.

Eigentlich ist Hans-Peter Burghof ein praxisnaher Professor. Doch wenn es um Studiengebühren geht, dürfte der Bankenexperte der Universität Hohenheim froh sein, dass seine Studenten nicht alles in die Tat umsetzen, was sie über Rendite lernen. »Warum soll ich nach Hohenheim gehen, wenn ich dort für meine 500 Euro nur 450 zurückbekomme?«, fragt der Prodekan der wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fakultät aufgebracht.

In Rage bringt ihn, dass seine Studenten einen Teil ihrer Gebühren für die Natur- und Agrarwissenschaften bezahlen. So kommen von den 1000 Euro Gebühren, die jeder pro Jahr zahlt, laut Burghof bei einem seiner Studenten weniger als 900 Euro in Form besserer Betreuung oder zusätzlicher Tutorien an, bei einem Naturwissenschaftler jedoch mehr als 1200 Euro. Burghof und einige Kollegen ärgerte das so, dass sie mit einer Klage gegen die Verteilung drohten. Dabei treibt sie nicht Futterneid an – sondern die Konkurrenz.


Wir müssen zunächst einmal sehr scharf trennen zwischen der Fakultät und den Studenten. Es mag zwar sein, dass in Hohenheim wirklich ein paar Cent von den Studiengebühren in eine Verbesserung des Studiums fließen, das aber ist mehr oder weniger zufällig, wenn man die gesamte Szene betrachtet. Ansonsten bleibt das Geld in der Verwaltung der Universitäten hängen und wird bestenfalls dazu verwendet, das was auch sonst beschafft würde zu bezahlen, um andere Mittel in die Bürokratie zu stecken oder ganz einzusparen.

Das ist allerdings auch völlig egal. Die Studiengebühren sollen ja nur offiziell zur Verbesserung der Studienbedingungen dienen. In Wirklichkeit geht es der Familie Mohn/Bertelsmann darum das die Studiererei der Armen endlich aufhört. Sie sehen ja das all die armen Kinder im Internetgeschäft viel besser und erfolgreicher als ihr eigener Sohn sind, egal wie viel Geld der Staat auf die Anweisung der Familie auch in dessen Geschäfte stecken muss. Für die Enkel soll diese unliebsame Konkurrenz ausgeschlossen oder doch behindert werden.

Wenn sich ein junger Mensch für sein Studium schon verschulden muss, ist er nach dem Studium nicht mehr frei, sondern gehört den Banken. So Leuten wie dem Schweizer Kriminellen Josef Ackermann und der INSM. Da gibt es dann keine freie Berufswahl mehr sondern Schuldknechtschaft bis zum Lebensende. Deshalb sind diese Herrschaften ja auch gegen Bafög und Meisterbafög.

Nur wer bis über beide Ohren verschuldet ist, wehrt sich nicht mehr. Der arbeitet unter miesen Bedingungen für miesen Lohn und muss auch noch lächeln wenn man ihn tritt. Genau darum geht es. Das weiß der Herr Professer Burghof übrigens auch.


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Filmindustrie gegen klare Beweise bei Filesharing-Prozessen

Die Medienindustrie fordert ein Vorgehen gegen Filesharing-Nutzer ohne die Vorlage eindeutiger Beweise. Der klare Nachweis von Copyright-Verletzungen sei in vielen Fällen zu schwierig und manchmal sogar unmöglich, argumentieren Anwälte des US-Verbandes der Filmindustrie MPAA http://www.mpaa.org. Rechteinhaber sollten die Möglichkeit erhalten, Schadensersatz von bis zu 150.000 Dollar einfordern zu können, ohne konkrete Beweise vorlegen zu müssen, berichtet das Wired Magazine. Die derzeit notwendige Beweisführung sei schädlich für die Rechteinhaber, so die MPAA-Anwältin Marie L. van Uitert in einer schriftlichen Stellungnahme an einen US-Bundesrichter.


Der Nachweis von Copyright-Verletzung ist zu schwierig, deshalb bitte ohne Beweise verurteilen. Wenn dieses Ansinnen von Wolfgang Schäuble gekommen wäre, hätte ich mich nicht gewundert, aber dass die MPAA so bescheuert ist, ihr eigentliches Anliegen so deutlich zu machen, hätte ich nicht erwartet. Klar ist es genau das, was sie wollen. Sie wollen jeden ruinieren können ohne Beweise zu haben, wie Schäuble jeden überwachen will. Die Intention ist klar, aber wenn man das so deutlich sagt, dann muss man mit Konsequenzen rechnen.

Wäre ich der Richter, würde ich verfügen, das nur derjenige etwas über Medien verbreiten darf, bei denen eine Kopiergefahr besteht, der dafür sorgt, das Kopieren unmöglich ist, oder der das Kopieren erlaubt. Schon wäre Ruhe.


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Kerner fliegt wieder für Air Berlin

Fernsehmoderator Johannes B. Kerner greift der in wirtschaftlichen Turbulenzen steckenden Fluggesellschaft Air Berlin als Werbefigur wieder unter die Arme. Dies berichtet in seiner heute erscheinenden Ausgabe das Branchenmagazin Werben & Verkaufen (W&V). Laut W&V wird aktuell ein Fotoshooting mit dem TV-Star vorbereitet. Die Airline spricht von der "Erneuerung von Bildmotiven" für eine sogenannte Vorteils-Kampagne, mit der Air Berlin Themen wie den Online-Check-In bekanntmachen will. Kerner hat schon öfter für das Berliner Flugunternehmen geworben. Für sein Engagement beim Börsengang der Gesellschaft im Jahr 2006 erntete er viel Kritik. Sogar der ZDF-Werberat schaltete sich ein und verlangte, dass der Sender die Werbeaktivitäten seiner freiberuflichen Mitarbeiter künftig stärker kontrollieren soll. In den Börsenspots pries Kerner die Papiere von Air Berlin als "Sieger"-Aktionen, tatsächlich verloren sie seit Ausgabe rund 60 Prozent an Wert.


Damit wird wieder eines der Problemes des Zwangsgebührenfunks deutlich. Kerner berichtet über die EM, Kerner quatscht die Abende zu. Alles auf Kosten der Gebührenzahler, die ihm damit seinen Werbewert finanzieren. Nicht nur das er die Sendungen selbst produzieren kann, sich also als Fertigprodukt mit geringen Einwirkmöglichkeiten durch die Intendanz vermarktet, er darf auch noch aus der so gewonnen Popularität ein nicht geringes Zusatzeinkommen schinden.

Genau das geht nicht. Entweder ist er im öffentliche unrechtmäßigen Funk oder er ist privat. Dann soll er sich aber auch privat auf den Märkten bewähren. Dieses ich bin ja frei, aber ihr müsst mich bezahlen das ja mittlerweile üblich geworden ist, macht die Sache noch schlimmer.

Ich würde Kerner gerne werben lassen für welchen Totkranken auch immer. Aber dann muss er für die Privaten arbeiten oder noch besser wir privatisieren die Öffentlich Rechtlichen. Dann fällt die erpresserische Zwangsgebühr weg und jeder kann machen was er will. Bei Netzer liegt der Fall übrigens völlig anders, dessen Werbewert resultiert aus seiner Lebensleistung außerhalb des Öffentlich Rechtlichen Bereiches.

Solange ich um auf meinem Blog schreiben zu können, Fernsehgebühren zahlen muss, darf Kerner nicht werben wenn er so wie bisher weiterarbeiten will. Er kann mich nicht erpressen lassen um sich zu finanzieren und dann auch noch die Werbegelder nehmen.


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Was sich mit der GmbH-Reform ändert

Geschäftsführer soll nicht mehr werden können, wer gegen zentrale Bestimmungen des Wirtschaftsrechts verstoßen hat.


Das ist schön. Ich hätte da nur noch eine Frage. Gilt das eigentlich auch für die Vorstände von DAX-Konzernen? Muss Josef Ackermann nun zurücktreten dem eine Richterin ins Stammbuch schrieb das der gegen geltendes Aktienrecht verstoßen habe und der auch bestraft wurde? Sicher nicht. Das wird so werden wie bei den Handwerksmeistern, bei denen eine Pleite reicht um sie für ihr ganzes Leben zu ruinieren. Die Kleinen wird man hängen und Josef Ackermann bekommt die Staatskasse.

Aber wer hätte in diesem Deutschland anderes erwartet.


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Warentester finden Giftstoffe in Griffen von Kinder-Laufrädern

Griffe, Reifen oder Sitzbezüge von Kinder- Laufrädern können nach einer Analyse der Stiftung Warentest giftige Schadstoffe enthalten. In 11 von 15 untersuchten Rädern entdeckten die Tester Kontaktgifte, die als krebserregend und erbgutverändernd gelten. Diese Räder erhielten die Note «mangelhaft». Bei vier Laufrädern fand sich beispielsweise ein für Spielzeuge verbotener Weichmacher. Die Räder hätten also gar nicht verkauft werden dürfen, hieß es bei den Warentestern.


Hätten nicht verkauft werden dürfen. Kann mir dann bitte schön mal jemand erklären warum sie dann verkauft wurden. Wir regeln und testen doch sonst alles und nachdem bei Kinderspielzeug ein Fall nach dem anderen hoch kommt, wäre es doch sinnvoll derartige Untersuchungen automatisch bei jedem neuen für Kinder vorgesehenen Produkt vor dem Verkauf durchzuführen.

Wer mit vergiftetem Kram handelt, dem muss sein Tatwerkzeug also sein Geschäft entzogen werden. Natürlich nicht damit der Staat es behält, sondern damit es an den nächsten weiterverkauft wird der sich an die Gesetze und Regeln halten und Verantwortung zeigen will. Natürlich muss das auch für Aktiengesellschaften gelten, bei denen die Aktionäre, die ihre Aufsichtspflicht verletzt haben, eben enteignet werden.

Wir hätten das Problem binnen kürzestem gelöst und würden zwei Drittel unserer Manager auf den Arbeitsämtern sehen, weil kein Aktionär solche Leute beschäftigen würde, wenn er wirklich für deren Taten verantwortlich gemacht würde. Das die Aktionäre verantwortlich sind ist übrigens klar.


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Wahr aber trotzdem falsch

Geschrieben von
Jochen Hoff
Samstag, 28. Juni 2008
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Es gibt wissenschaftliche Erkenntnisse die machen einen trotzdem das sie wahr und eigentlich ganz toll sind, nicht so richtig glücklich:

Kein Wunder, dass der Präsident der Eidgenössischen Kommission für Aidsfragen, Pietro Vernazza, für Verunsicherung sorgte, als er Anfang des Jahres in der Schweizerischen Ärztezeitung einen Artikel mit der Überschrift veröffentlichte: „HIV-infizierte Menschen ohne andere STD (sexuell übertragbare Erkrankungen) sind unter wirksamer antiretroviraler Therapie sexuell nicht infektiös.“

..

Die Ergebnisse, die Vernazza aus mehreren Studien zieht, sind weder neu, noch richten sie sich vor allem an Homosexuelle. Im Gegenteil: Seit Jahren wird beobachtet, dass die sogenannte Viruslast im Blut und vor allem im Sperma von Aidskranken mit einer wirksamen und konsequenten Therapie unter der Nachweisgrenze liegt, dass das Übertragungsrisiko gleich null ist. In der Schweiz, in der viel mehr Heterosexuelle HIV-infiziert sind als in Deutschland (2007 waren in der Schweiz von 750 neuen Fällen 345 heterosexuell, 310 homosexuell, in Deutschland waren es von 2752 Neudiagnosen 1543 Homosexuelle und 413 Heterosexuelle), geht es bei serodifferenten Paaren daher besonders um die Erfüllung ihres Kinderwunsches.

Bei einer Studie mit 62 Paaren - der HIV-positive Mann erhielt antiretrovirale Medikamente - kam es zu keiner Infektion. Ausschließen müssen die Ärzte dabei allerdings, dass der Aidspatient unter einer weiteren sexuell übertragbaren Erkrankung leidet, zum Beispiel Syphilis oder Herpes. Sonst kann das Infektionsrisiko schnell um das Zehn- oder sogar Hundertfache steigen.

Vergleichbare Studien mit homosexuellen Paaren gibt es noch nicht.


Das erste was einem dazu einfällt ist "El Condom basta" jene schreckliche Verballhornung von dem alten Inkalied El Condor Pasa. Schluss mit dem Kondom. Wer seine sexuellen Erinnerungen noch aus jenen seeligen Vor-Aids-Zeiten bezieht, der weiß, wieviel Spaß die Gummis gekostet haben, wieviel schlechtes Gewissen sie verursachen wenn man sie heute vergißt.

Dummerweise ist dieser Traum aber immer noch ausgeträumt. Er gilt bestenfalls für Männer die antiretrovirale Medikamente erhalten und auch regelmäßig einnehmen und deren feste Partnerinnen. Männer und Medikamente. Man könnte ein Buch daraus machen. Wenn Männer die Pille nehmen müsste würde die Geburtenrate drastisch steigen. Wer jetzt den Schluss zieht das man mit den dämlichen Kondomen aufhören könnte, gefährdet sich und andere.

Was wir haben ist der Hauch einer Chance für die Zukunft. Wer die sich jetzt verbaut, verbaut sie auch anderen. Lassen wir zunächst einmal die Paare mit Kinderwunsch unter ärztlicher Überwachung der Werte ihre Chance. Alle anderen sollten sich schöne bunte Kondome kaufen und gleichzeitig ihre Politiker in den Hintern treten, damit genügend Geld für eine wachsende Forschung und vor allem für eine Behandlung und Überwachung aller infizierten vorhanden ist. Dann haben wir eine gute Chance, dass unsere Urenkel dieses Problem nicht mehr haben.

Bis dahin ertragen wir ruhig auch die dümmlichste Kondomwerbung. Denn das mieseste Kondom ist immer noch besser als der schönste Tod. Nein das sind nicht die sauren Trauben, es ist die offensichtliche Unerreichbarkeit dieser Trauben.


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Anzahl der Diabetiker steigt in den USA um 8 Prozent

Geschrieben von
Jochen Hoff
Samstag, 28. Juni 2008
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Es ist schon fast eine Gesundheitswoche auf diesem Blog. Dabei gibt es dafür überhaupt keinen Grund. Der Blog bildet nur die Nachrichtenlage ab. Aber noch einmal für meine Freunde. Meine gesundheitliche Situation hat sich nicht verschlechtert. Es ist alles so wie es bei einem alten Mann ist. Eigentlich sogar besser.

Die Nachricht aus den USA verwundert nicht, werden die Amerikaner doch immer mächtiger. Leider nicht politisch oder wirtschaftlich sondern an Körperumfang und Gewicht:

The number of Americans with diabetes has grown to about 24 million people, or roughly 8 percent of the U.S. population, the government said Tuesday.

A report by the Centers for Disease Control and Prevention, based on data from 2007, said the number represents an increase of about 3 million over two years. The CDC estimates another 57 million people have blood sugar abnormalities called pre-diabetes, which puts people at increased risk for the disease.

The percentage of people unaware that they have diabetes fell from 30 percent to 25 percent, according to the study.

Dr. Ann Albright, director of the CDC Division of Diabetes Translation, said the report has "both good news and bad news."

"It is concerning to know that we have more people developing diabetes, and these data are a reminder of the importance of increasing awareness of this condition, especially among people who are at high risk," Albright said in a statement.

"On the other hand, it is good to see that more people are aware that they have diabetes."


Natürlich ist es gut, das bei mehr Leuten Diabetes erkannt wird und dementsprechend weniger Leute mit einer unerkannten Diabetes in Folgekrankheiten kommen. Andererseits haben wir eine Diabetesbehandlung die uns einfach irgendwie nicht weiter bringt.

Natürlich können wir viele Folgeerkrankungen durch die Gabe von Insulin in unterschiedlichen Formen verhindern, andererseits habe ich das Gefühl das die Diabetskranken und da schließe ich mich ausdrücklich mit ein, immer schneller lernen, falsch mit ihrer Krankheit umzugehen. Es ist relativ einfach das eigene Fehlverhalten mit Insulin auszugleichen. Jeder der des Lesens und der Grundrechenarten mächtig ist, ist dazu in der Lage.

Das hat zur Folge das wir uns selbst betrügen. Wir leben nicht nach unserer Erkrankung sondern regeln diese, oder besser ihre momentanen Folgen einfach weg. Die typische Gewichtszunahme die immer schlimmer wird, je länger und lockerer man mit dem Insulin umgehen kann, ist ein deutliches Signal, das eine Entwicklung sich beschleunigt.

Wir sind heute in der Lage die Alltagstauglichkeit trotz Fehlernährung und mangelnder Bewegung weitgehend aufrecht zu erhalten. "Eine halbe Sahnetorte. Kein Problem, die spritze ich mir weg.". Daraus entsteht sehr schnell ein System aus Lügen gegen sich selbst, bis zu Schluss nichts mehr unmöglich erscheint. Von 112 auf 139,5 Kg sind da eine leichte Übung. Nach oben gibt es kaum Grenzen.

Natürlich bricht dieses Kartenhaus irgendwann zusammen. Das geht um so schneller je weniger Bewegung es gibt. Die Insulintherapie führt zu einem Wohlgefühl und erlaubt den Selbstbetrug, der nicht nur den ständigen Verstoß gegen die Ernährungsregeln unsanktioniert lässt, sondern auch fast vollständige Bewegungslosigkeit erlaubt.

Eine Entwicklung der sich so leicht nachgeben lässt und die so folgenlos scheint, es aber natürlich nicht ist. Nein, das soll kein Plädoyer gegen Insulin sein. Im Gegenteil, das können nur die wenigsten durchhalten und die müssen schon sehr geschickt sein. Es geht mir um etwas anderes.

Wir haben in Deutschland eine Pflichtberatung / Diabetikerschulung die auch dazu führt, dass die Leute sich eine Zeitlang bewusster verhalten. Danach ist es aber wie mit der Geliebten, die man geheiratet hat. Sie ist da, aber der Neuigkeitswert lässt nach, genau wie die Aufmerksamkeit. Ein schleichender Prozess, der sich an Scheidungen ablesen lässt. Die Scheidung von der Diabetes erfolgt meist auf Friedhöfen nach einer oft noch langen und schweren Krankheit, die zudem noch viel Geld kostet.

Der Mensch sollte ein vernünftiges Lebewesen sein, aber selbst die, die sich selbst für ziemlich schlau halten, fallen in die gleichen Fallen wie die Dummen oder besser sie fallen schneller und tiefer, weil sie zu schlau sind.

Da helfen auch all die netten, nützlichen und wohlgemeinten Briefchen der Krankenkassen nichts. Wir brauchen einen Art TÜV für Diabetiker, aber wahrscheinlich auch für andere Dauererkrankungen. Der niedergelassene Arzt kann das heute im Praxisalltag nicht leisten, weil die Zeit und das Geld dafür nicht da ist. Der schafft gerade die Grundversorgung und die Behandlung der Extreme, sofern die extremen Fälle nicht einfach ganz ausweichen.

Es muss also eine Abrechnungsposition für diesen Diabetiker-TÜV geschaffen werden und die Aufgabe muss weg von den Ärzten, hin zu den Leuten, die sonst die Diabetiker-Schulung machen. Eine vernünftige Analyse der aktuellen Situation in einem Einzelgespräch mit einer ausführlichen Aufnahme der aktuellen Daten und einen halben Tag Nachschulung in jedem Jahr, ist etwas das jeder leisten kann, egal wie eng sein Zeitrahmen ist.

Davon verspreche ich mir zum einen bessere Daten über die Entwickung in der Bevölkerung zum Nutzen aller, aber auch für den Einzelnen einen Punkt an dem er oder sie den inneren Schweinehund wirklich anfassen muss. Den Leuten die auch mit diesen Möglichkeiten nicht genügend Eigeninitiative entwickeln könnte mit einer Gesprächsrunde geholfen werden. Wir können es uns einfach nicht leisten, so weiter zu machen wie bisher. Es ist eine Frage der Kosten und der Lebensqualität.


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Aufgelesen: 26

Geschrieben von
Jochen Hoff
Freitag, 27. Juni 2008
Kommentare (0) | Trackbacks (0)

wortallergien

eben habe ich im tagesspiegel einen stark gekürzten AFP-text gelesen. gekürzt und leicht editiert wurde der Text vom tagesspiegel, aber sätze wie dieser liess man drin:

Bildern des israelischen Fernsehens zufolge erschoss sich der Grenzsoldat, als der israelische Präsident Schimon Peres und Ministerpräsident Olmert auf dem Rollfeld Sarkozy und dessen Ehefrau Carla Bruni-Sarkozy zum Abschied die Hände reichen wollten. Niemand wurde verletzt.

niemand wurde verletzt? hat sich der grenzsoldat mit einer schreckschusspistole erschossen? haben israelische militärs endlich eine tötungs-methode gefunden, mit der man menschen töten kann, ohne sie zu verletzten?


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auszug aus dem mitschnitt der historischen rede von bundeskanzlerin angela merkel zum Beginn der Agenda 2020, gehalten am 7. Oktober 2010

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich freue mich, Sie heute abend hier begrüßen zu können im Erich-Honecker-Gedächtnishaus, insbesondere meinen lieben Kollegen Herrn Doktor Wolfgang Schäuble [Applaus] gleich hier vorne in der ersten Reihe, der es sich nicht hat nehmen lassen seine Expertenrunde zum Thema "Schutz der Menschenrechte in einer globalisierten Welt" [Gelächter] mit der chinesischen Regierung für die heutigen Feierlichkeiten zu unterbrechen und direkt mit dem Hubschrauber einzufliegen. (...) Ebenfalls heiße ich Herrn Edmund Stoiber willkommen [Applaus], der erst letzte Woche für seine hervorragenden Verdienste um den deutschen Sozialstaat das Bundesverdienstkreuz erhalten hat. (...) Unser besonderer Ehrengast ist Herr Gerhard Schröder [Applaus, Pfiffe], der unlängst von der SPD in die FDP gewechselt ist, ein lange überfälliger und lobenswerter Schritt.

Siebeneinhalb Jahre ist er her, der denkwürdige Tag der Verkündung der Agenda 2010 durch die Regierung unseres lieben Kollegen Schröder. Hochtrabende Zielen standen damals auf dem Programm, an dem Sie alle mitgewirkt haben. Doch leider, wie die letzten Jahre gezeigt haben, war die Agenda 2010 insgesamt ein Fehlschlag. Denn es wurde trotz (...) aller Bilanzbeschönigungen keine Vollbeschäftigung erreicht, und das Prekariat ist weiterhin beängstigend klein. Die Rente mit 75 wurde erneut verschoben, und noch immer gibt es zuviele Sozialschmarotzer, wie Sie wissen, meine Damen und Herren, die sich zu fein sind sich für medizinische Experimente zu verkaufen und stattdessen auf Kosten der Allgemeinheit sich mit Hartz IV immerhin gerade noch so vor dem Verhungern retten können! [Applaus]


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Der Mensch ist kein Nadelkissen. Ich schon gar nicht.

Es ist im Allgemeinen eher weniger anerkannt, Angst vor Spritzen zu haben. Schon als Kleinkind bekommst du gesagt: "Ist doch nur ein kleiner Pieks! Ein Indianer kennt keinen Schmerz! Halt nur still, das tut schon nicht weh.", und noch während du dich tapfer deinem Urvertrauen hingibst, rammt dir ein wohlmeinender Kinderarzt eine Spritze in den Po, dass es sich gewaschen hat, während seine blonde Arzthelferin aufmunternd grinsend vor dir steht und mit einem doofen Belohnungslolli wedelt.

Natürlich merkst du dir das nachhaltig und bist in Zukunft auf ganz andere Weise tapfer: Du tust einfach so, als würde es nicht für eine Sekunde wehtun, wenn eine Nadel alle deine Hautschichten durch- und in dein Körperinneres eindringt. Wird dir Blut abgenommen, blickst du anteilnahmslos aus dem Fenster. Auch wenn es doch ein wenig unangenehm ziept, wenn die Arzthelferin den Kolben engagiert von der Nadel rüttelt, um anschließend beschwingt einen neuen aufzusetzen.

Ein Leben lang wirst du darauf trainiert, dass ein kurzes Einziehen der Luft zwischen deinen Zähnen oder ein dumpf ausgeatmetes „Aaa“ nicht nur ein Zeichen von Schwäche ist, sondern ganz nebenbei bloße Anstellerei darstellt, mit der man sich noch nicht mal einen Lolli verdient. Du möchtest keine Mimose sein, für die man nur eine hochgezogene Augenbraue und ein müdes "Ist doch gleich vorbei …" übrig hat. Es muss also schon einiges passieren, damit du dir die Blöße gibst und die Maske des tapferen Häuptlings absetzt.


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Die englische Königin und ihr Ritter Salman Rushdie

Wer kann darüber erstaunt sein, daß das englische Königshaus, dessen Empire weltweit den größten Anteil an der Vernichtung traditioneller Kulturen hat, den übelsten pornographischen Beschmutzer der Ehre des Propheten und seiner Familie (Sall Allahu Alyahi wa Alihi wa Sallam!) zu ihrem Ritter erwählt?

Vielmehr erstaunt es daß der Sohn eben jener"Queen", der sich nie von den himmelschreienden, kulturfeindlichen Untaten seiner Familie distanziert hat, auf "traditionalistischen" Tagungen ein Grußwort halten, oder gar die Schirmherrschaft für solche akademisch-traditionalistische Spektakel übernehmen darf. Spektakel, die allein dadurch schon ihre Distanz zur wirklichen Tradition und ihre Verbundenheit mit den übelsten Auswüchsen der Moderne erweisen. Denn deren heuchlerische Gipfel ist für lange Zeit das englische Empire gewesen, bevor es von USrael überflügelt wurde - wobei sowohl das zionistische Gebilde als auch die USA mit ihrer globalen Anmaßung Bastarde des englischen Königshauses sind.

Aber auch die Frage stellt sich, warum eine Islamische Republik überhaupt diplomatische Beziehungen mit einem Land unterhält, das terroristische Seperatisten unterstützt und dabei ungeniert zum "Geburtstag der Queen" in seiner Botschaft Empfänge für seine fünfte Kolonne in Teheran abhalten kann?

Jetzt wäre jedenfalls ein guter Zeitpunkt die Konsequenz aus dem fortgesetzten feindlichen Verhalten des englischen Königshauses gegenüber dem Islam und der Umma zu ziehen und die Beziehungen zu diesem Hort der Heuchelei und der Intrige abzubrechen.


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Flaggeleien

Was wird das noch werden nach dem gestrigen Basel? Kommt jetzt Verdun?

Eine Erinnerung (an ein probates Mittel, ein Volk davon abzulenken, daß es gelenkt wird und noch ein bißchen mehr):

Anfang April vergangenen Jahres hatte unsereiner Fahrdienst und mußte deshalb gegen einen spätnachmittäglichen Sonntag zum Bahnhof der Kleinstadt. Mitten auf dem Parkplatz standen drei von diesen rallyfizierten Altautos Parade. Deren Dächer hoben sich rythmisch mit jedem Technobaß um zwei bis drei Zentimeter. Das ist an sich nichts ungewöhnliches auf dem Lande, sogar in größeren Städten sieht man sie. Zum Wochenende werden diese gerade noch dem Schrotthändler entrissenen und mit Unterstützung von mehreren Monatslöhnen und über jede erdenkliche Freizeit hinweg in die Sparte Edelschrott hinaufdesignten ehemaligen Rostlauben ausgeführt. In München kommen sie gerne aus dem östlichen Hinterland und tragen auf dem Nummernschild das schlichte Kürzel EBE. In Köln heißen sie, wie von Jürgen Becker in dessen Rheinischem Kapitalismus zu erfahren war, «Bereifte Mörder», was für BM = Bergheim steht, eine Gegend, aus der die meisten deutschen Rennheroen kommen. Rainer sacht dazu «BlechMörder». Für Hamburg oder Lübeck (aber letzteres rubriziert ohnehin unter Kleinstadt) fällt mir dazu kein Synonym ein. Auf jeden Fall Alltag auf deutschen Straßen.

Doch die drei erwähnten mobilen Einheiten stellten dann doch zweifelsohne einen Höhepunkt in unsereiner Korrespondentenlaufbahn dar (der Photoapparat lag selbstverständlich im Büro). Sie waren national positioniert und eingefärbt: der Linke schwarz, der Mittlere rot, der Rechte gold (oder war's andersrum?). Nicht nur, daß sie prachtvoll glänzend die Gesinnung ihrer jugendlichen, leicht leergesichtigen Eigner repräsentierten, auch oben trugen sie noch Wichs.


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Eine Tüte Mitleid für Herrn Ulfkotte

Geschrieben von
Jochen Hoff
Freitag, 27. Juni 2008
Kommentare (25) | Trackbacks (5)

Es gibt Leute die ich entweder einfach nicht begreife oder die ich vielleicht zu gut verstehe und die mich deshalb anwidern. Ich habe mich dafür entschieden das was Herr Dr. Udo Ulfkotte tut einfach als widerlich zu empfinden, hoffe aber trotzdem das ich mich irre.

Am Montag dem 23. Juni beglückte Dr. Udo Ulfkotte die Welt mit der Nachricht von der Verfolgung seiner Frau Doris Ulfkotte:

KOPP EXKLUSIV: Jagdsaison eröffnet – Tausende türkische Mitbürger wollen eine Deutsche ermorden


Alleine solche Schlagzeilen bewirken bei mir Übelkeit. Zum einen gibt es keinen Beweis das Tausende Frau Doris Ulfkotte ermorden wollen, oder das es sich bei diesen Tausenden um Türken handelt. Allerdings platzte diese Nachricht genau in die kurze Zeit vor dem Spiel Deutschland gegen die Türkei. Nein. Natürlich wollte da niemand ein Streichholz in benzingetränkte Lumpen werfen und es hat ja auch nicht geklappt, was auch andere maßlos geärgert hat.

Mensch was war ich froh das praktisch überall fröhlich gefeiert wurde und im wesentlichen nur in Dresden der braune Mob wegen relativer Untätigkeit der Polizei kurzfristig Herr der Lage war.

Andere sahen das anders wie man hier, hier, hier, hier, und hier sehen kann.

Der Fall Doris Ulfkotte hätte also mit dem Ausgang dieser Nacht zu den Akten gelegt werden können, auch wenn ich immer noch wütend darüber bin, das ein Journalist, Jurist und angeblicher Sicherheitsexperte wie Dr. Udo Ulfkotte seine Frau durch die breite Veröffentlichung erst in eine wirkliche Gefahr gebracht hat.

Denn eines muss uns allen klar sein. Da draußen gibt es genug Irre, die auch einen solchen Anlass nehmen um auszurasten. Dabei ist es völlig egal ob es ein türkischer Irrer oder einer aus der rechten Szene ist, der glaubt mit einem realen Mord in unserer Gesellschaft die Dinge in seine Richtung drehen zu können.

Aber scheinbar hat Ulfkotte das was ich geschrieben habe nicht deutlich gelesen oder eventuell auch nicht verstanden, es mag auch sein dass es ihn nicht interessiert. Er legt auf jeden Fall noch einmal kräftig nach und zeigt wie weit er seine Frau exponieren will:

Wir haben versucht, mit Medienvertretern über unsere Lage zu sprechen und klarzustellen, dass die auf uns eingeleitete multikulturelle Hetzjagd mit Tausenden Mordaufrufen ganz sicher die falschen Opfer im Visier hat. Die Erfahrungen bei Vorgesprächen mit den Redaktionen waren traurig: Es interessierte – mit Ausnahme eines Radiosenders und PoliticallyIncorrekt – keinen. Schlimmer noch, wir bekamen Antworten wie die nachfolgende: "Wenn es umgekehrt wäre und ein Dr. Udo Ulfkotte zum Mord an Türken aufrufen würde – das wäre eine suuuuper Schlagzeile! Aber so? – Nein danke, kein Interesse." Am schlimmsten fanden wir diese zuvor zitierte Aussage eines großen Berliner Verlagshauses, dessen Gründer einst ein renommierter Christ gewesen ist. Natürlich haben wir unser Ersuchen um Hilfe und um ein Gespräch auch an eine große deutsche Boulevard-Zeitung gerichtet – in Schriftform per E-Mail (inklusive Kopien der Mordaufrufe) wie auch telefonisch – wir haben in den seither vergangenen Tagen nicht einmal eine Antwort bekommen.


Die Medienvertreter dürften zu einem großen Teil die gleichen Bedenken gehabt haben wie ich auch. Wer sich über einen längeren Zeitraum mit Udo Ulfkotte beschäftigt, ist nicht mehr bereit ihm zu glauben. Aber selbst die, die ihm eventuell noch glauben würden, haben natürlich das Problem, das sie abwägen müssen, was Frau Doris Ulfkotte mehr schadet.

Ein "richtig" stellender Bericht der zwangsläufig einem Millionenpublikum Dinge bekanntmachen würde, die bisher zum Glück nur wenige kennen und mit dem gerade der eine Irre, den es zu fürchten gilt, aufgeweckt würde oder auf eine Berichterstattung zu verzichten um Frau Ulfkotte so viel besser zu schützen. Gibt es einen Bericht in den Massenmedien lässt sich nicht verhindern das die Massen den Zusammenhang zwischen Frau Doris Ulfkotte und der Akte Islam hergestellt, die sicherlich in sprachlich höher Eleganz und inrechtlich abgesicherterer Form als das Video im Prinzip eine ähnliche inhaltliche Richtung verfolgt.

Es ist nicht anzunehmen das unbedarfte Leser die Trennlinie die Frau Ulfkotte als Betreiberin dieser Seite vor dem Zugriff des Gesetzes schützt, aber die Verfolgung der beiden Dummköpfe in dem Video durch die Justiz praktisch erzwingt, erkennen könnten. Es ist ein sehr schmaler Grad und ich selber habe erhebliche Probleme damit diese Grenze zu erkennen.

Zum Glück hatte ich das Landgericht Frankfurt das meinte sie mir aufzeigen zu können und auf Antrag von Herrn Ulfkotte und seines Vereins zwei einstweilige Verfügungen gegen mich erließ und diese in der ersten Instanz auch bestätigte. Ebenfalls wurde ein Strafbefehl der Berliner Justiz ausgefertigt ohne mir vorher überhaupt eine Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Alle Verfahren sind noch laufend.

Es ist aber trotzdem schön, das Herr Ulfkotte in seinem Text darauf hinweist und mir so noch Leser bringt, die meine Ansichten mit dem was er erzählt vergleichen können. Jeden anderen aus diesem Bereich hätte ich gefragt ob Islamophobie generell dumm macht, aber bei Herrn Ulfkotte weiß ich ja dank des Landgerichtes Frankfurt, das er nicht islamophob ist. Zumindest solange der Prozess noch läuft.

Es gibt auch Deutsche die unsere aktuelle Situation für sich nutzen. Geben Sie nur einmal bei der Internet-Suchmaschine Technorati den Namen Ulfkotte ein (Anmerkung 1 / siehe am Ende dieses Textes). Und lesen Sie dann den Artikel "Die Verfolgung der Doris Ulfkotte". Der Verfasser des Beitrages wurde vom Landgericht Berlin gerade erst zur Zahlung von 10.000 Euro Schmerzensgeld an Udo Ulfkotte verurteilt – zudem droht ihm noch eine Haftstrafe. Noch nie zuvor wurde ein deutscher Blogger vor einem zivilen Landgericht zu einer derart hohen Geldstrafe verurteilt, mal ganz abgesehen vom strafrechtlichen Verfahren. Sie können sich vorstellen, dass die dem Verfahren zugrunde liegenden Äußerungen sehr schlimm gewesen sein müssen. Die Medienreaktion auf das vorgenannte Urteil war die gleiche wie die aktuelle – es interessierte niemanden. Wenn Sie nun den jüngsten Artikel des verurteilten Berliners gelesen haben und das oben genannte neue Video angeschaut haben, dann bekommen Sie einen Eindruck davon, wie man Hetzartikel verfasst. Wieder ermittelt die Staatsanwaltschaft – doch Gerichtswege sind lang und führen derweilen zu unschönen Situationen.


Geschickt gemacht, auch wenn die anderen Deutschen die Ulfkottes Situation für sich ausnützen, wieder einmal mit ihren Artikeln auf wundersame Weise verschwunden sind, was ich als erfahrener Ulfkotte Leser auch nicht anders erwartet habe. Das er mich nicht mag, verstehe ich gut. Es tut weh, wenn man ständig durchschaut und dann auch noch kräftig veralbert wird.

Aber zum Glück gibt es ja noch treue Freunde für Dr. Udo Ulfkotte, wie ich übrigens schon hier, hier und hier festgestellt hatte. Es ist schön das sich Ulfkotte auch erinnert:

Danke auch an die Betreiber von Foren wie Politically Incorrect und EuropeNews dafür, dass Sie die Wahrheit verbreiten - und nicht wie andere Medien politisch korrekt stur wegschauen !


Ich wäre auch ernsthaft verwundert gewesen wenn das "Schwert " nicht an seiner Seite gewesen wäre. So wichtig solche Kleinigkeiten auch für die Beurteilung der Gemengelage sind, genau wie seine Zusammenarbeit mit dem Vlaams Belang und den Leuten um Blocher, so unwichtig sind sie in diesem Zusammenhang. Denn Ulfkotte will unser Mitleid:

Denn vor dem Hintergrund, was ich Ihnen hier in vielen Facetten geschildert habe, sind meine Frau und ich wieder einmal Flüchtlinge im eigenen Land. Wir hatten schon einmal anderthalb Jahre Polizeischutz. Wir wollen das alles nicht mehr. Wir haben wieder einmal unsere Wohnung verlassen – und werden nicht mehr dorthin zurückkehren.


Es ist schon seltsam. Jeder Andere der es wagt eine Internetseite zu betreiben muss bei Denic mit seiner aktuellen Adresse gemeldet sein, wird ständig von Abmahnungen bedroht wenn seine Adresse nicht stimmt und hätte nach deutschem Recht keine Chance sich zu wehren. Das gilt für Dr. Udo Ulfkotte nicht und ich habe nichts dagegen. Es stört mich nicht. Ich weiß zwar wo er wohnt, weil ein paar besorgte Nachbarn mich mit Informationen versorgt haben, käme aber nie auf die Idee seine Adresse zu veröffentlichen.

Es ist auch für die Öffentlichkeit unwichtig was diese Nachbarn über ihn und seine Frau und deren Verhalten im allgemeinen und zu Ausländern im besonderen denken. Das sind subjektive und persönliche Eindrücke die für die Betroffenen schlimm sind, aber im Gesamtzusammenhang keine Rolle spielen.

Viel wichtiger ist allerdings, das ja wie er selber ausführte schon seine heutige Adresse nicht bekannt ist, das ich sie kenne, kann er nicht wissen. Weshalb verlässt er also dieses schöne und leicht zu verteidigende Anwesen um sich in Fremde zu begeben? Jemand dessen Gesicht bekannt ist. Der sich nicht verstecken kann. Vor allem warum tut er das. Von seiner Frau kennt Google kein Bild was doch toll ist.

Seine Flucht erfolgt vermutlich gegen den Rat der Polizei wie er selbst sagt:

Das ist völlig unabhängig von dem, was uns Behörden raten.


Es ist alles so fürchterlich verwirrend wie immer wenn Dr. Udo Ulfkotte im Spiel ist. Wozu lässt er die Nachricht, nachdem die Krawalle ausblieben, jetzt nicht einfach fallen. Das hat er doch schon öfter gemacht, warum exponiert er seine Frau weiterhin völlig unnötig. Kann es sein das es garnicht unnötig ist, sondern handfeste wirtschaftliche Gründe hat:

Eine beeindruckende Liste an Verlagen. Der Koehler & Amelang Verlag (Gründungsjahr 1789) konzentriert sich auf Publikationen zu Geschichte und Kulturgeschichte und ist zusammen mit der Edition Leipzig in der Seemann Henschel GmbH & Co.KG aufgegangen. Ich mag zwar weder die Bertelsmannstiftung noch die Familie Mohn, aber der Bertelsmann Verlag München hat einige gute Bücher herausgebracht, auch wenn ich die hier genannten nicht unbedingt dazu zähle. Heyne und Goldmann sind jedem der liest oder schreibt ein Begriff und der Eichborn Verlag ist ein Traum vieler Autoren.

Wie aber um Himmels willen passt der Resch Verlag in diese Reihe. Was sucht ein Ulfkotte neben "Handbuch Prävention - Sicherheit beim innerbetrieblichen Materialfluss - Gefährdungsanalysen und Unfallverhütung leicht gemacht" oder dem zweifellos wichtigen "Ladungssicherung - Praxis der Verkehrs- und Arbeitssicherheit" und der "Unfallverhütungsvorschrift Flurförderzeuge BGV D27"?


Es ist schon ein Abstieg vom Eichborn Verlag ausgehend bei Resch zu landen. Umgekehrt würde ein Schuh daraus. Dazu kommt noch, das ständig das Erscheinungsdatum verschoben wird. Ursprünglich waren wir bei Januar diesen Jahres, was auch in seinen Veröffentlichungsreigen passen würde, jetzt sind wir bei Dezember und es steht in den Sternen ob es sich überhaupt noch lohnen wird.

Vielleicht könnten mal ein paar Leute dieses Buch "Europa kapituliert vor dem Islam: Entchristianisierung, Werteverfall, Political Correctness, Naivität bestellen und bezahlen, oder eines der vielen anderen um eventuell Frau Ulfkotte den Verbleib in ihrem Heim zu ermöglichen.

Ich befürchte das es einfach nur darum geht, Udo Ulfkotte mal wieder in den Mittelpunkt des Interesses zu bringen. Vergessen zu machen, wie er mit den Großdemonstrationen in Brüssel und Köln einbrach, wie sehr sich seine Freunde von ihm verraten fühlten und vor allem davon was mit den Spenden passierte. Wenn er im Mittelpunkt steht ist das gut für das Geschäft. Bücher, Vorträge er könnte ein zweiter Salman Rushdie werden, ohne sich selbst in Gefahr zu begeben.

Einen anderen Reim auf diese Geschichte kann ich mir nicht machen, aber selbstverständlich sind andere Ansichten möglich. Auch seine Unzufriedenheit mit dem an sich vernünftigen Artikel im Tagesspiegel wäre damit erklärt. Es fehlt einfach sein Name.


Wichtige Neuentwicklung:

Ein amerikanischer Freund schickte mir gerade einen Link auf die Wetzlarer Neue Zeitung

Demnach plant Udo Ulfkotte in die USA zu gehen, was meinen Freund natürlich nicht glücklich macht. Aber ich finde die haben Bush sogar wiedergewählt, da können sie doch unseren Udo ertragen.

Allerdings frage ich mich ob man der Staatsanwaltschaft in Koblenz nicht mal sagen sollte, dass die große Gefahr besteht, dass sie einem Fake oder Hoax aufsitzt. Obwohl. Unsere Steuergelder müssen ja eh weg.



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Stachelschwein gegen Polizei 3:0

Geschrieben von
Jochen Hoff
Freitag, 27. Juni 2008
Kommentare (0) | Trackbacks (0)

dpa sorgt für die Unterhaltung am frühen Freitag morgen:

Polizeibekanntes Stachelschwein sorgt in Hamm für Aufregung

Hamm - Ein Stachelschwein hat mit seinen Ausflügen aus einem Tierpark in Hamm in Nordrhein-Westfalen nun schon in der dritten Nacht in Folge für Aufregung gesorgt. Der Nager war am frühen Morgen in der Innenstadt gesichtet worden. Polizeibeamte begaben sich auf die Fährte des Ausbrechers, konnten ihn aber nicht stellen. Schon die beiden Nächte zuvor war das Tier den Beamten immer einen Schritt voraus gewesen. Die Polizei nimmt die Einsätze mit Humor: «Die erste Nacht war doof, die zweite lustig. Nun sorgt "Stachi" für Gelächter.


Da die von Ausflügen reden, scheint das Stachelschwein pünktlich morgens zum Besucheransturm wieder an seinem Arbeitsplatz zu sein und sich zur allgemeinen Besichtigung anzubieten. Was wollen die in Hamm eigentlich noch mehr. Ein arbeitswilliges Stachelschwein muss doch auch mal ausgehen dürfen.

Aber das ist wieder typisch für diese neoliberalen Wirtschaftsfaschisten. Die Leute tagsüber unter ständiger Kontrolle arbeiten lassen und der arbeitenden Klasse auch nachts kein Vergnügen gönnen. Bestimmt sitzt der Henkel im Aufsichtsrat des Tierparks, die INSM stellt die Pfleger und die Bertelsmannstiftung hat die Regeln aufgestellt, die von Hundt kontrolliert werden.

Nein kann nicht sein. Dann käme das Stachelschwein nicht wieder. Dann würde es sagen, etwas besseres als die Neoliberalen findest du überall und würde sich von dannen machen.


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Gesammelte Gemeinheiten 20

Geschrieben von
Jochen Hoff
Freitag, 27. Juni 2008
Kommentare (5) | Trackbacks (0)

In Zukunft wird es die Rubrik Gesammelte Gemeinheiten nicht mehr geben, da nicht alles was hier aufgeführt ist, auch immer eine Gemeinheit ist. Das hängt damit zusammen, das immer fünf Themen angesprochen werden und diese zeitlich nicht mehr als eine Woche auseinander liegen sollten. Dabei kam es oft zu Überhöhungen und da soll man auch auf einen Clown hören, wenn er ausnahmsweise mal was richtiges sagt. Diese Rubrik wird ab sofort ersetzt durch die Rubrik Kurzkommentar. Die Intention ist immer noch die gleiche, nämlich Themen kurz zu kommentieren die den Aufwand eines eigenen Beitrags nicht wert sind oder zuviel Aufwand erfordern würden, ohne wesentliches an Erkenntnis zu bringen.


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Milliardenschwerer Kreditausfall - Washington Mutual blutet

Die größte US-Sparkasse Washington Mutual könnte nach Einschätzung von Analysten in den kommenden Jahren bis zu 30 Mrd. Dollar für Verluste aus Kreditgeschäften beiseite legen. Die Bank müsse möglicherweise ihre Prognose für Ausfälle im Zusammenhang mit Darlehen für Einfamilienhäuser in den nächsten drei bis vier Jahren von zwölf Mrd. auf 19 Mrd. Dollar erhöhen, hieß es weiter.

Die 30 Mrd. Dollar beinhalteten zusätzliche mögliche Verluste aus weiteren Kreditgeschäften.


Das ist kein Grund zur Freude oder Häme. Ich zähle diese Dinge eigentlich nur noch auf, um die Leute hier etwas wach zu machen. Das was in den USA passiert hat Folgen überall auf der Welt. Die Preise für Aktien, Immobilien und Fonds, werden ins Bodenlose fallen, die Rohstoffe und Nahrungsmittel gehen durch die Decke. Gerade wurden die Erzpreise für Stahl verdoppelt. Das liegt aber nicht nur an der Raffgier der Rohstoffleute, sondern vor allem daran, das die Währungen, vor allem der Dollar, ihren inneren Wert verloren haben.

Wir müssen verhindern das zum Beispiel die inkompetente deutsche Regierung Herrn Ackermann oder andere auch beim nächsten Mal wieder auf Kosten der Allgemeinheit rettet. Keine neue IKB kein billiges Geld. Hohe Zinsen und eine harte Währung. Steuerhinterziehung und andere Finanzdelikte müssen mit dem Einzug des Tatwerkzeuges nämlich des Vermögens mit dem sie begangen wurden geahndet werden.

Auch dann werden die Zeiten hart, aber wenn wir jetzt keine Grenzen einbauen werden sie unerträglich weil der verantwortungslose Neoliberalismus in seinem Todeskampf alles und jeden mit in den Abgrund reißt.


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HILFLOSER NOTENBANKCHEF - Währungsfonds durchleuchtet US-Finanzsystem

Von Gabor Steingart, Washington

Demütigung für Mr. Dollar: US-Notenbankchef Ben Bernanke muss sich eine Generaluntersuchung durch den Internationalen Währungsfonds gefallen lassen. Das gesamte Finanzsystem des Landes wird auf seine Tauglichkeit überprüft - ein für die USA einmaliger Vorgang.

..

Wenn der Abschlussbericht über die Risiken des US-Finanzsystems vorliegt und weltweit für Aufsehen sorgen dürfte, wird von den heutigen Verantwortlichen nur noch einer im Amt sein: Ben Bernanke.


Immer wenn man über oder unter einem Artikel den Namen Gabor Steingart liest, dann weiß man, dass wieder eine Fuhre Müll angekommen ist. Das ist wie mit dem Müll aus Neapel, den hier auch keiner mehr auf Wertstoffe sortieren muss, weil keine mehr drin sind, dafür aber Schadstoffe.

Ben Bernanke gewinn duch die IWF-Untersuchung Zeit. Zeit ist das beste was er bekommen kann, er weiß nämlich nicht was er tun sollte. Natürlich müsten die Zinsen rauf und zwar in einem Maße wie es drastischer nicht sein könnte. Aber solange solche Milchmädchen wie Gabor Steingart in den USA immer noch eine hausgemachte Inflation von 2,3 Prozent sehen, kann er gar nichts tun. Steingarts gibt es jede Menge und die Auftraggeber von Garbor Steingart die Familie Mohn/Bertelsmann wollen solche Nachrichten, weil eine ernsthafte Finanzpolitik natürlich sofort ihre illegalen Finanz- und Steuervorteile in Frage stellen würden.

Wir haben heute in den USA schon derartig negative Zinsen, das alleine um eine schwarze Null zu erreichen eine Zinserhöhung auf mindestens 13 Prozent notwendig wäre. Ein schneller und harter Schnitt, bei dem alle Fehlentwicklungen der Vergangenheit gekappt werden müssten. Aber das wäre das Ende des amerikanischen Neoliberalismus. So darf Bernanke ständig neues Geld in das Fass ohne Boden pumpen, bis er zurücktreten muss. Das kann durchaus noch vor Bush sein.


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Nicht ohne meine Mama

Eltern haften für ihre Kinder - das gilt auch dann, wenn der Nachwuchs im Internet gegen geltendes Recht verstößt. Das hat das Landgericht München I in einem am Mittwoch veröffentlichten Grundsatzurteil klargestellt (Az.: 0 7 O 16402/07).

Dessen 7. Zivilkammer gab der Klage einer Fotografin gegen die Eltern einer 16-Jährigen statt, die Fotos von der Homepage der Klägerin kopiert und ein daraus erstelltes Video ins Internet gestellt hatte.

Die elterliche Aufsichtspflicht gelte auch für das Internet, stellten die Richter klar. Die Eltern seien dazu verpflichtet, mit ihren Kindern darüber zu sprechen, was diese im Internet beachten müssen


Ist es nicht herrlich in Deutschland Richter zu sein. Da muss man absolut keine Kenntnisse von der Lebenswirklichkeit haben. Es reichen ein paar verstaubte Gesetzbücher, ein schwarzes Nachthemd und schon ist man wer. Dann kann man auch sehr gut urteilen das Eltern einer 16 jährigen Tochter ihr ständig über die Schulter sehen müssen, ob sie nichts illegales am Computer tut.

In jeder Firma gibt es dafür teure Programme die regelmäßig ausgetrickst werden und wahrscheinlich würden die gleichen Richter, der gleichen Mutter, die Überwachung der Computerarbeit ihres Kindes untersagen, weil ein Kind ja Privatsphäere haben muss, wenn die Tochter klagen würde.

Ein Richter der etwas urteilt, was gegen andere Gesetze verstößt und auch praktisch nicht machbar ist gehört nicht an ein Gericht sondern unter ärztliche Aufsicht, zumindest aber in Pension. Warum fällt mir jetzt nur gerade Götz von Berlichingen ein. Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall bin ich nicht der Zensor meiner Kinder egal was so ein Gericht vor sich hin blubbert.


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Krankenkassen beklagen schlechte Zahlungsmoral

Die seit einem guten Jahr gültige Versicherungspflicht in einer Krankenkasse hat die gesetzlichen Kassen nach eigenen Angaben einen dreistelligen Millionenbetrag gekostet. Grund seien meist zuvor nicht Versicherte, die zur alten Kasse zurückkehren - und dann keine Beiträge zahlen.

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Hintergrund der Ausfälle ist die zum 1. April 2007 eingeführte Versicherungspflicht für Menschen ohne anderweitige Absicherung im Krankheitsfall, die Nicht-Versicherten die Möglichkeit gibt, in eine Kasse einzutreten oder zurückzukehren. Bis Mai 2008 haben davon den Spitzenverbänden zufolge 85 000 Menschen Gebrauch gemacht. Diese Rückkehrer meldeten sich aber in der Regel erst, wenn sie erkrankten.

Obwohl die Kassen dann rückwirkend Beiträge verlangen und zunächst nur eine Notfallbehandlung leisten, werden die Rückstände meist nicht gezahlt, wie die Verbände bemängelten. Daher sollten die Sozialämter zur Kostenübernahme verpflichtet werden. Derzeit gingen die Rückstände zulasten der Solidargemeinschaft aller Versicherten.

Bei den freiwillig Versicherten liegt die sinkende Zahlungsmoral nach Kassen-Ansicht daran, dass auch bei mehrmonatigen Rückständen ein Versicherungsausschluss nicht mehr erlaubt sei. Da die Sozialämter bisher nicht zur Übernahme rückständiger Zahlungen für bedürftige Versicherte verpflichtet seien, müssten die gesetzlichen Krankenkassen die Rückstände derzeit über Mahnverfahren bis hin zur Einleitung einer Privatinsolvenz eintreiben.


In dem Moment wo die Regierung die Sozialämter anweist bei bedürftigen Versicherten etwas zu unternehmen, würde sich herausstellen, dass viele Selbstständige eigentlich weit unter dem Existenzminimum leben und sich immer wieder so gerade noch durchs Leben bringen und alles versuchen um nicht nach Hartz IV abzurutschen.

All die vielen Berater, Makler, Künstler und Heiler tun wirklich in der Mehrheit alles was überhaupt möglich ist, genau wie die kleinen Händler. Aber sie sind in einem Zwangsgefüge wo sich Berufsverbände und Handels- oder Handwerkskammern an ihnen nähren, sie von Gesetzen und Regeln erdrückt werden, während sie selbst kaum atmen können.

Es wundert mich wirklich das noch niemand diese Fälle thematisiert hat. Es ist eine verschämte Armut, wie wir sie sonst nur im Alter kennen. Es ist aber auch die Angst vor dem lebenslangen Makel Hartz IV.


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Erfolg in Afghanistan ist möglich

Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Eckart von Klaeden, ist sicher, dass der Aufbau Afghanistans gelingen kann. "Wir dürfen uns von Misserfolgen nicht entmutigen lassen", sagte er am Mittwoch im Bundestag. Allerdings könne die Lage am Hindukusch nicht allein mit militärischen Mitteln verbessert werden. Hinzukommen müsse die Stärkung der Staatlichkeit. Dabei dürfe die afghanische Regierung nicht überfordert werden. Stattdessen müsse die Förderung zu immer mehr Unabhängigkeit führen.


Eckeweich ohne Klöten. Mein Gott wie ich solche Dummschwätzer hasse. Nur weil es ihn aufgeilt wenn unsere Kinder in Afghanistan verbluten müssen, sollen immer mehr dort hin. Soll doch dieses feige Weichei seinen Arsch selbst dahin bewegen. Aber dazu ist er zu feige und die Seinen weiß er auch mit Sicherheit zu schützen. Wer in der Suchfunktion des Blogs nach Klaeden sucht, wird folgenden Satz finden:

"Das ein außenpolitischer Sprecher der CDU immer etwas dumpf klingt, liegt nicht an seinem mangelnden Sprachvermögen, sondern normalerweise daran dass er direkt aus dem Darm des amerikanischen Präsidenten berichtet, und da ist die Akkustik ziemlich für den Arsch."

Von der Position aus dürfte es ihm schwerfallen deutsche Interessen zu vertreten, wobei ich nicht glaube das er das will. Aber vielleicht sollte man ihm mal sagen, dass seine CIA nicht schlecht an den Drogen verdiente und heute sicher auch noch verdient. Die gehen eben auch über Leichen. Ach ja. Afghanistan kann nur verloren werden. Hätten wir gewinnen wollen, hätten wir die USA nicht sinnlos morden lassen dürfen und anstatt Aufklärungsflugzeuge Lehrer und Schultafeln schicken müssen. Aber der Zug ist abgefahren. Ein paar mordgeile Politiker haben unser gutes Ansehen dort ruiniert.


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Kontraproduktive Narkose ist nun wirklich kein Thema für diesen Blog

Geschrieben von
Jochen Hoff
Freitag, 27. Juni 2008
Kommentare (0) | Trackbacks (0)

Natürlich wird hier oft ein Spielchen mit einer Wissenschaft getrieben, die manchmal so absurd ist, dass alleine diese Absurdität dazu reizt. Andere Themen fließen zwar an diesem Blog vorbei, aber weil dem Autor jede Fähigkeit fehlt, da sinnvoll mitzureden schwimmen sie weiter im Datenfluss für Berufenere. Narkosemittel wären typischerweise so ein Thema, aber diesmal stoppte mich ein Hinweis im Text:

Einige gängige Narkosemittel haben eine unerwünschte Nebenwirkung, haben US-Forscher nachgewiesen: Sie aktivieren schmerzempfindliche Nervenzellen im Körper, ähnlich wie es auch Meerrettich oder der Chili-Scharfmacher Capsaicin tun. Die Folgen sind neben einem brennenden Gefühl an der Einstichstelle stärkere Wundschmerzen nach Operationen und eine allgemeine Erhöhung der Schmerzempfindlichkeit. Verschlimmert wird die Situation zudem dadurch, dass die überaktiven Nervenzellen Entzündungsreaktionen auslösen, die wiederum die Schmerzen verstärken.


Meerettich und Chili sind in vernünftiger Dosierung wenn die Kinder mitessen und in sehr kräftiger Dosierung wenn der Alte für sich alleine kocht, ausgesprochene Lieblinge in unserer Küche, genau wie scharfer Löwensenf oder Senfkörner. Die meisten hochgelobten Senfe aus anderer Gegend werden hier auch gerne verzehrt, tragen aber den Beinamen Gewürzmarmelade. Schon deshalb habe ich weiter gelesen:

Die Substanzen lösten in schmerzempfindlichen Nervenzellen Signale aus – hauptsächlich, indem sie auf zwei Rezeptoren namens TRPA1 und TRPV1 einwirkten. Diese Schlüsselmoleküle sind auch für die Schmerzen bei Kontakt mit Hitze sowie scharfe Stoffe wie Capsaicin, Senföl und Tränengas verantwortlich. Bei den Testmäusen führte die Aktivierung der Nervenzellen zu Schmerzen an der Kontaktstelle mit den Wirkstoffen. Auch Entzündungen wurden bei den Tieren deutlich verstärkt, wenn sie mit den Narkotika behandelt wurden, zeigten weitere Tests. Fehlten die Rezeptoren hingegen, zeigten die Mäuse keine Anzeichen von Unwohlsein.


Diabetiker kennen das Problem mit schlecht verheilenden Wunden. Deshalb galt bei uns zu Hause die Regel, das derjenige der "Zucker" hat, eben nicht scharfen Senf, oder Chili essen soll. Ich habe da jahrzehntelang nicht mehr dran gedacht. fahre aber, wenn ich genauer nachdenke, bei schlecht heilenden Wunden meinen Konsum an Gewürzen automatisch runter, bis das Problem erledigt ist. Kindliche Gesundheitserziehung wirkt eben doch. Einfach aus dem Unterbewusstsein.

Wikipedia liefert natürlich noch viel mehr an Wissen über die Capsaicinoide:

Capsaicinoide lösen sich in Alkohol und Fett, aber nicht in Wasser. Sie haben antibakterielle und fungizide Wirkung und wirken somit konservierend.

Capsaicinoide reizen die Nervenenden bestimmter Nozizeptoren, die normalerweise Schmerzreize bei Einwirkung von Hitze oder chemischer Reizung erkennen. Die Ähnlichkeit der Empfindung von „heiß“ und „scharf“ (engl. beides „hot“) ist bereits auf Rezeptorebene begründet: Capsaicin bindet an den TRP-Kanal TRPV1, der auch durch eine Erhöhung der Temperatur aktiviert wird. Der oft schmerzhaften (aber nur scheinbaren) Erhitzung durch Capsaicin wirkt der Organismus durch vermehrte Durchblutung des Gewebes zum Zweck der Wärmeabfuhr entgegen, dadurch kommt es zu einer lokalen Rötung wie bei einer leichten Verbrennung. Von diesem Umstand leitet sich der Ausdruck „brennen“ ab. Den umgekehrten Effekt gibt es z. B. bei Einwirkung von geringen Konzentrationen von Menthol (Hustenbonbons), die scheinbar kühlen.


Nimmt man dazu noch folgende Meldung wird schnell klar das die laienhaften Behauptungen meiner Kindheit Sinn machen:

Chilischarfmacher Capsaicin tötet Prostatakrebszellen in Laborversuchen ab

Amerikanische Mediziner haben eine scharfe Waffe gegen Prostatakrebs entdeckt: Eine Substanz namens Capsaicin, die unter anderem Chilischoten ihre Schärfe verleiht, treibt Prostatakrebszellen in den Selbstmord. In ersten Tests mit Mäusen hat sich der Wirkstoff bereits bewährt. Bei Tieren, die mit dem scharfen Stoff gefüttert wurden, starben etwa achtzig Prozent der entarteten Zellen in der Prostata ab. Außerdem blieben die Tumoren deutlich kleiner und wuchsen sehr viel langsamer als die bei unbehandelten Mäusen, so die Forscher.


Denn wenn die Capsaicinoide Krebszellen angreifen können, dann ist es logisch das sie die Wundheilung verzögern können, vor allem eben bei Diabetikern die auch so schon Probleme mit der Wundheilung haben. Falls jemand unter den Lesern mehr weiß, wäre ich für einen Hinweis dankbar.


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Lohnende Forschung

Geschrieben von
Jochen Hoff
Freitag, 27. Juni 2008
Kommentare (0) | Trackbacks (0)

Es gibt deutsche Forschungsinstute, wie das Ifo-Instut und die ganzen anderen neoliberalen Propagandaschmieden, da fällt es einem wirklich schwer forschungsfreundlich zu bleiben. Es ist nicht zu verstehen das der neoliberale und völlig nutzlose Dreck genauso gefördert, wird wie richtige Forschung. Es wäre an der Zeit die Volkswirtschaftler und ihre verschieden Erscheinungsformen als Sekten aus den den Universitäten und Hochschulen zu verbannen, da sie keinerlei nützliche Arbeit leisten.

Anders ist es zum Beispiel mit den Fraunhofer Gesellschaften und dem Alfred Wegner Institut aber auch vielen anderen echten Forschern die immer wieder positiv auffallen und ja hier auch öfter erwähnt werden. Gerade gibt es ein schönes Beispiel aus dem Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI):

Marine Kleinstlebewesen vollbringen ein interessantes Kunststück: Sie besitzen harte Skelette, die sie vor den Attacken ihrer Fressfeine schützen, und sind gleichzeitig leicht genug, damit sie nicht in tiefe, lichtarme Meeresregionen abdriften. Um diese besonderen Strukturprinzipien genauer zu untersuchen und für die Industrie nutzbar zu machen, hat das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) http://www.awi.de das internationale Netzwerk PlanktonTech ins Leben gerufen. Mit Hilfe neuester Methoden in Mikroskopie und Computertechnik wollen die internationalen Projektmitglieder sowohl die Entstehung und Funktion dieser Strukturen erforschen als auch ihren Nutzen für Ressourcen sparende Leichtbauprodukte. "Die Umsetzung in technische Anwendung sind dabei in den verschiedensten Bereichen denkbar", erklärt Biologie Christan Hamm gegenüber pressetext. "Denn Leichtbaustrukturen sind beispielsweise in der Baustatik, in der Fahrzeug- und Medizintechnik als auch im Maschinenbau gefragt."

Im Fokus der Forschungen von PlanktonTech stehen die auffälligen Schalen von Kieselalgen und Radiolarien, die sich durch hohe Festigkeit bei geringem Materialeinsatz auszeichnen. "Deren Strukturprinzipien wollen wir uns abschauen. Der Baukasten, den uns die Natur dabei bietet, ist fast unerschöpflich, denn es gibt zehntausende Kieselalgenarten", berichtet Geochemiker Eberhard Sauter. So lasse sich für verschiedenste Problemstellungen eine geeignete Bauweise finden. Zunächst jedoch müssen die Schalen der Algen analysiert und ihre Strukturparameter erfasst werden. Die Übertragung in eine 3D-Datenbank ermögliche dann die Untersuchung der biomechanischen Eigenschaften. "Wir schlagen damit in der Evolutionsforschung als auch in der Bionik und Materialforschung völlig neue Kapitel auf", fügt Hamm an. Denn die Daten sollen auch für den industriellen Bereich genutzt werden. Ein Schwerpunkt liegt dabei in der Kombination von Leichtbaustrukturen mit Verbundstoffen.


Leichtbaustrukturen mit Verbundstoffen schützen Leben, verringern den Materialverbrauch und damit Gewicht, was fast immer mit einem geringen Energieverbrauch in Verbindung zu bringen ist. Ob bei Brücken, Autos, Flugzeugen oder Fahrradhelmen können solch neue Strukturen bisher unvorstellbares leisten.

Deshalb ist es wichtig die forschende Wissenschaft zu fördern und deren Kontakte mit der inländischen Industrie zu verbessern, aber auch darauf zu achten, dass die Patente im Besitz der Universitäten oder der Institute verbleiben und nicht an Firmen verramscht werden, deren Vertreter wie Herr Hundt immer fordern Geld einzusparen und dieses direkt an das Großkapital auszuschütten.

Echte Forschung bringt bei vernünftiger Umsetzung Arbeitsplätze und ehrliche Gewinne. Wir müssen dringend wieder lernen mit unseren Produkten vorne zu sein und unsere patentrechtlichen Rechte zu wahren. Dafür sollten die Finanzminister des Bundes und der Länder viel mehr Geld bereitstellen. Eine Börsenumsatzsteuer in Höhe der Mehrwertsteuer wäre ein netter Anfang und würde dazu die Spekulation begrenzen.

Das Geld das nicht mehr in Spekulation fließt, könnte dann in die technische Produktion der Forschungsergebnisse fließen. Das allerdings wird ein Wunschtraum bleiben. Unsere gekauften Politiker verschenken die Universitäten lieber an Mohn/Bertelsmann, die von echter Forschung nichts verstehen und nur billige Propagandamännchen suchen. Wieso ist Mohn/Bertelsmann eigentlich noch gemeinnützig?


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Ich habe einen kleinen braunen Feind verloren

Geschrieben von
Jochen Hoff
Donnerstag, 26. Juni 2008
Kommentare (30) | Trackback (1)

Ich bin maßlos traurig. Kewil mag mich nicht mehr. Das heißt, eigentlich mag er meine Kommentare nicht mehr. Denn während er wie ein braver Hütehund, die Herde seiner kleinen braunen Zwerge, im Sinne des reinen uns schönen Rassismus, gegen alle Ausländer vor allem aber gegen die Muslime zusammenhält, erlaube ich mir doch immer wieder mal die Guten mit etwas Realitiät zu konfrontieren.

Heute morgen waren sie nun sehr enttäuscht das sich aus dem Fußballspiel Deutschland gegen die Türkei nun gar kein Kapital gegen die bösen Türken schlagen lies. Es war einfach nicht der Tag des Herrn Kewil, der sich und seinen Server sogar schon in den USA verstecken muss, aus lauter Angst vor allem und jedem.

Trotzdem gefiel mir dieser Artikel so gut, das ich ihn mit folgendem Kommentar beglückte:

Ja mein lieber kewil. Du willst Ausschreitungen sehen damit dein kleines braunes Weltbild wieder stimmt. Klappt aber nicht. In Berlin haben Türken und Deutsche bis spät in den Morgen gemeinsam und fröhlich gefeiert.

Nur in Dresden, da wo die CDU sich gar nicht von den braunen Zwergen trennen will, da gab es Randale. Natürlich waren das türkische Jungnazis die ihre eigenen Läden zerstört haben. Ist schon klar.

Nein, mein Lieber. Wenn dieses Fußballfest eins gezeigt hat, dann wie gut die Integration bei allen realen Schwierigkeiten wirklich klappt. Gemeinsam feiern ist nämlich etwas sehr wesentliches.

Aber mit der UEFA hast du Recht. Den Aufruf gegen Rassismus kann man gar nicht oft genug wiederholen. Ich überlege ernsthaft auf deinem Blog eine Werbefläche dafür anzumieten. Näher am Markt und am Bedarf könnte man nur auf Akte Islam oder bei PI sein. Was hälst du von meinem Gedanken, mein Lieber?


Der wurde auch sofort mit einem qualifizierten Kommentar beantwortet:

# INFO68 meint:
26.06.2008 um 9:34

RE: muslimfreundlicher Nationalverräter “Jochen Hoff meint: 26.06.2008 um 8:25 Ja mein lieber kewil. Du willst Ausschreitungen sehen damit dein kleines braunes Weltbild wieder stimmt.”

Es hat mit “braun” gar nichts zu tun, wenn man einer Millionenüberflutung des eigenen Heimatlandes durch bildungs- und arbeitsferne, mentalitäts- und kulturinkompatibler Orienthorden ablehnend gegenübersteht. Kein Land und Volk der Welt sind dazu verpflichtet, auch das deutsche mit seiner belastenden Vergangenheit nicht. Und Abwehrreaktionen gegen zu viele Fremde, zu viel Fremdheit sind ganz natürliche Einstellungen, Empfindungen schon von Einzelpersonen, kommen in der ganzen Welt vor und keineswegs beschränkt auf ein gewisses (hier wie Lepra behandeltes) politisches Milieu. Siehe nur die früheren Statements von hohen CDU- und SPD-Politikern gegen zu viel Zuwanderung und dabei speziell gegen die Türkeninvasion.

Aber es hat zu allen Zeiten und in allen Völken immer einen gewissen Prozentsatz an Nationalverrätern gegeben, die -aus welchen Gründen auch immer- mt den fremden Eindringlingen poussier(t)en. Geschieht dies unter Besatzungsbedingungen, kann man noch ein gewisses Grundverständnis dafür aufbringen, aber nicht für die große Freiwilligkeit heute bei den -auf ihren abstoßend-widernatürlichen Antideutschismus noch stolzen- Kreisen von SPD-GRÜN-PDS-FDP-DGB-GEW-ARD-ZDF und der antipatriotisch immer mehr entartenden CDU mit Figuren wie der Frankfurtee OB Petra Roth, die 1992 noch eine Kooperation mit den REPS ansprach, und dem NRW-Minister Laschet.

JH: “Klappt aber nicht. In Berlin haben Türken und Deutsche bis spät in den Morgen gemeinsam und fröhlich gefeiert.”

Das ist auch zu verdanken den umfangreichen Eramhnungs- und Beschwichtigungsaktivitäten von Politikern und Medien; und obwohl es zu begrüßen ist, ist es nicht repräsentativ für die hiesigen deutsch-türkischen Beziehungen, wo ja von Seiten der Türken ein erheblicher Prozentsatz sich gewalttätig aufführt. Die “deutsch-türkische Freundschaft” findet in der Praxis kaum statt, ist viel mehr eine Halluzination der Multikultiidioten und Nationalverräter, welche die Welt so darstellen, wie sie diese gerne hätten, wie sie aber nicht ist!!.

JH: “Nur in Dresden, da wo die CDU sich gar nicht von den braunen Zwergen trennen will, das gab es Randale. Natürlich waren das türkische Jungnazis die ihre eigenen Läden zerstört haben. Ist schon klar.”

Typische rotgrüne Lügenmasche des Verräterabschaums, sich an den wenigen Gewalttaten durch Deutsche fetischistisch-krank aufzugeilen und diese aufzubauschen, aber die weit zahlreicheren und im Durchschittt weit brutaleren Gewaltakte durch Türken kleinzumachen. Mal ganz abgesehen davon, daß jeder freiwllig sich zum Pro-Türkentum bekennen kann, wenn das sein persönlicher Geschmack (bzw. Geschmacksverirrung) ist, so sind Lügen und Faktenverdrehungen in jedem Falle eine moralisch verkommene inakzeptable Haltung und Praxis dort, wo es noch Menschen mit einem Grund-Anstand gibt.

JH: “Nein, mein lieber. Wenn dieses Fußballfest eins gezeigt hat, dann wie gut die Integration bei allen realen Schwierigkeiten wirklich klappt. Gemeinsam feiern ist nämlich etwas sehr wesentliches.”

Sie lügen sich doch die Welt zurecht und haben das nötig wie unsere deutschfeindlichen Politiker und Medienmanipulateure. Wie gut die Integration klappt, können Sie am derzeitigen Strafprozeß in München sehen gegen die U-Bahn-Schläger, was ja nur die Spitze des Eisberges ist von dem, was täglich seit Jahren in unseren Kindergärten, Schulen, Straßen, Stadtteilen abgeht.

JH: “Aber mit der UEFA hast du Recht. Den Aufruf gegen Rassismus kann man gar nicht oft genug wiederholen.”

Das ist ein genauso verlogenes und verkommenes Pack wie Sie, welches aus eienem perversen Antrieb oder im Auftrag die Zerstörung der über Jahrhunderte gewachsenen europäischen Völker und ihrer Länder betreibt. Und daß solche verlogenen Kampagnen im Gutmenschpharisäerstil immer wieder durchgeführt werden (müssen), zeigt nur, daß sie es nötig haben, weil sie den Widerstand in den Völkern gegen ihr verbrecherisches (u.a. völkermörderisches)Tun nicht kleinkriegen können.

JH: “Ich überlege ernsthaft auf deinem Blog eine Werbefläche dafür anzumieten. Näher am Markt und am Bedarf könnte man nur auf Akte Islam oder bei PI sein. Was hälst du von meinem Gedanken, mein lieber?”

Ihre dümmliche Wichtigtuerei geht sowieso nach hinten los, egal wie Sie Nichts sich hier aufblasen!!


Ich bin begeistert. Ich freue mich immer wenn ich das rassistische Pack um Kewil in Aufregung versetzen kann. Der stete Tropfen höhlt den Stein und je mehr sie sich aufregen, desto eher kommt einer zum Nachdenken.

Nachdenken ist aber genau das, was Kewil nicht zulassen kann, wie alle Prediger seiner Rassenlehre. Leute die nachdenken könnten ja plötzlich auf Ideen kommen. Gar die eine oder andere Lüge merken und vielleicht sogar umdenken. Das darf nicht sein. Also zensierte Kewil ein wenig. Ohne zu merken das schon wer geantwortet hatte.

Allerdings ist das Zensieren an sich auch gefährlich. Selbst die dümmsten Schafe merken wenn sie geschoren werden. Wer mich zensiert oder meine Kommentare verfälscht, der macht das natürlich auch mit anderen. Das bedeutet das auf Dauer jeder kontrollieren muss. Wer einmal fälscht dem glaubt man nicht, ist etwas, was man in Abwandlung eines alten Sprichwortes durchaus hier sagen könnte.

Ob das was Kewil schreibt, denkt oder an Kommentaren zulässt wichtig ist, ist bedeutungslos. Ich habe hier nicht vor einen Watchblog für diese Pfeifen zu eröffnen, aber ich behalte sie im Auge. Sie liegen deutlich über dem sonstigen braunen Grundrauschen und ziehen andere Rechten und Nazis magisch an. Natürlich interessiert sich dafür kein Staatsanwalt, aber es bringt auch schon was, wenn da normale Bürger ein Auge auf die Truppe haben.

Besonders nett ist es dort vernünftige Kommentare abzugeben. Vernunft schadet dem Rassismus mehr als Strafe.


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Gesammelte Gemeinheiten 19

Geschrieben von
Jochen Hoff
Donnerstag, 26. Juni 2008
Kommentare (0) | Trackbacks (0)

STEUERHINTERZIEHUNG - Online petzen wird erleichtert

Von Brigitte Watermann

Anonyme Anzeigen bei Steuerdelikten sollen leichter möglich werden. Das haben die Finanzbehörden mehrerer Bundesländer offenbar in Planung, wie das Bundesfinanzministerium bestätigt.


Wer wissen will wofür Börse Online und Brigitte Watermann wirklich stehen muss sich nur diesen Aufmacher auf der Zunge zergehen lassen. Wer Steuerhinterziehung verhindert oder anzeigt, der petzt. So ähnlich wie in der Schule, wo die Lehrerin fragt, wer auf ihren Tisch gekackt hat und Lieschen auf Klaus zeigt. Nett nicht. Tolle Art von Journalismus.

Sollen wir nicht die Feuerwehr rufen wenn es brennt, nicht den Arzt wenn jemand umkippt, nicht die Polizei wenn in der Bank ein Bankräuber steht? Natürlich nicht. Das will Börse Online nicht, Alle dürfen verbrennen, sterben und rauben solange die wirklichen Freunde von Frau Watermann und Börse Online, nämlich die Steuerhinterzieher und Betrüger geschützt bleiben.

Was für ein Pack diese neoliberalen Abzocker und ihre Gehilfen doch sind. Verantwortungslos bis ins Mark. Wetten das diese gleiche Frau Watermann aber fordert das Hartz IV Empfänger schärfer überwacht werden, was sie natürlich nicht bei ihrer vielleicht illegalen Putzfrau möchte.


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Flowers gelingt Einstieg bei Hypo Real Estate

Erstmals hat ein Dax-Konzern einen Finanzinvestor als Großaktionär: JC Flowers hält seit Mitternacht fast 25 Prozent an dem Immobilienfinanzierer. Vorerst verzichtet er auf eine Sperrminorität.

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Noch nie hat sich ein Finanzinvestor bei einem Dax-Konzern eine vergleichbare Machtposition verschafft.

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Der Zeitpunkt für Flowers' Pläne gilt als günstig. Wegen der weltweiten Kreditkrise hat sich der Aktienkurs der Immobilienbank seit Anfang des Jahres mehr als halbiert. Hypo Real Estate musste mehrere Hundert Millionen Euro auf seine US-Wertpapiere abschreiben. Unklare Aussagen des Vorstands zur Lage des Instituts belasteten die Bank zusätzlich.


Und daran beteiligen die sich mittelfristig. Ich mag Jungfrauengeburten und die Hypo Real Estate ja ganz besonders. Ich warte da jeden Tag auf die nächste Hiobsbotschaft. Warum könnte Flowers den Haufen nur gekauft haben. Mir fällt nur ein Grund ein. Anders als bei Boss und Pro 7 sind keine Dividenzahlungen zu erwarten, aber die Hypo Real Estate könnte eine andere totkranke Bank von Flowers abkaufen.

Natürlich hat sie kein Geld und keinen Kredit um diesen Kauf zu bezahlen. Aber sie hat immer noch ein paar nette Pakete von bayrischen und außerbayrischen Hypotheken, vom Einfamilienhaus bis zum Schloss, vom Supermarkt bis zur Einkaufsmall und wohl auch ein paar unbedeutende Wälder und Äcker.

Das bekannte Spiel wäre dann, das man die Hypotheken an Flowers gibt und dafür die Aktien der toten Bank bekommt. Flowers vollstreckt die Hypotheken ohne die bisher geleisteten Zahlungen zu berücksichtigen und kommt so billig an Häuser und Grundstücke oder nimmt eben illegal Geld ein, das die Kunden bei Flowers nie wieder zurück klagen können und das die Hypo Real Estate nicht zurückzahlen kann.

Damit ist der Sack zu und die Geschichte ergäbe Sinn. Aber in einem Rechtsstaat kann das doch eigentlich gar nicht sein? Hätte ich auch nur noch eine Hypothek bei der Hypo Real Estate, ich würde mir mal unnötigerweise Sorgen machen und versuchen auf jemand anderen umzuschulden oder abzulösen. Aber ich bin da bestimmt zu empfindlich.


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Förderbank KfW startet Sparprogramm wegen IKB-Krise

Nach der milliardenschweren Rettung der Mittelstandsbank IKB setzt die Förderbank KfW im eigenen Haus den Rotstift an.

Das staatliche Institut will die jährlichen Verwaltungskosten um 75 Millionen Euro senken und schließt dabei auch Entlassungen nicht aus. Wie ein KfW-Sprecher am Dienstag sagte, habe der kommissarische Vorstandschef Wolfgang Kroh die rund 3500 Mitarbeiter in einem Schreiben über die Sparßmaßnahmen informiert. Darin heiße es weiter, betriebsbedingte Kündigungen sollten nach Möglichkeit vermieden werde


Die Unterstützung der IKB mit zugegebenen 6 Milliarden Euro, die aufgrund politischen Druckes erfolgte, war völlig unnötig. Man hätte die IKB ruhig in die Pleite gehen lassen können, dann allerdings hätte die Deutsche Bank, also Herr Josef Ackermann reichlich Geld verloren. Ackermann rief den Bafin-Chef an und die beiden klärten die Sache mit der Politik zugunsten der Deutschen Bank und zu Lasten des Steuerzahlers, der KfW und der Aufgaben der KfW.

Jetzt fehlen der KFW die Mittel für die Förderpolitik, das qualifizierte Personal wird ausgedünnt, die Bank wird geschwächt und Ackermanns Freunde fordern, dass alle staatlichen oder kommunalen Banken privatisiert werden, damit sich die Ackermänner auch daran noch gesund stoßen können.

Eben typisch neolibaral. Selbst die Verantwortung nicht tragen wollen, sie auf die Allgemeinheit abwälzen und dann auch noch die Falschen bestrafen lassen.


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Weltgrößter Leveraged Buyout in Gefahr

Obwohl der Oberste Gerichtshof Kanadas vergangene Woche grünes Licht für den größten fremdfinanzierten Buyout (LBO) weltweit gegeben hat, droht die Übernahme von BCE zu platzen. Die Banken versuchen den Käufern härtere Bedingungen für die Finanzierung der 52 Mrd. kanadische Dollar (33 Mrd. Euro) schweren Übernahme aufzwingen, verlautete aus informierten Kreisen.

Führend bei diesen Verhandlungen sind Citigroup Inc. und die Deutsche Bank AG. Beide Kreditinstitute hatten bereits bei der Übernahme des Radiosenders Clear Channel Communications Inc. einen niedrigeren Preis und höhere Finanzierungskosten durchgesetzt.

Daneben sind auch die Royal Bank of Scotland und die Toronto-Dominion Bank aus Toronto an der Finanzierung beteiligt. Laut informierten Kreisen liefen bereits am Wochenende Verhandlungen.


Es hätte so schön sein können wenn dieses verdammte kanadische Gericht dieses Geschäft verboten hätte. Nun aber sind die beteiligten Banken in der Zwickmühle. Absprachgemäß müssen sie finanzieren, aber wollen und können wollen sie nicht so richtig. Deshalb wird jetzt in Nachverhandlungen versucht den Dinge eine Wende zu verpassen, die den Banken hilft, ihr Gesicht zu wahren.

Andererseits können sie auch nicht sagen das BCE den Kaufpreis nicht wert ist, weil ihre eigenen ach so tollen Experten ihn ja berechnet haben. Bewertet man BCE neu, muss man die ganze Branche und eigentlich den gesamten Aktienmarkt neu berechnen, was die Werte der Beteiligungen in den Tresoren der Banken erneut schmelzen lassen würde.

Aber den Kaufpreis finanzieren, in dem Bewusstsein dass der Deal alles andere als ein Geschäft sein wird, und selbst langfristig wohl eine Tilgung der Schuld eher eine Frage der Astrologie als der Mathematik ist, geht auch nicht. Vor allem woher sollen die Toten wie die Royal Bank of Scotland und die Citygroup das Geld nehmen. Wenn man dazu berechnet das die Deutsche Bank wohl ungefähr so gesund sein dürfte wie die UBS dann ist das ein interessantes Thema.

Der Ausgang könnte sagen wohin die Reise gehen wird.


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Wenn Villen keinen Käufer finden

Wer beim Stichwort Hypothekenkrise vor allem an die Reihen kleiner grauer Häuser in heruntergekommenen Stadtrandvierteln denkt, täuscht sich. Im Raum New York sind fallende Immobilienpreise längst nicht mehr nur ein Problem von "Schuldnern geringer Bonität". Die Flaute ist inzwischen in den Nobelgegenden angekommen.

Zum Beispiel: Charles O. Prince III. und sein Haus in Greenwich, Connecticut. Der 58-Jährige war bis November 2007 Vorstandschef der Citigroup und musste sein Amt an der Spitze der weltgrößten Bank abgeben, weil das Institut durch die Subprime-Krise einen zweistelligen Milliardenbetrag in den Sand gesetzt hatte. Seit seiner Kündigung braucht Prince sein Domizil in bequemer Pendel-Entfernung zu Manhattan nicht mehr, doch der Verkauf ist schwieriger als gedacht. Es handelt sich keineswegs um eine triste Wohnschachtel, sondern um ein mit fünf Schlafzimmern ausgestattetes Anwesen im Tudor-Stil - mit Tonnengewölbe-Decken, nach Süden ausgerichteten Terrassen und Swimmingpool. Und das Ganze auf einem mehr als 9 000 Quadratmetern großen Grundstück.

Prince hatte das Haus erstmals im Januar angeboten, damals zu einem Preis von 6,15 Millionen Dollar (3,97 Millionen Euro). Ein Käufer fand sich aber nicht, und so senkte Prince den geforderten Preis um 300 000 Dollar. Dabei ist die Stadt mit ihren rund 61 000 Einwohnern knapp 60 Kilometer nordöstlich von Manhattan ein bevorzugter Wohnort von Finanzgrößen wie Edward Lampert, dem Vorsitzenden des Hedge-Fonds-Betreibers ESL Investments. Auch der Wall-Street-Grande Sanford Weill, Mentor und Vorgänger von Prince bei der Citigroup, residiert in Greenwich.

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Die kombinierte Immobilien-Hypotheken-Kreditkrise führt mittlerweile dazu, dass auch in solchen erstklassigen Lagen derzeit niemand kaufen will. In Greenwich fiel der mittlere Preis für ein Wohnhaus im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8,1 Prozent auf 1,98 Millionen Dollar, wie der Immobilien- Dienstleister Prudential Connecticut Realty ermittelte. Allerdings ist das Preisniveau damit immer noch rund zehnmal höher als im landesweiten Vergleich.


Das ist übrigens kein Grund zur Schadenfreude. Die 8,1 Prozent Verlust haben wir auch in England, in Spanien redet keiner mehr über diese Werte, weil sie gar zu grausam sind und auch in Deutschland werden wir sie bekommen. Normalerweise rettet Lage alles, aber das in einer derartigen Krise auch kein Trost, weil es eben nicht mehr stimmt. Der Markt wird linear brutal abgewertet und ein Bodensatz ist nicht zu sehen. Die Zahl der Zwangsversteigerungen in den USA und England steigt an. Erst wenn diese Zahl wieder sinkt ist mit einer Bodenbildung zu rechnen.

Kluge Köpfe sehen in den USA eine Bodenbildung erst Ende 2009. In Europa wird es erheblich länger dauern weil es später angefangen hat. Wer eine Möglichkeit hat sollte seine selbstbewohnte Immobilie unbedingt schuldenfrei stellen um nicht zusammen mit Ramschhypotheken auf den Markt geworfen und von Kriminellen auf die volle Hypothekensumme verklagt zu werden, obwohl schon jahrelang gezahlt wurde. Wer nicht tilgen kann sollte auf dem jetzigen Stand umschulden, dann ist zumindest die bisherige Tilgung auch im schlimmsten Fall gerettet. Natürlich ist das ganze ein Rechenexempel das im Einzelfall durchgerechnet werden muss.


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Leptin ein wunderbares Wundermittel für Pharmaindustrie

Geschrieben von
Jochen Hoff
Donnerstag, 26. Juni 2008
Kommentare (2) | Trackbacks (0)

Neben der mehr oder weniger nackten Tante von Seite drei gibt es eine Institution in der Medienlandschaft die in ständig Wiederholung immer wieder den gleichen Dummfug bringt. Die Diät. Es gibt vermutlich Millionen von Diäten und allen gemeinsam ist, dass sie entweder gar nicht, oder nur kurzfristig funktionieren.

Eine Diät setzt nämlich Charakter voraus. Tatsächlich ist Charakter aber eine der am wenigsten verbreiteten Tugenden wenn es um eigenen Genuss und eigenes Verhalten geht. Sowie wir für die Verkehrsverstöße der Anderen kein Verständnis haben, es für die eigenen aber immer gute Gründe gibt, ist es auch bei Diäten. Andere sind zu faul und zu schwach, wir haben Stress und unser Körper spricht auf die gängigen Mittel nicht an.

Natürlich ist es in den meisten Fällen völlig anders. Entweder hauen wir uns am Abend vor dem Kühlschrank noch eben schnell den Bauch voll, weil wir den ganzen Tag so schön gehungert haben, oder wir verzweifeln daran, das sich der Erfolg nicht innerhalb von drei Tagen einstellt. Aber selbst wenn wir es schaffen das wir eine Diät mit Erfolg durchhalten, dann trifft uns der JoJo-Effekt der uns mehr als das abgehungerte Gewicht in kürzester Zeit wieder beschert.

Tatsächlich ist ein wesentlicher Teil des JoJo-Effektes daraus zu erklären, das wir uns nach einer Zeit des darbens etwas gönnen wollen und uns natürlich überreichlich belohnen, zumal wir ja gerade bewiesen haben, das wir abnehmen können. Das meiste ist wirklich hausgemacht. Aber es gibt natürlich auch Leute mit echten Krankheiten, die behandelt werden könnten. An dieser Stelle taucht dann regelmäßig die Leptin-Lobby mit irgendeiner ach so tollen Studie auf:

Das Satthormon Leptin ist einer der Hauptverantwortlichen für den lästigen Jojo-Effekt nach Diäten, haben US-Forscher gezeigt: Wenn sein Spiegel bei einer Gewichtsabnahme parallel zum Verschwinden der Fettdepots sinkt, reagiert das Gehirn darauf, indem es sowohl das Hungergefühl steigert als auch den Energieverbrauch des Stoffwechsels senkt. Die Folge: Der Betroffene isst mehr und nimmt praktisch sofort wieder zu. Wird der Leptin-Spiegel jedoch künstlich auf dem Level gehalten, auf dem er vor der Gewichtsabnahme war, normalisiert sich die Gehirnaktivität wieder, und das reduzierte Gewicht kann leichter gehalten werden. Leptin könnte demnach also doch für eine Therapie gegen Fettleibigkeit eingesetzt werden, wenn auch nicht, wie eine Zeitlang angenommen, als Allzweckwaffe fürs Abnehmen.


Das ist natürlich medizinisches Bullshit Bingo der besten Art, weil längst bewiesen ist, dass für die Steuerung des Hungergefühls Leptin nur in ganz seltenen genetisch bedingten Fällen alleine verantwortlich ist:

Der britische Arzt Stephen O’Rahill von der University of Cambridge untersuchte mit einem internationalen Team, warum zwei pakistanische Kinder aus scheinbar unerklärlichen Gründen bald nach ihrer Geburt extrem übergewichtig wurden. Das Ergebnis: Bei beiden Kindern war das Gen für Leptin defekt und damit die Steuerung des Hungergefühls. Solchen Menschen können Injektionen mit dem Sattgefühl-Hormon helfen. Bei übergewichtigen Menschen mit einer intakten Stoffw