Einträge für Dienstag, 23. Dezember 2008
Schöne Bescherung: Cholera zum Fest in Deutschland
Pressemeldung des Umweltinstitutes München

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts München,
schöne Bescherung! Die Universität Rostock will von 2009 bis 2012 einen Freilandversuch mit genmanipulierten Kartoffeln in Ostdeutschland durchführen. Die Pflanzen sollen Arzneimittel produzieren, weshalb sie unter anderem Teile des Cholera-Bakteriums enthalten. Simbabwe kämpft gegen die Cholera, und bei uns sollen Pflanzen mit Genen des Erregers auf den Acker! Weitere Linien der manipulierten Kartoffeln sollen z.B. einen Impfstoff gegen die Kaninchenseuche RHD herstellen.Heute, einen Tag vor Weihnachten, hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) den Antrag der Universität Rostock zur Einsichtnahme ausgelegt. Rund 80 Prozent der Bundesbürger wollen keine Gentechnik auf dem Acker, und schon gar keine Pharma-Pflanzen. Der Zeitpunkt, zu dem das gentechnikfreundliche BVL den Antrag auslegt, ist eindeutig dazu geeignet, diese kritische Öffentlichkeit möglichst zu umgehen. Denn so liegt ein großer Teil der knappen Zeit, der für Einwendungen gegen das gefährliche Experiment bleibt, in den Weihnachtsferien.
Gentechnisch manipulierte Pflanzen lassen sich im Freiland nicht kontrollieren. Das gilt auch für Pharma-Pflanzen. Es droht eine Kontamination der Nahrungskette mit Arzneimitteln aus transgenen Pflanzen.
Das Umweltinstitut München ruft alle Verbraucherinnen und Verbraucher auf, Protest-E-Mails gegen den geplanten Anbau der genmanipulierten Kartoffeln an die Bundesministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Ilse Aigner (CSU), zu schicken. Wir haben eine Muster-E-Mail an die Ministerin auf unsere Homepage gestellt, die Sie nach Belieben auch ändern können.
Zum Download gibt es zudem eine Mustereinwendung gegen den geplanten Versuch zum Ausdrucken. Sie können die Einwendung - gern auch in größerer Stückzahl - bei uns bestellen (Versand ab 7. Januar). Schicken Sie uns die ausgefüllten Einwendungslisten bis spätestens 19. Februar zurück. Wir übergeben sie dann gesammelt der Zulassungsbehörde.
Alle Informationen und die Materialien gibt es hier:
www.umweltinstitut.org/cholerakartoffel
Unsere Pressemitteilung:
www.umweltinstitut.org/pressemitteilungen/2008/2008_12_23-662.html
Wir wünschen trotzdem schöne Weihnachtstage, kommen Sie gut ins neue Jahr, und bleiben Sie gesund, kritisch, mutig und engagiert!
Mit herzlichen Grüßen, Ihr
Harald Nestler
Vorstand
Die neue Kraft in Thüringen
Die Partei "Soziale Alternative für Gerechtigkeit" hat am Montag, den 22. Dezember 2008, im Grünowski (Jena) den Landesverband Thüringen gegründet. In der öffentlichen Sitzung wurde ein ordentlicher Landesvorstand gewählt. Die Versammlung war gut besucht und wurde von den Jenaer Mitgliedern der SAG organisiert, welche bisher ohne Landesverband tätig waren. Als Vorsitzender wurde Martin Michel, als Stellvertretende Vorsitzende Carolin Riedel und als Schatzmeisterin Verena Wolf gewählt. Außerdem wählten die Mitgliederein Schiedsgericht sowie Revisoren. Auf der Versammlung konnten wir auch viele neue Mitglieder begrüßen.
["Die neue Kraft in Thüringen" mehr »]
Was war schlimm an Nazi-Deutschland und worunter leidet die Welt noch heute?
[..] Was war das Schlimme an Hitler und welches waren die Charakteristika seiner Politik? Worauf bezieht sich das "Nie wieder"? Das faschistische Deutschland war zweifellos deshalb so gefährlich, weil es eine Ordnungsmacht und Regierung war. Es handelte sich bei den Nazis nicht um eine Guerrillagruppe oder um sonstige Staatsfeinde, es war der Staat selbst. Und es war nicht irgendein Staat, sondern ein moderner, einer, der sich kulturell und im Vergleich mit anderen als führend betrachtet hat. Als politisch legitimiertes Gebilde hatte dieser Nazistaat zwei wichtige gesellschaftliche Sektoren für sich: das Militär und die Wirtschaft. Ohne sie hätte er nicht weit kommen können. Wenn wir also verhindern wollen, dass es wieder zu einem Weltkrieg und einem industriellen Völkermord kommt, müssen wir die führenden Ordnungsmächte beobachten. [...]
schreibt Anis Hamadeh in seinem Deutschland-Essay, der sich mit der Politik Israels und der diesbezüglichen Rolle Deutschlands befasst.
["Was war schlimm an Nazi-Deutschland und worunter leidet die Welt ... »]
Teamarbeit versus Gemeinschaftshandeln?
Es ist nicht abzustreiten, dass das Wort "Teamarbeit" durchaus als Pendant von "Gemeinschaftshandeln" zu sehen ist.
Was versteht man unter "Teamarbeit" und kann man es vom Wort "Gemeinschaftshandeln" trennen?
Sportgemeinschaften, Religionsgemeinschaften, aber auch Gewerkschaften oder Klassengemeinschaften gehören zur Grundlage gemeinschaftlicher Sozialität. Diese sind klar vom politischen Gemeinschaftshandeln zu trennen. Beim politischen Gemeinschaftshandeln geht es um zu begrenzende Gebiete ohne das absolute Ziel.
Hier stellen wir fest: soziales Gemeinschaftshandeln hat lediglich das Ziel, in einem Team selbiges als solches zu festigen. Offenheit, aufeinander zugehen, anderen Hilfestellung bieten, aber auch das Akzeptieren von Mehrheiten und Toleranz sind die Grundbausteine für ein funktionierendes Team.
Miteinander statt gegeneinander.
"Teamarbeit" und "Gemeinschaftshandeln" sind folglich nicht trennbar. Ihre Subkategorisierungen allerdings sind dies sehr wohl.
["Teamarbeit versus Gemeinschaftshandeln?" mehr »]













