Immer wenn das Kapital über die Bande spielt, schauen Medien und Gewerkschaften ganz angestrengt in die falsche Richtung. So auch jetzt bei der Verlagerung der SL-Fertigung von Bremen nach Sindelfingen. Alle sehen, dass Sindelfingen die Produktion der C-Klasse genommen wird und dies durch die Fertigung des SL nicht kompensiert werden kann. Dies ist formal richtig, aber der falsche Blickwinkel.
Die C-Klasse soll künftig zu 60 Prozent in Bremen, zu 20 Prozent in Tuscaloosa (USA), zu zehn Prozent in China und zu zehn Prozent in Südafrika gebaut werden. Sie ist eine der umsatzstärksten Klassen von Daimler, technisch aber eher simpel zu fertigen und eignet sich deshalb gut zu einer Verlagerung. Wenn die Werke erst richtig in Schwung sind, kann der Auftragsbestand schnell zwischen ihnen hin- und her verschoben werden. Gerade so wie es das Kapital gerade brauchen kann. Dabei wird Bremen sicher kein Gewinner sein.
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