Immer mehr Arbeitslosigkeit wird in Kurzarbeit versteckt
Die LINKE deckt auf: 80 Prozent aller Rettungsmilliarden gingen an Privatbanken
Mit einer Bankenabgabe gegen die nächste Krise
Finanzlobby - da kriegen wir die Krise!
105,5 Milliarden Euro neue Schulden: Haushaltsloch 2009 dramatisch gewachsen
Atommülllager Asse: Auch Misterium unter NRW-Chef Rüttgers (CDU) an Vertuschung beteiligt
NRW-Ministerpräsident Rüttgers (CDU) will deutsche Volkslieder retten
Pharma-Lobby droht Rösler mit Job-Kahlschlag
Exportüberschuss: Musterschüler Deutschland, der auf Kosten anderer wirtschaftet
Auf das Gleichgewicht kommt es an
Die LINKE deckt auf: 200 Mio Euro Einnahmen durch Steuer-CD aus Liechtenstein
Trainer für Fortbildung sind selbst Niedriglöhner
Fast jeder vierte Arbeitnehmer hat seinen Job satt
Arbeitsmarktforscher Gerhard Bosch vom IAQ im Interview
CDU/CSU, FDP, SPD und GRÜNE gegen Petition zur Einführung von Generalstreiks
Bahnprivatisierung: Regierung besetzt Mehrzahl ihrer Aufsichtsratsplätze mit Privatindustriellen
Afghanistan-Krieg: CIA plant Manipulation der europäischen Meinung
Neues von der Internet-Expertengruppe unserer Regierung
["Aufgelesen und kommentiert 2010-03-31" mehr »]
Einträge für März 2010
Kleine Darstellungskunde der Vermögensverteilung
Ich weiss: Wer dieses (unser) System anzweifelt, bekommt ja gleich den Verfassungsschutz an den Hals
... aber trotzdem hier mal der Versuch einer kleinen bildlichen Anschauungskunde.
["Kleine Darstellungskunde der Vermögensverteilung" mehr »]
... aber trotzdem hier mal der Versuch einer kleinen bildlichen Anschauungskunde.
["Kleine Darstellungskunde der Vermögensverteilung" mehr »]
Aufgelesen und kommentiert 2010-03-30
Kommt die in Deutschland abgewimmelte Internetzensur als EU-Gesetz zurück?
Tricks mit Statistik: Die angeblich massiv gestiegenen Arbeitskosten in Deutschland
Vorstandsvergütungen: Gehälter der Dax-Bosse exorbitant gestiegen
Wenn Reiche zu wenig Steuern zahlen
Anne Will TV-Kritik: Wie eine Putzfrau mit grellroten Haaren die Sendung aufmischt
Das Ende der falschen EU-Prinzipien naht
Die Klimawochenschau: Schnell ein Endlager her...
Computer spekulieren gegen den Euro
BILD eröffnet das Feuer - Die große Benzin-Wut
Die Amis haben eine Terrorzelle ausgehoben
In der Westerfalle ["Aufgelesen und kommentiert 2010-03-30" mehr »]
Tricks mit Statistik: Die angeblich massiv gestiegenen Arbeitskosten in Deutschland
Vorstandsvergütungen: Gehälter der Dax-Bosse exorbitant gestiegen
Wenn Reiche zu wenig Steuern zahlen
Anne Will TV-Kritik: Wie eine Putzfrau mit grellroten Haaren die Sendung aufmischt
Das Ende der falschen EU-Prinzipien naht
Die Klimawochenschau: Schnell ein Endlager her...
Computer spekulieren gegen den Euro
BILD eröffnet das Feuer - Die große Benzin-Wut
Die Amis haben eine Terrorzelle ausgehoben
In der Westerfalle ["Aufgelesen und kommentiert 2010-03-30" mehr »]
Der alltägliche Wahnsinn - KW 13/2010
Trittin verblüfft schon wieder. Nachdem er erst durch einen Herzinfarkt beweisen wollte, dass deutsche Politiker ein Herz haben, zweifelt er nun an Regierungsfähigkeit der Linkspartei in NRW. Solche Zweifel braucht man bei den Grünen nicht zu haben. Die können jederzeit und überall mit jedem regieren. Kohlekraftwerke und Elbvertiefung mit Beust, Atomkraftwerke mit Rüttgers und eine Truppenaufstockung in Afghanistan mit Koch. Für die Grünen kein Problem mehr. Nur mit den linken in NRW geht es im Moment nicht. Denn da liegt man schon kuschelig mit der CDU im Bett.
Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, ist bei der Führung seines Ladens so wenig ausgelastet, dass er gleich noch eine weitere Aufgabe bekommen wird. Er soll der Chef der Kommission zur Neustrukturierung des Bundesverteidigungsministeriums und der Bundeswehr werden und die Armee umstrukturieren. Das ist genial. Da werden die Piloten bald in Panzern sitzen und die Sanitöter die Flak bedienen. Welch herrliches Durcheinander. Der Mann wäre nicht einmal geeignet einer Kleingartenanlage vorzustehen. ["Der alltägliche Wahnsinn - KW 13/2010" mehr »]
Oswald Metzger versinkt in seiner Bedeutungslosigkeit
Das Mietmaul der Arbeitgeberlobby INSM steht, wie Die Welt berichtet, nun also vor genau der Bedeutungslosigkeit, die er in einer besseren und menschlicheren Welt schon längst hätte einnehmen müssen. Ein "abgebrochener" Jura-Student, der über Jahre vom der Konzernlobby INSM in alle TV-Talkshows geschickt wurde. Und dort auch noch als Wirtschaftsexperte verklärt wurde, obwohl er nur ein gekaufter Lobbyist ist! Solche Leute als Wirtschaftsexperten zu betiteln ist eine schallende Ohrfeige gegen all diejenigen, die sich durch abgeschlossenes (!) Studium, mehrjährige Praxis und Erfahrungen diesen Ruf hart erarbeitet haben.
["Oswald Metzger versinkt in seiner Bedeutungslosigkeit" mehr »]
Aufgelesen und kommentiert 2010-03-29
Nach Römer-Aktion: FDP zeigt Hartz4-Aktivisten an
Aus dem Leben eines Arbeitslosen
ARD-Video: Arbeitgeber ALDI - Gut oder nur billig?
NRW-SPD schließt Rot-Rot-Grün nicht aus
Baden-Württembergs Innenminister Rech (CDU) will LINKE weiter beobachten lassen
Oswald Metzger versinkt in seiner Bedeutungslosigkeit
Ex-KarstadtQuelle-Chef Christoph Achenbach fordert 1,15 Millionen Euro Rente
Ex-Arcandor-Chef Thomas Middelhoff kassierte kräftig ab
Gier liegt im Wesen des Menschen
Bundestag scheut härtere Korruptionsregeln
Die Normalität der Käuflichkeit
Schwarz/Gelb schmettert Mindestlohn für Leiharbeiter ab
IKB vor der nächsten Pleite?
Bad Oeynhausen zockte um Zinsen
Bahnprivatisierung: Vom Abbau der Sicherheitsstandards und ihren Ursachen
Bekämpfung der Armut und Steigerung des Bildungsniveaus hat keine Priorität
Hohe Exportüberschüsse schaden nur
Angebliche Zwangsheirat: Wie auch die BILD den DFB-U21-Spieler Baris Özbek fertig machte
NDR-Video: Medienlawine beim Kindermißbrauch - warum jetzt erst? ["Aufgelesen und kommentiert 2010-03-29" mehr »]
Aus dem Leben eines Arbeitslosen
ARD-Video: Arbeitgeber ALDI - Gut oder nur billig?
NRW-SPD schließt Rot-Rot-Grün nicht aus
Baden-Württembergs Innenminister Rech (CDU) will LINKE weiter beobachten lassen
Oswald Metzger versinkt in seiner Bedeutungslosigkeit
Ex-KarstadtQuelle-Chef Christoph Achenbach fordert 1,15 Millionen Euro Rente
Ex-Arcandor-Chef Thomas Middelhoff kassierte kräftig ab
Gier liegt im Wesen des Menschen
Bundestag scheut härtere Korruptionsregeln
Die Normalität der Käuflichkeit
Schwarz/Gelb schmettert Mindestlohn für Leiharbeiter ab
IKB vor der nächsten Pleite?
Bad Oeynhausen zockte um Zinsen
Bahnprivatisierung: Vom Abbau der Sicherheitsstandards und ihren Ursachen
Bekämpfung der Armut und Steigerung des Bildungsniveaus hat keine Priorität
Hohe Exportüberschüsse schaden nur
Angebliche Zwangsheirat: Wie auch die BILD den DFB-U21-Spieler Baris Özbek fertig machte
NDR-Video: Medienlawine beim Kindermißbrauch - warum jetzt erst? ["Aufgelesen und kommentiert 2010-03-29" mehr »]
Jutta Krellmann (Die LINKE) hat Guido Westerwelle (FDP) ernst genommen
Nachdem Guido Westerwelle in seiner wirtschaftsfaschistischen und rassistischen Tirade gegen die Hartz IV Empfänger das Beispiel einer verheirateten Kellnerin gebracht hatte, die angeblich 109 Euro im Monat weniger zur Verfügung habe, als eine gleichartige Hartz IV Familie, haben die Systemmedien diese typische Lüge der FDP und der Neoliberalen fröhlich weiter verbreitet und sich über die nette Vorlage gefreut. Deutschland heute wie es eben ist.
Doch dann passierte etwas ungewöhnliches. Jutta Krellmann von der LINKEN hat das getan, was in einer Demokratie eigentlich jedem Bürger möglich sein müsste. Sie hat nachgefragt. Der CDU-Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium, Ralf Brauksiepe, der eigentlich kein besonderer Freund der Wahrheit und der Menschen ist, hat die Anfrage beantwortet und festgestellt, dass die Kellnerin bei regulärer Inanspruchnahme von Wohngeld und Kinderzuschlag monatlich 456 Euro mehr zur Verfügung als ein vergleichbares erwerbsloses Paar mit Hartz IV. ["Jutta Krellmann (Die LINKE) hat Guido Westerwelle (FDP) ernst ... »]
Aufgelesen und kommentiert 2010-03-28
Hartz IV-Debatte: CDU entlarvt Westerwelle als Lügner
Chef der Bundesagentur für Arbeit soll Bundeswehr effizienter machen
Kurt Beck (SPD) will echte Reform des ZDF verhindern
Linkspolitische Zeitung am Arbeitsplatz = Kündigung
Wo ist eigentlich Guido Westerwelle? ["Aufgelesen und kommentiert 2010-03-28" mehr »]
Chef der Bundesagentur für Arbeit soll Bundeswehr effizienter machen
Kurt Beck (SPD) will echte Reform des ZDF verhindern
Linkspolitische Zeitung am Arbeitsplatz = Kündigung
Wo ist eigentlich Guido Westerwelle? ["Aufgelesen und kommentiert 2010-03-28" mehr »]
Zur Sache - das Urteil des Bundesverfassungsgerichts und was daraus gemacht wird
Fast durfte es befürchtet werden. Nachdem das Karlsruher Verfassungsgerichtsurteil ergangen ist, macht die Regierung nicht die gewünschten Korrekturen, sondern geht quasi zum frontalen Gegenangriff über.
Und dann war da noch der Erzbischof von München und Freising, Reinhard Marx
Der Erzbischof von München und Freising, Reinhard Marx, der zugleich auch oberster Chef der organisierten der heiligen katholischen Kirche der Kinderficker in seinem Bistum ist und dort, wie all die anderen natürlich nie etwas bemerkt hat, hat aber jetzt erkannt wo das eigentliche Problem liegt und geht das jetzt auch tatkräftig an:
Marx sagte im Münchner Liebfrauendom, die Diskussion um den Missbrauch sowie um die Misshandlungen von Kindern und Jugendlichen habe alle Gläubigen erschüttert und aufgerüttelt.["Und dann war da noch der Erzbischof von München und Freising, ... »]
Notizen aus der Mittelschicht
Diese Woche bin ich schon wieder angesprochen worden, ob ich mich ehrenamtlich betätigen will, diesmal in Richtung Bürgerengagement. Ich reagiere langsam allergisch darauf.
Die unentgeltliche Tätigkeit rückt immer mehr in den Fokus und verdrängt die Tatsache, dass die meisten Menschen immer noch von der Erwerbsarbeit leben. Der ehrenamtlich tätige, also ohne Bezahlung arbeitende Mensch, wovon lebt er eigentlich? Hat er/sie einen sicheren Arbeitsplatz und trotzdem viel Zeit? Oder ist er/sie Hartz4-Empfänger mit 1-Euro-Job? Oder handelt es sich um die Reichen, die für ihren Lebensunterhalt gar nicht arbeiten müssen? Oder was.
Ich bleibe dabei. Mich interessiert in erster Linie immer noch die Erwerbstätigkeit. Hier herrschen schlimme Mißstände, die ausgeräumt werden müssen, wie zum Beispiel sittenwidrig niedrige Löhne. Oder brutale Kündigungen. Ausbeutung jeder Art. Länge der Arbeitszeit.
Erst wenn auf diesem Gebiet wieder über Gerechtigkeit und Angemessenheit diskutiert wird, bzw. dafür gesorgt wird, erst dann bin ich wieder bereit über Ehrenamt und bürgerliches Engagement zu reden. Wer in sicheren Verhältnissen lebt und über freie Zeit verfügt, der/die kann dem ehrenamtlichen Engagement wieder Sinn verleihen.
Die Zeiten, wo Frauen bereit waren, in die Rolle der Oma oder Hausfrau zu schlüpfen, um alle anderen unbezahlt ("ehrenamtlich") zu versorgen, sind vorbei! Warum? Oma und Hausfrau waren früher oder später finanziell und sexuell erledigt. Restlos erledigt. Traurig aber wahr. - Also, wer soll das sein, der oder die sich für Gottes Lohn engagiert?
Die unentgeltliche Tätigkeit rückt immer mehr in den Fokus und verdrängt die Tatsache, dass die meisten Menschen immer noch von der Erwerbsarbeit leben. Der ehrenamtlich tätige, also ohne Bezahlung arbeitende Mensch, wovon lebt er eigentlich? Hat er/sie einen sicheren Arbeitsplatz und trotzdem viel Zeit? Oder ist er/sie Hartz4-Empfänger mit 1-Euro-Job? Oder handelt es sich um die Reichen, die für ihren Lebensunterhalt gar nicht arbeiten müssen? Oder was.
Ich bleibe dabei. Mich interessiert in erster Linie immer noch die Erwerbstätigkeit. Hier herrschen schlimme Mißstände, die ausgeräumt werden müssen, wie zum Beispiel sittenwidrig niedrige Löhne. Oder brutale Kündigungen. Ausbeutung jeder Art. Länge der Arbeitszeit.
Erst wenn auf diesem Gebiet wieder über Gerechtigkeit und Angemessenheit diskutiert wird, bzw. dafür gesorgt wird, erst dann bin ich wieder bereit über Ehrenamt und bürgerliches Engagement zu reden. Wer in sicheren Verhältnissen lebt und über freie Zeit verfügt, der/die kann dem ehrenamtlichen Engagement wieder Sinn verleihen.
Die Zeiten, wo Frauen bereit waren, in die Rolle der Oma oder Hausfrau zu schlüpfen, um alle anderen unbezahlt ("ehrenamtlich") zu versorgen, sind vorbei! Warum? Oma und Hausfrau waren früher oder später finanziell und sexuell erledigt. Restlos erledigt. Traurig aber wahr. - Also, wer soll das sein, der oder die sich für Gottes Lohn engagiert?
Aufgelesen und kommentiert 2010-03-27
Je ungleicher eine reiche Gesellschaft, desto größer ihre sozialen Probleme
ARD-Video: Ein-Euro-Jobs in der Realität
Bei der Riester-Rente gibt es nichts vom Staat geschenkt
Bedrohliche Altersarmut: Riesterrente auf dem Prüfstand
Hartz-IV-Bonus für gute Schulnoten: Ein Kind, das sich rechnet
Warum Kinder uns nicht wurst sein sollten
Auch die FDP jetzt von Sponsoring-Skandal betroffen
Bundestag lehnt öffentliche Petition gegen Abgeordnetenbestechung ab
Tempo-30-Schilder statt Straßenreparatur
CDU-Regierung vertuschte jahrelang den Wassereinbruch im Atommüll-Endlager Asse
Hypo Real Estate-Chef Axel Wieandt soll wegen persönlicher Haftungsklausel abgehauen sein
Kampf um Millisekunden: Computer erobern den Börsenhandel
Die CIA-Manipulations-Strategie, um Deutschlands Bevölkerung für den Afghanistankrieg zu gewinnen
Vatikan soll Missbrauchstäter gedeckt haben
Mafia nutzte Vatikanbank zur Geldwäsche
Oh mein Gott SPIEGEL
Zu viel geputzt: Mitarbeiterin gefeuert
Hohe Staatsverschuldung: OECD rät Deutschland zu höherer Mehrwertsteuer
Hohe Exportüberschüsse: Wenn die Tugend zur Gefahr wird
Rettungsplan für Griechenland steht ["Aufgelesen und kommentiert 2010-03-27" mehr »]
ARD-Video: Ein-Euro-Jobs in der Realität
Bei der Riester-Rente gibt es nichts vom Staat geschenkt
Bedrohliche Altersarmut: Riesterrente auf dem Prüfstand
Hartz-IV-Bonus für gute Schulnoten: Ein Kind, das sich rechnet
Warum Kinder uns nicht wurst sein sollten
Auch die FDP jetzt von Sponsoring-Skandal betroffen
Bundestag lehnt öffentliche Petition gegen Abgeordnetenbestechung ab
Tempo-30-Schilder statt Straßenreparatur
CDU-Regierung vertuschte jahrelang den Wassereinbruch im Atommüll-Endlager Asse
Hypo Real Estate-Chef Axel Wieandt soll wegen persönlicher Haftungsklausel abgehauen sein
Kampf um Millisekunden: Computer erobern den Börsenhandel
Die CIA-Manipulations-Strategie, um Deutschlands Bevölkerung für den Afghanistankrieg zu gewinnen
Vatikan soll Missbrauchstäter gedeckt haben
Mafia nutzte Vatikanbank zur Geldwäsche
Oh mein Gott SPIEGEL
Zu viel geputzt: Mitarbeiterin gefeuert
Hohe Staatsverschuldung: OECD rät Deutschland zu höherer Mehrwertsteuer
Hohe Exportüberschüsse: Wenn die Tugend zur Gefahr wird
Rettungsplan für Griechenland steht ["Aufgelesen und kommentiert 2010-03-27" mehr »]
Schöne Zahlen
Habe gerade gelesen, dass der Fiskus insgesamt über 1 Milliarde Steuer-Nachzahlungen in Folge der gekauften CDs erwartet. Wow.
Aber es gibt noch bessere Zahlen: man rechnet damit, dass insgesamt 100.000 Deutsche ungefähr 20 Milliarden in der Schweiz gebunkert haben. (Darin sind auch die älteren Anlagen enthalten.) Jetzt war ich in Mathe ja nie ne Leuchte und kam glatt ins Grübeln, wieviele Nullen denn nun 1 Milliarde hat. 6 Nullen hat eine Million. Aber kommt dann direkt die Milliarde mit 9 Nullen? Ja, oder? Die Billion kommt doch danach? - Also Milliarde/9 Nullen stimmt wohl. Wenn ich nun von 100.000 5 Nullen streiche und von den 20 Milliarden, dann komme ich auf ein Vermögen von 200.000 pro 1 Person.
Kürzlich hat einer in der Talk-Show von kleinen Vermögen gesprochen, und zwar von kleinen Vermögen, so um die 50.000 bis 100.000 Euro. Mensch, ist ja mickrig. Da sind es dann bis 200.000 auch nicht mehr soviel ... Alles peanuts eben.
Übrigens, wie man auch lesen darf: die Politik sucht Lösungen für diese kleinen zwischenstaatlichen Vorkommnisse. Super Sache, das.
NACHTRAG: Einer wurde also verknackt, wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe. Und seine Frau? Was lese ich da gerade auf hr-online: die Richterin hat jahrelang keine Steuererklärung abgegeben. Wie bitte?!!
Aber es gibt noch bessere Zahlen: man rechnet damit, dass insgesamt 100.000 Deutsche ungefähr 20 Milliarden in der Schweiz gebunkert haben. (Darin sind auch die älteren Anlagen enthalten.) Jetzt war ich in Mathe ja nie ne Leuchte und kam glatt ins Grübeln, wieviele Nullen denn nun 1 Milliarde hat. 6 Nullen hat eine Million. Aber kommt dann direkt die Milliarde mit 9 Nullen? Ja, oder? Die Billion kommt doch danach? - Also Milliarde/9 Nullen stimmt wohl. Wenn ich nun von 100.000 5 Nullen streiche und von den 20 Milliarden, dann komme ich auf ein Vermögen von 200.000 pro 1 Person.
Kürzlich hat einer in der Talk-Show von kleinen Vermögen gesprochen, und zwar von kleinen Vermögen, so um die 50.000 bis 100.000 Euro. Mensch, ist ja mickrig. Da sind es dann bis 200.000 auch nicht mehr soviel ... Alles peanuts eben.
Übrigens, wie man auch lesen darf: die Politik sucht Lösungen für diese kleinen zwischenstaatlichen Vorkommnisse. Super Sache, das.
NACHTRAG: Einer wurde also verknackt, wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe. Und seine Frau? Was lese ich da gerade auf hr-online: die Richterin hat jahrelang keine Steuererklärung abgegeben. Wie bitte?!!
Nebenjob versaut
Mist. Gerade habe ich mir einen guten Nebenjob versaut. Jemand wollte 3.000 Worte zum Intellekt von Frauen in der politischen Führung haben und unter seinem eigenen Namen herausgeben. Hätte ich ja sofort gemacht. Aber dann musste ich an Merkel, Ursula von der Lüge und die Schavan denken. Das Ergebnis war ein Lachkrampf der ziemlich lange dauerte. Der am anderen Ende der Leitung hatte natürlich aufgelegt.
Aber der Auftrag war ja auch gemein. Intellekt bei Frauen in der Politik. Führung. Ich fange schon wieder an zu lachen. Die sind doch genau so unfähig wie ihre männlichen Kollegen. Schauspielerinnen die brav den Unfug verkünden, den man ihnen eingeredet hat. Die Gedanken von Regenwürmern haben deutlich mehr Tiefgang. Aber schade um die Kohle. Obwohl! Ich hätte Wochen gebraucht und die Nachbarn hätten mich wegen meines ständigen Gelächters schief angesehen. Es ist wohl besser so.
Kein Korruptionsbeauftragter bei der FDP
Kindergeburtstage bringen mich immer auf dumme Ideen. Gerade kam mir die Frage in den Sinn ob die FDP wohl einen Korruptionsbeauftragten hat. Google hüllt sich in Schweigen. Selbst die Kölner Stadtwerke haben einen Korruptionsbeauftragten, obwohl der kölsche Klüngel doch auch so hervorragend funktionert. Bei der FDP findet sich einfach kein Korruptionsbeauftragter. Seltsam.
Nun ja die FDP ist eine kleine und überflüssige Partei. Könnte es sein, dass die alle für Korruption zuständig sind. Das wäre möglich, da nimmt einfach jeder was er kriegen kann. Deren Ehrenvorsitzender war ja auch ein Krimineller, der Steuern hinterzogen, bzw. anderen dabei geholfen hat. Da ist es logisch wenn alle ihm nachfolgen und jeder für Korruption
"Ein Palästina für zwei Völker"
In der Jungen Welt ist heute ein sehr interessantes Interview zu lesen, das Werner Pirker mit Yoav Bar führte. Es geht um "Okkupation, Apartheit und die Perspektive eines gemeinsamen demokratischen Staates für Israelis und Palästinenser".
"Yoav Bar aus Haifa ist Aktivist der von israelischen Juden und Arabern gebildeten Organisation »Abnaa Al-Balad« (Kinder der Erde) und Initiator der Bewegung für einen demokratischen säkularen Staat in Palästina, deren bekanntester Exponent Professor Ilan Pape ist."
"Yoav Bar aus Haifa ist Aktivist der von israelischen Juden und Arabern gebildeten Organisation »Abnaa Al-Balad« (Kinder der Erde) und Initiator der Bewegung für einen demokratischen säkularen Staat in Palästina, deren bekanntester Exponent Professor Ilan Pape ist."
Welche Perspektive bietet »Abnaa Al-Balad« an?
Unsere auf einen demokratischen Staat für alle Bewohner Palästinas gerichtete Perspektive ist die einfachste und natürlichste Lösungsvariante. Die Lösung eines Problems muß an der Entstehungsgeschichte des Problems orientiert sein. Ausgangspunkt ist die Vertreibung der Mehrheit der Palästinenser im Verlauf der zionistischen Landnahme. Die wichtigste Komponente einer Lösung müßte deshalb die Rückkehr der Flüchtlinge sein (...)
Wie beurteilen Sie die Nahostpolitik der gegenwärtigen US-Administration?
Die Politik Barack Obamas hat keine politische Vision für den Nahen Osten (...)
Ende Mai soll in Haifa ein Kongreß die Perspektive eines demokratischen Staates für beide Völker erörtert werden ...
(...) Auf der im Mai stattfindenden zweiten Haifa-Konferenz soll eine internationale Koalition für eine demokratische Lösung des Palästinakonflikts gebildet werden. Von Haifa soll auch ein Anstoß für die Bildung einer Bewegung ausgehen, die Druck auf die westlichen Regierungen ausübt, damit diese Sanktionen gegen Israel verhängen. Erörtert werden soll, wie die Rückkehr der Flüchtlinge zu organisieren wäre, das heißt, wie man einen Slogan in ein Programm verwandeln kann.
Aufgelesen und kommentiert 2010-03-26
Stern WebTV: Merkels Bankenabgabe ist Effekthascherei für den NRW-Wahlkampf
Rent-a-Rüttgers und der Wahlkampf gegen sich selbst
Interview mit dem Ex-Grünen Rüdiger Sagel über die FDP als extremistische Partei
Kommt der Mindestlohn für 800.000 Pflegekräfte ab Juli 2010?
Gier und Größenwahn: Hypo Real Estate als Wirtschaftskrimi zwischen Politik und Hochfinanz
Hypo Real Estate-Chef Axel Wieandt tritt zurück
GfK-Index: Hohe Benzinpreise dämpfen Konsumlust
IAB-Auswertung bemängelt fehlende Motivation bei Ein-Euro-Jobbern
Hessischer Steuerhinterzieher: Die Selbstanzeige eines Superreichen
Wikileaks veröffentlicht CIA-Papier, wie man in Deutschland ein positives Afghanistan-Kriegsbild manipulieren will
CDU-Kulturstaatsminister Bernd Neumann will Internetseiten von ARD und ZDF begrenzen
Nach CDU-Skandal um ZDF-Chef Brender: Kurt Beck (SPD) will notfalls nach Karlsruhe, aber ohne Grüne und Linke
Verlängerung der Laufzeiten - Nuklearer Leichtsinn
Super-GAU in Windkraftanlage ["Aufgelesen und kommentiert 2010-03-26" mehr »]
Rent-a-Rüttgers und der Wahlkampf gegen sich selbst
Interview mit dem Ex-Grünen Rüdiger Sagel über die FDP als extremistische Partei
Kommt der Mindestlohn für 800.000 Pflegekräfte ab Juli 2010?
Gier und Größenwahn: Hypo Real Estate als Wirtschaftskrimi zwischen Politik und Hochfinanz
Hypo Real Estate-Chef Axel Wieandt tritt zurück
GfK-Index: Hohe Benzinpreise dämpfen Konsumlust
IAB-Auswertung bemängelt fehlende Motivation bei Ein-Euro-Jobbern
Hessischer Steuerhinterzieher: Die Selbstanzeige eines Superreichen
Wikileaks veröffentlicht CIA-Papier, wie man in Deutschland ein positives Afghanistan-Kriegsbild manipulieren will
CDU-Kulturstaatsminister Bernd Neumann will Internetseiten von ARD und ZDF begrenzen
Nach CDU-Skandal um ZDF-Chef Brender: Kurt Beck (SPD) will notfalls nach Karlsruhe, aber ohne Grüne und Linke
Verlängerung der Laufzeiten - Nuklearer Leichtsinn
Super-GAU in Windkraftanlage ["Aufgelesen und kommentiert 2010-03-26" mehr »]
Michael Hüther und die Ordnungspolitik
Michael Hüther lässt sich gerne als "Wissenschaftler" titutlieren, was daran liegen mag, das er sogar einen Lehrauftrag an der European Business School in Oestrich-Winkel hat, die man mit sehr viel Freundlichkeit und noch mehr gutem Willen bestenfalls als umstritten bezeichnen kann. [Starker Würgereiz] Natürlich hat er auch studiert. Wirtschaftswissenschaften sowie Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Gießen und der University of East Anglia, Norwich. Er kann nichts dafür, wenn es woanders nicht reichte.
Bekannt geworden ist er in Deutschland als Mietmaul der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) des Herrn Kannegiesser, die sogar die Sprache bis ins Unkenntliche verbiegt und alles tut, damit die wahren Leistungsträger, nämlich die arbeitenden Menschen, um den Ertrag ihrer Arbeit gebracht werden. Hüther hat übrigens der Bezeichnung Mietmaul nie widersprochen, auch wenn er natürlich mehr als ein Mietmaul ist. ["Michael Hüther und die Ordnungspolitik" mehr »]
Politnutten sind vom deutschen Parteiengesetz gewünscht
Der heilige St. Corruptius des deutschen Parteigeziefers, der höchst ehrenwerte Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU), der ja schon Lobbyismus für eine der Grundfesten der Demokratie hält, erweitert das Weltbild der Deutschen nun um die Feststellung, dass im deutschen Parteiengesetzt nichts steht, was Amtsinhaber daran hindert sich von Unternehmen und Privatleuten für Zeiträume zwischen einer halben Stunde und mehreren Stunden kaufen zu lassen und selbstverständlich sind dabei auch Fotoshootings erlaubt.
Der Mann hat recht. Schließlich schreiben die Leute die sich so eine Politnutte kaufen, die Kosten ja als betrieblichen Aufwand ab, und die Parteien, also Vorzugsweise die CDU und CSU bekommen das Geld, um es in sinnlose Wahlkampflügen zu stecken. Es ist völlig in Ordnung sich einen Rüttgers für ein Schäferstündchen zu kaufen, oder fürs halbe Geld einen Tillich. Warum auch nicht. ["Politnutten sind vom deutschen Parteiengesetz gewünscht" mehr »]
Aufgelesen und kommentiert 2010-03-25
Merkel hat Kunduz-Kriegsverbrechen vertuscht
Helmut Kohl soll wieder Ehrenvorsitzender der CDU werden
Hessen: Roland Kochs Ministerkollegen in Bedrängnis
Untersuchungsausschuss: Ist die Jamaika-Regierung im Saarland gekauft?
NRW-Ministerpräsident Rüttgers (CDU) erteilt Schwarz-Grün klare Absage
CDU-Wirtschaftsrat befürchtet Finanzkollaps
Gesundheit nach Kassenlage: Krankheit muss man sich leisten können
NDR-Video: Dem A1-Pfusch auf der Spur
Griechenland: Wenn der Waffenhändler wegsieht
Deutschlands hohen Exportüberschüsse produzieren eine gefährliche Unwucht in der Euro-Zone
Wenn die Euro-Zone Bestand haben soll, muss Deutschland rausgeschmissen werden
Deutschlands Sparsamkeit und Lohndumping als Krisenmotor
Griechenland-Aktion kann Kollaps der Euro-Zone nur verzögern, aber nicht verhindern
Freunde der katholischen Kirche fordern: "Schwamm drüber" ["Aufgelesen und kommentiert 2010-03-25" mehr »]
Helmut Kohl soll wieder Ehrenvorsitzender der CDU werden
Hessen: Roland Kochs Ministerkollegen in Bedrängnis
Untersuchungsausschuss: Ist die Jamaika-Regierung im Saarland gekauft?
NRW-Ministerpräsident Rüttgers (CDU) erteilt Schwarz-Grün klare Absage
CDU-Wirtschaftsrat befürchtet Finanzkollaps
Gesundheit nach Kassenlage: Krankheit muss man sich leisten können
NDR-Video: Dem A1-Pfusch auf der Spur
Griechenland: Wenn der Waffenhändler wegsieht
Deutschlands hohen Exportüberschüsse produzieren eine gefährliche Unwucht in der Euro-Zone
Wenn die Euro-Zone Bestand haben soll, muss Deutschland rausgeschmissen werden
Deutschlands Sparsamkeit und Lohndumping als Krisenmotor
Griechenland-Aktion kann Kollaps der Euro-Zone nur verzögern, aber nicht verhindern
Freunde der katholischen Kirche fordern: "Schwamm drüber" ["Aufgelesen und kommentiert 2010-03-25" mehr »]
Die Hölle freut sich - Elisabeth Noelle-Neumann ist tot
Ja, ja ich weiß, den Toten nur Gutes. Aber wenn die Gründerin des Meinungsforschungsinstituts Allensbach, Elisabeth Noelle-Neumann endlich abgetreten ist, dann ist das etwas Gutes. Sie war die jenige die bei Umfragen die sogenannte Gewichtung einführte. Das heißt sie log sich das Ergebnis zurecht, wie es ihren parteipolitischen Ansichten am besten passte und ihr verkommenes Institut macht das bis heute so.
Selbstverständlich hat sie immer die gekaufte FDP unterstützt. Gleich und gleich gesellt sich halt gern. Sie ist 93 geworden. Ein Zeichen dafür, dass es ganz sicher keinen Gott gibt und so werden sie nun nur die Würmer fressen. Aber auch das ist eine angenehme Vorstellung. Noch schöner wäre es wenn die anderen Wahrsager auch endlich beerdigt werden könnten. Aber freuen wir uns über die Anfänge.
Aufgelesen und kommentiert 2010-03-24
Organisiertes Verbrechen - die Kriminalität im 3. Jahrtausend
Die mediale Umverteilung des Mitleids
Aufarbeitung des NS-Regimes: "Wir wurden alle nur verführt"
Alte Argumente
Der dreiste Griff des Staates ins Privatvermögen: "Die Reichen" als Melkkühe des Staates?
Die Ablenkungstricks der Profiteure
BA-Chef Heinrich Alt fordert Hartz4-Wohnpauschale: "Brauchen Anreize zum Umzug in billigere Wohnungen"
Kommentar zu Heinrich Alt: Kein Job - keine Wohnung?
Es gibt nur eine Wirtschaft
Gier und Größenwahn: Film über den Zusammenbruch der Hypo Real Estate
Finanztransaktionssteuer: Schwarz/Gelb blockiert zeitnahe Anhörung
Statt Aufklärung: Schwarz/Gelb kippt Anhörung zum "Rent-a-Rüttgers" Skandal per Verfahrenstrick
FDP eine verfassungsfeindliche Partei
Die Rolle Ratzingers: Große katholische Vertuschung
BGH kippt Preisbindung von Gas an Heizöl für Verbraucher
Köln erhebt Bettensteuer für seine Hotels
Immer mehr NRW-Städte denken über Einführung einer Sex-Steuer nach
Nackt-Scanner-Skandal: "Ich liebe diese Riesen-Titten!"
Volker Pispers und Gäste
Herzlichen Glückwunsch zum 50. Geburtstag! ["Aufgelesen und kommentiert 2010-03-24" mehr »]
Die mediale Umverteilung des Mitleids
Aufarbeitung des NS-Regimes: "Wir wurden alle nur verführt"
Alte Argumente
Der dreiste Griff des Staates ins Privatvermögen: "Die Reichen" als Melkkühe des Staates?
Die Ablenkungstricks der Profiteure
BA-Chef Heinrich Alt fordert Hartz4-Wohnpauschale: "Brauchen Anreize zum Umzug in billigere Wohnungen"
Kommentar zu Heinrich Alt: Kein Job - keine Wohnung?
Es gibt nur eine Wirtschaft
Gier und Größenwahn: Film über den Zusammenbruch der Hypo Real Estate
Finanztransaktionssteuer: Schwarz/Gelb blockiert zeitnahe Anhörung
Statt Aufklärung: Schwarz/Gelb kippt Anhörung zum "Rent-a-Rüttgers" Skandal per Verfahrenstrick
FDP eine verfassungsfeindliche Partei
Die Rolle Ratzingers: Große katholische Vertuschung
BGH kippt Preisbindung von Gas an Heizöl für Verbraucher
Köln erhebt Bettensteuer für seine Hotels
Immer mehr NRW-Städte denken über Einführung einer Sex-Steuer nach
Nackt-Scanner-Skandal: "Ich liebe diese Riesen-Titten!"
Volker Pispers und Gäste
Herzlichen Glückwunsch zum 50. Geburtstag! ["Aufgelesen und kommentiert 2010-03-24" mehr »]
Der alltägliche Wahnsinn
Der Vollhorst schweigt nicht mehr. Schade. Ihm hat übrigens der Start der Regierung Merkel II auch nicht gefallen. Sollte er was gemerkt haben. Aber nein. Er erhebt die alten Forderungen. Er will wie immer alles und nichts. Er möchte einen Aufbruch zu neuen Reformbestrebungen aber gleichzeitig sparen und die Forschung in Unternehmen steuerlich fördern, Mehrausgaben für Bildung und eine Entlastung der Mittelschicht, die die aktuelle Politik gerade vernichtet.
Ob er wirr redet. Niemand weiß es. So redet er eigentlich schon immer. So ist er eben der Bundespräsident. Der oberste Schwafelmeister der Nation. Konkret wird der nicht mehr. Niemand weiß wofür der Typ bezahlt wird. Aber das ist in dieser Republik auch schon fast egal. ["Der alltägliche Wahnsinn" mehr »]
Aufgelesen und kommentiert 2010-03-23
Merkel verknüpft Schicksal ihrer Koalition mit dem Ausgang der NRW-Wahl
NRW-CDU schürt die Angst vorm bösen Sozialisten
Banken: Die wenig revolutionären Pläne der LINKEN
Onlineshop www.Discount-Zeitarbeit.de
Alles für den Export
Nach FAZ-Gastartikel: Strafanzeige gegen Prof. Heinsohn wegen Volksverhetzung
Korrekturen greifen zu kurz: SPD noch keine arbeitnehmerfreundliche Partei
Rentner-Ehepaar musste 50 Hausdurchsuchungen über sich ergehen lassen
Wikipedia: Feuchtgebiet 2.0
Amok in Rheinfelden: Polizist ballerte wie wild um sich
US-Army überarbeitet Grundausbildung - wegen Computerspiele
Die tollsten Tipps für Arbeitslose! ["Aufgelesen und kommentiert 2010-03-23" mehr »]
NRW-CDU schürt die Angst vorm bösen Sozialisten
Banken: Die wenig revolutionären Pläne der LINKEN
Onlineshop www.Discount-Zeitarbeit.de
Alles für den Export
Nach FAZ-Gastartikel: Strafanzeige gegen Prof. Heinsohn wegen Volksverhetzung
Korrekturen greifen zu kurz: SPD noch keine arbeitnehmerfreundliche Partei
Rentner-Ehepaar musste 50 Hausdurchsuchungen über sich ergehen lassen
Wikipedia: Feuchtgebiet 2.0
Amok in Rheinfelden: Polizist ballerte wie wild um sich
US-Army überarbeitet Grundausbildung - wegen Computerspiele
Die tollsten Tipps für Arbeitslose! ["Aufgelesen und kommentiert 2010-03-23" mehr »]
EU-Recht ermöglicht die Todesstrafe !!!
Liebe LeserInnen und Leser !
Als ich bereits im Jahre 2007 und 2008 eine aus neun Teilen bestehende Artikelserie zum Vertragswerk des Reformvertrages von Lissabon veröffentlichte (damals noch bei Radio Utopie) erntete ich einerseits Hohngelächter für die Behauptung, dass die Einführung der Todesstrafe im Lissabon-Vertrag steht und andererseits Zweifel, ob ich noch bei klarem Verstand sei. Dank meines Artikels über die vorsätzliche Desinformation der 'öffentlich-rechtlichen Medien' wurde mir in einem Leserbrief ein interessanter Link übermittelt, den ich hier gerne veröffentlichen möchte.
Selbst Frau Merkel, die einmal darauf angesprochen wurde liess durch ihre damalige Pressesprecherin verkünden, dass dies gar nicht im Vertrag stehen würde - vielleicht hat auch sie (so wie alle Abgeordneten des Deutschen Bundestages) das Vertragswerk gar nicht gelesen, bevor alle diesem Vertragswerk zugestimmt hatten !
Vielleicht erinnern sie sich noch: Am Morgen vor der Abstimmung im Deutschen Bundestag
Vielleicht bleibt den Zweiflern und den Ignoranten das Lachen nun endgültig im Halse stecken, denn der Artikel ist im oberen Teil ein Auszug eines Interviews des renommierten Wirtschaftsblatts 'Focus-Money', das nicht nur von den MitverursacherInnen der Wirtschaftskrise eifrig gelesen wird. Es könnte aber auch sein, dass gerade eben diese Leserklientel gar nichts gegen diese Passagen geltenden EU-Rechts einzuwenden hat - doch lesen Sie selbst...
Nein zur EU-Todesstrafe
Der Vertrag von Lissabon ermöglicht die Todesstrafe und das staatliche Töten !
Ein Interview mit Prof. Dr. Karl Albrecht Schachtschneider
Oliver Janich, «Focus-Money»: Herr Professor Schachtschneider, laut ihrer Klageschrift gegen den EU-Vertrag von Lissabon vor dem Bundesverfassungsgericht ermöglicht der Vertrag die Wiedereinführung der Todesstrafe und das Töten von Menschen. Das klingt ungeheuerlich. Worauf gründet sich Ihre Argumentation?
Prof. Dr. Karl Albrecht Schachtschneider: Die Grundrechtecharta ermöglicht ausdrücklich in den aufgenommenen «Erläuterungen» und deren «Negativdefinitionen» zu den Grundrechten, entgegen der durch das Menschenwürdeprinzip gebotenen Abschaffung der Todesstrafe in Deutschland (Art. 102 Grundgesetz), Österreich und anderswo, die Wiedereinführung der Todesstrafe im Kriegsfall oder bei unmittelbar drohender Kriegsgefahr, aber auch die Tötung von Menschen, um einen Aufstand oder einen Aufruhr niederzuschlagen.
Aber verbietet die Charta nicht die Todesstrafe?
Massgeblich dafür ist nicht Art. 2 Abs. 2 der Charta, der die Verurteilung zur Todesstrafe und die Hinrichtung verbietet, sondern die in das Vertragswerk aufgenommene Erklärung zu diesem Artikel, die aus der Menschenrechtskonvention von 1950 stammt. Nach Art. 6 Abs. 1 und Abs. 3 EU-Vertrag (EUV) in der Lissabonner Fassung werden die Rechte, Freiheiten und Grundsätze der Charta gemäss den allgemeinen Bestimmungen von Titel VII der Charta, in dem die Auslegung und Anwendung derselben geregelt ist, und unter gebührender Berücksichtigung der in der Charta angeführten «Erläuterungen», in denen die Quellen dieser Bestimmungen angegeben sind, ausgelegt.
Warum so umständlich?
Eben um diese Tatsache zu verschleiern. Den Abgeordneten wird ja nur der ohnehin schwer verständliche und viel zu lange Vertragstext vorgelegt.
Aber ist es nun eindeutig, dass das Töten von Menschen erlaubt ist, wenn der Vertrag in Kraft tritt?
Ja, die Grundrechtecharta wurde 2000 in Nizza deklariert. Aber da nicht alle Länder einverstanden waren, war sie bisher nicht völkerrechtlich verbindlich. Wenn der Vertrag in Kraft tritt, wird auch die Grundrechtecharta verbindlich.
Aber die entsprechende Passage steht ja nur in den Erläuterungen …
Diese sind nach Art. 52 Abs. 3 und 7 der Grundrechtecharta verbindlich. Sie können die entsprechende Erklärung der Erläuterung im Amtsblatt der Europäischen Union nachlesen. Da gibt es keinen Interpretationsspielraum. Ausserdem: Wozu sollte man das reinschreiben, wenn man es nicht haben will?
Hat das Bundesverfassungsgericht Ihrer Interpretation mit der Anerkennung des Lissabon-Vertrags nicht eine Absage erteilt?
Überhaupt nicht. Es hat sich zu der Frage gar nicht geäussert.
Ist das üblich?
Das ist sogar der Normalfall. Wenn sich das Bundesverfassungsgericht eines Problems nicht annehmen will, äussert es sich einfach nicht dazu.
Ist das rechtlich möglich?
Das ist rechtlich mehr als bedenklich, aber Praxis.
Die Todesstrafe kann laut Erläuterung im Fall eines Krieges oder einer Kriegsgefahr eingeführt werden. Ein sehr theoretischer Fall.
Wirklich? Befinden wir uns nicht in Afghanistan im Krieg? Wer definiert den Krieg? Was ist eine Kriegsgefahr? Was war mit dem Jugoslawien-Krieg?
Aber ist es nicht normal, dass in Kriegen und Kriegszeiten zum Beispiel Deserteure hingerichtet werden?
In Diktaturen schon.
Noch beängstigender ist, dass ohne Gesetz und ohne richterlichen Beschluss bei Aufstand und Aufruhr getötet werden darf. Wer definiert das?
Eben. Nach meiner Meinung könnten die Montags-Demonstrationen in Leipzig als Aufruhr definiert werden, wie praktisch jede nicht genehmigte Demonstration. Oder nehmen Sie die Krawalle in Griechenland oder kürzlich die Demonstrationen in Köln und Hamburg. Sie brauchen ja nur ein paar «Autonome», die Steine schmeissen.
Es gibt Politiker und Juristen, die argumentieren, dass die Grundrechte eines Landes durch den EU-Vertrag nur verbessert, aber nicht verschlechtert werden können.
Die Grundrechtecharta der Europäischen Union (GrCh) enthält keinen Vorrang oder Vorbehalt der nationalen Grundrechte oder ein grundrechtliches Günstigkeitsprinzip. Wer das behauptet, beweist seine Unkenntnis des Gemeinschaftsrechts.
Wie das?
Dort wird mit dem Art. 53 der Grundrechte-charta argumentiert. Aber genau der gibt das nicht her. Dort heisst es: «Keine Bestimmung dieser Charta ist als Einschränkung oder Verletzung der Menschenrechte und Grundfreiheiten auszulegen, die in dem jeweiligen Anwendungsbereich […] sowie durch die Verfassungen der Mitgliedstaaten anerkannt werden.» Wesentlich ist der Passus «in dem jeweiligen Anwendungsbereich». Wenn nämlich Gemeinschaftsrecht anzuwenden ist, sind die Grundrechte der Europäischen Union massgeblich (Art. 51 Abs. 1 GrCh), wenn nationales Recht anzuwenden ist, die nationalen Grundrechte. Beide Grundrechtetexte sind niemals gleichzeitig anzuwenden.
Aber der Europäische Gerichtshof könnte doch feststellen, dass in diesem Fall das nationale Recht Vorrang hat.
Genau das hat der EuGH noch nie getan. Er fühlt sich immer zuständig. Ausserdem ist das Verbot der Todesstrafe kein Grundrecht. Insofern zieht das Argument, die Grundrechte dürfen nicht verschlechtert werden, nicht.
Ein anderes Argument aus Kreisen der EU-Kommission lautet, der Passus wäre drin, um auch Staaten wie die Türkei aufnehmen zu können.
Das ist doch grotesk. Als Gemeinschaft müssten wir doch sagen, wir nehmen keine Länder auf, in denen Menschen getötet werden dürfen, und nicht umgekehrt.
Ist den Politikern denn bewusst, was sie da beschliessen?
Vielleicht nicht allen. Mindestens aber der CDU/CSU-Fraktion. Ich habe extra eine nur fünfseitige Zusammenfassung meiner Klage verteilen lassen, damit die Abgeordneten nicht zu viel lesen müssen. Auch der SPD dürfte die Problematik bekannt sein, weil einer ihrer Abgeordneten, nämlich Professor Meyer, in Nizza versucht hat, die Regelungen zu verhindern.
Können Sie sich einen Grund vorstellen, warum so etwas beschlossen wird?
Offensichtlich rechnen die Regierungen mit Aufruhr. Die Skepsis gegenüber den Regierungen und dem Apparat der EU wird immer grösser. Die Finanz- und Wirtschaftskrise verschärft den Druck auf die Bevölkerung.
Also will man sie niederschiessen dürfen?
So sieht es aus.
Was kann man dagegen tun?
Meiner Meinung nach berechtigt das EU-Vertragswerk, auch weil damit die Demokratie ausgehöhlt ist, zum Widerstand.
Welche Form von Widerstand meinen Sie?
Zum Beispiel Demonstrationen und alle Formen des öffentlichen Widerspruchs, der Weg Gandhis.
… die dann als Aufruhr gedeutet werden können. Das klingt nach diktatorischen Verhältnissen.
Das Wort Diktatur ist fachlich schief, aber sehr gebräuchlich. Der Begriff ist seit der Römischen Republik als befristete Notstandsverfassung definiert. Ich würde eher von Despotie, die zur Tyrannis ausarten kann, sprechen. Im übrigen: Wenn im Oktober die Iren dem Vertrag von Lissabon zustimmen, ist die Abschaffung der Todesstrafe beseitigt.
Quelle: Focus-Money 35/2009 vom 19.8.2009
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Artikel 2 der Charta der Grundrechte – Recht auf Leben
1. Jeder Mensch hat das Recht auf Leben.
2. Niemand darf zur Todesstrafe verurteilt oder hingerichtet werden.
Quelle: Charta der Grundrechte der Europäischen Union in der Fassung vom 14.12.2007,
Amtsblatt der Europäischen Union C 303/1
Erläuterung zu Artikel 2 – Recht auf Leben
1. Absatz dieses Artikels basiert auf Artikel 2 Absatz 1 Satz 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK), der wie folgt lautet:
«1. Das Recht jedes Menschen auf Leben wird gesetzlich geschützt [...]».
2. Satz 2 der genannten Vorschrift, der die Todesstrafe zum Gegenstand hatte, ist durch das Inkrafttreten des Protokolls Nr. 6 zur EMRK hinfällig geworden, dessen Artikel 1 wie folgt lautet:
«Die Todesstrafe ist abgeschafft. Niemand darf zu dieser Strafe verurteilt oder hingerichtet werden.»
Auf dieser Vorschrift beruht Artikel 2 Absatz 2 der Charta.
3. Die Bestimmungen des Artikels 2 der Charta entsprechen den Bestimmungen der genannten Artikel der EMRK und des Zusatzprotokolls. Sie haben nach Artikel 52 Absatz 3 der Charta die gleiche Bedeutung und Tragweite. So müssen die in der EMRK enthaltenen «Negativdefinitionen» auch als Teil der Charta betrachtet werden:
a) a) Artikel 2 Absatz 2 EMRK:
«Eine Tötung wird nicht als Verletzung dieses Artikels betrachtet, wenn sie durch eine Gewaltanwendung verursacht wird, die unbedingt erforderlich ist, um
a) jemanden gegen rechtswidrige Gewalt zu verteidigen;
b) jemanden rechtmässig festzunehmen oder jemanden, dem die Freiheit rechtmässig entzogen ist, an der Flucht zu hindern;
c) einen Aufruhr oder Aufstand rechtmässig niederzuschlagen.»
b) b) Artikel 2 des Protokolls Nr. 6 zur EMRK:
«Ein Staat kann in seinem Recht die Todesstrafe für Taten vorsehen, die in Kriegszeiten oder bei unmittelbarer Kriegsgefahr begangen werden; diese Strafe darf nur in den Fällen, die im Recht vorgesehen sind, und in Übereinstimmung mit dessen Bestimmungen angewendet werden [...]».
Quelle: Erläuterungen zur Charta der Grundrechte in der Fassung vom 14.12.2007,
Amtsblatt der Europäischen Union C 303/17
Artikel 52 der Charta der GrundrechteTragweite und Auslegung der Rechte und Grundsätze
[…]
(3) Soweit diese Charta Rechte enthält, die den durch die Europäische Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten garantierten Rechten entsprechen, haben sie die gleiche Bedeutung und Tragweite, wie sie ihnen in der genannten Konvention verliehen wird. Diese Bestimmung steht dem nicht entgegen, dass das Recht der Union einen weitergehenden Schutz gewährt.
[…]
(7) Die Erläuterungen, die als Anleitung für die Auslegung dieser Charta verfasst wurden, sind von den Gerichten der Union und der Mitgliedsstaaten gebührend zu berücksichtigen.
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Der Abdruck erschien am 31.08.2009 in der Ausgabe Nr. 35 der Zeitschrift 'Zeit-Fragen', Redaktion und Verlag, Postfach, CH-8044 Zürich
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
-CK-
Als ich bereits im Jahre 2007 und 2008 eine aus neun Teilen bestehende Artikelserie zum Vertragswerk des Reformvertrages von Lissabon veröffentlichte (damals noch bei Radio Utopie) erntete ich einerseits Hohngelächter für die Behauptung, dass die Einführung der Todesstrafe im Lissabon-Vertrag steht und andererseits Zweifel, ob ich noch bei klarem Verstand sei. Dank meines Artikels über die vorsätzliche Desinformation der 'öffentlich-rechtlichen Medien' wurde mir in einem Leserbrief ein interessanter Link übermittelt, den ich hier gerne veröffentlichen möchte.
Selbst Frau Merkel, die einmal darauf angesprochen wurde liess durch ihre damalige Pressesprecherin verkünden, dass dies gar nicht im Vertrag stehen würde - vielleicht hat auch sie (so wie alle Abgeordneten des Deutschen Bundestages) das Vertragswerk gar nicht gelesen, bevor alle diesem Vertragswerk zugestimmt hatten !
Vielleicht erinnern sie sich noch: Am Morgen vor der Abstimmung im Deutschen Bundestag
Vielleicht bleibt den Zweiflern und den Ignoranten das Lachen nun endgültig im Halse stecken, denn der Artikel ist im oberen Teil ein Auszug eines Interviews des renommierten Wirtschaftsblatts 'Focus-Money', das nicht nur von den MitverursacherInnen der Wirtschaftskrise eifrig gelesen wird. Es könnte aber auch sein, dass gerade eben diese Leserklientel gar nichts gegen diese Passagen geltenden EU-Rechts einzuwenden hat - doch lesen Sie selbst...
Nein zur EU-Todesstrafe
Der Vertrag von Lissabon ermöglicht die Todesstrafe und das staatliche Töten !
Ein Interview mit Prof. Dr. Karl Albrecht Schachtschneider
Oliver Janich, «Focus-Money»: Herr Professor Schachtschneider, laut ihrer Klageschrift gegen den EU-Vertrag von Lissabon vor dem Bundesverfassungsgericht ermöglicht der Vertrag die Wiedereinführung der Todesstrafe und das Töten von Menschen. Das klingt ungeheuerlich. Worauf gründet sich Ihre Argumentation?
Prof. Dr. Karl Albrecht Schachtschneider: Die Grundrechtecharta ermöglicht ausdrücklich in den aufgenommenen «Erläuterungen» und deren «Negativdefinitionen» zu den Grundrechten, entgegen der durch das Menschenwürdeprinzip gebotenen Abschaffung der Todesstrafe in Deutschland (Art. 102 Grundgesetz), Österreich und anderswo, die Wiedereinführung der Todesstrafe im Kriegsfall oder bei unmittelbar drohender Kriegsgefahr, aber auch die Tötung von Menschen, um einen Aufstand oder einen Aufruhr niederzuschlagen.
Aber verbietet die Charta nicht die Todesstrafe?
Massgeblich dafür ist nicht Art. 2 Abs. 2 der Charta, der die Verurteilung zur Todesstrafe und die Hinrichtung verbietet, sondern die in das Vertragswerk aufgenommene Erklärung zu diesem Artikel, die aus der Menschenrechtskonvention von 1950 stammt. Nach Art. 6 Abs. 1 und Abs. 3 EU-Vertrag (EUV) in der Lissabonner Fassung werden die Rechte, Freiheiten und Grundsätze der Charta gemäss den allgemeinen Bestimmungen von Titel VII der Charta, in dem die Auslegung und Anwendung derselben geregelt ist, und unter gebührender Berücksichtigung der in der Charta angeführten «Erläuterungen», in denen die Quellen dieser Bestimmungen angegeben sind, ausgelegt.
Warum so umständlich?
Eben um diese Tatsache zu verschleiern. Den Abgeordneten wird ja nur der ohnehin schwer verständliche und viel zu lange Vertragstext vorgelegt.
Aber ist es nun eindeutig, dass das Töten von Menschen erlaubt ist, wenn der Vertrag in Kraft tritt?
Ja, die Grundrechtecharta wurde 2000 in Nizza deklariert. Aber da nicht alle Länder einverstanden waren, war sie bisher nicht völkerrechtlich verbindlich. Wenn der Vertrag in Kraft tritt, wird auch die Grundrechtecharta verbindlich.
Aber die entsprechende Passage steht ja nur in den Erläuterungen …
Diese sind nach Art. 52 Abs. 3 und 7 der Grundrechtecharta verbindlich. Sie können die entsprechende Erklärung der Erläuterung im Amtsblatt der Europäischen Union nachlesen. Da gibt es keinen Interpretationsspielraum. Ausserdem: Wozu sollte man das reinschreiben, wenn man es nicht haben will?
Hat das Bundesverfassungsgericht Ihrer Interpretation mit der Anerkennung des Lissabon-Vertrags nicht eine Absage erteilt?
Überhaupt nicht. Es hat sich zu der Frage gar nicht geäussert.
Ist das üblich?
Das ist sogar der Normalfall. Wenn sich das Bundesverfassungsgericht eines Problems nicht annehmen will, äussert es sich einfach nicht dazu.
Ist das rechtlich möglich?
Das ist rechtlich mehr als bedenklich, aber Praxis.
Die Todesstrafe kann laut Erläuterung im Fall eines Krieges oder einer Kriegsgefahr eingeführt werden. Ein sehr theoretischer Fall.
Wirklich? Befinden wir uns nicht in Afghanistan im Krieg? Wer definiert den Krieg? Was ist eine Kriegsgefahr? Was war mit dem Jugoslawien-Krieg?
Aber ist es nicht normal, dass in Kriegen und Kriegszeiten zum Beispiel Deserteure hingerichtet werden?
In Diktaturen schon.
Noch beängstigender ist, dass ohne Gesetz und ohne richterlichen Beschluss bei Aufstand und Aufruhr getötet werden darf. Wer definiert das?
Eben. Nach meiner Meinung könnten die Montags-Demonstrationen in Leipzig als Aufruhr definiert werden, wie praktisch jede nicht genehmigte Demonstration. Oder nehmen Sie die Krawalle in Griechenland oder kürzlich die Demonstrationen in Köln und Hamburg. Sie brauchen ja nur ein paar «Autonome», die Steine schmeissen.
Es gibt Politiker und Juristen, die argumentieren, dass die Grundrechte eines Landes durch den EU-Vertrag nur verbessert, aber nicht verschlechtert werden können.
Die Grundrechtecharta der Europäischen Union (GrCh) enthält keinen Vorrang oder Vorbehalt der nationalen Grundrechte oder ein grundrechtliches Günstigkeitsprinzip. Wer das behauptet, beweist seine Unkenntnis des Gemeinschaftsrechts.
Wie das?
Dort wird mit dem Art. 53 der Grundrechte-charta argumentiert. Aber genau der gibt das nicht her. Dort heisst es: «Keine Bestimmung dieser Charta ist als Einschränkung oder Verletzung der Menschenrechte und Grundfreiheiten auszulegen, die in dem jeweiligen Anwendungsbereich […] sowie durch die Verfassungen der Mitgliedstaaten anerkannt werden.» Wesentlich ist der Passus «in dem jeweiligen Anwendungsbereich». Wenn nämlich Gemeinschaftsrecht anzuwenden ist, sind die Grundrechte der Europäischen Union massgeblich (Art. 51 Abs. 1 GrCh), wenn nationales Recht anzuwenden ist, die nationalen Grundrechte. Beide Grundrechtetexte sind niemals gleichzeitig anzuwenden.
Aber der Europäische Gerichtshof könnte doch feststellen, dass in diesem Fall das nationale Recht Vorrang hat.
Genau das hat der EuGH noch nie getan. Er fühlt sich immer zuständig. Ausserdem ist das Verbot der Todesstrafe kein Grundrecht. Insofern zieht das Argument, die Grundrechte dürfen nicht verschlechtert werden, nicht.
Ein anderes Argument aus Kreisen der EU-Kommission lautet, der Passus wäre drin, um auch Staaten wie die Türkei aufnehmen zu können.
Das ist doch grotesk. Als Gemeinschaft müssten wir doch sagen, wir nehmen keine Länder auf, in denen Menschen getötet werden dürfen, und nicht umgekehrt.
Ist den Politikern denn bewusst, was sie da beschliessen?
Vielleicht nicht allen. Mindestens aber der CDU/CSU-Fraktion. Ich habe extra eine nur fünfseitige Zusammenfassung meiner Klage verteilen lassen, damit die Abgeordneten nicht zu viel lesen müssen. Auch der SPD dürfte die Problematik bekannt sein, weil einer ihrer Abgeordneten, nämlich Professor Meyer, in Nizza versucht hat, die Regelungen zu verhindern.
Können Sie sich einen Grund vorstellen, warum so etwas beschlossen wird?
Offensichtlich rechnen die Regierungen mit Aufruhr. Die Skepsis gegenüber den Regierungen und dem Apparat der EU wird immer grösser. Die Finanz- und Wirtschaftskrise verschärft den Druck auf die Bevölkerung.
Also will man sie niederschiessen dürfen?
So sieht es aus.
Was kann man dagegen tun?
Meiner Meinung nach berechtigt das EU-Vertragswerk, auch weil damit die Demokratie ausgehöhlt ist, zum Widerstand.
Welche Form von Widerstand meinen Sie?
Zum Beispiel Demonstrationen und alle Formen des öffentlichen Widerspruchs, der Weg Gandhis.
… die dann als Aufruhr gedeutet werden können. Das klingt nach diktatorischen Verhältnissen.
Das Wort Diktatur ist fachlich schief, aber sehr gebräuchlich. Der Begriff ist seit der Römischen Republik als befristete Notstandsverfassung definiert. Ich würde eher von Despotie, die zur Tyrannis ausarten kann, sprechen. Im übrigen: Wenn im Oktober die Iren dem Vertrag von Lissabon zustimmen, ist die Abschaffung der Todesstrafe beseitigt.
Quelle: Focus-Money 35/2009 vom 19.8.2009
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Artikel 2 der Charta der Grundrechte – Recht auf Leben
1. Jeder Mensch hat das Recht auf Leben.
2. Niemand darf zur Todesstrafe verurteilt oder hingerichtet werden.
Quelle: Charta der Grundrechte der Europäischen Union in der Fassung vom 14.12.2007,
Amtsblatt der Europäischen Union C 303/1
Erläuterung zu Artikel 2 – Recht auf Leben
1. Absatz dieses Artikels basiert auf Artikel 2 Absatz 1 Satz 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK), der wie folgt lautet:
«1. Das Recht jedes Menschen auf Leben wird gesetzlich geschützt [...]».
2. Satz 2 der genannten Vorschrift, der die Todesstrafe zum Gegenstand hatte, ist durch das Inkrafttreten des Protokolls Nr. 6 zur EMRK hinfällig geworden, dessen Artikel 1 wie folgt lautet:
«Die Todesstrafe ist abgeschafft. Niemand darf zu dieser Strafe verurteilt oder hingerichtet werden.»
Auf dieser Vorschrift beruht Artikel 2 Absatz 2 der Charta.
3. Die Bestimmungen des Artikels 2 der Charta entsprechen den Bestimmungen der genannten Artikel der EMRK und des Zusatzprotokolls. Sie haben nach Artikel 52 Absatz 3 der Charta die gleiche Bedeutung und Tragweite. So müssen die in der EMRK enthaltenen «Negativdefinitionen» auch als Teil der Charta betrachtet werden:
a) a) Artikel 2 Absatz 2 EMRK:
«Eine Tötung wird nicht als Verletzung dieses Artikels betrachtet, wenn sie durch eine Gewaltanwendung verursacht wird, die unbedingt erforderlich ist, um
a) jemanden gegen rechtswidrige Gewalt zu verteidigen;
b) jemanden rechtmässig festzunehmen oder jemanden, dem die Freiheit rechtmässig entzogen ist, an der Flucht zu hindern;
c) einen Aufruhr oder Aufstand rechtmässig niederzuschlagen.»
b) b) Artikel 2 des Protokolls Nr. 6 zur EMRK:
«Ein Staat kann in seinem Recht die Todesstrafe für Taten vorsehen, die in Kriegszeiten oder bei unmittelbarer Kriegsgefahr begangen werden; diese Strafe darf nur in den Fällen, die im Recht vorgesehen sind, und in Übereinstimmung mit dessen Bestimmungen angewendet werden [...]».
Quelle: Erläuterungen zur Charta der Grundrechte in der Fassung vom 14.12.2007,
Amtsblatt der Europäischen Union C 303/17
Artikel 52 der Charta der GrundrechteTragweite und Auslegung der Rechte und Grundsätze
[…]
(3) Soweit diese Charta Rechte enthält, die den durch die Europäische Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten garantierten Rechten entsprechen, haben sie die gleiche Bedeutung und Tragweite, wie sie ihnen in der genannten Konvention verliehen wird. Diese Bestimmung steht dem nicht entgegen, dass das Recht der Union einen weitergehenden Schutz gewährt.
[…]
(7) Die Erläuterungen, die als Anleitung für die Auslegung dieser Charta verfasst wurden, sind von den Gerichten der Union und der Mitgliedsstaaten gebührend zu berücksichtigen.
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Der Abdruck erschien am 31.08.2009 in der Ausgabe Nr. 35 der Zeitschrift 'Zeit-Fragen', Redaktion und Verlag, Postfach, CH-8044 Zürich
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
-CK-





















