Christian Wulff (CDU) for President
NRW-Ministerpräsident Rüttgers (CDU) befördert noch engen Mitarbeiter vor Amtsabgabe
Der Krieg gegen die Rentner ist eröffnet
Die LINKE deckt auf: Immer mehr Rentner müssen mit saftigen Abschlägen in Rente gehen
IAB-Auswertung: Sprung aus der Leiharbeit ins Normalarbeitsverhältnis ist die absolute Ausnahme
Statistisches Bundesamt: In Mecklenburg-Vorpommern ist fast jeder vierte von Armut bedroht
Schlechter als erwartet
Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) warnt: Für nächste Bankenrettung fehlt das Geld
Gehaltsrakete für Banker: Bis zu 40 Prozent höher als im Vorjahr
Verkehrsminister Ramsauer (CSU) verschärft angeblich Brummi-Fahrverbot
Wir verdummen unsere Immigrantenkinder - und damit uns selbst
SPIEGEL-Propaganda: Krankenkassen fürchten kollektiven Kollaps
Alte Witwen, Steuerbetrüger und Millionen: Wer stiften geht, spart Steuern und verewigt sich
SPD Rheinland-Pfalz versinkt in Nürburgring-Affäre
Der Titanic-Twitterdienst für investigative Journalisten
["Aufgelesen und kommentiert 2010-06-30" mehr »]
Einträge für Juni 2010
Aktuelles aus Athen zum Generalstreik am 29.6.10
Ein Video vom KKE-Kanal: http://www.youtube.com/user/kkemedia#p/u/1/q6uKBFxestk
Und ein Bericht von Margarita Tsomou (Griechische Gemeinde), Mitglied des Bündnisses "Wir zahlen nicht für eure Krise", die derzeit in Athen ist:
Zwei Generalstreiks in zwei Wochen
Mit über 85% Streikbeteiligung konnte der Streik das Land lahm legen. Er wurde von den großen Sammelgewerkschaften GSEE (privater Sektor) und ADEDY (öffentlichen Dienst) ausgerufen, um auf die historisch beispiellose Demontage der sozialen Sicherungssysteme zu reagieren. Arbeitnehmerrechte, wie wir sie aus modernen Demokratien kennen, werden diese Woche im griechischen Parlament zu Grabe getragen. „Arbeitsverhältnisse werden ins Mittelalter zurückversetzt“, so die gängige Formulierung der Bewegungen zu der geplanten Renten – und Arbeitsrechtreform.
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Und ein Bericht von Margarita Tsomou (Griechische Gemeinde), Mitglied des Bündnisses "Wir zahlen nicht für eure Krise", die derzeit in Athen ist:
Zwei Generalstreiks in zwei Wochen
Mit über 85% Streikbeteiligung konnte der Streik das Land lahm legen. Er wurde von den großen Sammelgewerkschaften GSEE (privater Sektor) und ADEDY (öffentlichen Dienst) ausgerufen, um auf die historisch beispiellose Demontage der sozialen Sicherungssysteme zu reagieren. Arbeitnehmerrechte, wie wir sie aus modernen Demokratien kennen, werden diese Woche im griechischen Parlament zu Grabe getragen. „Arbeitsverhältnisse werden ins Mittelalter zurückversetzt“, so die gängige Formulierung der Bewegungen zu der geplanten Renten – und Arbeitsrechtreform.
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Der Wulff im Schafspelz
Offener Brief
Sehr geehrter Herr Wulff,
es wird dringend angeregt, von der Kandidatur für das höchste Amt unserer Bundesrepublik, nämlich das des Bundespräsidenten, Abstand zu nehmen.
["Der Wulff im Schafspelz" mehr »]
Sehr geehrter Herr Wulff,
es wird dringend angeregt, von der Kandidatur für das höchste Amt unserer Bundesrepublik, nämlich das des Bundespräsidenten, Abstand zu nehmen.
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Der Krieg gegen die Rentner ist eröffnet
Jeder Krieg beginnt heute mit einer Medienkampagne. Deren erstes Ziel ist es, die Bevölkerung mit einer passenden Wahrheit, also mit einer Lüge zu versorgen. Natürlich reicht da nicht eine Lüge, sondern es muss eine ganze Reihe von Lügen miteinander verkettet werden. Selbstverständlich ist es dazu erforderlich, das die gesamte große Lüge von vielen kleinen Lügen unterstützt wird, die zudem von unterschiedlichen Personen kommen müssen. Wichtig ist auch das irgendjemand angeblich etwas hat, was die Lüge wissenschaftlich untermauert.
Solche Kampagnen werden übrigens im englischen Sprachraum viel kritischer beobachtet, als im deutschen Sprachraum. Das liegt vor allem daran, dass es im englischen Sprachraum noch einen gewissen Ethikcodex gibt, während im deutschen Sprachraum Ethik keine Rolle mehr spielt, was vor allem daran liegt, das deutsche Journalisten im wesentlichen nur noch Propagandisten für das Großkapital und die damit verbundene Politik sind. Sie sind damit fast immer Teil solch schmutziger Kampagnen. ["Der Krieg gegen die Rentner ist eröffnet" mehr »]
Aufgelesen und kommentiert 2010-06-29
G20-Gipfel kapituliert vor dem Finanzsektor
Nach dem Krisentreffen: Neuausrichtung der FDP abgesagt
FDP rutscht auch bei Forsa auf vier Prozent ab
Studie: Kopfpauschale würde den Staat um 4,5 Milliarden Euro entlasten
Bundeskanzlerin Merkel will an ermäßigter Hotel-Steuer festhalten
Die LINKE deckt auf: Einsatz am Hindukusch kostete bereits 4,6 Milliarden Euro
Verfassungsgericht prüft Schwarz/Gelbe Mehrheit in Schleswig Holstein
Landgericht Magdeburg verurteilt Umgehung des Mindestlohns als Straftat
Karstadt-Insolvenzverwalter erhält wohl 50 Millionen Euro
Deutschland nutzt Foltergeständnisse aus dem Ausland
Der Fall Harry Wörz: Wie Polizei und Justiz ein Leben zerstörten
BP-Chefökonom: "Umweltschäden durch Ölkatastrophe sind womöglich unbezahlbar"
Bundespräsidentenkandidat Wulff soll seine Lobbytätigkeit für Gentechnik-Konzerne aufgeben
Nochmal alles Wichtige zur Bundespräsidentenwahl ["Aufgelesen und kommentiert 2010-06-29" mehr »]
Nach dem Krisentreffen: Neuausrichtung der FDP abgesagt
FDP rutscht auch bei Forsa auf vier Prozent ab
Studie: Kopfpauschale würde den Staat um 4,5 Milliarden Euro entlasten
Bundeskanzlerin Merkel will an ermäßigter Hotel-Steuer festhalten
Die LINKE deckt auf: Einsatz am Hindukusch kostete bereits 4,6 Milliarden Euro
Verfassungsgericht prüft Schwarz/Gelbe Mehrheit in Schleswig Holstein
Landgericht Magdeburg verurteilt Umgehung des Mindestlohns als Straftat
Karstadt-Insolvenzverwalter erhält wohl 50 Millionen Euro
Deutschland nutzt Foltergeständnisse aus dem Ausland
Der Fall Harry Wörz: Wie Polizei und Justiz ein Leben zerstörten
BP-Chefökonom: "Umweltschäden durch Ölkatastrophe sind womöglich unbezahlbar"
Bundespräsidentenkandidat Wulff soll seine Lobbytätigkeit für Gentechnik-Konzerne aufgeben
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Tatort G20
Der Gipfel: Wir zahlen nicht nur ihre Krise, sondern auch noch ihr besoffenes Gelage in Toronto
Eine strengere Regulierung für Banken und Hedge-Fonds? Vertagt! Höhere Eigenkapitalanforderungen? Vertagt! Eine Finanzmarkttransaktionssteuer? Wird es nicht geben! Eine global koordinierte Bankenabgabe? Wird es nicht geben! Volkswirtschaftliche Koordinierungsversuche? Auf freiwilliger Basis, ohne Verpflichtung, ohne Kontrolle, ohne Sanktionierung. In Toronto unterzeichneten die Staatschefs der führenden Volkswirtschaften die bedingungslose Kapitulation der Nationalstaaten vor dem Finanzsystem und den Marktkräften.
schreibt Jens Berger auf Telepolis
Und wer das nicht schön findet, kriegt eben eins über die Mütze oder wird verhaftet. Besonders effektiv geht das, wenn die Polizei zuvor noch den berühmt berüchtigten schwarzen Block infliltriert und ein paar Fensterscheiben
In Jerusalem läuft etwas sehr falsch: Mitglieder des Parlaments werden ausgewiesen
Von Dr. Hanan Chehata - In Jerusalem läuft etwas sehr falsch. Israels abartiges Gefühl für unveränderlichen Besitz und unanfechtbare Kontrolle über palästinensisches Leben hat den Weg für eine Reihe von überhand nehmenden Aktionen frei gemacht, die großen Schrecken und Ungläubigkeit verursachen würden, wenn sie irgendwo sonst in der Welt stattfinden würden. Fangen wir mit den demokratisch gewählten Parlamentsmitgliedern an, die nicht nur aus ihren Häusern, sondern auch aus ihrer Heimatstadt Jerusalem vertrieben werden sollen.
Letzte Woche berichtete MEMO, dass Mohamed Abu Tir, Ahmend Othman, Mohamed Tutah und dem früheren Minister für Jerusalem-Angelegnheiten Khalid Abu Arafa mitgeteilt wurde, dass ihr Jerusalemer Wohnrecht zurückgezogen wurde. Nach der Maan-Nachrichten-Agentur heute morgen wurde auch der „Direktor der palästinensischen Gefangenengesellschaft in Jerusalem Nasser Qaws und der ranghohe Fatah-Offizielle Hatim Abdul Qader von israelischen Kräften alarmiert.“ Keiner ist anscheinend vor Israels Hartnäckigkeit sicher, nach und nach das Land von Palästinensern frei zu machen. 2008 entzog Israel 466 Bewohnern das Jerusalemer Wohnrecht, 2010 wird die Zahl in die Höhe schießen.
Diese erzwungene Vertreibung und die illegale Rücknahme des Wohnrechts geschieht nicht nur Parlamentariern und öffentlichen Persönlichkeiten, obwohl genau sie sicherlich gezielt gemeint sind, es geschieht auch vielen ganz gewöhnlichen Jerusalemiten. Dass das Haus vor den eigenen Augen völlig und mit allem Besitz darin mit amerikanischen Bulldozern zerstört wird, ist für viele Palästinenser nichts Neues. Doch ist es eindeutig für Israel noch nicht genug, die palästinensischen Häuser zu zerstören und das Leben der Palästinenser zu zerstören, es ist jetzt sogar ungesetzlich, gegen diese illegale Hauszerstörung zu demonstrieren. Im Laufe der neuesten Welle von illegalen Hauszerstörungen, die das Leben von weiteren Hunderten von Palästinensern in Al-Bustan zerstört, haben die israelischen Behörden damit begonnen, neue Strafen gegen die Jerusalemiten durchzusetzen. Die letzten Strafen, mit denen den pal. Bewohnern Jerusalems gedroht wird, schließt den Rückruf des Wohnrechtes ein, eine neue Schätzung der Steuern und eine Reduzierung der Sozialleistungen gegenüber den Steuer-zahlenden Bewohnern in palästinensischen Stadtteilen.
Das sind nur einige der Drohungen gegenüber Eltern, deren Kinder gegen die illegalen Hauszerstörungen protestieren. Familien wurden schon mit Deportationen bedroht und Demonstranten war gesagt worden, dass sie deportiert werden, wenn sie weiter gegen den Staat Israel „hetzen“. Im Gegensatz zu allen Standards von Menschenrechten werden diese Strafen ausgeführt, um sicher zu gehen, dass die Palästinenser sich unterwürfig zeigen und sich mit Israels illegalem Diebstahl und der Zerstörung ihres Landes einverstanden erklären, da sie sonst den Verlust von allem riskieren.
Der Umfang der Strafen, den Israel ständig weiter entwickelt, um seine illegale Enteignung von palästinensischem Land zu verstärken, erreicht ein neues und gefährliches Niveau . Die neue Serie von Vertreibungen, die in der Region stattfindet, werden unter fadenscheinigen Vorwänden getan. Es würde vor allem die betreffen, die in „Opposition“ gegen Israel seien.
Dies ist einfach ein Vorwand, um Palästinenser zu zwingen, nicht nur aus ihren Häusern, sondern aus Jerusalem zu verschwinden. Diese erzwungene Deportation in diesem Kontext ist völlig illegal und ungerechtfertigt.
In einer Zeit, in der man annimmt, dass Israel mit der palästinensischen Behörde in Ramallah ( um Frieden) verhandelt, unterminiert es weiter das Vertrauen und spielt mit palästinensischem Leben als einer krankhaften Form von Unterhaltung. ….
Ein Veteran-Parlamentarier der Labourpartei Jeremy Corbyn fasste die absurde Natur der sich entwickelnden Ereignisse zusammen und sagte: Palästinensische Parlamentarier sind im Gefängnis und werden vertrieben und jetzt werden sogar Mitglieder der Knesset in derselben Weise behandelt. „So arbeitet israelische Demokratie.“
Die Zeit für Reden ist vorbei. Israel erzwingt vor Ort in Jerusalem eine massive Veränderung. Seine Taktik, den Leuten ihre Wohnung zu nehmen und sie zwangsweise von ihrem Land zu vertreiben, muss gestoppt werden und Britannien muss seine Rolle spielen und für den Schutz der palästinensischen Bürger Jerusalems sorgen, seien es Parlamentsmitglieder oder normale Bürger, die versuchen, ihr Leben in Frieden und Würde zu leben.
Übersetzung und gekürzt von Ellen Rohlfs
Letzte Woche berichtete MEMO, dass Mohamed Abu Tir, Ahmend Othman, Mohamed Tutah und dem früheren Minister für Jerusalem-Angelegnheiten Khalid Abu Arafa mitgeteilt wurde, dass ihr Jerusalemer Wohnrecht zurückgezogen wurde. Nach der Maan-Nachrichten-Agentur heute morgen wurde auch der „Direktor der palästinensischen Gefangenengesellschaft in Jerusalem Nasser Qaws und der ranghohe Fatah-Offizielle Hatim Abdul Qader von israelischen Kräften alarmiert.“ Keiner ist anscheinend vor Israels Hartnäckigkeit sicher, nach und nach das Land von Palästinensern frei zu machen. 2008 entzog Israel 466 Bewohnern das Jerusalemer Wohnrecht, 2010 wird die Zahl in die Höhe schießen.
Diese erzwungene Vertreibung und die illegale Rücknahme des Wohnrechts geschieht nicht nur Parlamentariern und öffentlichen Persönlichkeiten, obwohl genau sie sicherlich gezielt gemeint sind, es geschieht auch vielen ganz gewöhnlichen Jerusalemiten. Dass das Haus vor den eigenen Augen völlig und mit allem Besitz darin mit amerikanischen Bulldozern zerstört wird, ist für viele Palästinenser nichts Neues. Doch ist es eindeutig für Israel noch nicht genug, die palästinensischen Häuser zu zerstören und das Leben der Palästinenser zu zerstören, es ist jetzt sogar ungesetzlich, gegen diese illegale Hauszerstörung zu demonstrieren. Im Laufe der neuesten Welle von illegalen Hauszerstörungen, die das Leben von weiteren Hunderten von Palästinensern in Al-Bustan zerstört, haben die israelischen Behörden damit begonnen, neue Strafen gegen die Jerusalemiten durchzusetzen. Die letzten Strafen, mit denen den pal. Bewohnern Jerusalems gedroht wird, schließt den Rückruf des Wohnrechtes ein, eine neue Schätzung der Steuern und eine Reduzierung der Sozialleistungen gegenüber den Steuer-zahlenden Bewohnern in palästinensischen Stadtteilen.
Das sind nur einige der Drohungen gegenüber Eltern, deren Kinder gegen die illegalen Hauszerstörungen protestieren. Familien wurden schon mit Deportationen bedroht und Demonstranten war gesagt worden, dass sie deportiert werden, wenn sie weiter gegen den Staat Israel „hetzen“. Im Gegensatz zu allen Standards von Menschenrechten werden diese Strafen ausgeführt, um sicher zu gehen, dass die Palästinenser sich unterwürfig zeigen und sich mit Israels illegalem Diebstahl und der Zerstörung ihres Landes einverstanden erklären, da sie sonst den Verlust von allem riskieren.
Der Umfang der Strafen, den Israel ständig weiter entwickelt, um seine illegale Enteignung von palästinensischem Land zu verstärken, erreicht ein neues und gefährliches Niveau . Die neue Serie von Vertreibungen, die in der Region stattfindet, werden unter fadenscheinigen Vorwänden getan. Es würde vor allem die betreffen, die in „Opposition“ gegen Israel seien.
Dies ist einfach ein Vorwand, um Palästinenser zu zwingen, nicht nur aus ihren Häusern, sondern aus Jerusalem zu verschwinden. Diese erzwungene Deportation in diesem Kontext ist völlig illegal und ungerechtfertigt.
In einer Zeit, in der man annimmt, dass Israel mit der palästinensischen Behörde in Ramallah ( um Frieden) verhandelt, unterminiert es weiter das Vertrauen und spielt mit palästinensischem Leben als einer krankhaften Form von Unterhaltung. ….
Ein Veteran-Parlamentarier der Labourpartei Jeremy Corbyn fasste die absurde Natur der sich entwickelnden Ereignisse zusammen und sagte: Palästinensische Parlamentarier sind im Gefängnis und werden vertrieben und jetzt werden sogar Mitglieder der Knesset in derselben Weise behandelt. „So arbeitet israelische Demokratie.“
Die Zeit für Reden ist vorbei. Israel erzwingt vor Ort in Jerusalem eine massive Veränderung. Seine Taktik, den Leuten ihre Wohnung zu nehmen und sie zwangsweise von ihrem Land zu vertreiben, muss gestoppt werden und Britannien muss seine Rolle spielen und für den Schutz der palästinensischen Bürger Jerusalems sorgen, seien es Parlamentsmitglieder oder normale Bürger, die versuchen, ihr Leben in Frieden und Würde zu leben.
Übersetzung und gekürzt von Ellen Rohlfs
Die bewegte Merkel
Mutti ist vom deutschen Fußballspiel begeistert. Sie ist sogar ganz hin und weg und hofft im Stillen, dass deutsche Fußballsiege ihre mehre als bescheidene Regierungsleistung und die der dumpfneoliberalen FDP wieder herausreißen. ["Die bewegte Merkel" mehr »]
Aufgelesen und kommentiert 2010-06-28
Durchbruch: G20 einigen sich auf Schuldenabbau
Was man sich für die teuren G8- oder G20-Gipfel stattdessen kaufen könnte
Wirtschaftsprüfung: Deutsche Banken haben die meisten faulen Kredite
Mitglieder der Union fordern IQ-Tests für Einwanderer
50-Stunden-Woche für 600 Euro: Das Leben einer Hotel-Hungerlöhnerin
Gesetzentwurf im Bundesat: Beratungshilferecht bei Hartz4 soll eingeschränkt werden
Und dann war da noch Präsidentenkandidat Christian Wulff (CDU)
Kurzvideo: Krisen-Splitter
Siemens hat Antrag auf eine Banklizenz gestellt
Schock für Löw: Unionspolitiker fordern Intelligenztests für Einwanderer ["Aufgelesen und kommentiert 2010-06-28" mehr »]
Was man sich für die teuren G8- oder G20-Gipfel stattdessen kaufen könnte
Wirtschaftsprüfung: Deutsche Banken haben die meisten faulen Kredite
Mitglieder der Union fordern IQ-Tests für Einwanderer
50-Stunden-Woche für 600 Euro: Das Leben einer Hotel-Hungerlöhnerin
Gesetzentwurf im Bundesat: Beratungshilferecht bei Hartz4 soll eingeschränkt werden
Und dann war da noch Präsidentenkandidat Christian Wulff (CDU)
Kurzvideo: Krisen-Splitter
Siemens hat Antrag auf eine Banklizenz gestellt
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Unionsabgeordnete fordern Intelligenztest für Migranten
Egal was auch immer in der Welt passieren mag. Bei den Zwergrassisten von CDU und CSU kommt die alte braune Farbe doch immer wieder durch. Ihr neuester "Knüller" ist die Forderung Intelligenztests für Einwanderer einzuführen. Damit liegen sie voll im Trend des Thilo Sarrazin, der ja auch Angst vor Verdummung der Deutschen anführt, um seinen Rassismus zu tarnen. ["Unionsabgeordnete fordern Intelligenztest für Migranten" mehr »]
Gewerkschaften im Umbruch
Bisher waren die Gewerkschaften in Deutschland ja brave Erfüllungsgehilfen von Kapital und Politik. Gerade durch die Mitbestimmungsgesetzgebung fiel es ihnen leicht sich selbst als Unternehmer zu fühlen und die Interessen der Arbeitnehmer und Arbeitslosen vollständig zu vergessen.
Die Macht des DGB schien unerschütterlich und die anderen Gewerkschaften waren entweder direkte Gründungen von Arbeitgebern oder wie die sogenannten christlichen Gewerkschaften nur darum bemüht noch schlechtere Verträge für ihre Mitglieder auszuhandeln, als es der DGB schon tat. ["Gewerkschaften im Umbruch" mehr »]
Aufgelesen und kommentiert 2010-06-27
Kaum Kontrollen: Firmen umgehen massenhaft die gesetzlichen Mindestlöhne
FDP plädiert für freiwillige Reichensteuer
Klimaschutz: Bundesregierung streicht nun alle Subventionen
Über Staatsverschuldung und private Geldvermögen
Sparen, sparen, sparen: Schwarz-gelbe Geisterfahrt
Wahnsinn wie in den 30ern: Zu Hause sparen und zu Lasten der Nachbarn exportieren
Sparen oder Geld ausgeben?
Berichterstattung vom G20-Gipfel: Lehrbeispiel für Meinungsmache
CDU-Innenminister de Maizere gibt Lafontaine recht: Wechselkurs zwischen West- und Ostgeld war ökonomisch falsch
Wirtschaftskrise: Kinderarmut nimmt dramatisch zu
Gewerkschaft kündigt "Wochen der sozialen Unruhe" an
Die "moderne" Sozialdemokratie: Rassismus ist erlaubt, Tabus gibt es nur links
Gauck-Hype? Welcher Gauck-Hype??
Landesweiter Protest: Franzosen streiken gegen Rente mit 62
Soziale Herkunft prägt Bildungschancen
Elitenförderung statt Bildungsrepublik
FDP hält Kurs ["Aufgelesen und kommentiert 2010-06-27" mehr »]
FDP plädiert für freiwillige Reichensteuer
Klimaschutz: Bundesregierung streicht nun alle Subventionen
Über Staatsverschuldung und private Geldvermögen
Sparen, sparen, sparen: Schwarz-gelbe Geisterfahrt
Wahnsinn wie in den 30ern: Zu Hause sparen und zu Lasten der Nachbarn exportieren
Sparen oder Geld ausgeben?
Berichterstattung vom G20-Gipfel: Lehrbeispiel für Meinungsmache
CDU-Innenminister de Maizere gibt Lafontaine recht: Wechselkurs zwischen West- und Ostgeld war ökonomisch falsch
Wirtschaftskrise: Kinderarmut nimmt dramatisch zu
Gewerkschaft kündigt "Wochen der sozialen Unruhe" an
Die "moderne" Sozialdemokratie: Rassismus ist erlaubt, Tabus gibt es nur links
Gauck-Hype? Welcher Gauck-Hype??
Landesweiter Protest: Franzosen streiken gegen Rente mit 62
Soziale Herkunft prägt Bildungschancen
Elitenförderung statt Bildungsrepublik
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Es gibt sie: die etwas anderen Unternehmer
"Die Reichen haben Angst" lautet die Überschrift eines Interviews mit Dirk Rossmann (von der Drogeriekette Rossmann) in der taz. "Der Drogerie-Unternehmer fordert: Die Steuern auf Gewinne und hohe Einkommen müssen steigen. Er sagt auch, viele Wohlhabende würden das unterstützen." Da sag ich nur: einverstanden!
Es Schlottertmich, in diesem Sommer
Klaus Baum hat nochmas die sozial-eugenischen Progamme der Herren Sloterdijk und Heinsohn aufgelistet, die ganz offensichtlich immer mehr in die Politik einfließen, was nicht zuletzt das neue "Sparpaket" und die Streichung des Elterngelds für die stigmatisierten "Unterschichtler" beweist.
Ich möchte in diesem Zusammenhang hier gerne nochmals auf die Seite http://sgb2.wordpress.com/ verweisen und möglichst viele Menschen dazu aufrufen, sich mit dem Grundgesetz zu befassen bzw. es endlich aktiv zu verteidigen. Nicht dass ich mir besonders viel vom Klagen erhoffe, aber wir müssen deutlich machen, dass wir unsere Grundrechte kennen und sie uns nicht nehmen lassen und diesbezüglich ist das Einklagen dergleichen ein eindeutiges Zeichen, wenn wir dies gebündelt und geballt tun. Leavus Dexter bringt das hier (betreffend der Ungültigkeit des SGB2) auch nochmal auf den Punkt: ["Es Schlottertmich, in diesem Sommer" mehr »]
Ich möchte in diesem Zusammenhang hier gerne nochmals auf die Seite http://sgb2.wordpress.com/ verweisen und möglichst viele Menschen dazu aufrufen, sich mit dem Grundgesetz zu befassen bzw. es endlich aktiv zu verteidigen. Nicht dass ich mir besonders viel vom Klagen erhoffe, aber wir müssen deutlich machen, dass wir unsere Grundrechte kennen und sie uns nicht nehmen lassen und diesbezüglich ist das Einklagen dergleichen ein eindeutiges Zeichen, wenn wir dies gebündelt und geballt tun. Leavus Dexter bringt das hier (betreffend der Ungültigkeit des SGB2) auch nochmal auf den Punkt: ["Es Schlottertmich, in diesem Sommer" mehr »]
Sound of South Africa
Paul Simon hat ihn eingefangen für sein Album Graceland, von 1987. Drei Jahe später kam Nelson Mandela nach 28 Jahren im Gefängnis endlich wieder frei. Hier drei Videos von einem Konzert in Zimbabwe, eines mit der großen Miriam Makeba.
["Sound of South Africa" mehr »]
Schalit, zum Beispiel
Von Uri Avnery
ICH SCHREIBE diese Zeilen, während ich durchs Fenster aufs blaue Wasser des Mittelmeers schaue. Dabei denke ich an den jungen Mann, der nicht weit vom Meer gefangen gehalten wird, nur ein paar Dutzend Kilometer südlich von hier.
Ob Gilad auch das Meer durch ein Fenster sieht? Hat er überhaupt ein Fenster? Sieht er etwas? Wie geht es ihm? Wie wird er behandelt?
Er ist nun seit vier Jahren und einem Tag in Gefangenschaft – und es ist kein Ende abzusehen.
Gilad Schalit ist zu einem lebenden Symbol geworden – einem Beispiel für die israelische Realität, der Unfähigkeit unserer Führer, Entscheidungen zu treffen, ihrer moralischen und politischen Feigheit, ihrer Unfähigkeit, eine Situation zu analysieren und daraus Schlüsse zu ziehen.
WENN ES eine praktische Gelegenheit gegeben hätte, Schalit durch eine militärische Aktion zu befreien, hätte die israelische Regierung diese schnell unternommen.
So viel ist klar, weil die israelische Öffentlichkeit ein Problem immer eher mit Gewalt lösen will, als etwas zu tun, das als Schwäche ausgelegt werden könnte. Die Rettung der Geiseln in Entebbe 1976 wird als eine der ruhmreichsten Operationen in Israels Geschichte angesehen, obwohl es da nur um Haares Breite zwischen Erfolg und Misslingen ging. Es war ein Spiel mit dem Leben von 105 Geiseln und dem der Soldaten – und es war erfolgreich.
Bei anderen Gelegenheiten hatte das Glücksspiel keinen Erfolg. Nicht in München 1972, als man mit dem Leben der Athleten spielte und verlor. Nicht in Ma’alot 1976 , als man mit dem Leben der Schüler spielte, und verlor. Nicht bei den Bemühungen 1994, um den gefangenen Soldaten Nachshon Wachsman zu befreien, als man mit seinem Leben spielte und wieder verlor.
Wenn es eine Chance gegeben hätte, Schalit mit Gewalt zu befreien, hätten sie sein Leben riskiert und hätten wahrscheinlich auch versagt. Glücklicherweise hat es keine solche Chance dafür
gegeben. Vorläufig.
Tatsächlich ist das ziemlich bemerkenswert. Unsere Sicherheitsdienste haben außer elektronischen und anderen Geräten Hunderte von versteckten Kollaborateuren im Gazastreifen. Doch scheint es keine zuverlässigen Informationen über Schalits Aufenthaltsort zu geben.
Wie ist das Hamas gelungen? Unter anderem dadurch , dass jeder Kontakt mit dem Gefangenen verhindert wurde – keine Treffen mit dem Internationalen Roten Kreuz oder ausländischen Würdenträgern, nur zwei Videos, fast keine Briefe. Sie ließen sich einfach nicht unter Druck setzen. Sie verweigern alle Forderungen dieser Art.
Dieses Problem könnte möglicherweise überwunden werden, wenn unsere Regierung bereit gewesen wäre, die Versicherung zu geben, dass kein Versuch unternommen werde, ihn gewaltsam zu befreien. Dafür hätte Hamas ihn mit dem Roten Kreuz treffen lassen müssen, um das zu ermöglichen. Um bei solch einem gemeinsamen Unterfangen glaubwürdig zu sein, wäre wahrscheinlich eine Garantie durch eine dritte Partei wie die US nötig gewesen. Da solch eine Vereinbarung fehlt, sind alle scheinheiligen Reden von ausländischen Staatsmännern über „lasst das Rote Kreuz den Soldaten besuchen“ alles nur viele leere Worte.
NICHT WENIGER heuchlerisch sind die Forderungen ausländischer Persönlichkeiten, man „solle den gekidnappten Soldaten frei lassen“.
Solche Forderungen sind Musik für israelische Ohren, übersehen aber völlig die Tatsache, dass es sich hier um einen Gefangenenaustausch handelt.
Gilad Schalit lebt und atmet, ein junger Mann, dessen Schicksal starke Emotionen weckt. Aber das Gleiche gilt für palästinensische Gefangene. Sie sind am Leben und atmen, und ihr Schicksal weckt genau so menschliche Emotionen. Es sind junge Menschen, deren Leben im Gefängnis vertan wird. Unter ihnen sind politische Führer, die dafür bestraft werden, einfach zu der einen oder anderen Organisation zu gehören. Unter ihnen sind auch Leute, die - nach hebräischer Redeweise – „Blut an ihren Händen“ haben und nach palästinensischer Redeweise – Nationalhelden sind, die ihre eigene Freiheit geopfert haben, um der Befreiung ihres Volkes willen.
Der von der Hamas geforderte Preis scheint maßlos – ein Tausend für einen. Aber Israel hat für andere Gefangene in der Vergangenheit schon solch einen Preis bezahlt – und das ist die Standardpreisliste geworden Hamas kann, um ihr Gesicht nicht zu verlieren , nicht weniger akzeptieren.
Die Tausend palästinensischen Gefangenen haben Familien – Väter, Mütter, Frauen und Kinder, Brüder und Schwestern – genau wie Gilad Schalit. Auch sie schreien auf, fordern, üben Druck aus. Die Hamas kann sie nicht ignorieren.
DIE GANZE Affäre zeigt in erschreckender Weise, wie unsere Regierungen – die letzte genau so wie die gegenwärtige – unfähig sind, Entscheidungen zu treffen und sogar logisch zu denken.
Die Hamas hat schon in Entsprechung zu vergangenen Präzedenzfällen vor vier Jahren den Preis festgelegt. Ihre Forderung hat sich seitdem nicht verändert.
Seit dem ersten Augenblick vor vier Jahren wäre es nötig gewesen, sich zu entscheiden.
Zweifellos hätte so ein Abkommen die Hamas gestärkt. Es würde als bedeutsamer palästinensischer Faktor ihre Legitimität unterstreichen. Es würde als Bestätigung des Mantras angesehen werden, dass „Israel nur die Sprache der Gewalt versteht“.
Deshalb kommt eine einfache Frage auf: Ja oder nein?
Ja bedeutet ein Schlag gegen Mahmoud Abbas, dessen versöhnlicher Art es nicht gelungen ist, einen einzigen bedeutenden palästinensischen Gefangenen zu befreien. ( Die US haben jedes potentielle Abkommen mit Hamas durch ihr Veto verhindert, da es diese Organisation gestärkt hätte, die sie als „terroristische Organisation“ betrachteten und Abbas geschwächt hätte, den sie als ihren Mann sehen.)
Nein bedeutet für Schalit Gefangenschaft auf Lebenszeit mit ständiger Gefahr für sein Leben.
Inzwischen sind es vier Jahre, dass unsere Führer unfähig sind, zu entscheiden, genau wie sie unfähig sind, über jede andere bedeutsame Sache zu entscheiden, die unsere Zukunft betrifft. ( Zum Beispiel: Zwei Staaten: oder ein Apartheid-Staat? Frieden oder Siedlungen? Mit Abbas ein Friedens-abkommen machen oder mit der Hamas verhandeln?)
UM SICH aus der Notwendigkeit, eine Entscheidung zu treffen, heraus zu manövrieren, sind mehrere Tricks angewandt worden. Unter anderem die Behauptung, der Zweck der Gazablockade sei es, Schalit zu befreien.
Das war von Anfang an ein verlogener Vorwand. Die Blockade ist verhängt worden, um die Bevölkerung von Gaza zu zwingen, das Hamasregime zu stürzen, das die demokratischen Wahlen der Palästinenser gewonnen hatte. Die Verbindung zu Schalit diente nur der Propaganda.
Jetzt ist die Blockade teilweise aufgehoben worden. Das ist ein großer Erfolg für die Hilfsflotille – ein Sieg, an den die Organisatoren der Flotille nicht in ihren kühnsten Träumen zu hoffen gewagt hatten. Als Folge der dummen Entscheidung, das türkische Schiff anzugreifen, machte der internationale Druck diesen Schritt unvermeidlich.
Unter den Vorwänden, die sich die Regierung ausgedacht hatte, erklärte sie, „die Blockade habe nicht dazu geholfen, Schalit zu befreien“.
Schalits Eltern schrieen auf. Sie waren wirklich davon überzeugt, es gebe eine Verbindung zwischen der Blockade und dem Schicksal ihres Sohnes. Aber es ist offensichtlich, dass, als entschieden wurde, dem internationalen Druck nachzugeben und die Blockade teilweise aufzuheben, Binyamin Netanyahu und Ehud Barak gar nicht an Schalit dachten.
Ich betone das Wort „teilweise“. Es ist zwar ein großer Sieg für all jene, die von Anfang an sagten, die Blockade sei unmoralisch, illegal und unklug. Die Entscheidung alles in den Streifen hineinzulassen, außer Waffen, stellt schon einen großen Wandel dar.
Aber das Hauptproblem in Gaza ist die Armut, die durch Arbeitslosigkeit hervorgerufen wird. Praktisch sind alle Unternehmen durch die Blockade stillgelegt worden. Sie können nicht nur kein Rohmaterial bekommen, sondern, was nicht weniger wichtig ist, sie können ihre Produkte auch nicht in die Westbank, nach Israel und in die Welt exportieren. Es scheint, als habe sich diese Situation noch nicht geändert. Selbst wenn die Unternehmen Rohmaterial erhalten würden, könnten sie ihre Produkte nicht exportieren – Textilien, Früchte, Blumen und alles Übrige. Die israelischen Lieferanten werden jetzt Millionen machen, wenn sie ihre Waren im Gazastreifen verkaufen, aber die Bewohner von Gaza werden nicht in der Lage sein, ihre Produkte an Israel zu verkaufen.
Doch dies betrifft nicht Schalits Schicksal .
DIE ScHALIT-Familie ist in großer Not. Man kann sie verstehen. Aber Sympathie sollte Kritik nicht ausschließen.
Sie haben unrecht, wenn sie gegen die Aufhebung der Blockade sind. Sie haben unrecht, wenn sie verlangen, dass Hamasgefangene in Israel kein Familienbesuch erlaubt ist. ( und nicht nur, weil es den Familien, die in Gaza leben, nicht erlaubt ist, Israel zu betreten.)
Man kann nicht beides haben. Wenn Noam Schalit, der Vater, verlangt, dass man tausend Hamas-Gefangene für seinen Sohn freilassen soll, kann er nicht gleichzeitig an der Verfolgung der Hamasgefangenen teilnehmen. Er kann nicht menschliche Behandlung für seinen Sohn verlangen – und gleichzeitig die unmenschliche Behandlung der Gazabevölkerung rechtfertigen. Die Doppelmoral verwirrt die Öffentlichkeit und schwächt die Kampagne zur Befreiung Gilads.
Die Botschaft muss einfach, klar und aufrichtig sein: Benyamin Netanyahu soll sofort die Entscheidung für den Gefangenenaustausch machen. Gilad wird nach Hause zurückkehren, und alle Israelis werden jubilieren. Die palästinensischen Gefangenen werden auch nach Hause zurückkehren, und auch dort werden alle jubilieren.
DIE UNFÄHIGKEIT Netanyahus, Entscheidungen zu treffen und hinter ihnen zu stehen, zeigt// enthüllt das volle Ausmaß seiner Inkompetenz als Führer.
Stattdessen haben wir einen Marketingspezialisten (was zufällig auch sein ursprünglicher Beruf ist), eine Person, die morgens mit Umfragen aufwacht und abends mit Umfragen schlafen geht. Die Meinungsforscher sagen ihm, die Befreiung von Gilad Schalit würde beliebt sein, aber die Befreiung von Palästinensern unbeliebt . Nachts im Bett zerbricht er sich den Kopf, was wohl für ihn besser sein würde? Wie viele Stimmen würde er gewinnen, wie viele Stimmen verlieren?
Das ist beängstigend. Wenn er keine aufrichtige, einfache Entscheidung über das Schicksal von Schalit machen kann, wie will er dann Entscheidungen über die Probleme treffen, die unser aller Schicksal nicht nur für ein Jahr, sondern für kommende Generationen betreffen?
Aus dem Englischen: Ellen Rohlfs, vom Verfasser autorisiert
Gush Shalom
Inserat in Haaretz am 25.6.2010
Der Bürgermeister von Jerusalem
Ein extrem Rechter
Hat seine Entscheidung angekündigt
22 arabische Häuser in Silwan
zu demolieren.
Der Führer der Arbeiterpartei
Ehud Barak hat vorsichtig Kritik
Am „Timing“ dieser Provokation
Geübt.
Die Meretzfraktion
Hat die Stadtkoalition
Verlassen.
Barak denkt nicht daran
Die provokative
Regierungskoalition
Zu verlassen.
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Gush Shalom POB 3322 Tel Aviv 61033
info@gush-shalom.org
www.gush-shalom.org
ICH SCHREIBE diese Zeilen, während ich durchs Fenster aufs blaue Wasser des Mittelmeers schaue. Dabei denke ich an den jungen Mann, der nicht weit vom Meer gefangen gehalten wird, nur ein paar Dutzend Kilometer südlich von hier.
Ob Gilad auch das Meer durch ein Fenster sieht? Hat er überhaupt ein Fenster? Sieht er etwas? Wie geht es ihm? Wie wird er behandelt?
Er ist nun seit vier Jahren und einem Tag in Gefangenschaft – und es ist kein Ende abzusehen.
Gilad Schalit ist zu einem lebenden Symbol geworden – einem Beispiel für die israelische Realität, der Unfähigkeit unserer Führer, Entscheidungen zu treffen, ihrer moralischen und politischen Feigheit, ihrer Unfähigkeit, eine Situation zu analysieren und daraus Schlüsse zu ziehen.
WENN ES eine praktische Gelegenheit gegeben hätte, Schalit durch eine militärische Aktion zu befreien, hätte die israelische Regierung diese schnell unternommen.
So viel ist klar, weil die israelische Öffentlichkeit ein Problem immer eher mit Gewalt lösen will, als etwas zu tun, das als Schwäche ausgelegt werden könnte. Die Rettung der Geiseln in Entebbe 1976 wird als eine der ruhmreichsten Operationen in Israels Geschichte angesehen, obwohl es da nur um Haares Breite zwischen Erfolg und Misslingen ging. Es war ein Spiel mit dem Leben von 105 Geiseln und dem der Soldaten – und es war erfolgreich.
Bei anderen Gelegenheiten hatte das Glücksspiel keinen Erfolg. Nicht in München 1972, als man mit dem Leben der Athleten spielte und verlor. Nicht in Ma’alot 1976 , als man mit dem Leben der Schüler spielte, und verlor. Nicht bei den Bemühungen 1994, um den gefangenen Soldaten Nachshon Wachsman zu befreien, als man mit seinem Leben spielte und wieder verlor.
Wenn es eine Chance gegeben hätte, Schalit mit Gewalt zu befreien, hätten sie sein Leben riskiert und hätten wahrscheinlich auch versagt. Glücklicherweise hat es keine solche Chance dafür
gegeben. Vorläufig.
Tatsächlich ist das ziemlich bemerkenswert. Unsere Sicherheitsdienste haben außer elektronischen und anderen Geräten Hunderte von versteckten Kollaborateuren im Gazastreifen. Doch scheint es keine zuverlässigen Informationen über Schalits Aufenthaltsort zu geben.
Wie ist das Hamas gelungen? Unter anderem dadurch , dass jeder Kontakt mit dem Gefangenen verhindert wurde – keine Treffen mit dem Internationalen Roten Kreuz oder ausländischen Würdenträgern, nur zwei Videos, fast keine Briefe. Sie ließen sich einfach nicht unter Druck setzen. Sie verweigern alle Forderungen dieser Art.
Dieses Problem könnte möglicherweise überwunden werden, wenn unsere Regierung bereit gewesen wäre, die Versicherung zu geben, dass kein Versuch unternommen werde, ihn gewaltsam zu befreien. Dafür hätte Hamas ihn mit dem Roten Kreuz treffen lassen müssen, um das zu ermöglichen. Um bei solch einem gemeinsamen Unterfangen glaubwürdig zu sein, wäre wahrscheinlich eine Garantie durch eine dritte Partei wie die US nötig gewesen. Da solch eine Vereinbarung fehlt, sind alle scheinheiligen Reden von ausländischen Staatsmännern über „lasst das Rote Kreuz den Soldaten besuchen“ alles nur viele leere Worte.
NICHT WENIGER heuchlerisch sind die Forderungen ausländischer Persönlichkeiten, man „solle den gekidnappten Soldaten frei lassen“.
Solche Forderungen sind Musik für israelische Ohren, übersehen aber völlig die Tatsache, dass es sich hier um einen Gefangenenaustausch handelt.
Gilad Schalit lebt und atmet, ein junger Mann, dessen Schicksal starke Emotionen weckt. Aber das Gleiche gilt für palästinensische Gefangene. Sie sind am Leben und atmen, und ihr Schicksal weckt genau so menschliche Emotionen. Es sind junge Menschen, deren Leben im Gefängnis vertan wird. Unter ihnen sind politische Führer, die dafür bestraft werden, einfach zu der einen oder anderen Organisation zu gehören. Unter ihnen sind auch Leute, die - nach hebräischer Redeweise – „Blut an ihren Händen“ haben und nach palästinensischer Redeweise – Nationalhelden sind, die ihre eigene Freiheit geopfert haben, um der Befreiung ihres Volkes willen.
Der von der Hamas geforderte Preis scheint maßlos – ein Tausend für einen. Aber Israel hat für andere Gefangene in der Vergangenheit schon solch einen Preis bezahlt – und das ist die Standardpreisliste geworden Hamas kann, um ihr Gesicht nicht zu verlieren , nicht weniger akzeptieren.
Die Tausend palästinensischen Gefangenen haben Familien – Väter, Mütter, Frauen und Kinder, Brüder und Schwestern – genau wie Gilad Schalit. Auch sie schreien auf, fordern, üben Druck aus. Die Hamas kann sie nicht ignorieren.
DIE GANZE Affäre zeigt in erschreckender Weise, wie unsere Regierungen – die letzte genau so wie die gegenwärtige – unfähig sind, Entscheidungen zu treffen und sogar logisch zu denken.
Die Hamas hat schon in Entsprechung zu vergangenen Präzedenzfällen vor vier Jahren den Preis festgelegt. Ihre Forderung hat sich seitdem nicht verändert.
Seit dem ersten Augenblick vor vier Jahren wäre es nötig gewesen, sich zu entscheiden.
Zweifellos hätte so ein Abkommen die Hamas gestärkt. Es würde als bedeutsamer palästinensischer Faktor ihre Legitimität unterstreichen. Es würde als Bestätigung des Mantras angesehen werden, dass „Israel nur die Sprache der Gewalt versteht“.
Deshalb kommt eine einfache Frage auf: Ja oder nein?
Ja bedeutet ein Schlag gegen Mahmoud Abbas, dessen versöhnlicher Art es nicht gelungen ist, einen einzigen bedeutenden palästinensischen Gefangenen zu befreien. ( Die US haben jedes potentielle Abkommen mit Hamas durch ihr Veto verhindert, da es diese Organisation gestärkt hätte, die sie als „terroristische Organisation“ betrachteten und Abbas geschwächt hätte, den sie als ihren Mann sehen.)
Nein bedeutet für Schalit Gefangenschaft auf Lebenszeit mit ständiger Gefahr für sein Leben.
Inzwischen sind es vier Jahre, dass unsere Führer unfähig sind, zu entscheiden, genau wie sie unfähig sind, über jede andere bedeutsame Sache zu entscheiden, die unsere Zukunft betrifft. ( Zum Beispiel: Zwei Staaten: oder ein Apartheid-Staat? Frieden oder Siedlungen? Mit Abbas ein Friedens-abkommen machen oder mit der Hamas verhandeln?)
UM SICH aus der Notwendigkeit, eine Entscheidung zu treffen, heraus zu manövrieren, sind mehrere Tricks angewandt worden. Unter anderem die Behauptung, der Zweck der Gazablockade sei es, Schalit zu befreien.
Das war von Anfang an ein verlogener Vorwand. Die Blockade ist verhängt worden, um die Bevölkerung von Gaza zu zwingen, das Hamasregime zu stürzen, das die demokratischen Wahlen der Palästinenser gewonnen hatte. Die Verbindung zu Schalit diente nur der Propaganda.
Jetzt ist die Blockade teilweise aufgehoben worden. Das ist ein großer Erfolg für die Hilfsflotille – ein Sieg, an den die Organisatoren der Flotille nicht in ihren kühnsten Träumen zu hoffen gewagt hatten. Als Folge der dummen Entscheidung, das türkische Schiff anzugreifen, machte der internationale Druck diesen Schritt unvermeidlich.
Unter den Vorwänden, die sich die Regierung ausgedacht hatte, erklärte sie, „die Blockade habe nicht dazu geholfen, Schalit zu befreien“.
Schalits Eltern schrieen auf. Sie waren wirklich davon überzeugt, es gebe eine Verbindung zwischen der Blockade und dem Schicksal ihres Sohnes. Aber es ist offensichtlich, dass, als entschieden wurde, dem internationalen Druck nachzugeben und die Blockade teilweise aufzuheben, Binyamin Netanyahu und Ehud Barak gar nicht an Schalit dachten.
Ich betone das Wort „teilweise“. Es ist zwar ein großer Sieg für all jene, die von Anfang an sagten, die Blockade sei unmoralisch, illegal und unklug. Die Entscheidung alles in den Streifen hineinzulassen, außer Waffen, stellt schon einen großen Wandel dar.
Aber das Hauptproblem in Gaza ist die Armut, die durch Arbeitslosigkeit hervorgerufen wird. Praktisch sind alle Unternehmen durch die Blockade stillgelegt worden. Sie können nicht nur kein Rohmaterial bekommen, sondern, was nicht weniger wichtig ist, sie können ihre Produkte auch nicht in die Westbank, nach Israel und in die Welt exportieren. Es scheint, als habe sich diese Situation noch nicht geändert. Selbst wenn die Unternehmen Rohmaterial erhalten würden, könnten sie ihre Produkte nicht exportieren – Textilien, Früchte, Blumen und alles Übrige. Die israelischen Lieferanten werden jetzt Millionen machen, wenn sie ihre Waren im Gazastreifen verkaufen, aber die Bewohner von Gaza werden nicht in der Lage sein, ihre Produkte an Israel zu verkaufen.
Doch dies betrifft nicht Schalits Schicksal .
DIE ScHALIT-Familie ist in großer Not. Man kann sie verstehen. Aber Sympathie sollte Kritik nicht ausschließen.
Sie haben unrecht, wenn sie gegen die Aufhebung der Blockade sind. Sie haben unrecht, wenn sie verlangen, dass Hamasgefangene in Israel kein Familienbesuch erlaubt ist. ( und nicht nur, weil es den Familien, die in Gaza leben, nicht erlaubt ist, Israel zu betreten.)
Man kann nicht beides haben. Wenn Noam Schalit, der Vater, verlangt, dass man tausend Hamas-Gefangene für seinen Sohn freilassen soll, kann er nicht gleichzeitig an der Verfolgung der Hamasgefangenen teilnehmen. Er kann nicht menschliche Behandlung für seinen Sohn verlangen – und gleichzeitig die unmenschliche Behandlung der Gazabevölkerung rechtfertigen. Die Doppelmoral verwirrt die Öffentlichkeit und schwächt die Kampagne zur Befreiung Gilads.
Die Botschaft muss einfach, klar und aufrichtig sein: Benyamin Netanyahu soll sofort die Entscheidung für den Gefangenenaustausch machen. Gilad wird nach Hause zurückkehren, und alle Israelis werden jubilieren. Die palästinensischen Gefangenen werden auch nach Hause zurückkehren, und auch dort werden alle jubilieren.
DIE UNFÄHIGKEIT Netanyahus, Entscheidungen zu treffen und hinter ihnen zu stehen, zeigt// enthüllt das volle Ausmaß seiner Inkompetenz als Führer.
Stattdessen haben wir einen Marketingspezialisten (was zufällig auch sein ursprünglicher Beruf ist), eine Person, die morgens mit Umfragen aufwacht und abends mit Umfragen schlafen geht. Die Meinungsforscher sagen ihm, die Befreiung von Gilad Schalit würde beliebt sein, aber die Befreiung von Palästinensern unbeliebt . Nachts im Bett zerbricht er sich den Kopf, was wohl für ihn besser sein würde? Wie viele Stimmen würde er gewinnen, wie viele Stimmen verlieren?
Das ist beängstigend. Wenn er keine aufrichtige, einfache Entscheidung über das Schicksal von Schalit machen kann, wie will er dann Entscheidungen über die Probleme treffen, die unser aller Schicksal nicht nur für ein Jahr, sondern für kommende Generationen betreffen?
Aus dem Englischen: Ellen Rohlfs, vom Verfasser autorisiert
Gush Shalom
Inserat in Haaretz am 25.6.2010
Der Bürgermeister von Jerusalem
Ein extrem Rechter
Hat seine Entscheidung angekündigt
22 arabische Häuser in Silwan
zu demolieren.
Der Führer der Arbeiterpartei
Ehud Barak hat vorsichtig Kritik
Am „Timing“ dieser Provokation
Geübt.
Die Meretzfraktion
Hat die Stadtkoalition
Verlassen.
Barak denkt nicht daran
Die provokative
Regierungskoalition
Zu verlassen.
Helfen Sie uns, unsere Aktivitäten und Inserate
mittels Schecks zu bezahlen.
Gush Shalom POB 3322 Tel Aviv 61033
info@gush-shalom.org
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Aber die Deutschen gehen pünktlich zur Arbeit ...
Gestern, während meiner geliebten Einkaufspause: Ins Cafe gehen, Zeitung lesen, rauchen - wobei mir der Kellner mit schöner Hand Feuer reicht. Sehr galant. Titelseite der Jungen Welt: Streik in Italien. "Also mischte sich am gestrigen Freitag, als das fußballbegeisterte Italien in den Generalstreik trat, die Wut über die Politik Roms mit dem Frust über das Versagen der Squadra Azzurra. Regierungschef Berlusconi erlebte, daß der Sport das politische Handeln nicht zu verhindern vermag. Millionen Beschäftigte folgten dem Aufruf des größten Gewerkschaftsdachverbands CGIL." Etwas wie Neid fängt an in mir zu brennen.
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Aufgelesen und kommentiert 2010-06-25
Bisschen verspätet noch meine Freitags-Linksammlung:
Deutsche Post soll alle Briefe von Arbeitslosen öffnen und digitalisieren
CDU-Haushaltsexperte Steffen Kampeter macht sich mal wieder lächerlich
SPIEGEL-Propaganda: Deutsche Löhne steigen stärker als französische
SPIEGEL-Propaganda: Rentenkasse droht Milliardendefizit
SPIEGEL-Propaganda: Deutschland wird 2025 kaum noch Erwerbslose haben
FDP-Wirtschaftsminister Brüderle: "Im Herbst keine drei Millionen Arbeitslose mehr"
Diskriminierungen gegen Minijobber: "Die Politik muss jetzt eingreifen"
Nach Hilfeschrei der EU-Finanzpolitiker: EU sieht kein Lobbyproblem
Parteispenden: Eine halbe Million allein für die CDU Schleswig Holstein
Hochbezahlte Nebenjobs: Ex-Finanzminister Steinbrück (SPD) missbraucht sein Abgeordnetenmandat
Sozialdemokraten im Europaparlament geben Widerstand gegen das SWIFT-Abkommen auf
Gute PISA-Ergenisse in Süddeutschland vor allem durch soziale Selektion
Millionenschwerer Schmiergeldskandal: Fifa-Funktionäre kaufen sich frei
Hauptsache wir sind im Achtelfinale ["Aufgelesen und kommentiert 2010-06-25" mehr »]
Deutsche Post soll alle Briefe von Arbeitslosen öffnen und digitalisieren
CDU-Haushaltsexperte Steffen Kampeter macht sich mal wieder lächerlich
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SPIEGEL-Propaganda: Deutschland wird 2025 kaum noch Erwerbslose haben
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Parteispenden: Eine halbe Million allein für die CDU Schleswig Holstein
Hochbezahlte Nebenjobs: Ex-Finanzminister Steinbrück (SPD) missbraucht sein Abgeordnetenmandat
Sozialdemokraten im Europaparlament geben Widerstand gegen das SWIFT-Abkommen auf
Gute PISA-Ergenisse in Süddeutschland vor allem durch soziale Selektion
Millionenschwerer Schmiergeldskandal: Fifa-Funktionäre kaufen sich frei
Hauptsache wir sind im Achtelfinale ["Aufgelesen und kommentiert 2010-06-25" mehr »]
Brahms und Ravel auf der Vuvuzela
Die Zeit bekommt auf Duckhome durchweg schlechte Kritiken weil sie einfach ein Schmierblatt der neoliberalen Ausbeuter ist und nichts für die Menschen übrig hat, die dieses Land in Wirklichkeit am laufen halten. Es ist eben einfach ein Propagandablättchen des Kapitals.
Aber auch das blindeste Huhn findet manchmal ein Korn und in der Zeit findet sich sogar mal ein brauchbarer Beitrag. ["Brahms und Ravel auf der Vuvuzela" mehr »]
Scheinheilig ohne Ende
Im Vorwärts , dem Parteiorgan der SPD, ist online vom 21. Juni 2010 ein Interview mit Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, zu lesen.
Sie empört sich ganz besonders über den Satz von Guido Westerwelle: Wir haben über unsere Verhältnisse gelebt. Für Langzeitarbeitslose im Rentenalter, vor allem in Ostdeutschland, sagt sie „richtige Abstürze“ voraus.
Das Sparpaket der Bundesregierung sieht sie als eine absolute Schieflage. Es werden die zum Sparen herangezogen, die ohnehin kaum genug Geld haben, um über die Runden zu kommen.
["Scheinheilig ohne Ende" mehr »]
Sie empört sich ganz besonders über den Satz von Guido Westerwelle: Wir haben über unsere Verhältnisse gelebt. Für Langzeitarbeitslose im Rentenalter, vor allem in Ostdeutschland, sagt sie „richtige Abstürze“ voraus.
Das Sparpaket der Bundesregierung sieht sie als eine absolute Schieflage. Es werden die zum Sparen herangezogen, die ohnehin kaum genug Geld haben, um über die Runden zu kommen.
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Europa streikt
So langsam muß man anfangen, sich aufs Wesentliche zu konzentrieren. Heute ist landesweiter Streik in Frankreich, morgen Generalstreik in Italien, kommenden Dienstag in Griechenland. "Entweder sie oder wir" nennt Heike Schrader ihren aktuellen Bericht aus Athen in Junge Welt und zitiert Alexandra Balou: "'Entweder sie oder wir, entweder das Volk oder die Monopole, entweder die Profite der wenigen oder der Wohlstand des Volkes.' Es gebe weder einen Mittelweg noch den Weg zurück, erklärte die PAME-Gewerkschafterin." (Hier ein paar aktuelle Fotos aus Piräus.)
["Europa streikt" mehr »]
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Das SGB II ist ungültig!
Neues von Leavus Dexter: Musterklage gegen das SGB II
In einem früheren Blog-Beitrag von mir, hatte ich ja schon kurz drauf hingewiesen (unter Ursula v.d.Leyen) -
Das SGB II ist ungültig - wegen Verstoßes gegen die Gültigkeitsvoraussetzung gemäß Art. 19 Abs. 1 S. 2 GG – ZITIERGEBOT – für gemäß Art. 19 Abs. 1 S. 1 GG Grundrechte einschränken könnende einfache Gesetze -
die info hatte ich damals einer diskussion auf http://grundgesetzfeinde.wordpress.com/ entnommen.
Leavus Dexter hat nun ein ganz neues Blog zu diesem Thema eingerichtet und dort eine Musterklage eingestellt. Fragen und Kommentare zum Inhalt können auf der entsprechenden Seite veröffentlicht werden.
["Das SGB II ist ungültig!" mehr »]
In einem früheren Blog-Beitrag von mir, hatte ich ja schon kurz drauf hingewiesen (unter Ursula v.d.Leyen) -
Das SGB II ist ungültig - wegen Verstoßes gegen die Gültigkeitsvoraussetzung gemäß Art. 19 Abs. 1 S. 2 GG – ZITIERGEBOT – für gemäß Art. 19 Abs. 1 S. 1 GG Grundrechte einschränken könnende einfache Gesetze -
die info hatte ich damals einer diskussion auf http://grundgesetzfeinde.wordpress.com/ entnommen.
Leavus Dexter hat nun ein ganz neues Blog zu diesem Thema eingerichtet und dort eine Musterklage eingestellt. Fragen und Kommentare zum Inhalt können auf der entsprechenden Seite veröffentlicht werden.
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Aufgelesen und kommentiert 2010-06-23
Der große Druck der Finanzlobby: Eine Runde Mitleid für unsere Abgeordneten
Bundespräsidenten-Kandidat Gauck: Pathos, Jubel und ein paar Tränen
Aktionskonferenz am 11. September in Frankfurt am Main: "Aufstand - Jetzt!"
Von der Leyens (CDU) Gesetzentwurf zur Leiharbeit greift viel zu kurz
Statistisches Bundesamt: Gastgewerbe minus 2 Prozent zum Vorjahr
BILD-Kommentar: So viele gute Nachrichten!
Deutschland lebt seit Jahren unter seinen Verhältnissen
Steinmeier: SPD soll sich auf die Rückkehr an die Macht vorbereiten
IG Metall: Gemeinsamer Auftritt von LINKE-Chef Ernst und SPD-Chef Gabriel in Wolfsburg
Günther Jauch zur ARD: Polit-Talkshows im Auftrag von Bertelsmann?
Nichts dazugelernt: Defektes Sicherheitsventil führte schon 1979 zur Ölkatastrophe
Bundesinnenminister de Maizere (CDU) stellt den neuen Personalausweis vor
Fahrverbot - konsequent zu Ende gedacht ["Aufgelesen und kommentiert 2010-06-23" mehr »]
Bundespräsidenten-Kandidat Gauck: Pathos, Jubel und ein paar Tränen
Aktionskonferenz am 11. September in Frankfurt am Main: "Aufstand - Jetzt!"
Von der Leyens (CDU) Gesetzentwurf zur Leiharbeit greift viel zu kurz
Statistisches Bundesamt: Gastgewerbe minus 2 Prozent zum Vorjahr
BILD-Kommentar: So viele gute Nachrichten!
Deutschland lebt seit Jahren unter seinen Verhältnissen
Steinmeier: SPD soll sich auf die Rückkehr an die Macht vorbereiten
IG Metall: Gemeinsamer Auftritt von LINKE-Chef Ernst und SPD-Chef Gabriel in Wolfsburg
Günther Jauch zur ARD: Polit-Talkshows im Auftrag von Bertelsmann?
Nichts dazugelernt: Defektes Sicherheitsventil führte schon 1979 zur Ölkatastrophe
Bundesinnenminister de Maizere (CDU) stellt den neuen Personalausweis vor
Fahrverbot - konsequent zu Ende gedacht ["Aufgelesen und kommentiert 2010-06-23" mehr »]
Brot und Spiele
Ergänzend zum vorherigen Artikel erlaube ich mir noch ein paar eigene Betrachtungen:
Es ist jedesmal das selbe Bild - der 'Deutsche Michel' hat nur noch ein Thema: die Fussball-Weltmeisterschaft. Die Regierung freut sich ganz besonders darüber, denn wen interessiert jetzt noch, was die da oben gerade wieder 'austüfteln' ?
Während in ganz Deutschland eine Euphorie ausbricht und tausende Menschen sich das 'schwarz-rot-gold' ins Gesicht malen, beraten die PolitikerInnen im Hintergrund bereits über neue Hatz IV-'Nachbesserungen' (...fragt sich nur wem's danach besser geht, der Bundesagentur für Arbeit [finanziell] oder demr LeistungsempfängerIn [in Form von weiteren Einschränkungen]).
Ich bin immer wieder darüber entsetzt, wie viele Menschen sich in den Strassen zusammenfinden, wenn es um 'Sport' geht - beim Kampf um die eigenen Grundrechte schaffen es nicht mal 1% dieser Vollidioten auf die Strasse - und was heisst hier eigentlich 'Sport' ???
Wussten Sie, dass in Südafrika sogar Enteignungen und Zwangsräumungen angewandt wurden, um die dort errichteten Sportarenen präsentieren zu können ? Und wer sind denn die 'Verdiener' an einer WM - richtig ! - genau diejenigen, die wir nach der WM dann wieder als 'sozial kalt' kritisieren. (Abgesehen von den unglaublichen Summen von Werbe- und Sponsorengeldern...)
Zudem ist jede WM ein 'Marktplatz' der Fussballspieler, wo diese nach eingehender 'Fleischbeschau' von erfolgsgierigen Managern darauf hoffen für eine astronomische Rekordtransfersumme eingekauft zu werden. Wissen Sie eigentlich wieviele Jahre ein durchschnittliche ArbeitnehmerIn schuften müsste, um eine Ablösesumme von 80 Millionen Euro zu 'erarbeiten' ? Na dann schau'n Sie mal:
80.000.000 Euro dividiert durch das Bruttoeinkommen einer durchschnittlichen ArbeitnehmerIn von etwa 1.300 Euro =
61.538 Monate !!! Dies entspricht 5128 Arbeitsjahren !!! Und da wundern Sie sich, dass an den Börsen das Geld abgezockt wird ?
Oder wussten Sie etwa nicht, dass mehr als die Hälfte der erstklassigen 'Vorzeigeklubs' eingetragene Aktiengesellschaften sind - die mit diesen Summen dort investieren und spekulieren ?? Na dann willkommen in der Realität !
Und was es auch alles an Accessoires für die WM gibt - das Schärfste:
Rückspiegelpräservative mit dem schwarz-rot-goldenen Emblem zum Preis von 19,90 Euro (von diesem Betrag können Sie in Afrika 5 Kinder über einen Monat ernähren !)
Gehen Sie also schön weiter ins Stadion oder junken im Sportkanal - später, wenn Sie aufgewacht sind und es zu spät ist werden Sie vielleicht nur noch froh darüber sein, dass sie wenigstens Ihre altbekannten 'Ordner' behalten dürfen - zwar haben die dann eine Polizei- oder Militäruniform an und jegliches Recht auf ihrer Seite, aber das kann Ihnen dann auch egal sein......
-CK-
Es ist jedesmal das selbe Bild - der 'Deutsche Michel' hat nur noch ein Thema: die Fussball-Weltmeisterschaft. Die Regierung freut sich ganz besonders darüber, denn wen interessiert jetzt noch, was die da oben gerade wieder 'austüfteln' ?
Während in ganz Deutschland eine Euphorie ausbricht und tausende Menschen sich das 'schwarz-rot-gold' ins Gesicht malen, beraten die PolitikerInnen im Hintergrund bereits über neue Hatz IV-'Nachbesserungen' (...fragt sich nur wem's danach besser geht, der Bundesagentur für Arbeit [finanziell] oder demr LeistungsempfängerIn [in Form von weiteren Einschränkungen]).
Ich bin immer wieder darüber entsetzt, wie viele Menschen sich in den Strassen zusammenfinden, wenn es um 'Sport' geht - beim Kampf um die eigenen Grundrechte schaffen es nicht mal 1% dieser Vollidioten auf die Strasse - und was heisst hier eigentlich 'Sport' ???
Wussten Sie, dass in Südafrika sogar Enteignungen und Zwangsräumungen angewandt wurden, um die dort errichteten Sportarenen präsentieren zu können ? Und wer sind denn die 'Verdiener' an einer WM - richtig ! - genau diejenigen, die wir nach der WM dann wieder als 'sozial kalt' kritisieren. (Abgesehen von den unglaublichen Summen von Werbe- und Sponsorengeldern...)
Zudem ist jede WM ein 'Marktplatz' der Fussballspieler, wo diese nach eingehender 'Fleischbeschau' von erfolgsgierigen Managern darauf hoffen für eine astronomische Rekordtransfersumme eingekauft zu werden. Wissen Sie eigentlich wieviele Jahre ein durchschnittliche ArbeitnehmerIn schuften müsste, um eine Ablösesumme von 80 Millionen Euro zu 'erarbeiten' ? Na dann schau'n Sie mal:
80.000.000 Euro dividiert durch das Bruttoeinkommen einer durchschnittlichen ArbeitnehmerIn von etwa 1.300 Euro =
61.538 Monate !!! Dies entspricht 5128 Arbeitsjahren !!! Und da wundern Sie sich, dass an den Börsen das Geld abgezockt wird ?
Oder wussten Sie etwa nicht, dass mehr als die Hälfte der erstklassigen 'Vorzeigeklubs' eingetragene Aktiengesellschaften sind - die mit diesen Summen dort investieren und spekulieren ?? Na dann willkommen in der Realität !
Und was es auch alles an Accessoires für die WM gibt - das Schärfste:
Rückspiegelpräservative mit dem schwarz-rot-goldenen Emblem zum Preis von 19,90 Euro (von diesem Betrag können Sie in Afrika 5 Kinder über einen Monat ernähren !)
Gehen Sie also schön weiter ins Stadion oder junken im Sportkanal - später, wenn Sie aufgewacht sind und es zu spät ist werden Sie vielleicht nur noch froh darüber sein, dass sie wenigstens Ihre altbekannten 'Ordner' behalten dürfen - zwar haben die dann eine Polizei- oder Militäruniform an und jegliches Recht auf ihrer Seite, aber das kann Ihnen dann auch egal sein......
-CK-


















