
Einige kritische Köpfe in Deutschland hatten ja schon darauf gelauert, dass Gauck sich zum Krieg äußern würde und hatten erwartet, dass er sich zum Krieg bekennt. Das ist ja auch nur logisch. Schließlich hat er den größten Teil seines Lebens damit verbracht, den Menschen die Freuden des Jenseits zu predigen. Das ist nicht nur ein einträgliches sondern auch ein sicheres Geschäft, weil noch nie jemand aus diesem Jenseits zurückkam um die Wahrheit zu berichten. Andererseits erfolgt der Tod im Normalfall erst am Ende eines langen Lebens, und die Menschen neigen dazu, sich erst einmal auf ihr Leben zu konzentrieren und sich erst spät mit dem Tod zu beschäftigen. Das ist aber sehr schlecht für Gaucks ursprüngliches Gewerbe. Denn nur wer sich ständig vor dem Tod fürchtet, ist ein Schäfchen das sich leicht scheren lässt.
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