Zur allgemeinen Freude der neoliberalen Wirtschaftsfaschisten legte die Bertelsmann heute seinen Geschäftsbericht 2006 vor. Die Zahlen sind wirklich hervorragend. Der Konzernumsatz stieg um 7,9 Prozent, das operative Ergebnis sogar um 16 Prozent. Dank einiger Verkäufe stieg der Konzergewinn sogar um mehr als doppelte auf 2,4 Milliarden Euro.
Da müssten doch unser Finanzminister und die Gütersloher Bürgermeisterin Maria Unger vor Freude tanzen. Dem ist aber mitnichten so. Gütersloh ist fast pleite, weil es eben so gut wie keine Steuern von Bertelsmann oder den Mohns gibt. Sie will und darf wegen des Steuergeheimnisses natürlich nichts sagen, aber die Zwischentöne sprechen für sich.
Auch der Finanzminister dürfte nicht sehr glücklich sein. Egal wie gering auch immer er den Steuersatz macht, Steuern sieht er nur wenig. Denn da gibt es die gemeine und unnütze Bertelsmannstiftung, die sich selbst natürlich gerne als gemeinnützig sieht. In diese Stiftung fließen große Teile des ausgeschütteten Konzerngewinns.
Mit Hilfe dieser auf legalem Wege hinterzogenen Steuern, kann sich die Familie Mohn, jede Art von Desinformation leisten. Bestellte Studien beweisen alles und auch das Gegenteil davon. Gekaufte Experten jeder Fachrichtung widerholen endlos in Talkshows, Interviews, Artikeln, Gutachten und vor den Ausschüssen von Bundestag und Landtagen ständig das hohe Lied des Neoliberalismus.
Wie wir alle sehen können klappt das auch hervorragend. Die normalen Bürger werden immer ärmer. Immer mehr Kinder wachsen in staatlich anerkannter Armut auf und das Großkapital tanzt. Trotzdem schmeißt unser Finanzminister dem Großkapital jetzt noch mal 6 Milliarden Steuermittel per Jahr hinterher. Der gleiche Finanzminister, der Windeln um drei Prozent verteuerte.
Nein wir können diese Gesetzgebung mit legalen Mitteln nicht ändern. Da können wir wählen was wir wollen. So viel Geld kauft jeden Politiker.
Aber müssen wir denn wirklich n-tv und RTL sehen. Brauchen wir den Spiegel, Stern und ihre unappetitlichen Brüder? Können wir nicht auf die Buchclubs und Verlage der Bertelsmanngruppe verzichten? Es gibt nur ein Mittel um nicht auch noch mit legal hinterzogenen Steuermitteln desinformiert zu werden.
Boykott!
Neues Geld für die Desinformationskampagnen der Familie Mohn
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