"Sind Top-Manager asozial?" fragt ganz ängstlich
Dr. Klaus Schweinsberg in seinem Capital-Editorial und findet auch einige Antworten, spricht sogar von Demut.
Dabei lässt sich die Frage ganz einfach mit "Ja" beantworten.
Sie sind allerdings nicht asozial geboren, sondern asozial gemacht worden. Hilfsbereitschaft, Mitgefühl, Eigenverantwortung und Mut sind normalerweise Eigenschaften, die mehr oder minder ausgeprägt, bei jedem Menschen vorhanden sind.
Um zum Homo Neoliberalimus zu werden, stören diese an sich positiven Eigenschaften jedoch. Gewissen hält von Unterdrückung ab, Verstand bedenkt Folgen des eigenen Handelns, Mut führt zur Aufsässigkeit und Verantwortungsgefühl bringt einen dazu, nur so zu handeln wie es einem selbst auch gefallen würde.
Der Homo Neoliberalimus kann derartige Eigenschaften nicht brauchen, weshalb sie ihm auf dem schnellsten Wege aberzogen werden. Seine Ausbildung wird so betrieben, das er den Rand des eigenen Tellers für den Horizont hält und der längste für ihn vorstellbare Zeitraum ein Quartal ist.
Aus diesem Grunde sind Top-Manager asozial. Es liegt nicht an ihnen sondern an einem asozialen und unmenschlichem Wirtschaftssystem namens Neoliberalismus. Allerdings befinden wir uns bereits in der Endphase dieses Wirtschaftssystems. Die sogenannte Wirtschaftspresse geht vor die Hunde, weil sie vergaß zu berichten und lieber gutbezahlte Propaganda machte. Selbst in China sind die Arbeitslöhne für dieses dumme System schon zu hoch und die amerikanische Währung bricht an ihren Schulden zusammen, die Spekulationsblasen, platzen im Zeilupentempo eine nach der anderen.
Die Prediger des Neoliberalismus wie Herr Schweinsberg sehen dessen Folgen und möchten jetzt ans andere Ufer zu den Menschen zurückkehren. Dummerweise können sie nicht schwimmen und die Brücken haben sie eilfertig selber hinter sich abgebrochen. Es ist schon Scheiße wenn man doof ist.
(und der ist auch nicht sozial)
Dann kam ein Dreivierteljahr Managerausbildung in Athen und anderswo.
Als er wiederkam war da nur noch warme Luft. Stereotype. Anglizismen. Bullshit Bingo.
Aufstieg, Beförderung.
Heute sitzt in seiner ehemaligen Abteilung noch EINER! Das ist Radikalabbau - und den hat er auch noch von seinem Nachfolger erledigen lassen. Ganz groß! Nicht nur asozial und Gewissenlos - nein, auch noch feige.
Ich grüße den Siemens Business Service in Paderborn. (Dieser Kommentar spiegelt nur meine Sicht der Dinge wieder. Duckhome hat damit nichts zu tun)
Das hab ich da gepostet, bin mal gespannt, obs freigeschaltet wird.
Gehen der Capital die Kauf- und Abo-Kunden flöten? oder wie soll ich mir diese Wendehalsmanöver sonst erklären...