Ich möchte doch zu gerne einmal wissen was sich FIFA und WADA dabei gedacht haben:
Fifa-Präsident Sepp Blatter und John Fahey, der neue Präsident der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada, haben in Zürich eine gemeinsame Absichtserklärung für eine noch engere Zusammenarbeit in der Dopingbekämpfung unterzeichnet.
..
Blatter: «Bei Fussballern ist es während 47 von 52 Wochen im Jahr klar, wo sie sind und was sie tun. Sie stehen entweder unter Aufsicht des Vereins oder der Nationalmannschaft. Bei Einzelsportlern ist das sicher anders.» Ein grosses Anliegen der Fifa ist es auch, wegen Doping-Missbrauchs von Wettkämpfen suspendierte Spieler gleichwohl mit ihren Klubs trainieren zu lassen.
Wie bitte. Es ist doch noch gar nicht so lange her, da hat der Uli Hoeneß vom FC Bayern doch erklärt, dass Doping in Manschaftssportarten keinen Sinn macht und jedesmal wenn ich in meinem Blog zaghaft darauf hingewiesen habe, dass die Bayern ja vom gleichen Sponsor Telekom betreut werden, der auch schon eine fröhliche, mit universitärer Unterstützung dopende Radfahrertruppe auf die Beine gestellt hatte, wurde ich von Fans des FC Bayern, der Telekom oder anderen netten Menschen auf das Wüsteste beschimpft.
Nun will der Blatter wegen Dopings gesperrte Spieler aber wenigstens doch bei ihren Klubs trainieren lassen. Das macht doch bei einem oder zwei Einzelfällen genausowenig Sinn, wie die ganze Vereinbarung mit der WADA. Oder ist es etwa so, dass Herr Blatter, genau wie ich, von reihenweise gedopten Fußballern ausgeht und sich um die Weiterführung seiner lukrativen Sportart sorgt, wenn die Doper während ihrer Sperre nicht fit gehalten werden.
Kann es vielleicht sein, dass bei ordentlichen Tests, da ganz schnell die Hälfte der ersten Mannschaft bei einigen Vereinen wegen Dopingsperren nicht mehr spielen darf? Warten wir doch mal ab. So langsam aber sicher scheint ja Bewegung in die Sache zu kommen.



















