Julius Bär hat sich selbst den Supergau, einer Privatbank beschert, wie der Tagesanzeiger aus der Schweiz berichtet:
Ein US-Bundesrichter hat seine Entscheidung aufgehoben, eine Webseite wegen der Veröffentlichung von Kundendaten der Bank Julius Bär zu schliessen. Die Seite publizierte die Daten umgehend wieder.
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Experten sprachen von einem PR-Desaster für die Bank.
Das kann man wohl nicht anders bezeichnen. Da bei den genannten Namen auch einige nach Deutschland führen könnten, ist es besonders erfreulich, das sich die Spiegelung von Daten auf den unterschiedlichsten Rechnern in der ganzen Welt, als sinnvoll gezeigt hat. Selbst das Gericht sah die Unsinnigkeit einer Sperrung ein, wenn diese nur Auswirkungen auf einen einzigen Rechner haben kann. Das bedeutet eine harte Niederlage für Zensur jeder Art.
Noch interessanter sind allerdings zwei Aussagen von Julius Bär, die der Tagesanzeiger aufführt:
Die Bank Bär erklärte dazu, hier gehe es nicht um freie Rede, sondern um das Bankgeheimnis. «Das Streuen von gestohlenen Daten einer Privatbank, Kontonummern und Informationen, Steuerdokumenten und anderen geschützten Kundendaten beschädigt erheblich die Privatsphäre eines jeden Individuums in den USA und weltweit. Sie könnten das Vertrauen in die Bankindustrie als Ganzes beschädigen», heisst es in der Klageschrift der Bank.
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Julius Bär hatte die Vorwürfe des ehemaligen Kadermanns allerdings schon früher vollumfänglich als verleumderisch zurückgewiesen und die Authentizität des publizierten Materials bestritten.
Ach ja. Die Daten sind so wahr, das sie "das Vertrauen in die Bankindustrie als Ganzes beschädigen" aber gleichzeit "vollumfänglich verleumderisch". In meiner kleinen bescheidenen Welt, glaube ich dem Kind nicht, das gerade die Bodenvase auf dem Boden zerschmetterte und nun auf den Wellensittich zeigt, während außer den beiden niemand da ist.
In diesem Fall glaube ich das Julius Bär voll erwischt wurde. Das kam in ihrem fein gesponnen Plänen natürlich nicht vor und um so entsetzter sind sie jetzt. Verständlich. Es hat sie noch dazu einer aus den eigenen Reihen verraten. Künstlerpech. Es sind meist die eigenen Leute, die sich aus Rache wehren. Ob diese Rache legal ist. Ich weiß es nicht, aber es bekümmert mich auch nicht. Hätte Julius Bär nicht illegal gehandelt und anderen bei der Steuerhinterziehung geholfen, gäbe es diese Daten nicht. Wären diese Daten gelogen, brauchte sich Julius Bär nicht aufzuregen.
Wer Kriminelle, und Steuerhinterzieher sind Betrüger und Kriminelle, unterstützt ist ein Mittäter. Ein Mittäter darf aber nicht erwarten, das man ihn bedauert, wenn er verraten wird. Betrüger sind zumeist auch Verräter. Kriminelle eben. Innerhalb eines solchen Geflechtes gibt es keine Ehrlichkeit und ist auch keine Ehrlichkeit zu erwarten.
Das ist gut für die ehrlichen Mitglieder der menschlichen Gesellschaft. Denen kann es nur recht sein, wenn sich die Kriminellen gegenseitig in die Pfanne hauen. Warten wir mal ab, ob unsere Steuerbehörden aktiv werden.



















