Pressemitteilungen können wie Peitschenhiebe sein:
Die Axel Springer AG hat nach vorläufigen Angaben im Geschäftsjahr 2007 das bisherige Rekord-EBITA aus dem Vorjahr deutlich übertroffen. Der Konzern steigerte das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (EBITA) von EUR 375 Mio. im Vorjahr um 12,5 Prozent auf EUR 422 Mio. Bereinigt um Erträge aus der Kirch-Insolvenz in Höhe von EUR 34 Mio. in 2006 und EUR 13 Mio. in 2007 stieg das EBITA um 19,9 Prozent.
Der Konzernumsatz stieg von EUR 2.376 Mio. in 2006 auf EUR 2.578 Mio. in 2007. Dies entspricht einem Zuwachs von 8,5 Prozent. Umsätze der PIN Group AG sind hierin nicht enthalten. Die PIN Group wird im Jahresabschluss 2007 als nicht fortgeführte Aktivität ausgewiesen.
Nur weil Friede Springer Menschen nicht zu Hungerlöhnen beschäftigen konnte, sind jetzt 8.000 Menschen im Ungewissen wahrscheinlich aber bald auch arbeitslos, 2770 Menschen wurden arbeitslos und nur 500 konnten übernommen werden. Seit einigen Monaten zahlt die Allgemeinheit Konkursausfallgeld, damit der bald im Geld erstickende Springer Konzern entlastet wird und in seinen Organen Welt und Bild, die Arbeitslosen und Schwachen auf das Härteste angreifen kann.
Wer in dieser Situation eine solche Pressemitteilung ohne ein Wort des Bedauerns herausgibt und von mehr als 10.000 Menschen als nicht fortgeführte Aktivitäten spricht, gehört enteignet, den Managern und leitenden Mitarbeiten müsste ein lebenslanges Berufsverbot erteilt werden. Natürlich wird all das nicht passieren. Springer kann weitermachen, weiterlügen und weiterbetrügen wie bisher. Eigentum verpflichtet eben nicht, sondern erlaubt, sich über Recht, Anstand und Verantwortung hinweg zu setzen.
Mir persönlich ist jeder Multimillionen-Steuerhinterzieher als Gast an meinem Tisch lieber, als irgendjemand von Springer.
Es möge mir auch keiner damit kommen, wie es zur Zeit der Spiegel in trauter neoliberaler und wirtschaftsfaschistischer Brüderlichkeit versucht, das Springer doch sogar eine halbe Milliarde abschreiben muss. Es interessiert Springer einen feuchten Kehrricht, was sie abschreiben müssen. Abschreiben bedeutet nichts anderes als das sie solange keine Steuern bezahlen, bis sie den Verlust wieder drin haben. Also knapp zwei bis drei Jahre. Die fehlenden Steuereinnahmen müssen, von der Gemeinschaft der ehrlichen Steuerzahler einfach zusätzlich erbracht werden. Das heißt im Klartext, alle ehrlichen und arbeitsamen Menschen in diesem Land müssen Springer subventionieren, weil die mit einem unmöglichen Geschäftsmodell betrügen wollten.
Springer ist asozialer als es irgendein Bürger sein könnte. Nicht nur das es auf Kosten der Allgemeinheit lebt, es ist über seine Publikationen auch noch so dreist, anderen, die vielleicht aus purer Not dreihundert Euro Hartz IV bekommen, daraus einen Vorwurf zu machen, während sie selbst mal eben eine halbe Milliarde verzocken. Natürlich ist keiner gerne in Hartz IV, aber wir können uns für das Geld, das der asoziale Springerkonzern einzieht, 1.470.588 Monate Hartz IV leisten, was 122.549 Hartz IV Jahren entspricht.
Wir könnten also 40.850 Menschen für die drei Jahre in denen Springer seine Fehlspekulation abschreibt ohne Mehrkosten Hartz IV zahlen. Springer ist asozial.
Wenn wir gar darüber nachdenken, wieviel Geld wir in die Weiterbildung der Hartz IV Empfänger stecken könnten, dann hätten wir wahrscheinlich nach den drei Jahren mehr als eine halbe Million in guten Beschäftigungsverhältnissen. Springer frisst das Geld, das wir für Bildung brauchen. Enteignet Springer. Sofort.



















