Gestern gab es zum Weltfrauentag eine rotgrüne Koaliton der Dummheit. Beginnen wir mit der SPD, die ja normalerweise nicht viel mit Frauen am Hut hat. Aber deren Schlagzeile irritierte mich dann doch:
Jetzt sind Frauen dran
Das klingt irgendwie so wie ein besoffener Stammtisch voll notgeiler Kerle, die jetzt anfangen frei zu drehen und ihre Vergewaltigungsgelüste laut über die Straße brüllen. Das kann zwar nur Angeberei sein, aber ich würde alle Frauen lieber ins Haus holen, selbst die, die ich nicht leiden kann und erst mal die Waffe durchladen.
Aber sofort las ich die Entwarnung. Die Vorzeigefrauen der SPD, die stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion Elke Ferner und Christel Humme sowie die frauenpolitische Sprecherin Caren Marks zeichnen für diesen Schwachsinnssatz verantwortlich. Nun gut. Aber wie der erste Satz, so ist auch der sehr verkürzt wieder gegebene Rest:
# gleicher Lohn für gleiche Arbeit.
# fair bezahlte und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung für Frauen.
# flächendeckende Mindestlöhne. Vor allem für Frauen bringt das Vorteile.
# mehr junge Frauen in zukunftssichere und gut bezahlte Berufe.
# mehr Frauen in Führungspositionen und Aufsichtsgremien.
Ich hätte dann gerne noch Erdbeereis mit Schlagsahne. Es ist das übliche BlaBla. Nicht ernst gemeint, aber man muss ja was sagen. Faire Bezahlung ist etwas was die SPD schon lange nicht mehr will, Mindestlöhne sind nur Vorwand und welche Berufe Frauen noch wählen können, nachdem die SPD sich an die Neoliberalen verkauft hat, möchte ich hier nicht breittreten, aber es sind eher liegende Aufgaben, als leitende. Die Führungspositionen beschränken sich aus dem gleichen Grunde auf Einführungen.
Dank der SPD haben in Deutschland nämlich Männer wie Frauen und auch Kinder keine Chancen mehr. Also hört auf zu labern, kassiert von wem auch immer und lasst die Menschen in Ruhe. Die brauchen keinen Geschlechterkampf sondern Zusammenhalt und Solidarität untereinander. Klar in der SPD kann niemand mehr das Wort Solidarität buchstabieren. Nein euch bietet keiner mehr einen Götz von Berlichingen. Selbst das ist die SPD nicht mehr wert.
Die Grünen sind genauso blöddreist:
Besser mit Frauen
Klar ist es besser mit Frauen, beim Tanzen, küssen, vögeln und anderen lustigen Spielchen. Ich bin auch lieber mit Frauen verheiratet, wenn man denn verheiratet sein will. Bisher wurde ich auch nur immer von Frauen geschieden. Ich habe allerdings gerüchteweise gehört, das es da auch andere Zusammenstellungen geben soll. Lesbische, Homesexuelle und was auch immer. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, das es bei den Grünen um Sex geht. Ich hab die damals ihre Verhüterli stricken sehen, als die neu im Bundestag waren. Grausam. Zwei rechts, zwei links, zwei fallenlassen.
Wenn die aber nicht an Sex denken, warum diese Überschrift? Musikhören kann ich mit Personen jederlei Geschlechts, über Mathematik diskutieren und Politik streiten ebenfalls. Es ist auch völlig egal ob eine grüne Abgeordnete freudig erregt für deutsche Kriegsbeteiligung und deutschen Mord irgendwo in der Welt stimmt oder ob das ein männlicher Grüner ist. Ich kann sie beide nicht leiden und verachte sie.
Die Bahn-Personalchefin Margret Suckale geht genau so mies mit den Lokführern und den Fahrgästen um wie der Vorstandsvorsitzende Mehdorn. Es ist also anscheinend nicht geschlechtsbedingt ob man ein Arschloch ist oder nicht. Was also wollen die Grünen uns sagen:
Daneben wollen wir das Vergaberecht als Anreizsystem nutzen: Betriebe, die Maßnahmen zur Gleichstellung ergreifen, sollen bei der Vergabe öffentlicher Aufträge bevorzugt werden. Dies und eine 40%-Quote für Aufsichtsräte nach dem Vorbild Norwegens liegen dem Bundestag bereits als Antrag von uns vor.
Na das verstehe ich doch. Sie halten Frauen für so unnütz und für so wenig brauchbar, das sie ihnen durch Betrug bei der Vergabe öffentlicher Aufträge, Extrachancen verschaffen wollen. Dazu eine Ouotenregelung in Aufsichtsräten, die dummerweise von den Eignern der Firmen gestellt werden. Aber klar. Frau von der Leyen, Frau Schavan, unsere Gesundheitsministerin, die Bahntante. Genau die brauchen wir in Aufsichtsräten. Wir haben da ja noch nicht genug Trottel sitzen die nichts mitbekommen.
Was müssen diese Grünen nur für ein Frauenbild haben. Frauen sind Klasse. Das sie ihren Weg nicht machen können liegt im wesentlichen daran, das die grünen Pfeifen zwar seit 20 Jahren im Bundestag sind, aber nichts für die Menschen in diesem Land getan haben. Frauen kann es nur gut gehen wenn es Männern gut geht und vice versa. Wir müssen nicht Frauen und Männer aufeinanderhetzen damit die Fehler der Grünen nicht auffallen. Wir brauchen Solidarität der Menschen gegen den neoliberalen Wirtschaftsfaschismus.
Aber gegen den wollen die grünen Herrschaften ja auch lieber nichts sagen. Sie sind ja schließlich die neue FDP. Sie wissen das kleine Hunde eifrig die Hand ihres Herrn lecken müssen um wahrgenommen zu werden. Würde mein Dackel so unterwürfig lecken, bekäme er erst eine Ohrfeige und dann einen Tritt. Aber mein Dackel ist nicht bei den Grünen, der pinkelt nicht einmal an ihre Wahlplakate.
Egal bei welchem Thema Rot und Grün können sich gleichermaßen einmachen lassen. Es hat keinen Sinn seine Zeit mit denen zu verschwenden.




















Mir stößt an diesen politischen Forderungen noch etwas anderes ärgerlich auf. Ich halte die Forderung als solche für richtig. (naiv oder nicht).
Das eigentlich empörende ist doch, dass wir darüber überhaupt diskutieren müssen. Was sind das für Verhältnisse, wo das eine Forderung ist, die man erheben muss? Was ist das für eine "Kultur", die hier dann wirklich in Tüddelchen gesetzt werden muss, wo dass keine Selbstverständlichkeit ist? DAS ist doch das eigentlich empörende.
Und ich denke da nicht nur daran, dass Frauen für die selbe Arbeit das gleiche Geld bekommen wie Männer. Ich denke auch an die (überwiegend männlichen) Beschäftigten bei BMW und anderswo, wo der eine mit einem "alten" Vertrag noch ein Auskommen hat und der Kollege neben ihm für dieselbe Arbeit auf Hartz IV-Niveau oder darunter entlohnt wird.
Nein, gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist schon ein sinnvolle Forderung. Die man mit Nachdruck und mit Macht erheben sollte. Und man sollte sich auch mal wieder ein wenig empören, dass diese Forderung überhaupt notwendig ist.
Nur: Es ist ja noch viel schlimmer. Nicht nur die Selbstverständlichkeit von "gleichem Lohn für gleiche Arbeit" muss man als Forderung erheben - inzwischen muss man es ja als politische Forderung erheben, dass es der Normalfall sein soll, dass jemand von Arbeit und dem daraus erzielten Einkommen leben kann. Die Mietmäuler aus Politik und sog. "Wirtschaftsweisen", Lobbyisten und gekauften Politikdarstellern schämen sich doch nicht einmal, DAS in Frage zu stellen. Sprich: Sklaverei statt Arbeitsvertrag zu fordern.
Man mag den Kontext der Forderung kritisieren - aber das es wichtig ist, "gleicher Lohn für gleiche Arbeit" als Prinzip, als Anspruch zu artikulieren, das ist leider (!) so imho.
Im Prinzip wollen die Neoliberalen die Arbeit und den Lohn, soll der Staat als Subventionsleistung bringen.
Da ist die Forderung einer SPD für gleichen Lohn bei gleicher Arbeit eher eine Frechheit, als eine echte Forderung.
Erst wollten mich SPD und Grüne als Quotenfrau, annodunnemals - und heute, fast 20 Jahre später stellen sie gemeinschaftlich fest, dass es immer noch nicht selbstverständlich ist, das Frauen den gleichen Lohn bekommen wie Männer.
Ei, bitte - was habt ihr Politiker die ganze Zeit gemacht - nur das Gesundheitssystem geschreddert in dem viele tausend Frauen täglich verar...t werden?
Irgendwie wollte ich damals nicht mitspielen - ich denke lieber selber, als mir die Wort in den Mund legen zu lassen. Und heute - hat sich nicht wirklich was verändert... ausser dass ich meine Klappe heute lieber aufreisse als früher ;-)
Vielleicht sollten wir mal "die Lücke machen" und auch einfach mal eine Woche nicht auf der Arbeit erscheinen.... keine Schwestern im Krankenhaus, im Altersheim, in den Praxen...
Supermodel - näää, da müsste ich ja mein Hirn gegen ein Brötchen tauschen und Bohlen für was interessantes halten. Allen die Vorstellung ist gruselig.