Dr. Thomas Neff von der Gesellschaft für Schwerionenforschung mbH und Senior Affiliate am MIT's Center for International Studies, der mit Sicherheit nicht als Kernkraftgegner zu werten ist, weist in der neuesten
MIT Studie darauf hin, das der weitere Ausbau der amerikanischen Kernkraftaktivitäten schon heute durch die schwindenden Uranvorkommen begrenzt wird.
Durch die verstärkte Diskussion über den Klimawandel und die CQ2 Emissionen hat sich der Preis für Uran in den letzten Monaten um 40 Prozent verteuert. Selbst wenn man das als kurzfristige Reaktion betrachten will, gibt eine Steigerung von über 900 Prozent in den letzten 10 Jahren dann doch zu denken.
Zur Zeit sind in der Welt 440 Reaktoren in Betrieb und 82 im Bau oder im Entwurf. China und Indien, sowie einige Tigerstaaten werden noch auf diesen Zug aufspringen müssen um ihr Wirtschaftswachstum in Gang zu halten.
Natürlich kommen dann sofort wieder die netten Menschen, die darauf hinweisen, das es ja noch Uranfunde gibt, die bisher nicht erschlossen wurden. Für diese gilt das gleiche wie für die noch nicht erschlossenen Ölfelder oder die nicht eingesetzten alternativen Energien. Sie sind zur Zeit einfach zu teuer. Steigt der Preis pro KW oder Barrel so hoch, das sich der Abbau lohnt, werden sie sicher auch abgebaut. Aber das wird nicht für Jahrhunderte reichen, wie oft behauptet wird, sondern bestenfalls für ein bis zwei Jahrzehnte.
Wer also heute noch auf Kernenergie setzt, setzt auf eine aussterbende Art. Wer in die Vergangenheit investiert, verbaut sich die Zukunft.