Kaum jemand teilt meine Freude über die Haltung von Dagmar Metzger , was ja auch nicht unbedingt falsch sein muss. Die meisten tendieren dazu, in ihr die kaltschnäuzige Intrigantin zu sehen. Viele begründen das mit ihrer Familie und ihrem beruflichen Werdegang.
Ich vermag das nicht zu widerlegen. Es kann sein. Die Informationen die ich aus persönlichen Kontakten (Mitglied der Landtagsfraktion der SPD) habe, zeichnen ein anderes Bild. Aber derjenige könnte mich natürlich auch belogen haben. Nur ist meine Meinung nicht bedeutend genug um mich zu belügen. Demnach wurde sie erst nicht ernstgenommen und sollte dann gekauft werden. Das Verfahren kenne ich persönlich sehr gut. Ich wurde damals bockig und habe die Brocken hingeschmissen.
Das war vor 20 Jahren richtig und dürfte es heute wohl auch noch sein. Im Fall Dagmar Metzger passierte jetzt aber etwas überraschendes, wie die Welt mittellt:
Auch ein Mandatsverzicht der abtrünnigen Landtagsabgeordneten Dagmar Metzger würde der hessischen SPD-Chefin Andrea Ypsilanti womöglich keine Mehrheit als Ministerpräsidentin sichern.
Der dann nachrückende Darmstädter Ersatzkandidat Aron Krist hat nach eigenen Worten selbst Bedenken gegen ihre Wahl mit Hilfe der Linken.
In einem Interview der „Frankfurter Rundschau" sagte der 31-jährige Mediziner, auch er hege erhebliche Zweifel, ob eine Tolerierung durch die Linkspartei sinnvoll sei. Deswegen habe er wie Metzger erhebliche „Bauchschmerzen“, Ypsilanti zu wählen, wird Krist weiter zitiert.
Der ehemalige stellvertretende Vorsitzende der hessischen Jungsozialisten war Metzger bei der Aufstellung des Landtagskandidaten im Wahlkreis 50 (Darmstadt II) unterlegen. Er wurde dann aber zum Ersatzkandidaten gewählt und wäre somit ihr Nachrücker im Landtag im Fall einer Mandatsniederlegung.
Da Metzger ihren Wahlkreis gegen die hessische Kultusministerin Karin Wolff (CDU) direkt gewann, stünde ihr Sitz nicht einem Kandidaten aus der SPD-Landesliste, sondern dem Ersatzbewerber im Wahlkreis zu.
Gut, Springer will sicherlich kein rot rot grün. Es ist denkbar das Seeheimer Kreis Aron Krist die Worte in den Mund gelegt hat, damit er jetzt verzichtet und ihm dafür als Belohnung einen gutbezahlten Druckposten und ein Mandat auf Lebenszeit versprochen hat. Das könnten die ohne Probleme. Vielleicht hat auch Frau Metzger ihm den Erlass seiner Kredite versprochen.
Normalerweise ist Steigerung von Feind wie folgt: "Feind, Totfeind, Vereinsbruder, Parteifreund".























Obwohl die erste Stufe der Meinungs(um)bildung ja in beziehungstechnischen Überredungsversuchen (XXX) bestand. Meistens wollte der Genosse dann doch lieber seine "Position" noch viele Male überdenken.
Wenn das nicht half, konnte nach der Wahl immer noch solange "zurückgetreten" werden, bis die richtigen Leute im Parlament/Gremium saßen.
Schöne alte Zeit ;-)
Das einzige was sie noch nicht so richtig kann, ist um Macht kämpfen. Aber das lernt sie noch. Steinbrück hat ja im Spiegel schon mal die Wahl 2009 abgesagt. Also nicht die Wahl, sondern nur die Ambitionen der SPD.
http://www.michael-schoefer.de/artikel/ms0531.html
Selbst bei den Grünen ist ungefähr die Hälfte eher für FDP und CDU, als für SPD oder Linke.