Wie von mir bereits angekündigt stirbt gerade die Carlyle Capital Corporation, ich persönlich gebe der gesamten Carlyle Group noch ca. drei Wochen. Aber es kann auch schneller gehen.
CCC steckt in ernsten Refinanzierungsschwierigkeiten, da die Banken zusätzliche Sicherheiten fordern, die der Fonds wegen der Finanzkrise derzeit nicht aufbringen kann. Einige der Institute haben laut CCC bereits Sicherheiten für Kredite über etwa 5 Mrd. $ verkauft. Mit den übrigen Banken, die Sicherheiten für US-Hypotheken besicherte Anleihen im Wert von 16 Mrd. $ halten, werde weiter verhandelt. Dem jüngsten CCC-Jahresbericht zufolge gehörte Ende 2007 auch die Deutsche Bank zu den Geschäftspartnern des Finanzinvestors.
Bei den fraglichen Anleihen handelt es sich um von den US-Hypothekenfinanzieren Fannie Mae und Freddie Mac ausgegebene Papiere, die eigentlich als relativ sicher gelten. Weil sich aber Banken und andere Investoren im Zuge der Finanzmarktkrise zunehmend von ihren riskanteren Kreditportfolios trennen wollen, haben auch diese Anleihen zuletzt deutlich an Wert verloren.
Übersetzt heißt das, Finger weg von Fannie Mae und Freddie Mac, sowie allen anderen Hypothekenfinanzierern auf dieser Erde. Es heißt aber auch das unser Vorzeigebankier mit den schnellen Händen, Josef Ackermann und seine Deutsche Bank mal wieder an der Spitze der Bewegung sind. Banken, Kommunen, Landesbanken und auch Anleger die seit Ende 2007 sich der starken Beratungsleistung der Deutschen Bank unterworfen haben, sollten mal tunlichst ihr Depot prüfen und eventuell mit ihrer Rechtsabteilung oder den Staatsanwaltschaften reden.
Aber damit nicht genug. Nun wackelt bereits die erste dicke Investmentbank. Wilde Gerüchte um Bear Stearns:
Spekulationen um Liquiditätsprobleme bei der US-Investmentbank Bear Stearns haben die Aktien von Banken kräftig belastet. Zwar wies das Management die Gerüchte zurück. Herabstufungen der Ratingagentur Moody's ließen die Risikoprämien jedoch ansteigen.
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Die US-Investmentbank beeilte sich schnell, den Gerüchten eines Finanzierungsengpasses entgegenzutreten. "Das ist absolut lächerlich", sagte Alan Greenberg, Verwaltungsratsvorsitzender von Bear Stearns.
natürlich ist das lächerlich. Die müssen doch noch schnell das Geld der Anleger beiseite schaffen, ich meine natürlich in Sicherheit bringen, bevor sie zugeben müssen, was kaum zu verbergen ist:
Zeitweise waren die Anteilsscheine um rund zwölf Prozent eingebrochen und hatte weltweit die Börsen nach unten gerissen.
Auch die Hypo Real Estate die gestern bis zu 15 Prozent verloren hat, wird uns heute erzählen, wie gut es ihr geht. Vermutlich hoffen die noch das der deutsche Steuerzahler einspringt. Peer Steinbrück ist alles zuzutrauen. Ansonsten bleibt es bei dem Crash in Zeitlupe.




















verreckt der hier?
http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/grossbanken-chefs_verteidigen_ihre_gehaelter_1.686488.html
In der zum Teil scharfen Befragung durch die Politiker, die durchweg der Versuchung erlagen, sich populistisch zu profilieren, räumten die drei Manager zwar ein, sie hätten auch Fehler gemacht, doch weigerten sie sich, Verantwortung für den Zusammenbruch des Immobilienmarkts zu übernehmen, der inzwischen nicht nur millionenfache Zwangsversteigerungen zur Folge hat, sondern auch die Gesamtwirtschaft in eine Rezession zu ziehen droht. Die Entwicklung beruhe vielmehr auf Ereignissen ausserhalb ihrer Kontrolle, erklärten sie. Ihre gewiss hohen Bezüge seien redlich verdient. In der Anhörung wurde jedoch deutlich, dass die an der Wall Street angewendeten Entlohnungskriterien für Topmanager, die hohe Bonuszahlungen für kurzfristige Ergebnisse versprechen, in erheblichem Masse zu dem Immobiliendebakel beigetragen haben.