Darf man natürlich nicht. Eine so hochedle Firma wie Monsanto würde doch nie betrügen, die würde auch keinesfalls unsere Poltiker kaufen. Nein gar nicht. Sogar aus den Reihen der SPD kommt mal etwas sinnvolles, was aber wohl eher die Ausnahme ist, die die Regel bestätigt, das die SPD zu nichts mehr zu gebrauchen ist:
Anlässlich aktueller Presseberichte zur Überwachung des Anbaus von gentechnisch verändertem Mais Mon810 erklärt die stellvertretende verbraucherpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Elvira Drobinski-Weiß:
Der von Monsanto vorgelegte Monitoringplan ist nicht geeignet, für eine aussagekräftige und auswertbare Beobachtung der Umweltauswirkungen zu sorgen. Der Anbau von Mon810 muss deshalb ausgesetzt werden. Das entspricht dem Vorsorgeprinzip. Der Anbaustopp muss noch vor der Aussaat erfolgen. Es kann den Landwirten nicht zugemutet werden, dass ihnen erst nach wochen- oder monatelangem Prüfungs- und Diskussionsprozess im laufenden Anbau dann die Vermarktung von Mon810 untersagt wird.
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Nach einer Meldung des aktuellen SPIEGEL ist eine Bereitstellung dieser Daten mit den im Monitoringplan aufgeführten Beobachtungsnetzwerken wie zum Beispiel dem Deutschen Jagdschutzverband, dem Dachverband Deutscher Avifaunisten oder dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ überhaupt nicht vereinbart worden. Da das UFZ nicht einmal Beobachtungsräume im Umfeld von Mon810-Anbauflächen hat, ist es gar nicht möglich, für das Mon810-Monitoring relevante Daten zu erheben.
Nicht genug, dass Monsanto die Beteiligten nicht darüber informiert hat, dass ihre Projekte nun Teil des Monitoringplans werden sollen:
Diese Projekte werden auch mit öffentlichen Geldern finanziert, teilweise wird die Arbeit durch Ehrenamtliche geleistet. Von einer Beteiligung an der Finanzierung der Projekte ist aber keine Rede.
Zentraler Teil des aktuellen Monitoringplans von Monsanto sind Fragebögen, die an die Landwirte verteilt werden. Solche Fragebögen hatte das zuständige Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit BVL im vergangenen April, als den Landwirten die Vermarktung von Mon810 untersagt worden war, als unzureichend bewertet ...
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Nach Bekanntwerden der Details des Monitoringplans ist nun klar, dass Monsanto die Auflagen des BVL nur unzureichend erfüllt. Deshalb habe ich Bundesminister Seehofer mit einem Schreiben dazu aufgefordert, den Anbau von Mon810 sofort auszusetzen, bis ein aussagekräftiger und auswertbarer Beobachtungsplan vorliegt.
Elvira Drobinski-Weiß scheint die Erfindung des Telefons noch nicht vermittelt worden zu sein. Wenn Gefahr im Verzuge ist, zum Beispiel weil es brennt, dann schreibt man der Feuerwehr keinen Brief, sondern ruft sie an. Vielleicht kennt sie ja auch das alte Volklied von dem Bauern der im Märzen die Rössel anspannt nicht, oder hat gar keinen Kalender, weil der Glücklichen wie der Doofen ja bekanntlich keine Stunde schlägt.
Vermutlich ist es aber so, das sie einfach nur mal was gesagt haben wollte. Einfach eine Pressemitteilung brauchte und auf drei Erwähnungen im Lokalblättchen und im Süderländer Volksfreund hofft. Nicht um die Sache, sondern um die Presse geht, dürfte wohl die Maxime sein.
Dummerweise fasst sie das generelle Problem bei Monsantos Gendreck zusammen, was dem Gendreckförder Seehofer und ihrem PG und Umweltminister Gabriel gar nicht passen wird, weil die ja längst beschlossen haben, das wir an Monsantos Scheiße verrecken sollen.
Nichts fürchtet Monsanto mehr als ein echtes Umweltmonitoring. Dann könnten die ihren Laden nämlich gleich zumachen, den sie doch so schön mit dem Tresor des jüngsten Gerichts für ihre eigenen wertvollen Persönlichkeiten, abgesichert haben.
Bei einer echten Überprüfung mit der gefürchteten deutschen oder besser preussischen Gründlichkeit wäre sehr schnell klar wie kreuzgefährlich und vor allem wie unumkehrbar das ist, was Monsanto mit uns vorhat.
Ginge es nach Recht und Gesetz würden Haftbefehle auf europäischer Ebene gegen die Monsantoführer und ihre "wissenschaftlichen" Lobbyisten ausgesprochen. Dann wünschte ich mir einen Staatsanwalt der gründlich ermittelt. Am Ende hörten wir in Europa nie wieder was von Monsanto.
So wird uns Hotte Seehofer morgen oder übermorgen erklären, das eine akute Gefahr nicht besteht und fröhlich grinsend von dannen ziehen. Er hofft ja das Monsanto ihn und die seinen mit auf die rettende Insel nimmt, wenn alles vorbei ist. Es ist mir aber kein Trost, das sie es nicht tun werden. Denn das ist für alle zu spät. Vielleicht würden Anzeigen wegen versuchter schwerer Körperverletzung gegen Seehofer und Gabriel etwas bringen. Aber wahrscheinlich auch nicht. Wir leben halt in einer Diktatur des Geldes.




















sehr lange Dokumentation über Monsanto.
Man kann sie sich noch einige Tage übers
Internet ansehen.
www.arte.tv
Dort ist (im Moment) gleich auf der ersten
Seite unter der Rubrik Umwelt der Film und
auch die Diskussionsrunde.
Wenn ich könnte, würde ich mir das Ganze auf
CD brennen, damit ich mir die Ungeheuerlichkeiten
später noch einmal eingehend reinziehen kann.
Naja, wir haben es ganz altmodisch auf Video
aufgenommen.
Und bei www.kulturzeit.de gab es am Montag,
10.Mrz.08 einen Beitrag über eine Ausstellung
über Biopiraterie. Da geht es um die Patente,
die einige Firmen, so auch Monsanto, beantragen
und von den Regierungen auch genehmigt bekommen.
Auf der Dokumenta in Kassel ist die
Ausstellung von Ines Doujak zu sehen.
Wen es interessiert, kann auch bei www.3sat.de
den Suchbegriff "Arme Sau" eingeben.
Viel Spaß beim Lesen und Ansehen und Gänsehaut
kriegen.