dpa meldet gerade:
Leck in Ammoniakleitung in Wuppertaler Chemie-Betrieb
Wuppertal - Auf dem Gelände des Chemieunternehmens Bayer in Wuppertal in Nordrhein-Westfalen ist giftiges Ammoniak ausgetreten. Wie die Feuerwehr mitteilte, sind bei dem Unfall fünf Werksmitarbeiter verletzt worden. Der Schieber des defekten Rohres konnte nach einer halben Stunde geschlossen worden. Ammoniak ist ein giftiges, stechend riechende Gas, das Augen und Atemwege reizen kann.
Kann passieren. Niemand ist unfehlbar. Innerhalb des Bayer Werkes gibt es eine Werksfeuerwehr, die kompetent erste Hilfe leisten kann, weil sie für derartige Aufgaben ausgebildet wurde. Warum also lässt mich solche eine Meldung stutzen. Ach ja. Deshalb.:
Der Leverkusener Chemie-Multi Bayer will hochgiftiges Kohlenmonoxid per unterirdischer Pipeline von seinem Dormagener Werk zum Standort Krefeld leiten (wir berichteten). Die auf der 67 Kilometer langen Strecke liegenden Kommunen sind davon ebenso wenig begeistert wie private Grundstücks- besitzerInnen und Umweltverbände. Im nordrhein- westfälischen Landtag sind CDU und FDP für die Errichtung der Giftgasleitung.
Natürlich hat das nichts mit einander zu tun. Ich liege bestimmt völlig falsch. Ob die Feuerwehren auf den 67 Kilometern Strecke auch alle so gut ausgerüstet und vor allem ausgestattet sind wie die bei Bayer? Ob die Kinder die in den Gefahrengebieten spielen müssen, alle Warngeräte haben? Vielleicht wollen die CDU und die FDP dort auch nur Arbeitslose und Rentner ansiedeln und die anderen wegbringen? Ich weiß es nicht.
Aber auch wenn ich falsch liege, bin ich froh, dass meine Kinder dort nicht spielen müssen. Ich würde panikartig die Flucht ergreifen.
Wieder einmal wäre Verantwortung gefragt. Aber in unserem neoliberalen und wirtschaftsfaschistischen Umfeld ist Verantwortung nicht zu bekommen. Selbstverständlich gibt es keine hundertprozentige Sicherheit, aber zieht der Bayerchef neben die Pipeline und lässt seine Kinder oder Enkelkinder dort spielen. Wohl eher nicht. Seiner eigenen Familie gegenüber wird er Verantwortung zeigen. Der Rest muss sehen wie er klar kommt.
Ach ja Ammoniak kann man riechen, auch auf Entfernung. Kohlenstoffmonoxid ist ein farb-, geruch- und geschmackloses giftiges Gas.




















Frag Herrn Zumwinkel oder Herrn Ackerman, die werden dir das bestätigen.
Aber kein Problem. Die Pipeline geht durch ein Erdbebengebiet. Sie stellt den größten Giftgasspeicher der Welt dar, denn sie ist nicht nur Transportmittel sondern auch Pufferspeicher.
Prof. Dr. Falkenhain aus Bochum, ein Spezialist für Verfahrenstechnik mit 40-jähriger Erfahrung mit Kohlenmonoxyd im Kohleabbau hat errechnet und im Landtag NRW am 7.10.2007 vorgetragen, dass bei einem Loch von 5-6 Millimeter Größe die Menschen noch in 100 Meter Abstand innerhalb von ein bis zwei Minuten sterben, bei 4 Millimetern beträgt die Todeszone
57 Meter.
Außerhalb dieser Hochrisikozonen sind die Menschen jedoch nicht außer Gefahr, sondern sterben etwas langsamer, in 10 Minuten, 20 Minuten und später oder sie tragen im Überlebensfall schwere gesundheitliche Spätschäden davon. Völlig aussichtslos für Tausende von Menschen ist es bei einem Vollbruch durch Fremdeinwirkung Autoaufprall an der Autobahn (die Trasse verläuft weitgehend neben der Autobahn), Gewalteinwirkung, zum Beispiel durch Rammung mittels Stahlspundwand (siehe Experte Volkwart Hardes aus Celle), Schweißnahtbruch durch Erdbeben in unserem Erdbebengebiet, der Niederheinebene, Sabotage oder Terrorismus.
Dann kann die Todeszone sich je nach Windverhältnissen bis zu 1,5 Kilometer und noch weiter ausdehnen. Allein im Kreis Mettmann leben 143.000 Menschen im Bereich der unmittelbaren Gefahrenzone."
Natürlich machen die alle nur Panik. Das ganze ist bestimmt völlig ungefährlich. Es wird nie etwas passieren.
"
Tolle Seite hier. Bin schon seit Langem treuer Leser. Heute wollte ich auch mal was schreiben.
Gruß
Alex
btw. ich lese auch schon länger hier, aber langsam macht es mir echt Angst, wie krank diese Welt mittlerweile ist und in diesen Momenten möchte ich dann gar keine Nachrichten mehr lesen.
Zumindest hatten die Bergleute bei der Zucht dieser Vögel Beschäftigung wenn sie alt, krank und nutzlos wurden und konnten sich an deren Gesang erfreuen.