Immer wenn ich PIN AG höre, fällt mir als erstes die gierige und völlig verantwortungslose Friede Springer mit ihren Leitungsfuzzis ein, im nächsten Atemzug aber denke ich gleich an Florian Gerster. Er konnte zwar nicht überall sein, aber da wo er war, brannte nach kurzer Zeit die Luft. Sein vollständiges Versagen als Politiker ist natürlich nicht so leicht nachzuweisen, aber seine Beförderung an die Spitze der Bundesanstalt für Arbeit sorgte allgemein für ein Aufatmen.
Der Begriff Beförderung bekommt dabei eine ganz neue Bedeutung. Das was er nach kräftigen Lohn- und Spesenerhöhungen dann mit der BA anstellte können nur die loben, die von gar keiner Ahnung getrübt sind. Während alle mit Ahnung beteten, dass er goldene oder doch zumindest silberne Löffel stehlen möge, überstand er einiges an Merkwürdigkeiten, stolperte dann aber doch über einen PR-Auftrag in Höhe von 1,3 Millionen Euro mit der WMP Eurocom. Manchmal muss man eben nehmen was man findet um solche einen Unglücksvogel wieder loszuwerden. Wahrscheinlich muss die BA bis an sein Lebensende für ihn zahlen.
Natürlich ist er eine der INSM Größen. Da gehört ein geldgieriger Sozialdemokrat der von einigen als Sonnenkönig bezeichnet wurde ja auch hin. Wer aber glaubt er würde sich damit begnügen gegen gutes Geld schlechte neoliberale Propaganda zu machen und sozlalen Wohnungsbau an Private Equity Fond zu verscherbeln der hatte sich geirrt.
Im Plan von Friede Spinger stand dem Florian Gerster nämlich noch eine bedeutende Aufgabe bevor. Er wurde im Herbst 2007 Präsident des neu gegründeten Arbeitgeberverbandes Neue Brief- und Zustelldienste (AGV neue BuZ), Berlin. Selbstverständlich gut bezahlter Präsident. Nun sollte er nach dem St. Floriansprinzip das Haus der Post AG abfackeln.
Aber wie ich schon immer behaupte sind Neoliberale dumm. Das gehört ganz einfach dazu. Intelligente Menschen machen einen solchen Schwachsinn nicht mit. Während unser Florian noch versuchte nasses Papier anzuzünden um die Post abzufackeln, schaffte der Postchef Zumwinkel einfach Fakten durch einen Mindestlohn und Florian stand wieder ziemlich dämlich da.
Dabei hatten der PIN-Chefvon Friede Springers Gnaden, Günter Thiel und unser Florian Gerster doch alles menschenmögliche getan um das zu verhindern. Sie hatten sogar ihre Arbeitnehmer für niedrigere Löhne demonstrieren lassen. Das war einmalig. So einmalig das Gert Flegelskamp sich seinem ersten Informanten gegenüber sehr flegelhaft benahm:
Vor einigen Tagen bekam ich eine Mail, in der u. a. stand:
Postzusteller der PIN AG demonstrieren gegen einen Mindestlohn, ein Wahnsinn. Da könnten doch auch Hartz IV Empfänger für weniger Geld demonstrieren z. Bsp.: 200 Euro sind genug. Die INSM könnte die Plakate dazu stiften.
Ich habe recht schnippisch geantwortet, weil ich der Ansicht war, man will mich verladen. Entschuldigung, lieber Schreiber, dass ich Sie nicht ernst genommen habe. Heute weiß ich, dass Ihr Schreiben gerechtfertigt war.
Nun gut es war eine neue Gewerkschaft, aber keiner hätte geglaubt das eine Gewerkschaft wirklich für niedrigere Löhne sein kann, von denen die Mitarbeiter nicht leben können, und die bis auf Hartz IV Niveau aufgestockt werden müssen. Aber es war so. Die Gewerkschaft der Neuen Brief- und Zustelldienste (GNBZ) wollte wirklich weniger Geld. Bitte gebt unseren Leuten nicht so viel. Die können eh nicht damit umgehen.
Ich war verdutzt. Das die Mitarbeiter der PIN demonstrierten habe ich verstanden. Die wurden schließlich genau beobachtet. Entweder Demo oder raus, mag vielleicht keiner so laut gesagt haben, aber das Prinzip war klar. Menschen Angst machen ist ja das was der Neoliberale Abschaum und Springer am besten können. Die laben sich ja auch an der Angst und an den Tränen der anderen. Das ist deren Perversion.
Natürlich war mir klar das diese Gewerkschaft genau wieder Arbeitgeberverband nichts anderes als ein Springerwerkzeug war. Aber man konnte es nicht wirklich beweisen. Aber nun geistern die Meldungen durch die Presse, dass der Konkursverwalter der PIN AG Bruno Kübler, Strafanzeige erstattet hat, weil die Gewerkschaft bis in den Dezember 2007 hinein wohl von der PIN AG mit 130.000 Euro und diverser Technik finanziert haben soll. Außerdem hat wohl der Gewerkschaftsvorsitzende Arno Doll ein kleines monatliches Zubrot von 25.000 Euro durch die PIN AG erhalten. Da wäre ich auch gegen Mindestlohn.
Warum denke ich in diesem Moment nur an Transnet, GDBA und Herrn Mehdorn. Egal wird schon nicht wichtig sein. Vielleicht fällt es mir ja später wieder ein.
Selbstverständlich wird Florian Gerster mit der Bestechung der Gewerkschaften nichts zu tun gehabt haben. Auch die INSM ist unschuldig. Es sei denn da lugen unter dem Deckchen noch ein paar Fäden mehr hervor. Ach hätten wir doch ehrliche Staatsanwälte in diesem Land. Welche die ihre Aufgabe ernst nehmen. Dann müsste nämlich gegen Gerster, die INSM und Springer genauso ermittelt werden wie gegen Thiel und Doll. Aber wahrscheinlich ist das alles legal nur Doll hätte mehr Steuern bezahlen müssen. Da erklärt er sich schuldig und alles ist wieder gut.
Danach könnte er doch bei Transnet anfangen und für Florian Gerster müsste doch ein Plätzchen im Bahnvorstand frei sein. Aber das ist gefährlich. Dieser Florian hat das mit dem St. Floriansprinzip nicht ganz richtig verstanden. Der zündet immer die eigene Hütte an.
In diesem Zusammenhang auch einen fröhlichen Ostergruß an das Berliner Verwaltungsgericht. Ein Mindestlohn der darf nicht sein. Aber unternehmereigene Gewerkschaften, die finden diese Richter toll. Das ist deutsche Justiz. Ob die vielleicht auch eine Gewerkschaft haben? Vielleicht laufen die ja nächste Woche auch durch die Stadt und fordern weniger Geld für sich. Aber die Gefahr besteht nicht. Die urteilen ja im Namen des Volkes. Natürlich ohne das Volk zu fragen und Scham kennen solche Richter nicht.























Dieses Aufstocken fördert ein besitz- und rechtloses Proletariat, denn man bekommt das Geld ja nur, wenn zuvor alle Ersparnisse aufgebraucht wurden. Das heißt, man muss quasi noch mit den Rücklagen dafür "bezahlen", dass man einen Job zu Ausbeuterlohn ausführen darf. Und gleichzeitig saugen die Aktionäre alles Geld aus dem Laden.
Zum Glück hat das letzte Hemd keine Taschen, sonst würde Friede den Betriebsfrieden bestimmt völlig zerstören mit ihrer Gier nach millionenschwerer Dividende.