Auch dieses Jahr waren wieder ca. 5.000 Demonstranten bei der nun schon 16. Osterwanderung gegen die geplante Wiederinbetriebnahme des Bombodroms in der Kyritz-Ruppiner Heide aktiv. Allerdings könnte man langsam aber sicher damit beginnen zu resignieren. Es scheint egal zu sein ob Gerichte dagegen entscheiden. Es interessiert niemanden wenn der Bundesrechnungshof feststellt, dass angesichts der neuen Aufgaben und Bewaffnung der Bundeswehr, sowie angesichts eines seit Jahren sinkenden Übungsaufkommens an Luft-Boden-Einsätzen ein dritter Schießplatz Wittstock für die Einsatzbereitschaft der Luftwaffe nicht mehr notwendig ist. Und dazu auch nicht mehr vermittelbar ist, weil in den heutigen Krisenszenarien Präzision und Abstand aus mittlerer Höhe notwendig ist und nicht riskante und völlig unverantwortliche Bombenabwürfe im Tiefflug.
Bis auf den Linken und Grünen ist in diesem Bereich unseren Politikern mit Vernunft nicht beizukommen. Ich erinnere mich noch gut, als Peter Struck mit seiner Bundestagsmotorradgang in Rheinsberg weilte und alle hofften, er würde ein Auge für die Schönheit der Natur haben und der Kyritz-Rupiner Heide ihren Frieden lassen oder sogar bringen. Wo die Sache mit Struck endete ist bekannt. Es wurde geklagt und Struck würde uns ja am liebsten in jeden Krieg auf dieser Welt verwickeln, um seine Lust am Leid anderer zu befriedigen.
Über Franz-Josef Jung und die Kriegstreiber von der CDU/CSU muss in diesem Zusammenhang wohl auch niemand reden. Jung will seine Gedächtnisbaracke aus durchgebrochenen Erkennungsmarken. Der will bewusst Tote. Über die Bundesangela oder gar den Pofalla zu reden, lohnt die Mühe nicht. Von dort ist keine Hilfe und keine Anstrengung für den Frieden zu erwarten. Denen macht es Spaß die Menschen im Ungewissen zu halten, damit sie ja nicht darüber nachdenken, was diese Art von Politikern sonst so treibt.
Die Bundeswehr tut und fordert was die Politik will. Natürlich wollen die möglichst überall üben und Tiefflug macht am meisten Spaß. Allerdings wäre es der Bundeswehr wohl lieber wenn sie etwas mehr Geld für Sprit und Erhaltung hätte und einfach ein paar Flugübungen mehr machen könnte. Dafür ist allerdings kein Geld da. Das wird lieber in Prozesse um ein unnötiges Bombodrom versenkt.
So etwas ist typisch für unser Land. Die Politik stellt sich ständig gegen die Interessen der Menschen und freut sich an deren Leid, will aber gleichzeitig gewählt und geliebt werden. Vielleicht sollten wir unsere Politiker mal in psychologische Behandlung schicken. So ganz dicht können die nämlich nicht sein.
Ich bewundere auf jeden Fall die Menschen, die immer wieder neu den Widerstand organisieren und einfach nicht nachlassen. Da gibt es übrigens eine Kontonummer auf der man den Kampf mit etwas Geld unterstützen kann:
Spendenkonto
BI FREIeHEIDe e.V.
Kto. 168 0000 167
BLZ 160 502 02
Spk Ostprignitz-Ruppin



















