Wir wir wissen hat der tolle Wissenschaftler Lyle Armstrong viele kleine Chimärenmbryonen aus den Zellen eines Menschen und der Eizelle einer Kuh hergestellt. Je nach Meldung durften die Chimären zwischen drei und 14 Tagen am Leben bleiben, was uns vermuten lässt, das sie wahrscheinlich eingepflanzt wurden und man nun hofft, sich das Ergebnis nach der Geburt ansehen zu können.
Ach ja die Chimäre, schon lange geistert sie durch die Geschichte der Menschen. Die meisten Götter der Ägypter waren Chimären genau wie griechische Mythologie voller Chimären ist. Für diesen Artikel, sind jedoch nicht die Chimären aus unterschiedlichen Tieren von Belang, sondern nur die Wesen die aus Mensch und Tier bestehen. Klar als bekennender Harry Potter Fan wäre mir so ein kuscheliger Hippogreif oder ein Basilisk natürlich auch lieber, aber man kann nicht alles haben. Zumindest sind die Mensch-Tier Chimären nicht jugendfrei, was an einem frühen Montagmorgen ja auch etwas für sich hat.
Was uns Harry Potter verschweigt, ist das es sich bei den weisen Zentauren, jenen Mischwesen aus Pferd und Mann oder Frau, eher um ein unbeherrschtes und lüsternes Volk handelte, das sich bei der Hochzeit des Königs der Lapithen, Peirithoos „vom Wein erhitzt“ über deren Frauen hermachte und seitdem Krieg führte, aber eben auch als Erzieher der Jugend galt.
Den gleichen sexuellen Tenor finden wir beim Minotauros bei dem die Geschichte seiner Zeugung interessiert:
Poseidon erzürnte und verfluchte Minos Frau Pasiphaë, die sich daraufhin in den Stier verliebte. Sie ließ sich von Daidalos ein hölzernes Kuhgestell bauen und eine Kuhhaut darüberspannen, um dann in dieses Gestell zu kriechen und sich in diesem mit dem weißen Stier zu vereinigen. Aus dieser Vereinigung ging der Minotauros hervor, eine Gestalt mit menschlichem Körper und dem Kopf eines Stieres.
Der nächste in der Reihe ist der Faun oder Satyr dessen Funktion sich aus dem Bild leicht erraten lässt:
Foto wikipedia
Satyr. Griechischer Wald- und Berggeist. Wegbegleiter des Dionysos. Er trinkt gerne. Seine Gestalt ist etwas zwischen Mensch und Tier.
Satyr. Griechischer Wald- und Berggeist. Wegbegleiter des Dionysos. Er trinkt gerne. Seine Gestalt ist etwas zwischen Mensch und Tier.
Im christlichen Abendland wird der Satyr dann mit dem Bockshuf gezeigt, das prächtige männliche Glied muss erahnt werden, während die Nymphen an seiner Seite mehr für die männlichen Interessen gedacht sind.
Der Satyr hat sich in den Teufel verwandelt der auf dem Blocksberg die unnebelten Hexen befriedigt während die Männer von den Waldnymphen und Meerjungfrauen verführt werden. Im Prinzip geht es immer ums das gleiche. Sex oder Krieg.
Weniger um Krieg, als vielmehr um Arbeit oder Sex ging es bei den Sklavenhaltergesellschaften in unserer Vergangenheit. Das alte Israel das sich ja selbst als ehemals versklavtes Volk empfand, hatte die härtesten Regeln. Schuldknechtschaft endete nach sieben Jahren galt aber nicht für die Ehefrau oder die Kinder die aus dieser Zeit stammten, sodaß schlußendlich auch Schuldsklaverei in Sklaverei endete. Interessant ist in diesem Zusammenhang das Sklavinnen zwar zu sexuellen Diensten gezwungen werden konnten, dadurch aber den Status einer Ehefrau erhielten.
Es war ausgerechnet Aristoteles, der der Sklaverei einen rassistischen Grund verpasste:
Aristoteles hielt die Sklaverei für von Natur aus gerechtfertigt; Sklave sei, wer „mit den Kräften seines Leibes das so Vorgesehene auszuführen imstande“ sei. Dies traf seiner Meinung nach aber nicht auf alle zu, die körperlich geeignet sind, sondern nur auf Nicht-Griechen, so genannte „Barbaren“ (Menschen, die nicht Griechisch sprechen). Barbaren sind nach Aristoteles Sklaven von Natur aus. Sie besäßen nicht nur den Körper, der sie zur Verrichtung der Arbeit prädestiniere, sondern seien auch in ihren geistigen Fähigkeiten eingeschränkt, sodass sie von der Sklaverei profitierten, indem ihr Besitzer für sie denke. Ohne diese Ansicht war seine Theorie der Polis undenkbar, da sie auf der Muße der Herrschenden aufbaute, sich mit „höheren“ Dingen zu beschäftigen.
Dieser Gedanke hält sich bis heute beharrlich und dient immer noch zur Rechtfertigung für Unterdrückung. Allerdings hatten die Sklavengesellschaften bis auf die Schilderungen Homers das Problem das Sklaven sich nicht für Kriegseinsätze eigneten, da bewaffnete Sklaven schon aufgrund ihrer Überzahl eine ständige Gefahr darstellten. Das Leben in Sparta wurde zu einem wesentlichen Teil aus der Furcht vor Helotenaufständen und den Kämpfen gegen diese helotischen Sklaven bestimmt.
Sklaverei macht also nur im Sinne von Arbeits- und Lustsklaven Sinn und war aber auch dabei immer von der Angst vor Sklavenaufständen oder gar Sklavenkriegen bestimmt wie Rom sie erlebte. Mit der Versklavung Afrikas begann eine neue Dimension der Versklavung. Die Sklavenhaltergesellschaft erhob sich mit teilweise abstrusen "wissenschaftlichen" Argumenten über die Sklaven um eine moralische Rechtfertigung zu erhalten.
Gerade in den USA spielte die sexuelle Komponente wieder eine wichtige Rolle. Die Männer benutzten die weiblichen Slaven ohne moralische Probleme da es sich ja mehr um Tiere als um Menschen handelte. Bei den Frauen wurde dies nicht geduldet. Die wurden sogar vehement von den Sklavenquartieren fern gehalten damit nicht ein besonders gutgebauter Schwarzer zum Zuge käme. Klappte natürlich auch nicht immer, aber die überlieferten Fälle sind gering und beziehen sich dann eher auf ältere oder alleinlebende Frauen auf abgelegenen Farmen.
Durch Lohndumping wurden die Preise für Arbeit überall auf der Welt in den nicht mehr erwähnenswerten Bereich abgesenkt und weitere Absenkungen werden folgen. Das macht Arbeitssklaven nicht mehr so interessant. Lustsklaven lasse sich aus der Masse der Arbeits- und Hoffnungslosen jeden Geschlechtes leicht anwerben und nach Gebrauch, sogar ohne die minimale Fürsorgepflicht einer Sklavenhaltergesellschaft wieder entsorgen.
Anders sieht es beim Krieg aus. Soldaten sind bewaffnet. Wenn sich die Soldateska aus den Heerscharen der Hoffnungslosen bildet, besteht die Gefahr, das die Waffen auf die eigenen Herrschenden richten was ein sehr schnelles Ende dieser Herrschaft bedeutet. Der Versuch auf Kampfroboter auszuweichen, scheitert immer noch am Aktionsradius und der sehr begrenzten Intelligenz. Lasse ich diese Kampfroboter aber von Menschen steuern, können auch diese Kampfroboter gegen die Herrschenden eingesetzt werden. Ein Dilemma.
Gebraucht würde also ein mäßig intelligentes Wesen, das bestimmte Aufgaben auf Befehl wahrnehmen kann und der eigenen Existenz nicht viel Aufmerksamkeit zubilligt. Nehme ich diesem Wesen die eigene Reprodukitonsfähigkeit, wie beim Muli, dann muss es sich auch nicht um den eigenen Nachwuchs sorgen, ist aber trotzdem aktiv wie passiv sexuell aktiv:
Bei der Vermischung des Erbgutes von Pferdestute und Eselhengst entsteht ein ungerader Chromosomensatz, welcher eine Geschlechtszellenbildung unmöglich macht. Gleichwohl können Maultiere den Geschlechtsakt ausführen und verfügen auch über einen natürlichen Geschlechtstrieb, wenn auch einen nicht so starken wie bei den Pferden. Hengste sind stets unfruchtbar, gelegentlich kommen jedoch fruchtbare Stuten vor.
Die Stutenunfruchtbarkeit wegen fehlender Eizellen bedutet aber nicht, das diese Stuten nicht künstlich befruchtet werden und gebären könnten. Kehren wir jetzt zum Chimärenexperiment des Lyle Armstrong zurück, bekommen die Dinge plötzlich einen völlig anderen Sinn. Er behauptet:
Zum einen wollen die Forscher feststellen, ob sich die so gewonnene Chimären-Stammzellen genauso gut so wie normale embryonale Stammzellen zur Behandlung von Krankheiten eignen könnten.
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Der zweite und wichtigere Grund ist paradoxerweise ein ethischer: "Menschliche Eizellen sind sehr wertvoll und entsprechend schwer zu bekommen", erklärt John Burn, der Leiter des Instituts für Humangenetik in Newcastle. Tierische Eizellen stünden im Gegensatz zu menschlichen unbegrenzt zur Verfügung. "So kamen wir auf die Idee, den Mangel durch die Verwendung von Kuh-Eizellen zu überwinden."
Seltsamerweise stehen diese Aussagen jedoch in völligem Gegensatz zu folgender Aussage:
Britische Forscher haben ein Embryo aus dem Erbgut eines Menschen und der Eizelle einer Kuh geschaffen. Der Stammzellforscher Prof. Wolfgang-Michael Franz vom Klinikum Großhadern der Universität München sieht darin keinerlei Sinn.
Er könne die Arbeit ethisch und moralisch nicht nachvollziehen, sagte er im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur dpa am Mittwoch.
Ist die Technik in Ihren Augen eine Alternative zu «rein menschlichen» embryonalen Stammzellen?
Prof. Franz: Ich bin entsetzt darüber. Ich sehe in den Versuchen keinerlei Sinn. Das ist ganz klar überhaupt keine Alternative. Ich wüsste nicht, wofür diese Zellen relevant sind. In Deutschland sind solche Versuche ohnehin seit dem Embryonenschutzgesetz von 1990 nicht denkbar. Diese Arbeit kann ich ethisch und moralisch nicht mehr nachvollziehen und habe immer gesagt, dass wir solche Versuche nicht brauchen.
Was bedeutet die Arbeit für die deutsche Forschung?
Prof. Franz: Das ist für uns ein Kuckucksei zehn Tage vor der entscheidenden Bundestagsdebatte um das Stammzellgesetz. Die britische Arbeit gefährdet die gerade gefundene Sachlichkeit in dieser Diskussion. Es steckt schon eine gewisse Polemik darin, wenn die Engländer gerade jetzt in der sensiblen Phase diese Ergebnisse bekanntgeben und nun deutsche Forscher ausgebremst werden könnten, falls die Forschungsbedingungen hierzulande nun nicht erleichtert werden sollten.
Warum benötigen deutsche Forscher menschliche embryonale Stammzellen?
Prof. Franz: Wir brauchen diesen Goldstandard als Vergleich, um andere Methoden wie adulte Stammzellen oder zurückprogrammierte Zellen (iPS) weiterzuentwickeln.
Haben die britischen Mischzellen angesichts des tierischen Anteils überhaupt einen praktischen Nutzen in der Therapie?
Prof. Franz: Diese Zellen können nicht in der Medizin eingesetzt werden. Sie sind nicht notwendig.
Ist es denn ein neues Verfahren?
Prof. Franz: Nein, auch andere Forscher haben schon vor Jahren Erbmaterial in Eizellen von Tieren eingefügt und Embryonen gewonnen. Sie bringen keinen wesentlichen Neuigkeitswert.
Interview: Simone Humml, dpa
Das klingt irgendwie doch ganz anders. Ich habe mich natürlich nicht umsonst auf den weiten Weg über Chimären in der Mythologie und die Sklaverei gemacht um hier aufzuhören. Ich erwähne auch noch einmal das ich persönlich jeder Anwendung von Gentechnik außerhalb von Hochsicherheitslaboren komplett ablehnend gegenüber stehe und das ich das was die grüne Gentechnik von Monsanto und BASF tut, als einen gemeinen Krieg gegen die Menschheit und versuchten Völkermord betrachte.
Soviel zur Fairness. Tatsächlich glaube ich das ein wesentliches Ziel dieser Chimärenforschung die künstliche Gebärmutter ist. Sie würde nicht nur manches Leid bei kinderlosen Paaren lindern, sondern auch einige Frauen von der Panik vor dem Geburtsvorgang erlösen. Dieses Ziel wäre gesellschaftlich ziemlich leicht akzeptabel. Warum nicht ein Lebewesen züchten das nur als Gebärmutter dient, sich praktisch nicht bewegt und geistig nur vegetiert.
Das zweite ebenso leicht akzeptierbare ist der Lustspender weiblichen oder männlichen Geschlechtes, nah am Hund oder vielleicht dem kleinen Pferd, aber auch in anderen Formen. Dumm und willig. Wieviele Herzen würden bei solchen Möglichkeiten aufgehen. Die Katzenfrau ist ein immer wieder beliebtes Motiv.
Natürlich braucht man Arbeiter. Besondere Züchtungen für besondere Aufgaben. Die, die nicht riechen können für die Arbeit im Gestank, die die kein Licht brauchen zum im Dunkel zu sehen für die Bergwerke. Alle fleißig und völlig anspruchslose, aber willig.
Zum Schluß eine Kriegerkaste. Treu und unbarmherzig. Nicht vorstellbar. Wer manch einem wirtschaftsfaschistischen Neoliberalen heute zuhört, der könnte glauben schon solch eine Chimäre vor sich zu haben. Aber keine Sorge. Noch ist es nicht so weit. Aber machen wir uns nichts vor. Die Zeit ist reif. Ähnlich wie bei der grünen Gentechnik müssen wir heute die Weichen für morgen stellen. Bei der grünen Gentechnik haben wir zu lange gewartet. Wollen wir diesen Fehler hier auch wieder machen?

























Nur zur Klärung: ich bin ebenso entsetzt über diese abgrundtiefe Verachtung der Würde alles Lebenden. Wenn der einsame Hirte in schwülen Nächten mit Schafen und Ziegen keine Nachkommen zeugen kann, dann hat sich die Natur dabei was gedacht, und man sollte es dabei belassen und nicht mal an Vorstufen herumbasteln.
Übrigens: Was Lyle Armstrong da getrieben hat ist eh mehr ein Medientestballon, wie weit mans denn in der öffentlichen Meinung schon treiben darf. Vor längerer Zeit kam mal (WDR oder Arte?) eine Dokumentation über das Treiben das in militärischen Labors weltweit schon stattfindet. Das Fazit: nix genaues weiß man nicht, aber alles deutet auf echte (!) Chimärenproduktionen hin. Über die Experimente eines Herrn Armstrong dürfte man in den dortigen Labors nicht mal mehr müde lächeln.
Ich hoffe, dieser Kommentar wird freigeschaltet, obwohl er offensichtlich nicht auf der Linie des Betreibers dieser Internetseite liegt... Vielleicht folgt noch ein Kommentar zu diesen Experimenten auf meinem Blog.
Als nächstes solltest du lesen, das niemand hier geschrieben hat, was der Zellhaufen wohl für Gefühle haben mag. Der Tenor geht in eine ganz andere Richtung. Es geht nämlich darum, was das Endziel dieser Forschung ist. Dafür habe ich ein paar Beispiele genannt.
Die Zellhaufen treiben wir mit gutem Gewissen auch noch bis zur 12. Woche ab, wogegen auch nichts zu sagen ist. Natürlich sind Tierversuche schlimmer, aber selbst die würde ich bis zu einem gewissen Punkt tolerieren, wenn sie denn Sinn machten.
Natürlich ist das nichts, was mal eben schnell zwischen Tür und Angel besprochen wird, aber es gibt die Ansätze und keine Möglich zu kontrollieren was wirklich passiert.
Enweder man warnt, oder man hofft das nichts passiert.
Aber menschliche "bewegungslose" Gebärmütter hätten den Nachteil das die Kirchen und alles mögliche sich aufregt. Ich überziehe jetzt mal bewusst bei einer Schnecke-Mensch Chimäre würde sich von dieser Seite keiner aufregen.
Der Begriff Chimäre wurde von den Forschern bewusst benutzt. Damit soll ein Wort gang- und denkbar gemacht werden, auch wenn die Tatsachen nicht ganz zutreffen.
Woher das Recht das zu tun kommt? Es ist das "Recht" einer jeden (!) Art, ihre Umwelt nach Möglichkeit zu dominieren - und im Falle eines all zu großen Erfolgs die Folgen zu tragen, bis hin zur eigenen Ausrottung. Hey, hunderte von Millionen Jahren gabs auf der Erde eine gewaltige fröhliche Population von ein- und mehrzelligen Lebewesen, bis eine kleine Gruppe anfing, hochreaktiven und giftigen Sauerstoff zu produzieren. DAS war ein Artensterben.
Beim Umweltschutz gehts letztlich auch nicht um ein paar niedliche Pinguine oder die lieben Wale - sondern um knallharten Eigennutz: dauerhafte Habitatsicherung für uns! Ich halte das als Grund aber für durchaus legitim, insbesondere weil die Erhaltung des guten alten Status Quo erstmal allen Arten zugute kommt.
@Frank: volle Übereinstimmung! Ich wünsche Dir, dass niemals Gesundheit oder Leben Deiner Kinder von einem im Tierversuch getesteten Medikament (praktisch alle) abhängt. Übrigens - die meisten Farbstoffe (Textilen, Lacke, Buntstifte,...) und nicht wenige Lebensmittel (ich weiß sogar den konkreten Fall eines gesunden naturbelassenen! Pflaumensafts!) wurden/werden im Tierversuch getestet. Inwieweit Tierversuche tatsächlich übertragbar sind, ist allerdings wirklich nur selten klar.