Immer wenn sich zwei Autoren treffen gibt es ein Thema das unbedingt besprochen wird. Verlage. Was bietet dir deiner, was fordert meiner, wie ist die Betreuung, wieviel reden die rein. Aber in Wirklichkeit geht es immer darum überhaupt einen Verlag zu finden und natürlich betrachtet man mit Argusaugen was andere so tun:
Die Verlage des Dr. Udo Ulfkotte
Koehler & Amelang - 1997 - Verschlußsache BND
Heyne - Oktober 1998 - Verschlußsache BND
Bertelsmann - 1999 - Marktplatz der Diebe
Goldmann - 2001 - Wirtschaftsspionage
Bertelsmann - 2001 - So lügen Journalisten
Eichborn - November 2001 - Gencode J
Goldmann - November 2001 - Propheten des Terrors.
Eichborn - März 2003 - Der Krieg in unseren Städten.
Bertelsmann - März 2004 - Grenzenlos kriminell
Goldmann - Juli 2005 - Grenzenlos kriminell
Eichborn - Januar 2006 - Der Krieg im Dunkeln.
Eichborn - März 2007 - Heiliger Krieg in Europa.
Resch - April 2008 - Europa kapituliert vor dem Islam
Eine beeindruckende Liste an Verlagen. Der Koehler & Amelang Verlag (Gründungsjahr 1789) konzentriert sich auf Publikationen zu Geschichte und Kulturgeschichte und ist zusammen mit der Edition Leipzig in der Seemann Henschel GmbH & Co.KG aufgegangen. Ich mag zwar weder die Bertelsmannstiftung noch die Familie Mohn, aber der Bertelsmann Verlag München hat einige gute Bücher herausgebracht, auch wenn ich die hier genannten nicht unbedingt dazu zähle. Heyne und Goldmann sind jedem der liest oder schreibt ein Begriff und der Eichborn Verlag ist ein Traum vieler Autoren.
Wie aber um Himmels willen passt der Resch Verlag in diese Reihe. Was sucht ein Ulfkotte neben "Handbuch Prävention - Sicherheit beim innerbetrieblichen Materialfluss - Gefährdungsanalysen und Unfallverhütung leicht gemacht" oder dem zweifellos wichtigen "Ladungssicherung - Praxis der Verkehrs- und Arbeitssicherheit" und der "Unfallverhütungsvorschrift Flurförderzeuge BGV D27"?
Zuerst ist das ein Rätsel, ein grundsolider Verlag für das Beiwerk zum Arbeitsleben, Gabelstaplerführerschein und das richtige Anschlagen von Lasten. Liest zwar nie jemand, muss aber vorhanden sein, damit die Berufsgenossenschaft zufrieden ist und nährt seinen Verleger redlich. Das ist allerdings nicht gerade spannend. Ich kenne ähnliche Verlage die geben nebenbei plattdeutsche Bücher heraus, Kalender über das Balzverhalten von Singvögeln und Schmetterlingen oder Naturbetrachtungen wie "Der Teich im Wandel der Jahreszeiten".
Da ist zwar nichts dran zu verdienen, eher etwas zu verlieren, aber man fühlt sich wie ein richtiger Verleger und kann im Kreise seiner Bewunderer auf die tollen Verlagsangebote hinweisen die man so hat. Genau so sieht es beim Resch Verlag auch aus.
Neben der Kesselwärterliteratur für Anfänger und Profis gibt es auch einen Bereich "Bücher zu Politik, Recht, Wirtschaft und Gesellschaft". Da finden wir z.B. Autoren wie Hans-Hermann Gockel, den böse Zungen, als Ulrich Wickert für geistig ganz Arme bezeichnen.
Dann der ewige Neoliberale Roland Baader der den Staat genauso lange nicht braucht, bis er zusammen mit Herrn Ackermann für die Sozialisierung der Verluste ist. Auch die heilige Christa Mewes findet sich hier, deren schönster Satz wohl immer noch dieser aus dem islamischen Karikaturenstreit ist:
Hat nicht eine gottlose Journaille jahrzehntelang keinen Halt davor gemacht, das, was uns Christen heilig ist, ohne öffentliche Gegenwehr zu verunglimpfen? Und wie sollen diese Leute dann Respekt haben vor dem, was anderen Religionen anbetungswürdig erscheint?
Dazu ein wilde Mischung aus Islamkritik in der sich manch Verwirrter sicherlich wohlfühlen könnte. Natürlich muss es solche Verlage geben, wie es eben auch Autoren gibt, die, die Wanderung aus den Niederungen der Anfänger, über ihren ersten Verlag, bis zum Zenith der besten Verlage schaffen, dann aber nicht aufhören können und zum Schluß mit ihrer Masche nur noch Platz in obskuren Kleinstverlagen finden, die sich stolz mit ehemals prominenten Autorennamen schmücken, während deren Träger eher zu bemitleiden sind.
Natürlich ist Herr Dr. Ulfkotte hier das falsche Beispiel. Vermutlich wollte er einen treuen Anhänger seiner Lehren mit einem erfolgreichen Buch belohnen und wir erleben schon bald, das sein nächstes Werk wieder in einem namhaften Verlag erscheint. Das was bei anderen Autoren schlichte Verzweifelung ist, selber und ohne Not zu betrieben und auf einen solchen Verlag umzusteigen, erfordert trotzdem Mut. Ich glaube das die bedeutenden Verlage solche Spiele gar nicht mögen. Aber auch das wird vermutlich abgesprochen sein.
Es wird sich sicher lohnen, die Entwicklung bei Herrn Dr. Ulfkotte zu beobachten, um für die eigenen Autorentätigkeit daraus zu lernen.




















Es gibt Leute die ich entweder einfach nicht begreife oder die ich vielleicht zu gut verstehe und die mich deshalb anwidern. Ich habe mich dafür entschieden das was Herr Dr. Udo Ulfkotte tut einfach als widerlich zu empfinden, hoffe a ...