Immer wenn ich solche Meldungen frage ich mich unwillkürlich ob derartige Leute naturdoof sind und einfach nichts begreifen, oder absichtlich nichts begreifen wollen:
New York (Reuters) - Im UN-Sicherheitsrat hat ein Holocaust-Vergleich des libyschen Botschafters einen Eklat ausgelöst.
Wie Diplomaten am Donnerstag berichteten, verließen zahlreiche UN-Vertreter den Konferenzraum, nachdem der libysche Gesandte Ibrahim Dabbaschi das Schicksal der Palästinenser im Gazastreifen mit dem der Juden während des Dritten Reichs verglichen hatte.
Unter den empörten UN-Diplomaten seien die Vertreter der USA, Frankreichs, Großbritanniens, Belgiens und Costa Ricas gewesen. Daraufhin wurde die Sitzung beendet. "Wir versuchen, tolerant zu sein wenn es unterschiedliche Ansichten gibt aber es gibt auch Grenzen", sagte ein Diplomat der Nachrichtenagentur Reuters.
Der Vorfall ereignete sich am Mittwoch während Beratungen über eine Erklärung zur Lage der Palästinenser im Gazastreifen. Den Textvorschlag hatte Libyen gemeinsam mit einigen anderen Ländern eingebracht. Deutschland hat derzeit keinen Sitz im Sicherheitsrat.
Israel hatte die Grenze zum Gazastreifen im Januar wegen Raketenangriffen gesperrt. Die UN warnen vor einer Verschlechterung der Lage für die Menschen in dem Gebiet.
Das war wirklich eine diplomatische und taktische Meisterleistung. Die bringt den Palästinensern jetzt sofort den Frieden und die Israelis werden aufhören dort Leute zu erschießen und sich stattdessen selbst erschießen lassen.
Um es ganz klar und deutlich zu sagen. Das was da passiert ist kein Holocaust, es kommt dem Holocaust den wir kennen nicht einmal nahe. Der ist zum Glück noch unvergleichlich auch wenn verschiedene Leute überall auf der Welt versuchen, den noch zu übertreffen.
Das einzige was Ibrahim Dabbaschi erreicht hat, ist das die anderen den Saal verließen anstatt zu überlegen was man in dieser völlig verfahrenen Situation überhaupt noch machen kann. Ich habe nicht die Spur einer realisierbaren Idee. Die zwei Staatenidee hat sich praktisch erledigt, denn nachdem wir beim letzten Mal für die Palästinenser eine Infrastruktur aufgebaut haben, die es wert gewesen wäre, diese zu verteidigen, haben die Israelis die erste Gelegenheit genutzt um diese wieder zu zerstören. Die Gelegenheit haben ihnen die Palästinenser geboten die lieber Israel vernichten, als anständig leben wollten.
Reaktion erfolgt auf Aktion in einem immerwährenden Kreislauf. Immer ist der andere natürlich der alleinig Schuldige, was für einen separaten Zeitabschnitt ja auch stimmt. Tatsächlich gibt es nur einen ursächlich Schuldigen und das war Nazideutschland und der Holocaust, die den Massenexodus der Juden nach Israel ausgelöst und somit das Problem verursacht haben.
Vor dieser Zeit lebten in Palästina die Palästinenser und die Juden gleichermaßen von der englischen, oder anderen Herrschaften unterdrückt. Natürlich gab es den Zionismus, aber schon damals gab es den alten Witz:
Zionismus ist eine Krankheit von der man nur in Israel geheilt werden kann.
Es waren immer nur wenige, die die Entbehrungen eines Leben in Israel/Palästina damals ertragen wollten. Diese Situation änderte sich schlagartig als die Juden keine Wahl mehr hatten. Ich kann bis heute nur diejenigen bewundern die es geschafft haben in ihre Heimat in Deutschland und anderswo zurückzukehren und mit den Leuten zu leben, die sie so schmählich im Stich gelassen haben. Aber das war eine Minderheit und ich würde auch heute noch nicht behaupten, das sie in Sicherheit seien.
Es gibt also einen guten Grund für den Staat Israel. Eine sehr guten sogar. Dummerweise gibt es auch einen sehr guten Grund für einen Staat Palästina, nämlich die Palästinenser. Genau das ist das Problem. Die Grenzen beider Staaten sind theoretisch deckungsgleich. Allerdings haben sich bisher noch nie in der Geschichte zwei Staaten das gleiche Staatsgebiet geteilt.
Israel hatte den Vorteil, das viele reiche Juden sich von ihrer theoretischen Pflicht in Israel zu leben durch großzügige Spenden freikauften, was ja auch sinnvoll war, da die in den Ländern in denen sie lebten, viel nützlicher für Israel waren, als sie es in Israel gewesen wären.
Natürlich hat auch Deutschland versucht mit Wiedergutmachung die man eher als Versuch eines Schadensersatzes bezeichnen sollte, sich von seiner Schuld freizukaufen und erhebliche Mittel gezahlt. Alles in allem war Israel finanziell deutlich besser ausgestattet und hat viel Geld in Landkauf gesteckt.
Der Landkauf ist legitim, aber wer sich heute in den deutschen oder österreichischen Alpen ankaufen will, weiß, das dieses nicht immer so sein muss. Berechtigterweise nicht so sein muss. Vor allem aber bedeutet Landkauf natürlich nicht, das man auf diesem Land einen eigenen Staat gründen könnte. Sonst würde ich sofort sammeln und einen Staat in Mecklenburg Vorpommern und Brandenburg gründen. Da gibt es genug freie Fläche und Menschen die in Freiheit leben möchten gibt es auch genug.
Die Gründung des Staates Israel ist also mit einem Geburtsmakel verbunden, den aber nicht die Israelis sondern die Deutschen, die Engländer und die Weltgemeinschaft zu verantworten haben. Es ist auch unzweifelhaft, das sich die Palästinenser schon damals genauso uneinig wie heute waren. Es ist auch müßig lange über die Vergangenheit zu reden. Der Staat Israel existiert, ist dringend notwendig und braucht die Bestandsgarantie von uns allen.
Genauso dringend brauchen aber auch die Palästinenser ihren Staat und eine Bestandsgarantie für ihren Staat und eine sehr gute Anschubfinanzierung. Wir müssen den Palästinensern klar machen, das wir diesmal ihre Interessen schützen und israelische Angriffe abwehren werden und das wir gleichzeitig jeden Angriff auf Israel abwehren werden.
Ich hänge mich jetzt sehr weit aus dem Fenster, aber ich glaube dass weder die israelische noch die palästinensische Führung in der Lage ist die Dinge zu ordnen. Es gibt einfach viel zu viele tiefe Wunden auf beiden Seiten. Ruhe kann da nur eine massive UN-Schutztruppe bieten, die mit viel deutschem Geld unterstützt werden sollte, weil wir als Bewaffnete dort sicher nichts verloren haben.
Wir Deutsche können mit Geld, Wissen und Technik helfen und sollten das auch tun. Wir sollten uns dafür stark machen beide Staaten mit der EU zu assoziieren, um sie wirtschaftlich nicht nur zu stärken, sondern auch klar zu machen, das wir für beide Staaten voll einstehen. Der einzige Preis ist Frieden gegenüber dem Nachbarn. Kein Vergessen und Vergeben sondern einfach nur Frieden. Vielleicht können die Menschen dort dann in zwanzig Jahren völlig neue Lösungen finden.
Getan werden muss auf jeden Fall etwas. und Libyen hat einmal mehr bewiesen, das seine Führung nicht reif für einen normalen Umgang mit anderen Menschen ist. Die Libyer sollten sich vielleicht einmal überlegen ob sie diese Herrschaften nicht in die Wüste schicken. Aber wir Deutsche müssen da sehr ruhig sein, wir hätten vor der eigenen Tür genug zu kehren.























Außerdem stimme ich nicht in den 2-Minuten-Hass ein sondern gehe eher mäßigend auf das Thema ein. Aber im Ernst. Libyen und Diplomatie, das konnten die noch nie.