Sensiblere Menschen können teilweise schon die Wucht der Einschläge hören. In Spanien ist es nicht gelungen Teile des Immobilienkonzerns Colonial an die angeblich bereitstehenden Investoren aus dem arabischen Raum zu verhökern. Bezeichnenderweise ist allerdings auch so, das die beteilgten Banken den Laden nicht übernehmen wollen:
Sechs der Gläubigerbanken des hoch verschuldeten spanischen Immobilienkonzerns Colonial haben nach eigenen Angaben einen Pakt geschlossen, um dem Unternehmen eine langfristige finanzielle Erholung zu ermöglichen.
Die Institute, die zuletzt erhebliche Anteile an Colonial übernommen hatten, würden das Unternehmen für mindestens ein Jahr kontrollieren, erklärten sie am Montag. Ihren Anteil von derzeit zusammen 20,5 Prozent würden sie nicht über 30 Prozent aufstocken, um kein Übernahmeangebot vorlegen zu müssen. Ziel sei es, einen "stabilen Kern" von Aktionären zu bilden, um dem Unternehmen Stabilität für eine Sanierung zu garantieren.
Ich würde das eher etwas unfreundlicher übersetzen. Sie sind eher bereit den ganzen Laden den Bach runter gehen zu lassen, bevor sie den 20,5 Prozent an schlechtem Geld noch weiteres hinterherwerfen müssen. Momentan liegt Colonial offiziell mit 7,4 Milliarden schief, wer die Branche kennt, wird wohl eher auf 22 tippen. Natürlich würden die internationalen Banken die Kredite liebend gern an die spanischen Banken übertragen, aber die sehen was an anderen Immobilienkrediten auf sie zukommt und winken ab.
Aber selbst wenn sie bei Colonial mit einem blauen Auge davonkommen, rettet sie das nicht. Da warten noch ganz andere, viel größere Probleme:
Doch jetzt fordert das Platzen der Spekulationsblase im spanischen Immobiliensektor ihren Tribut, das ist die spanische Variante der Finanzkrise. Denn die iberischen Banken haben sich anderen Risiken ausgesetzt. 60 Prozent ihres Kreditvolumens sind an den Immobilien- oder Bausektor gekoppelt, insgesamt rund eine Billion Euro. Davon entfallen 300 Milliarden Euro auf Immobilienentwickler.
Die konnten zwar während der Boomphase satte Gewinne einstreichen. Doch der Einbruch auf dem Immobilienmarkt hat eine beispiellose Pleitewelle in diesem Sektor ausgelöst. Nach Angaben der Bank von Spanien hat sich die Zahl der Insolvenzanträge im Bau- und Immobilienbereich in den ersten drei Monaten des Jahres um 147 Prozent erhöht. Die spanischen Banken seien trotz solider Ausgangsposition nicht immun gegen die Krise, warnte Notenbankchef Miguel Angel Fernández Ordoñez.
Wenn man sich das langsam auf der Zunge zergehen lässt, weiß man was kommt. 300 Millionen bei den Immobilienentwicklern sind weg. Wenn nicht schon jetzt dann morgen. Damit werden auch Baufirmen und Handwerker nicht mehr bezahlt, die ihrerseits Konkurs gehen. Damit reden wir von 1 Billion Euro und 60 Prozent des spanischen Kreditmarktes die sich mehr oder weniger in Luft auflösen. Zumindest als Kredite.
Ganz sicher haben die spanischen Banken auch bemerkt das die Briten zur Zeit nicht nur Ärger mit marodierenden hungrigen Affen auf Gibraltar haben und deshalb ihre heiligen Affen sogar abschießen, sondern auch das der englische Hypothekenmarkt gerade kräftig baden geht:
Die Kreditkrise treibt Londoner Hausbesitzern den Angstschweiß auf die Stirn: Selbst in Stadtteilen nahe der City fallen die Immobilienpreise ins Bodenlose. Im schlimmsten Fall könnte die aufziehende Krise am britischen Immobilienmarkt das ganze Land in eine Rezession stürzen.
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Die jüngsten Statistiken des Hypothekenfinanzierers Halifax treiben nicht nur Millionen hochverschuldeter Grundeigentümer im Vereinigten Königreich den Angstschweiß auf die Stirn. Selbst Premierminister Gordon Brown zeigte sich jüngst tief beunruhigt: „Wir müssen sicherstellen, dass die Menschen das Vertrauen in ihre Hypotheken zurückgewinnen und wir die Wirtschaft durch schwierige Gewässer lotsen.“
Das ist gar nicht so leicht, denn die Zinssenkungen der Bank of England sind bislang fast wirkungslos verpufft, weil die Geschäftsbanken die Verbilligung der Kredite nicht an ihre Kunden weiterreichen. Die Subprime-Krise hat die Banken so misstrauisch gemacht, dass sie sich gegenseitig kaum noch Geld leihen wollen. Und weil die Banken am Geldmarkt keinen Kredit mehr bekommen, können sie auch selbst weniger Kredite vergeben. First Direct, eine Tochter von Europas größtem Geldhaus HSBC, will neuen Kunden sogar gar keine Hypothekendarlehen mehr gewähren.
Die 50 Milliarden Pfund mit denen die Bank of England sich illiquide Hypotheken als Kreditsicherheit andrehen lassen will, können laut Aussage des ehemaligen Zentralbankers Charles Goodhar nur verhindern, das sich die Lage nicht weiter verschlechtert.
Kaum waren die Zahlen auf dem Tisch, zeigte sich jedoch, das diese Maßnahmen den Banken nicht reichen. Weiterhin besteht die Drohung das in Zukunft alle Banken die Hypothekenvergabe um die Hälfte oder sogar um mehr zurückfahren. Das würde bedeuten, das der Hypotheken- und Immobilienmarkt komplett zusammenbricht.
Wenn die Briten sogar den Gestank von deutschen Schweinen auf ihrer Insel riechen können, dann sollten die deutschen Immobilienbesitzer wissen, das von der spanischen und englischen Katastrophe sehr viels zu uns herüberschwappen wird. Rette sich wer kann.























Wenn in den USA die Kreditblase platzt wird es beim $ zu einer Hyperinflation kommen, es wird immer weiter fleißig Geld gedruckt. Irengdwelche Stimmulierung der Wirtschaft von Seiten der Politik oder Rumspielerei an den Zinsen wird daran auch nichts ändern.
In den 1920er gabs das in Deutschland auch, letzendlich ist es in einem faschistoiden System geendet.