Als ich vor ein paar Wochen über Chimären als Kriegs- Arbeits- oder Lustsklaven schrieb, erntete ich blankes Unverständnis. Niemand würde doch je auf die dort von mir aufgezeigten Möglichkeiten kommen und überhaupt. Und überhaupt geht es jeden Tag fröhlich weiter. Ein Schelm wer arges dabei denkt:
Die gentechnische Veränderung eines Embryos hat Wissenschaftern in New York den Vorwurf eingehandelt, sie bereiteten den Weg für "Designer-Babys" vor. Die Forscher der Cornell Universität hatten einem einzelligen menschlichen Embryo ein Gen für ein fluoreszierendes Protein eingesetzt. Nach drei Tagen zeigten alle Zellen, die sich inzwischen gebildet hatten, einen schimmernden Ton. Mit dem Versuch wollten die Wissenschafter herausfinden, ob der fluoreszierende Marker bei der Zellteilung auch in die Tochterzellen geht, berichtete die "New York Times" am Dienstag.
Wer erinnert sich nicht an Bilder von leicht bläulich fluoreszierendes Schimmeln und nackten Frauen, als Ergebnis mythischer Vorstellungen von Einhörnern und Feen. Natürlich haben die Herren Wissenschaftler hier zufällig solch eine Veränderung gewählt. Ein künstliches Lebewesen das schon durch seine Haut- und Haarfarbe seine Künstlichkeit oder besser Andersartigkeit betont, steht von Anfang an außerhalb des normalen ethischen und moralischen Bewertungshorizont der Menschen.
Es kann zu allen Zwecken missbraucht werden, da es ja ein vom Menschen geschaffenes Tier ist. Eine Sache. Na wäre das nichts? Ein putziges gehorsames kleines Tierfrauchen, das auch noch aufräumt. Blau schimmernd mit etwas Fell an den Stellen wo das Fell nicht stört? Oder ein starker gehorsamer Hengst mit großen Augen. Allzeit bereit. Nein. Natürlich nicht. Oder?
Der Direktor der Zentrums für Reproduktionsmedizin an der Cornell Universität, Zev Rosenwaks, wies die Vorwürfe zurück. Der Versuch sei mit einem nicht lebensfähigen Embryo gemacht worden, der sich nie zu einem Baby hätte entwickeln können, betonte er. Das Embryo habe drei statt zwei Sätze von Chromosomen (Erbgutträgern) gehabt. Ziel sei ein Fortschritt in der Stammzellenforschung gewesen. Kritiker befürchten dem Bericht zufolge dagegen, dass die Gentechnik es eines Tages erlaubt, Wunschbabys zu "züchten", die besonders hübsch, schlau oder sportlich sind.
Willig haben die Kritiker vergessen. Übertragen wir das ganze doch mal auf Deutschland und Michael Glos mit seinem Reichsarbeitsdienst. Da könnte man Wesen züchten die umsonst nur für die Nahrung arbeiten, die man Nachts in großen Hallen nahe an der Arbeit schlafen lässt und im Zweifelsfall einfach verbraucht bis sie tot sind, wenn zuviel Arbeit bei zu wenig Leuten vorhanden ist, oder das Geld nicht für die Ernährung reicht. Sind ja nur Sachen. Wäre das nicht der Traum eines jeden neoliberalen Wirtschaftsfaschisten?
Nein ich glaube nicht das man den besseren Menschen züchten will damit. Das macht man per Selektion. Sagt die Fruchtwasseruntersuchung, dass da was nicht stimmen könnte, nicht blond ist, das falsche Geschlecht, dann weg damit. Das ist heute doch schon Alltag. Dafür muss nicht genetisch manipuliert werden. Die Nazis haben selber von sich geglaubt, das sie ihren Rassestandards entsprechen. Wahrscheinlich hatten die keine Spiegel. Die heutigen Eliten sind da nicht anders. Blind für ihre Fehler.
Nein es geht um Sklaven. Und zufällig kommt alle paar Wochen ein neues Detail. Mal an dieser Uni, mal an jener Forschungseinrichtung. Alles nur zufällige und bedauerliche Einzelfälle. Bis man sie addiert. Wie lange es noch dauert bis die Versuche das erzeugen was hier beschrieben wird, ist schwer einzuschätzen. Wir erfahren alles mögliche, nur nicht die Wahrheit. Es ist denkbar, das wir einfach nur an das Undenkbare gewöhnt werden sollen, bis es uns nicht mehr Undenkbar sondern völlig normal erscheint.























Die Sache mit dem Willen ist auch nicht so schwer. Sobald ich an Genvermischung mit Tieren denke, ist auch eine Linie denkbar die "hündischen Gehorsam" und "freudvolles dienen" impliziert.
Natürlich sind wir noch nicht so weit. Aber denk mal an die Komapatientin die ihr Kind austrug. Es ist ekelhaft daran zu denken, aber rein theoretisch hätte man die bis zu ihrem biologischen Ende immer wieder neu mit fremden Eizellen bestücken und als Brutmaschine nutzen können.
Tatsächlich ist der Gedanke eine lustfreie Welt mit unbefleckter Empfängnis zu schaffen, ja sogar Bestandteil von Religionen. Von vielen übrigens.
Die Frau von ihrer Rolle als Gebärmaschine zu beschreiben hat die Schwarzer mal gefordert.
Unsere technischen Möglichkeiten wachsen und mich würde es nicht wundern wenn ein paar "Wissenschaftler" diese Gebärmaschine schon am laufen hätten.
"Hellstroems Brut" von Frank Herbert (1973)
Hier findet sich einiges zum Thema Menschen als funktionierende Einheiten in einem insektenhaft starren System, inkl. allen menschenverachtenden Monstrositäten von der kompletten materiellen Verwertung Verstorbener bis hin zu sogenannten Fortflanzungsstümpfen, wie Jochen in seinem Kommentar bereits angedeutet hat.
Im Roman führt das alles noch zu unverholener Ablehnung der sogenannten Außenwelt. Heutzutage dürfte ein solches Modell von verschiedenen Seiten zumindest mit Interesse rechnen.
Schöne Aussichten.
http://futur.plomlompom.de/archiv/1868/24c3-8-bio-hacking
Und das DNA engenieering ist nicht zu verhindern. Die Jungs und Mädels werden da dran rumschrauben, da könnt ihr noch sehr Schreckensbilder malen.
DNA-Baukästen wirds geben, genauso wie die Chemiebaukästen. Genausowie die ersten Freaks an ihren Computerbausätzen schraubten, genauso werden sie an den Genen schrauben.
Das einzige was die Schaffung von menschlichen Golems verhindern kann, ist Wissen und Information.Aber vermutlich wie jedes Mal in der Menscheitsgeschichte muss es erst richtig schiefgehen.