Ähnlich wie bei angeblich muslimischer Gewalt ist es mit den Fehlern Israels. Man sieht sie, aber wenn man über sie schreibt kommt der Beifall immer nur aus der verkehrten Ecke. Natürlich macht Israel Fehler. Fehler bei denen man die Hände über den Kopf zusammen schlagen und lostoben möchte. Wie kann Israel so etwas tun.
Gerade die Deutschen haben ein erhebliches Problem mit den Fehlern Israels, vor allem die Deutschen die sich für die Taten der Nazis schämen und eine Wiederholung fürchten. Dieses Israel ist doch ein jüdischer Staat, ein Staat der Opfer. Opfer sind doch immer die Guten. Diese doch sehr optimistische Betrachtungsweise und die überall verbliebenen oder neu hinzu gekommenen Nazis und sonstige Faschisten und Rassisten machen es nicht eben leichter über Israel zu berichten.
Für mich steht fest, das die Gründung des Staates Israel eine direkte Folge des Holocaust ist. Der Zionismus als Treibmittel für eine Wiederbesiedlung Israels durch Juden und einen jüdischen Staat war wirklich nur die Sache einer kleinen jüdischen Minderheit. Leben wollten die meisten Juden da, wo sie zu Hause waren. Die schwärmerischen und idealistischen Juden die nach Palästina einwanderten, waren kein Problem. Sie wurden leicht integriert und lebten neben und vor allem mit den Palästinensern in Frieden.
Die Legende von der leeren Wüste die Palästina angeblich vor 1947 gewesen sei, widerlegt Schall und Rauch mit Eindrucksvollen Bildern. Ich teile auch seine Einschätzung das diese Legende eine Schutzbehauptung Israels ist und war, möchte ihm aber in Sachen Zionismus widersprechen. Diese Legende sollte jüdisches Fehlverhalten verschleiern. Genau das was Politik immer macht. Sie dem Zionismus zuzuweisen, gibt dem eine völlig übersteigerte Bedeutung.
Nach dem Holocaust wurden die Juden sehr genau wie wenig wert ihre Dienste für die jeweiligen Vaterländer denen wert gewesen waren. Sie kannten den Verrat und das was sie in lokalen Progromen immer noch den lokalen Gegebenheiten zugeordnet hatten, erwies sich als ein gesamteuropäisches Problem, ja eigentlich ein weltweites.
Um sich gegen den nächsten Vorfall verteidigen zu können musste man Staat werden. Das konnte man nicht in den geschlagenen alten Heimatländern und außer Israel bot sich nichts an. Kein Politiker und keine einflussreiche Gruppe nahm sich dieses Problems an. „Nächstes Jahr in Jerusalem!”: Mit diesem traditionellen Wunsch endet der erste Abend des jüdischen Pessach Festes. Dieser Satz ist allen Juden bekannt. Vor den Nazis war es ein mehr rituelle Spruch, dem nur sehr wenige Taten folgen ließen. Danach wurde er Programm.
Der Anspruch auf Palästina ließ sich sogar biblisch begründen und die britische Mandatsmacht, machte wie immer wo die Briten auftraten so ziemlich alles falsch. Fairerweise muss man den Briten zugestehen, das sie auch kaum Chancen hatten etwas richtig zu machen. Sie wurden überrannt und natürlich fühlten sich die Briten auch schuldig. Der Holocaust war ihnen in Wirklichkeit ja völlig egal gewesen. Aber ihren eigenen Juden waren sie auch nie besonders freundlich begegnet.
Natürlich passten diese Masseneinwanderung und die in Palästina herrschende Ordnung nicht zusammen. Dazu kam, das die Juden Spenden und Zuwendungen erhielten, die es ihnen ermöglichten viel Land in kurzer Zeit von gierigen Palästinensern zusammen zu kaufen. Die Palästinenser sahen den Wert des Landes unter Ertragsbedingungen und nicht als Legitimation für die Gründung des israelischen Staates. Trotzdem hätte das vorhandene Geld nie gereicht um die israelischen Pläne nur mit Zukauf möglich zu machen.
Goethe läßt den Mephisto im Faust sagen: "Ich bin die Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft.". Israel wollte für die jüdische Palästinenser das Gute schaffen, schaffte aber für Juden und Palästinenser das Böse. Man muss es nicht wie lan Pappe formulieren und von einer ethnische Säuberung Palästinas reden.
Tatsache ist, das es Vertreibung gegeben hat und dass Israel mit der Ausgrenzung begonnen hat. Israel berief sich dabei zum einen auf die Lüge vom leeren Palästina zum anderen auf die Schuld, die die Welt gegenüber Israel und den Juden hatte, weil sie dem Holocaust uninteressiert zugesehen hat. Mir hat mal ein Israeli gesagt: "Natürlich wussten wir das wir im Unrecht waren. Aber verdammt warum sollten wir, die wir immer ungerecht behandelt wurden, plötzlich gerecht sein.".
Knapper kann man es nicht auf den Punkt bringen. Auch wenn es lange Zeit in der israelischen Gesellschaft kein offizielles Thema war, war es unterschwellig schon lange auf der Tagesordnung. Allerdings kann man in der Wüste vergossenes Wasser nicht wieder aufsammeln. Es versickert, verdunstet, ist scheinbar verschwunden. Das von Israel bei seiner Gründung vergossene Wasser ist nicht zurückzuholen. Die Ungerechtigkeit lässt sich durch nichts, wieder wett machen. Selbst wenn die Juden Israel heute am Tag aufgeben würden, würde das nichts wieder gut machen.
Daniel Barenboim hat zur weiteren Entwicklung Israels etwas sehr intelligentes gesagt:
Nach 1967 hat Israel sich sehr nach den USA ausgerichtet – nicht unbedingt zu seinem Vorteil. Die Traditionalisten sagten, die neu besetzten Gebiete geben wir nicht mehr her. Die Religiösen sagten, das sind nicht besetzte, sondern befreite, ja biblische Gebiete. Damit war das Ende des Sozialismus in Israel besiegelt. Seither wird der Konflikt im Nahen Osten weltpolitisch instrumentalisiert. Jahrzehntelang las man in riesigen Schlagzeilen von immer neuen Kriegen und Attentaten. Das hat die Situation in den Köpfen zementiert. Heute sind andere Krisenherde „wichtiger“, und über den Nahen Osten liest man fast gar nichts mehr. Das ist noch schlimmer.
Viele Israelis träumen, dass sie aufwachen – und die Palästinenser sind weg. Und die Palästinenser träumen, die Israelis seien weg. Beide Seiten können längst nicht mehr zwischen Traum und Realität unterscheiden. Das ist der psychologische Kern des Problems.
Seit den sechziger Jahren habe ich mich in Israel nicht mehr so wohlgefühlt. Natürlich ist es meine Heimat, meine Eltern sind beide in Jerusalem begraben. Immer wenn in Israel Krieg herrschte, habe ich dort gespielt: 1956, 1967, 1973. Die Musik war meine „Waffe“. 1970 aber, nach dem schwarzen September, sagte Golda Meir, was soll dieses Gerede von den Palästinensern? Wir sind das palästinensische Volk! Da hat es in meinem Kopf „Klick“ gemacht. Das war moralisch nicht in Ordnung.
Die Juden haben ein Recht auf diesen Staat. Der Holocaust und das schlechte Gewissen der Europäer nach ’45 haben diesen Anspruch noch verstärkt. Was sich leicht vergisst: Es gab auch einen gemäßigten Zionismus, es gab Leute wie Martin Buber, die von Anfang an die Nichtjuden mit bedachten, die in Palästina lebende Bevölkerung. Der militante Zionismus hingegen hat sich gedanklich nicht weiterentwickelt. Er basiert bis heute auf einer Lüge: Das Land, das die Juden besiedelten, war eben nicht leer!
Heute haben viele Israelis nicht die geringste Ahnung, was für ein Gefühl es ist, ein Palästinenser zu sein. Wie es ist, in einer Stadt wie Nablus zu leben, in einem Gefängnis für 180 000 Menschen. Dort gibt es kein Restaurant, kein Café, kein Kino. Nichts. Wo, bitteschön, bleibt hier die jüdische Intelligenz? Ich spreche nicht von Gerechtigkeit und nicht von Liebe. Warum aber füttert man den Hass im Gazastreifen immer weiter? Eine militärische Lösung wird es niemals geben. Hier kämpfen zwei Völker um ein und dasselbe Land. Dabei kann Israel so stark sein, wie es will, die Unsicherheit, die Angst wird bleiben. Der Konflikt hat sich nach innen gefressen, er nagt an der jüdischen Seele. Das hat man zugelassen.
Auch Barenboims Schuldzuweisung an den Zionismus widerspreche ich. Eine politische Lüge wird nicht zu einer zionistischen Lüge nur weil sie jemand im Namen des Zionismus ausspricht. Das ist wie mit den politischen Lügen Stalins, die ja nicht deshalb sozialistische oder kommunistische Lügen werden, weil Stalin Chef der kommunistischen Partei war.
Das was an der israelischen Seele nagt kennen wir Deutsche sehr gut. Es ist Scham und Wut. Wir sind wütend auf unsere Eltern und Großeltern die sich und auch uns den Holocaust und zwei Weltkriege angetan haben und wir schämen uns dafür. Wir schämen uns weil nach 1945 bei uns eben nicht aufgeräumt wurde sondern die Besatzer die einen als Verbrecher verfolgten die anderen aber nicht nur laufen ließen sondern wieder in Amt, Würde und Besitz setzten.
Weil damals nicht gesühnt wurde, kriecht bei uns der braune Dreck immer wieder aus allen Ecken hervor und die neuen, die vielleicht nicht braun aber zumindest genauso schlimm wie die Nazis sind, dürfen machen was sie wollen. Damit das alles pflichtschuldigst überdeckt wird, veranstalten unsere Medien in schöner Wiederholung die jeweiligen Märchenstunden. Sie reden gerne über die Vergangenheit, weil die so schön vergangen aussieht. Über die Probleme der Gegenwart schweigen sie lieber, picken sich höchstens mal eine Dumpfnazi heraus.
Da wundert es nicht das die Steinbergrecherche einen Beitrag zu derartigen Ritualen in Israel, von Dr. Ran HaCohen bringt, von dem Erhard Arendt auch eine Reihe von Aufsätzen bereit hält:
Zurschaustellung einer Hybris
Die öffentlichen Zeremonien werden live von allen öffentlichen Fernsehkanälen übertragen; der einzige Unterschied ist der Winkel der Kamera. Länger als zwei Wochen gibt es in den Medien nichts anderes als pure Indoktrination: Holocaust, Kriegsgeschichten, der Ruhm des Staates, ein Marsch der Politiker über die Bildschirme, leere Slogans über Israels „Einzigartigkeit“. Haben sie uns nichts Besseres zu bieten?
Nein haben sie nicht. Politik wie wir sie heute ausschließlich kennen nimmt jede Gelegenheit war, von den eigentlichen Problemen abzulenken. Politik will keine Ergebnisse sondern das die Bürger ruhig bleiben. Überall auf der Welt. Wie der Opablog beschreibt, werden in diesem Zusammenhang auch die abstrusesten Forderungen immer lauter:
Benni-Morris, Historiker an der Ben-Gurion Universität in Beersheba, verlangt den atomaren Erstschlag Israels gegen den Iran. Was er im Interview mit dem "Standard" erklärt, läßt einem das Blut gefrieren.
Aber eigentlich sagt der bundesdeutsche General Naumann dasselbe, nur etwas unkonkreter.
Genau das ist Politik. Wir sollen dankbar sein, das die das noch schlimmere nicht tun. Wir sollen wissen das sie ja noch mehr Unheil anrichten könnten und wir zufrieden sein müssen das sie sich begrenzen. Dagegen zeigt Barenboim wo die einzige Möglichkeit einen Frieden zu gewinnen, zu suchen ist:
Wir Israelis müssen endlich den Mut haben, auf diese Gewalt nicht zu reagieren. Den Mut, zu unserer Geschichte zu stehen: Die Palästinenser durften nicht erwarten, dass wir uns nach dem Holocaust um andere kümmern konnten. Wir mussten überleben. Das haben wir getan, jetzt aber schauen wir gemeinsam nach vorn. Der israelische Ministerpräsident, der das vertritt, ist noch nicht geboren. Im Grunde sind wir heute nicht weiter als 1947, als die Vereinten Nationen die Teilung Palästinas beschlossen. Schlimmer noch: 1947 hat man sich eine binationale Lösung vorstellen können, 60 Jahre später scheint sie undenkbar. In Israel spricht man heute im Blick auf die Zweistaatenlösung von Trennung, ja von Scheidung. Was für ein Zynismus! Scheiden lasse ich mich doch nur von jemandem, den ich einmal geliebt habe …
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Es macht mich wahnsinnig, zu sehen, wie viel Unrecht wir Juden täglich begehen und wie sehr wir damit die zukünftige Existenz Israels gefährden. So sarkastisch es klingt: Ich bin froh, dass ich 1942 geboren wurde. Ich werde es hoffentlich nicht mehr erleben, dass es keinen Staat Israel mehr geben könnte, so wie ich es auch nicht erleben werde, dass möglicherweise die klassische Musik in unseren Denken und Fühlen keine Rolle mehr spielt.
Ich lebe seit vielen Jahren nicht mehr in Israel, und ich bin mir meiner Außenwahrnehmung sehr bewusst. Manchmal werde ich gefragt: Was ist ein Jude? Da antworte ich: Ein Jude, der 2008 in Berlin antisemitische Erfahrungen macht, ist ein anderer als derjenige, dem das 1940 widerfährt. Damals fühlte man sich bedroht, heute denke ich an Israel, mein Land. Heute kann ich sagen: Entweder du setzt dich mit mir auseinander, du Antisemit, oder wir gehen beide getrennte Wege, basta. Das macht einen existenziellen Unterschied.
Kurzfristig bin ich, was den Frieden im Nahen Osten betrifft, pessimistisch, langfristig bin ich eher optimistisch.
Ich glaube allerdings das Israel der Gewalt standhalten kann, ohne sich zu wehren. Der real existierende Staat Israel hat aus den Juden, ein ziemlich wehrhaftes Volk gemacht, das lieber selbst einen Erstschlag durchführt, als sich nur zu verteidigen. Tatsächlich gibt es keinen denkbaren Weg der die Existenz Israel aufgibt. Israel ist mehr als notwendig. Das gleiche gilt für Palästina. Hilfe ist nur das was beiden hilft. Die Amerikaner wollen nicht helfen sondern einen Konflikt am kochen halten. Ein Israel eingebunden in feste und gute Beziehungen zu seinen Nachbarn, würde die amerikanische Macht minimieren, ja wahrscheinlich für das gesamte Gebiet erledigen. Das ist nicht im Interesse der USA, aber im Interesse der Welt.
Ich persönlich neige dazu eine europäische Lösung zu suchen. Auch weil dieses Europa, wenn auch vor allem wir Deutschen, die Schuld an dieser Misere trägt. Die Existenzrechte Israels und Palästinas müssen von der EU garantiert und mit Truppen untermauert werden, die sowohl die unterschiedlichen Bevölkerungen trennen, wie auch Konflikte mit Drittstaaten verhindern.
Dazu sind Um- und Rücksiedlung notwendig, die finanziell abgefedert werden muss. Es wird sich nicht ohne Ungerechtigkeiten machen lassen und viel Geld kosten. Es wird Jahrzehnte dauern. Aber wenn Palästina und Israel viel zu verteidigen haben, kommt die Zeit wo sie sich leichter annähern können. Was nützt es einem 60 Jahre alt geworden zu sein. Wie soll man in ständigen Kriegs- und Notzeiten die Ruhe finden um weise zu werden.
Wenn wir den Getriebenen aller Parteien Zeit und Ruhe verschaffen, können wir vielleicht allen etwas Gutes tun, aber auch das macht nichts wieder gut.




















Mark Twain der 1867 palästina besuchte, schrieb: Eine Einöde,die von keiner Phantasie mit dem Glanz von Leben und Bewegung geschmückt werden könnte.Wir sahen auf dem ganzen Weg (zwieschen Jaffa und jerusalem)kaum einen Baum oder Strauch.Selbst Olivenbäume und Kakteen,sonst die treuesten freunde wertloser Böden,hatten dieses Land ganz verlassen. Wer dem nicht glaubt sollte sich die 100 Fliegerfotos unter die Lupe nehmen,die das Deutsche Palästina Institut 1917 unter Aufsicht von Gustav Dalman für das Bayrische kriegsarchiv machen liess. Auf den grossen gestochen scharfen Plattenaufnahmen findet man nur dort,wo sich ein Kloster oder eine Ansiedlung befand,vereizelte Bäume. Auf diesen Fotos,die damals noch nicht manipuliert werden konnten liegt Palästina bar jeglicher Vegetation.Selbst die von natur aus so fruchtbare jesreel-Ebene zeigt sich nackt und bloss.Erst mit der Rückkehr der Juden,den rechtmässigen Eigentümer des landes,wachte das Land aus seinem Dornröschenschlaf auf und die Wüste wurde wieder ein fruchtbarer Garten ,wie es in Hesekiel 36,24 u.34-35 heisst: Ich der Herr will euch aus den heidenvölkern herausholen und euch aus allen Ländern sammeln und euch wieder in euer Land zurückbringen (ist doch geschehen?)Dann soll das verödete Land aufs Neue bestellt werden,während es zuvor als Wüste vor den Augen aller Vorüberziehenden dagelegen hat (Quelle Brennpunkt Jerusalem hänssler Verlag))
Sie sollten auch das Unrecht der Palästinenser sehen. Umsiedlungen nützen nichts.Bei diesem Kampf gehts nicht um Land sondern der Islam will die juden ausrotten,so wie vormals Hitler.Sie haben doch die Tora dort ist alles nachzulesen.
Israel kann doch nicht kampflos zu sehen wie es ausgerottet wird.
In www.israelheute.com ist unter Palästina ein Artikel vom 11 mai der besagt der dritt höchste hammas habe öffentlich zugegeben der Mythos Palästina sei leicht durchschaubar wenn wan die fakten vorbehaltslos sieht. Trotzdem hätten sie es geschafft der Welt jahrzehntelang etwas vorzumachen(letzter Satz sinngemäss,aber lesen sie selbst)