OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur Sterben und Tod um 1945
17. Juli 1945, in Hamburg
Etwa 12 Wochen nach ihrer Befreiung durch britische Truppen im Krankenhaus Langenhorn starb am 17. Juli Magda Thürey zu Hause bei ihrem Bruder an den Folgen der 18-monatigen Gestapohaft. Sie war KPD-Mitglied und bis 1933 Lehrerin im Stadtteil Eimsbüttel. Während des Krieges gehörte sie mit ihrem Mann Paul Thürey der illegalen Widerstandsgruppe „Bästlein-Jacobs-Abshagen“ an. Ein wichtiger Ort des Widerstandes war ihr Seifenladen in Eimsbüttel, Emilienstraße 30. Hier konnten Fäden zusammenlaufen, Nachrichten weitergegeben und Aktionen geplant werden. Ihr Mann wurde 1942 von der Gestapo verhaftet und zwei Jahre später im Hamburger Untersuchungsgefängnis enthauptet. Die Gestapo nahm Magda Thürey im Oktober 1943 in „Schutzhaft“ und sperrte sie ins Gefängnis Fuhlsbüttel. Der Seifenladen blieb erhalten und wurde von der Gestapo als Falle genutzt, so dass es zu weiteren Verhaftungen kam. Der Gesundheitszustand von Magda Thürey verschlechterte sich zusehends. Sie litt außerdem seit Jahren an multipler Sklerose. Als sie fast bewegungslos war, verlegte man sie auf die Nervenstation des Krankenhauses Langenhorn (heute Ochsenzoll/Klinikum Nord). Von hier konnte sie nach der Befreiung von ihrem Bruder nach Hause geholt werden. Das Ehepaar Thürey ist auf dem Ehrenfeld der Geschwister-Scholl-Stiftung auf dem Friedhof Ohlsdorf begraben. Bei dem Begräbnis von Magda reichten sich Vertreter von SPD und KPD symbolisch die Hände und versprachen, zukünftig stets die Einheit der Arbeiterbewegung zu wahren.
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Im Kern braun?
Henryk M. Broder, Qualitätsjournalist von eigenen Gnaden, überraschte uns gestern mit einer nicht nur im Kern reichlich gewagten Analyse nationalsozialistischer Programmatik:
"Auch der Sozialismus und der Nationalsozialismus waren ‘im Kern’ gute Ideen, die sich leider bei Licht betrachtet nicht bewährt haben."
Nanu, die Nazi-Ideologie war eigentlich gar nicht so schlecht? Also entweder war der gutgeachste Henryk beim Schreiben seines Beitrags sturzbetrunken - oder er meint das wirklich ernst. Wie auch immer: Schauen wir uns doch kurz einmal an, was Broder für eine im Kern gute Idee hält, die sich sich leider (!) nicht bewährt hat:
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Schenkelklopfer des Tages:
Schäuble und Zypries rufen dazu auf, die Werte des Grundgesetzes täglich zu leben. In der Geschichte der Bundesrepublik fallen mir keine zwei Gestalten ein, die jemals das Grundgesetz so mit Füßen getreten haben. Wieso sind die eigentlich noch im Amt? Was müssen die noch tun? Auf offener Straße Leute erschießen?!
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Witchcraft - Hexenglaube in Ostafrika
RIESIGE HEXENVERBRENNUNG – 11 TOTE brüllt uns der „Kölner Express“[1] in seiner Online Augabe in RIESIGEN BUCHSTABEN entgegen, findet es
„Unfassbar! Es gibt auf der Welt tatsächlich noch Hexen-Verbrennungen.“
Und berichtet fassungslos, dass in einem Dorf im Kisii-Distrikt in Kenia am vergangenen Mittwoch 11 Frauen und Männer im Alter von 80 bis 96 Jahren brutal vom Mob ermordet wurden. Außerdem hätten zahlreiche Dorfbewohner Verständnis für die Tat geäußert, da die Polizei sie nicht vor Hexerei schützt. Als Erklärung hat das Blatt anzubieten:
„Hexenglaube ist in der Region weit verbreitet.“
Das wars. Afrika mal wieder. Tss, tss. Der „verlorene Kontinent“. Hoffnungslos. Die machen sogar noch Hexenverbrennungen, in der modernen Zeit, wo wir doch die letzte Hexe schon vor 250 Jahren verbrannten… Da schüttelt der aufgeklärte Europäer das weise Haupt, legt den „Express“ oder auch „Die Zeit“ beiseite, in der dasselbe steht, nur mit Haupt- und Nebensätzen, schaltet DSDS ein und hat dabei nicht mal den geringsten Hauch einer Ahnung davon, was in der Welt tatsächlich alles sonst noch so vor sich geht…
Eine etwas detailliertere Aufklärung aus erster Hand findet sich wieder mal nur bei der guten, alten Tante BBC und nicht der klaustrophobisch nach innen fixierten, deutschen Presse. Demnach seien 19 Dorfbewohner festgenommen worden, die das Massaker vielleicht nicht selbst durchgeführt, aber angestiftet hätten. Sie hätten eine Liste der Opfer mit angeblichen Beweisen erstellt und der Mob habe diese einzeln aus ihren Häusern gezerrt. Das Dorf sei von der Polizei besetzt, um alle Schuldigen zu verhaften und Racheaktionen zu verhindern. Es sei in der Region in der Vergangenheit mehrmals zu ähnlichen Übergriffen gekommen, bei denen angebliche Hexen ermordet oder vertrieben wurden – die hohe Zahl an Opfern sei jedoch überraschend. Die Hinterbliebenen der Opfer hielten sich versteckt – sie fürchten um ihr Leben.
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Gottfried Ludewig - CDU - RCDS
Zur Sicherung der Leistungsträgerdemokratie wird ein Ministerium für Elitensicherheit (MfE) gegründet. Dieses erfasst und überwacht alle Feinde der Leistungsträger und alle Wähler der LINKEN.
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"8. Jede weitere Einwanderung Nicht-Deutscher ist zu verhindern. Wir fordern, dass alle Nicht-Deutschen, die seit dem 2. August 1914 in Deutschland eingewandert sind, sofort zum Verlassen des Reiches gezwungen werden."
Herr Schicklgruber hätte dann sofort gehen müssen.
Aber mach mal lieber Screenshot von dem Ding, das ist morgen nicht mehr da, wetten?
Bei Dagmar kostete ein Link 7.500 und bei mir konnte ein Link den gleichen Richter nicht dazu bewegen, auch nur einen Blick auf die Seite zu werfen, die es betraf.
Deshalb alles raus ins Ausland wo unsere Gauner nicht drankommen.
Oder wollen wir jetzt den Holokaust (vom griechischen holokáutoma für „vollständig Verbranntes“) auch noch für ein harmloses Grillfest halten?
Manchmal stolpert man einfach über die eigene Verliebtheit in die "gangbare ausgemünzte Phrase (E. Friedell)
Gruß
Alex