Das ist doch alles schon so lange her. Wer braucht da noch Gedenkstätten. Das sagt man natürlich nicht laut. Laut schafft man Zentralgedenkstätten. Als Hauptgedenkstätten in der Hauptstadt. An Stellen wo man vielleicht über die Hauptstadt nachdenken, aber nicht den Opfern gedenken könnte.
Natürlich streng getrennte Hauptgedenkstätten. Da macht man es wie Naziverbrecher und gibt denen damit nachträglich recht:

Kennzeichen für Schutzhäftlinge in den Konzentrationslagern (wikipedia)
Die Nazis waren gute Bürokraten. Die wussten zu trennen. Wenn wir nichts gelernt haben dann eines. Wir trennen. Wir trennen den Müll, wir trennen die Alten von den Jungen, die Kranken von den Gesunden, die Armen von den Reichen, die Klugen von den Dummen, die noch mit Arbeitsverträgen versehenen von den Arbeitslosen, die Arbeitslosen von den Hartz IV Empfängern. Wir trennen.
Natürlich trennen wir auch die Opfer der Nazimörder. Den vom mörderischen CDU-Politiker, Richter und Weikersheim-Gründer nach Kriegsende ermordeten Matrosen Walter Gröger trennen wir von den Menschen in dem wir seinem Mörder vom CDU-Ministerpräsidenten Herrn Oettinger eine ergreifende Gedächtnisrede halten lassen und dieser schmutzige Mann auch noch weiter Politik für die CDU in Deutschland machen darf.
Jede neue Entscheidung in diesem Bundestag der Unmenschlichkeit führt zu weiteren Trennungen, raubt den Menschen den Mut, die Hoffnung und das Selbstwertgefühl. Da ist es klar das die auch den Opfern getrennt gedenken.
Den toten Juden ihr Mahnmal, ein Mahnmal für die in der NS-Zeit ermordeten Sinti und Roma, ein Homosexuellen-Mahnmal, kein Mahnmal für die Bibelforscher und auch keins für die Kommunisten und Sozialisten. Keins für die Huren und Kleinkriminellen. Selbst im Tode wissen wir noch wohl zu trennen.
Nun haben wir da also ein paar künstliche Mahnmale an bedeutungslosen Stellen. Was ich von Mahnmalen halte habe ich schon früher geschildert:
... Orte des Erinnerns haben wir mehr als genug - Dachau, Sachsenhausen, Buchenwald, Mauthausen, Ravensbrück, Auschwitz, Bergen-Belsen - wozu brauchen wir da ein paar Stahlbetonstelen, um an die Toten zu erinnern?
Es wäre mir auch ziemlich egal was die große Politik zusammen mit einigen Berufsopfern und Berufsbetroffenen hier in Berlin betrieben. Geld hätten wir in Unmengen für viele Mahnmale und Denkmäler übrig. Aber es gibt einen Punkt, der treibt einem die Scham und die Wut ins Gesicht. Während sich hier ein paar alte geifernde Böcke und die dazugehörigen Ziegen gegenseitig beweihräuchern weil sie ein Ei gekackt, bzw. ein Denkmal errichtet haben, zerfallen uns aus Geldmangel die Orte des wirklichen Gedenkens.
Matthias Hannemann schreibt in der FAZ einen Artikel den man all diesen Berliner Hauptstadmahnmalfuzzies solange um die Ohren schlagen sollte, bis sie begriffen haben was sie da eigentlich treiben:
Konzentrationslager Bergen-Belsen
Im schweren Gelände der Geschichte
Es wächst viel Gras über diesen Dingen, und ein Wald aus schnellem, auch billigem Holz. Und wäre nicht dieser Neubau, dieser weiße Betonkeil, den sie unlängst in den Wald hineintrieben, so dass er auch von der Landstraße aus gesehen werden muss - die Rechnung des Landschaftsarchitekten Wilhelm Hübotter wäre fast aufgegangen: Ein grauenhaft deutscher Ort im Nichts der Lüneburger Heide hätte sich in eine germanische Kultstätte, ganz ähnlich dem Sachsenhain, verwandelt.
Im Sachsenhain gedachte die SS einst der Hinrichtung der Sachsen durch Karl den Großen, eines „Blutgerichts“. Auch die Briten verstanden, dass der Sachsenhain als Blaupause für eine Gedenkstätte nicht anging, nachdem sie das Konzentrationslager Bergen-Belsen befreit und die Leichenberge mit Bulldozern zusammengeschoben hatten. Und trotzdem wurde das Gelände des Lagers im Winter 1945, kurz nach den ersten Prozessen, im Wesentlichen nach Hübotters Entwürfen begradigt, bis die Massengräber von einst zu Grabhügeln stilisiert und die Reste des Lagers unter Heide und Wald verschwunden waren.
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„Was es nach der Verbrennung der Baracken noch zu sehen gab, wurde von deutschen Behörden schnell abgerissen.“ Wilfried Wiedemann packt eine Luftaufnahme der Royal Air Force aus dem September 1944 aus, die in der Flut der Aufklärungsbilder nicht mehr ausgewertet worden war. Erst jetzt kommt sie zum Einsatz. Sie hilft Jugendgruppen bei Ausgrabungen, die Funde wurden in den Boden des neuen Dokumentenhauses eingelassen: etwas Geschirr, eine Brille, Stacheldraht. Und sie hilft auch Besuchern, sich auf den verschütteten Pfaden des Lagers zu orientieren.
„Wir haben immerhin schon Schneisen in den Wald schlagen können, um die alte Struktur besser anzudeuten“, sagt Habbo Knoch. „Vielleicht können wir eines Tages auch Teile der Lagerstraße freilegen.“ Aber das ist kaum zu bewältigen über Initiativen wie die des Landesjugendrings Niedersachsen oder der „AG Bergen-Belsen“, die sich etwa für einen Güterwaggon an der vergessenen Verladerampe des Lagers einsetzt. Anders als den Gedenkstätten im Osten Deutschlands - vor allem den von der DDR propagandistisch ausgeschlachteten Konzentrationslagern Buchenwald, Sachsenhausen und Ravensbrück - wird den Gedenkstätten Bergen-Belsen, Dachau bei München, Neuengamme bei Hamburg und Flossenbürg im Oberpfälzer Wald bislang noch keine institutionelle Förderung mit Bundesmitteln zuteil.
Während sie uns in neue Kriege treiben, hatten weder der Schröder, noch der Joschka Fischer auch nur einen Gedanken an die Toten der Vergangenheit übrig. Von dem jämmerlichen Peter Struck will ich gar nicht reden. Bei der CDU verstehe ich es ja noch. Die muss sich vor allzu viel Nachdenken schützen. Arbeitet sie doch fleißig daran die neuen Verfolger in ihre Reihen zu ziehen. Außerdem ehren sie ja die Mörder aus dieser Zeit bis heute.
Die Menschen in diesem Land aber wissen, dass die Vergangenheit unkenntlich gemacht werden soll, damit niemand mehr Vergleiche ziehen kann. Man kann vielleich ein paar dumme junge CDU-Anhänger dazu anstiften ein Zweiklassenwahlrecht zu fordern oder man kann sich einen Muslimjäger halten. Man kann Gras über die Gedenkstätten wachsen lassen oder fröhlich zuschauen, wie die letzten Baracken abgefackelt werden. Aber man kann diese Vergangenheit nicht beerdigen. Egal was sich diese jämmerlichen Gestalten zusammenlügen.
Trennt weiter und immer weiter. Schafft euch die kleinen Gruppen denen ihr glaubt gefahrlos überlegen zu sein. Die Juden sind dumm genug euer Spiel mitzumachen. Die Homosexuellen freudig erregt. Andere haben das gemeine Spiel längst durchschaut. Die Vergangenheit ist nicht tot. Sie ist noch nicht einmal vergangen hat Franz-Josef Degenhardt diesem Land gesungen.
Es wird wieder Bundschuhzeit. Noch sind die roten Hähne in ihren Käfigen. Aber es wächst der Zorn und die heiße Wut in diesem Land. Das schnell wachsende Holz auf den Gräbern ist zwar kein beständiges Holz, aber für einfache Knüppel hervorragend geeignet. Einen Knüppel weiß jeder zu führen.























Es ist zum Kotzen – diese vernebelten dummen kleinen begrenzten Westhirne, die jede, aber auch jede Seite der Ex-DDR mit ihrer widerlichen durch BLÖD verblendeten Voreingenommenheit, Ahnungslosigkeit und der aus der Zeit des Nationalsozialismus herübergeretteten Antikommunismus ständig in den Dreck ziehen müssen, egal was das auch sei.
Klar, wer Mitglieder des VVN (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes) durch Verfassungsschutz beobachten und unter dem Radikalenerlass leiden ließ, wer Verfolgte des Naziregimes für unvereinbar hielt mit der Mitgliedschaft in der SPD, der kann nur dumm schwatzen über propagandistische Ausschlachtungen. Wer Marinerichter der Nazis oder Architekten der KZ’s oder den Erarbeiter der „Gesetze zum Schutze der Erbgesundheit des deutschen Volkes“ (Nürnberger Gesetze) zu hohen politischen Ämtern kommen ließ, sollte die Schnauze nicht so voll nehmen von propagandistischen Ausschlachtungen. Wer in den Verbänden der Arbeitgeber Mitglieder verbrecherischer Organisationen als Präsidenten hofierte, kann diese Vergangenheit nur gut heißen. Wessen Ideologie weht da wohl noch immer?
Ich kann mich jedenfalls noch recht gut an einen Besuch als Jugendlicher in Buchenwald erinnern. An die Verbrennungsöfen, an die Hinweise, wer dort „untergebracht“ wurde. Neben dem Vorsitzenden der KPD war das auch der SPD – Politiker Rudolf Breitscheid sowie zahlreiche Priester und tausende anderer Menschen genannt.
Ist es Propaganda, wenn ehemalige Häftlinge vom Erlebten erzählen? Ist es Propaganda, wenn einem als Jugendlicher die Filme der Amerikaner gezeigt werden, wie die Weimarer Bevölkerung zwangsweise durch das Lager gehen musste? Ist es Propaganda, wenn die Leiden und Qualen der dort inhaftierten Menschen auch nur näherungsweise erläutert wurden?
„Propaganda bezeichnet einen absichtlichen und systematischen Versuch, Sichtweisen zu formen, Erkenntnisse zu manipulieren und Verhalten zu steuern, zum Zwecke der Erzeugung einer vom Propagandisten erwünschten Reaktion.“
In diesem Sinne ist der zitierte Satz auch nichts anderes als Propaganda übelster Sorte und fern jeder Sachlichkeit.
Sie fürchten die DDR doch heute noch. Damit wir uns klar verstehen. Die DDR war ein totalitärer Staat, aber im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten human gegenüber allen, die sich nicht gegen ihn stellten.
Kinderfürsorge, Hort, Kindergarten, Schule waren im Verhältnis zum gelobten Westen vorbildlich. Natürlich haben die das Gedenken missbraucht um sich als die Guten abzusetzen. Gar keine Frage. So sind Politiker eben.
Ich halte heute noch wenigstens für ein paar Minuten an Konzentrationlagern, oder gehe eben über den Platz. Damit ich nicht vergesse, wenn die anderen schon vergessen wollen.