Nachdem Stanley O'Neal von Merrill Lynch und Charles Prince von der Citigroup, ihren Hut nehmen mussten, wurde jetzt Wachovia-Vorstandschef Ken Thompson gefeuert. Das ist gut so, denn nun können ihre Nachfolger immer darauf verweisen, das sie ja nicht Schuld an der Krise sind und daß ihre neuen Milliardenverluste nur ihren Vorgängern anzulasten sind.
Steven Crawshaw der Chef der britischeb Hypothekenbank Bradford & Bingley (B&B) ging selbstverständlich nur aus gesundheitlichen Gründen und Klaviere transportiert man, indem man sich einen Knopf an die Backe näht und das Klavier daran hängt. Bradford & Bingley ist natürlich nicht in Schwierigkeiten wie der Einstieg US-Fonds Texas Pacific Group mit 23 Prozent ja beweist. Außerdem will man sich neben dieser knappen Viertelmilliarde auch noch Geld bei anderen Kapitalanlegern holen.
Hoffentlich nicht bei der IKB, die Gerüchten zufolge mit 1,5 Milliarden zusätzlich alimentiert werden soll, damit sie verkauft werden kann. Aber dem deutschen Finanzminister ist wirklich auch zuzutrauen, das er das Geld des Steuerzahlers nicht nur zur indirekten Sanierung der Deutschen Bank bezahlt, sondern auch noch versucht die Weltwirtschaftskrise zwischenzufinanzieren. Hoffentlich hat er die Garderobenmarke für sein Gehirn noch irgendwo.
Das Lehman Brothers sich wohl auch noch mal eben 4 Milliarden neues Kapital holen, zeigt was wirklich los ist, genau wie die Tatsache das Standard & Poor's anfängt die großen Banken vorsichtig herabzustufen, was gleich wieder für Panik im Markt sorgt.
Die Nachricht, dass die Anleihenversicherer Ramsch sind wurde hier in diesem Blog schon mehrfach geäußert. Nun wird sogar die Ratingagentur Moody's von ihren eigenen Zahlen "überrascht":
Eine Arbeitsgruppe bei Moody's Analytics, welche ausserhalb der Moody's Rating-Abteilung operiert, benützt Credit-default Swaps (CDS) als alternatives System um Schulden zu bewerten. Diese sogenannten "stillschweigenden" oder "implied" Ratings unterscheiden sich oft von den offiziellen Ratings.
Diese implied Ratings zeigen, dass Swap Händler denken, dass Kredite in viel grösserer Gefahr sind als dies anhand der offiziellen Ratings angenommen werden könnte. Und jetzt kommts: Die Swap-Händler liegen meistens richtig und die grösste Diskrepanz zwischen implied Ratings und offiziellen Ratings ergibt sich ausgerechnet bei den Anleihenversicherern. Moody's Analytics berechnete für MBIA und Ambac - die zwei grössten der Branche - Ratings, welche 15 Stufen tiefer sein sollen als die offiziellen Ratings. Sie sind genau genommen konkursreif.
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Die Anleihenversicherer versicherten 3'300 Milliarden USD Schulden bei einem Eigenkapital von gerade mal 22 Milliarden USD.
Dass die Ratingagenturen die Ratings nicht der Realität anpassen wollen liegt am Dominoeffekt, der unweigerlich auf die Finanzbranche durchschlagen würde. Da aber nicht sein kann was nicht sein darf, wird künstlich nachgeholfen
Das Problem der Ratingagenturen ist das alte Problem mit der Wahrheit. Keiner will sie wissen. Würde über die echten Risiken geredet wäre der jetztige Kapitalmarkt am Ende. So hoffen alle, dass sich die überall versteckten Blasen langsam auflösen und nicht platzen. Der ständige Zufluss an neuem Geld aus den Druckpressen verschiebt einen Teil der Probleme in die Geldentwertung mit Risiko schwerster realwirtschaftlicher Schäden.
Tatsächlich ist die Krise aber in Wirklichkeit eine Krise der Spekulanten. Die Gewinnziele eines Josef Ackermann sind eben nicht durch Realwirtschaft sondern nur durch Glückspiel zu erzielen. Die Gewinne beim Glücksspiel entstehen aber nur wenn es Verlierer gibt. In einem Spielcasino muss der Verlierer mit leeren Taschen und abgeräumten Konto gehen. Vielleicht kann er noch Haus oder Auto verkaufen und ein paar Schulden machen. Aber dann ist Feierabend. Er kann nicht mehr spielen.
Im großen Spekulationspiel steht der Verlierer auf und eröffnet einfach eine weitere Spielbank. Das kann nicht gut gehen. Es geht ja auch jetzt nicht gut. Ein paar Leute wie Ackermann versuchen dass Ende der Krise zu verkünden um die Leute in ihr "Spielcasino" zu locken und sie dort auszunehmen, damit sie mit diesem Geld weiterzocken können. Die Krise verlängert sich dadurch aber nur und schadet der arbeitenden Wirtschaft.
Erst wenn jeder seine Verluste selbst tragen muss, kann das Spiel beendet werden. Dazu gehört natürlich zwingend, das Vorstände für die Aussagen ihrer Berater gerade stehen müssen und die Aktionäre enteignet werden, die solche Vorstände zuließen.




















Nachdem der großmäulige Schweizer Kriminelle Ackermann auf der Hauptversammlung der Deutschen Bank noch seine Eigentümer, nämlich die Besitzer der Aktien, nach Strich und Faden belogen hatte, in dem er lauthals und zum wiederholten Mal davon schwa ...