Henryk M. Broder verliert Beleidigungs-Prozess gegen Transsexuelle
Verbaler Amoklauf eines SPIEGEL-Autors
In seinem Bestseller „Hurra, wir kapitulieren“ schreibt Spiegel-Journalist Henryk M. Broder: „Da ich nicht Terrorist werden konnte, blieb mir nichts anderes übrig, als Journalist zu werden.“ Das glaubt man ihm beinahe auf das Wort, angesichts des verbalen Amoklaufes, mit dem er seit August 2005 die transsexuelle Journalistin und Autorin Tanja Krienen beleidigte.
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Broder, der bekanntlich Muslime unter einen Generalverdacht stellt und sich selbst als Kämpfer für die westliche Freiheit sieht, muss sich fragen lassen, ob er tatsächlich Olmertsche Mittel zur Durchsetzung seines Freiheitsbegriffes im Journalismus fortzuführen gedenkt. Die Richterin jedenfalls, die vom nicht zum Verfahren erschienenen Broder als „befangen“ abgelehnt wurde und von dessen Anwalt mit einer 238 Seiten starken Klageerwiderung bedacht worden war, sprach noch im Gerichtssaal von einer „Prozess-Farce“, die er der Justiz mit seiner 2 ½ Jahre dauernden Verschleppungstaktik abverlangt habe.
Der Prozess reiht sich also ein in die zahlreichen anderen Farcen, die Broder – meist gegen jüdische Personen anderer Auffassung – in der Öffentlichkeit vor Gericht austrug. Diesmal verlor er eindeutig – da war sich die Berichterstattung von taz bis zur Süddeutschen einig. Gewonnen haben aber die Menschen, die dem scheinbar Mächtigen trotzen. (PK)
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Bernanke meint es nur gut
Das ist ja reizend, dass Ben Bernanke öffentlich um den Dollar bangt, nachdem dieser seit Februar 2002 gegenüber den anderen Hauptwährungen im Durchschnitt um 37 Prozent abgewertet hat. Die geschundenen, im US-Währungsraum engagierten Anleger werden aufatmen und dem US-Notenbankchef die allergrößte Glaubwürdigkeit attestieren. Denn seit dem ersten Quartal 2002 ist das nominale US-Außenhandelsdefizit ja gerade noch von 373 auf 717 Mrd. $ gestiegen - oder von 3,6 auf 5 Prozent des BIP. Mit 0,9 Prozent kann sich auch das aktuelle US-BIP-Wachstum im Vergleich zu den 2,7 Prozent von damals gut sehen lassen. Selbiges gilt für den derzeitigen realen Leitzins von minus 1,9 Prozent, gegenüber plus 0,6 Prozent im Februar 2002. Verlockend scheint zudem die aktuelle Rendite auf inflationsgekoppelte zehnjährige US-Staatsanleihen von fast 1,5 Prozent, da sie beinahe halb so hoch ist wie seinerzeit.
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Milchtarifkartell
Das beginnt damit, daß vom “Streik” der Milchbauern die Rede ist. Diese sind aber keine Angestellten, keine Tarifpartei, die in Verhandlungen mit Arbeitgebern steht, sondern Rohstoffproduzenten, die mit der verarbeitenden Industrie und dem Handel im Clinch liegen. Sie streiken also nicht, sondern sie setzen ihre Geschäftpartner unter Druck, weil ihnen die Preise nicht passen. Es wäre strukturell das Gleiche, wenn Ölförderer die Raffinierien und Tankstellen boykottierten, um höhere Preise zu erzielen.
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Es lebe die Altenpflege und ihre Kosten....
Darf ich mich vorstellen? Ich heiße Dagmar Isegrimm,
von Beruf bin ich Altenpflegerin.
Die Berufung zum Beruf, so war mein Ziel.
Tatsächlich erreichte ich unendlich viel.
Bereits im aller ersten Jahr
füllte sich mein Konto,
wunderbar!!!
Trotz der ignoranten Krankenkassen,
Menschen die vor Neid erblassen,
Missgunst, Infamie und deresgleichen,
ließen meinen Entschluss nicht weichen:
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Franz Walter: Nachruf auf die SPD - eine Volkspartei implodiert
So teile ich keineswegs Walters Ansicht, dass „prominente Sozialdemokraten“ angesichts des trostlosen Zustands indifferent, träge oder lethargisch seien. Für mich stellt sich die Situation vielmehr so dar, dass etliche der „Regierungs-Sozialdemokraten“, wie Steinmeier, Steinbrück, Scholz, Tiefensee oder die Führung der Bundestagsfraktion von Struck bis Oppermann, sich mit aller Macht gegen eine Mehrheit oder jedenfalls gegen eine weit verbreitete Stimmung an der Parteibasis stemmen.Sie tun das – insofern gebe ich Walter recht - nicht offensiv und in einer argumentativen Auseinandersetzung, sondern indem sie in ihren Ämtern Fakten setzen oder mit Verfahrenstricks arbeiten.
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