Ja, es ist Montag und Montags gibt es hier keine Musik, aber ein Text vom Weltenaufgang des Freigeldpraktikers hat mich wohl gedanklich über Silvio Gsell auf Eden gebracht und da liegt dieses Lied nahe. Endstation Eden von Samsas Traum.
Leider kam Eden dem Paradies nie wirklich nahe und auch wenn der Weltenaufgang sicher in bestem Glauben und mit sehr viel Hoffnung schrieb, befürchte ich doch, das auch er sein Eden auf diesem Weg nicht erreichen wird:
Der Elektromotor ist er bessere Motor von seiner Leistung als auch von seiner Durchzugskraft.
Er kann in den Rädern als Nabenmotor funktionieren und das Auto braucht auch kein Getriebe, weil moderne Tyrästorensteuerungen das viel besser machen.
Die Bremsenergie ist bekanntlich gleich groß der Beschleunigungsenergie und diese kann zu einem großen Teil im Fahrzeugsystem bleiben.
Der tiefe Schwerpunkt, Steuerbarkeit, Rotationstabilität – alles weiter Pluspunkte.
Der einzige Haken war bislang die Batterie und die Reichweite aber auch dort gibt es Neuerungen.
Das Elektroauto mit Radnabenantrieb ist die Lösung für Autos und Lastkraftwagen schlechthin. Natürlich lassen sich dabei mit entsprechender Gewinnung der Energie aus Sonne, Wind, Wasser oder begrenzt auch aus nachwachsenden Rohstoffen Fahrzeuge betreiben die der Umwelt nicht schaden.

Foto The Lightning Car Company Limited
Ja, er ist ein Traum von einem Auto, aber leider war das ganze wieder einmal ein typische Stück Spiegel Journalismus im Auftrag der Familie Mohn/Bertelsmann. Natürlich ist der Artikel jetzt schon ein Jahr alt, aber das System bleibt. Das Ziel ist, die Menschen davon abzuhalten über Lösungen nachzudenken und ihnen stattdessen eine Traumwelt zu liefern, die mit der Realität nichts zu tun hat, in der aber Leute wie die Familie Mohn das letzte Tröpfchen Blut noch aus den Menschen saugen können, bevor es nicht mehr weitergeht. Nach ihnen die Sintflut.
Das schöne Auto ist ein Traum der Firma The Lightning Car Company Limited die folgendes über sich selber sagt:
The Lightning Car Company Limited, registered in England & Wales No. 6057054. Registered office: Stephenson House, 15 Church Walk, Peterborough, PE1 2TP. Note: please do not use this address for correspondence.
Das ist schon etwas seltsam. Bitte schreiben sie mir nicht an meine Adresse. Das heißt vermutlich, das sie da zwar ihre Meldeadresse, aber noch nicht einmal einen Briefkasten, geschweige denn jemand der ihn leert haben. Aber es geht weiter:
For Investors
The Lightning Car Company is currently seeking a limited number of private investor partners to help fast track the electric Lightning prototype development and testing procedures. For further information please contact Managing Director Chris Dell at (Mailadresse)
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Reserve your Lightning now – the future is electric. Be amongst the first to own a piece of British sports car history. Reservations for the first cars are now being taken. Deposits of £15,000 are now being accepted.
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We are continuously carrying out important safety and durability tests for the electric Lightning. Whilst we are confident of our figures, further analysis may require design changes that affect the final specifications. Consequently we reserve the right to change the design and specification without prior notice. Electric power charge costs have been based on 37kW battery in one hour on standard household single tariff of 10.76pence/kWh. Petrol engine version cost per mile has been based on 18mpg performance and £4.75/gallon price for petrol.
Die Jungs sind also fleißig am testen für eine elektrische Version, reden auch von einer Version mit Benzinmotor die sich im gleichen Auto wohl kaum realisieren ließe und träumen von Investoren und Leuten die mal eben 15.000 englische Pfund als Vorkasse für ein Auto das vielleicht nie Realität wird, hinlegen. Das ist nicht Eden. Da klingt der Spiegel im Juli 2007 doch viel besser:
Derzeit fahren die Briten mit Lightning-GT-Prototypen ausführliche Tests, im kommenden Jahr sollen die ersten Kleinserienmodelle gebaut und verkauft werden. Umgerechnet etwa 220.000 Euro wird der Elektro-Sportwagen kosten. Doch wer das Auto besitzt, kann kräftig sparen, rechnen die Londoner Autobauer vor: Im Vergleich mit einem Audi RS4 und bei zirka 20.000 Kilometer Jahresfahrleistung spare ein Sportwagenfahrer in Großbritannien pro Jahr umgerechnet 15.000 Euro.
Und sofern der Strom, mit dem die Hightech-Batterie des Wagens befüllt wird, mittels Wasser- oder Windkraft oder Sonnenenergie hergestellt ist, erfüllt der Lightning GT sogar den Traum vom absolut abgasfreien Sportwagenfahren. Womöglich geht der Flitzer aus London dereinst als Anfang vom Ende der Benzinfresser in die Mobilitätsgeschichte ein
Der Hersteller spricht davon das in zweiten Hälfte von 2008 ein Protoyp gebaut werden soll, an dem sie sehen wollen, wie sich ihre Theorien, Hoffnungen und Wünsche in die Praxis umsetzen lassen. Mit anderen Worten der Spiegel lügt, was aber nicht wirklich etwas neues ist. Natürlich lügen die nicht grundlos.
Vor allem die Daten zur Batterie lassen aufhorchen, denn der Stromspeicher ist bislang der Schwachpunkt aller Elektroautos und zugleich das größte Hemmnis für einen Durchbruch dieser Antriebstechnik. Die erst vor sieben Jahren gegründete US-Firma Altairnano aus Reno in Nevada hat nun mit Hilfe der Nanotechnologie sowie Titan- und Keramik-Komponenten eine Batterie entwickelt, die mindestens zwölf Jahre funktionieren soll und noch nach 15.000 Ladevorgängen bis 85 Prozent der ursprünglichen Kapazität speichern kann. Zudem dauert das Aufladen dieses Hightech-Akkus an der Steckdose lediglich zehn Minuten – sehr viel schneller klappt konventionelles Kraftstofftanken auch nicht.
Ach ja. Der tolle Batterie-Hersteller Altairnano dessen Geschichte geistert schon seit März 2006 durch die Lande:
Die Lithium-Ionen-Batterietechnik, kurz LiIon, hat in den letzten paar Jahren eine rasante Entwicklung durchgemacht. Experten wie Tüftler hoffen seit längerem, dass solche Akkus künftig in Serie in Elektrofahrzeuge eingebaut werden, um ihre Marktannahme zu steigern. Altair Nanotechnologies aus Reno, Nevada, ist laut eigenen Angaben nun so weit: Bis Ende des Jahres will man erste LiIon-Autos in Prototyp-Form auf die Straße bringen.
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Altair Nano will die neuen Batterien in einen Elektrofahrzeug-Prototyp stecken, den man zusammen mit der kanadischen Firma Boshart Engineering plant. Die neuen Batterien verwenden laut Gotcher eine sichere, stabile Struktur, die ihre Lebensdauer dadurch erhöht, dass sich ihre Elektroden nicht ständig ausdehnen und zusammenziehen, wenn sich die spannungserzeugenden Ionen hinein- und hinausbewegen. Genau dies führt derzeit zum mehr oder minder frühen Ableben konventioneller LiIon-Akkus.
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Zudem kann der Altair-Nano-Akku mit großen Energiespitzen umgehen, die sowohl beim schnellen Laden als auch bei schneller Beschleunigung vorkommen. Gotcher erwartet zukünftig außerdem Fahrzeuge, deren Batterien sich ähnlich schnell laden lassen, wie normalerweise eine Tankbefüllung samt kurzem Snack dauert – sechs bis acht Minuten.
Gut mit seinen Batterien hat Altairnano bis heute kein Geschäft gemacht. Der Kurs dümpelt vor sich hin, aber er hatte seinen Glanzpunkt. Als der Spiegel ihn ohne jede Veranlassung hochschrieb. Im Juni und Juli nach der haltlosen Propagandaaktion.

Screenshot wallstreet:online
Natürlich ging es hier um keine Kursmanipulation. Es wurde einfach schlecht recherchiert und bestimmt hat auch in der Zeit bei n-tv kein Experte die Aktie empfohlen und auch die Finanzberater der Familie Mohn hab nicht in dieser Zeit diese Aktie gekauft und wenn dann eben aus Zufall. Man muss nicht immer hinter allem etwas schmutziges vermuten.
Ich persönlich glaube nicht an die Batterie. Bisher kamen da nur immer diese Ankündigungen und nie etwas greifbares oder gar sichtbares hinterher. Es mag ja sein, das es die Batterie schon gibt. Im 50 Kilometer nördlich von Bordeaux gelegenen Nersac baute das Gemeinschaftsunternehmen Johnson Controls-Saft kürzlich die weltweit erste Produktionsstätte für Lithium-Ionen-Zellen für den automobilen Einsatz und nahm sie im April auch in Betrieb.
Diese Batterie hat nichts mit den Träumen von Eden zu tun. Ihre Leistungsdaten sind erschreckend und sie ist ein Feigenblatt der klassischen Autohersteller die in einer Hybridtechnik hoffen sich um wirklich neue Konzepte drücken zu können. Es ist doch alles so schön wie es ist.
Solange wir uns nicht komplett von fossilen Brennstoffen zur Stromerzeugung und für den Betrieb von Fahrzeugen trennen, was nur mit der Brennstoffzelle und der Wasserstoffwirtschaft geht, werden wir Eden nicht erreichen, ja nicht einmal in seine Nähe kommen.




















Sollte jemand mir sagen können wie ich an 12 Stck der Motoren von PML herankomme und es zum Kauf kommt zahle ich gerne eine Provision...