Corporate Governance - Cromme gibt Vorsitz ab
Siemens-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme gibt den Vorsitz der Regierungskommission für gute Unternehmensführung ab. Sein Nachfolger wird der Chef des Kontrollgremiums der Commerzbank, Klaus-Peter Müller. Dies teilte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries am Donnerstag in Berlin mit.
Cromme werde das Amt am 30. Juni nach sieben Jahren niederlegen. Zypries bedauerte sein Ausscheiden. "Er war als Vorsitzender ein großer Glücksfall", erklärte sie. Die 2001 eingesetzte Kommission Deutscher Corporate Governance Kodex war mit Crommes Namen eng verbunden. Gründe für sein Ausscheiden nannte Zypries nicht.
Laut "Financial Times Deutschland" hatte Zypries Cromme gebeten, so lange im Amt zu bleiben, bis ein geeigneter Nachfolger gefunden sei. Der 65-Jährige habe diesen Schritt mit seiner großen Belastung durch seinen Chefposten im Aufsichtsrat von Siemens begründet, hieß es in dem Bericht weiter.
Ups. Da gibt einer eilig einen Posten mit viel Image und Einfluss auf. Wegen Arbeit. Als Aufsichtsratschef bei Siemens. Da hat doch schon jahrelange keiner mehr Aufsicht geführt, oder er hätte von den Bestechungen gewusst. Abgang des Helden durch Bodenklappe wegen geplatzter Hose nennt man das auf dem Theater. Das könnte noch richtig großes Kino werden.
Der Rauch ist da. Los zeigt uns die Flammen.
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Deutscher Solarstrom - Die Geschichte einer Fehlentwicklung
So trägt der Sonnenstrom mit einer installierten (Spitzen- oder Peak-)Leistung von derzeit 4000 Megawatt lediglich mit 0,7 Prozent zu der in Deutschland benötigten Strommenge bei. Auch die in Aussicht gestellten Kapazitätszuwächse werden an dieser Außenseiterrolle wenig ändern. So nennt die Solarbranche für die nähere Zukunft Jahreszubaumengen von rund 1500 Megawatt, so dass aufaddiert in sieben Jahren Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 15.000 Megawatt installiert sein werden - und dann rund 2 Prozent der Stromproduktion übernehmen könnten. Dass die Solarenergie in Deutschland eine „tragende Säule“ der Energieversorgung werden könnte, wie wie es die Solarwirtschaft in Aussicht stellt, ist also vollkommen unrealistisch.
Damit ist auch ihr Beitrag zum Klimaschutz überschaubar. Zwar klingt es überzeugend, wenn die Solarbranche damit zu trumpfen versucht, dass ihre Anlagen im Jahr rund 1,7 Millionen Tonnen Kohlendioxid vermeiden helfen. Doch relativiert sich diese für Laien nur schwer zu fassende Größe, wenn man weiß, dass durch das unspektakuläre Steigern des Wirkungsgrads aller deutschen Kohlekraftwerke um einen einzigen Prozentpunkt rund 4,3 Millionen Tonnen Kohlendioxid weniger entstehen würden.
Das wäre deutlich billiger als der weitere Ausbau der Photovoltaik. Die hohe Einspeisevergütung macht diese Technik zu einem sehr teuren Umweltschützer: So hat das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen Vermeidungskosten von deutlich über 900 Euro je Tonne Kohlendioxid errechnet - an der Börse liegen die Preise für Kohlendioxid-Zertifikate bei rund 25 Euro die Tonne. Die künftig geringfügig niedrigeren Vergütungssätze werden nichts daran ändern, dass die Kilowattstunde Solarstrom die kostspieligste erneuerbare Energie bleibt. Sie wird weiter mehr als doppelt so viel kosten wie Strom, den die Haushalte bei ihren Versorgern kaufen, und etwa sechsmal teurer sein, als für die Kilowattstunde an der Leipziger Strombörse bezahlt werden muss.
Fantasie ist etwa feines. Da werden reale Einsparung von Kohlendioxid gegen die fantastischen Einsparmöglichkeiten bei Kohlekraftwerken gegengerechnet, obwohl bisher kein Kohlekraftwerk auch nur den Versuch unternommen hat. Da werden die Folgekosten der Solarförderung extrem hochgerechnet, aber kein Wort darüber verloren, das der vemeintlich billige Atomstrom, sobaldt man seine Folgekosten einberechnet ungefähr doppelt so teuer wäre. Es ist ein typischer PR-Artikel für Kohe und Strom und das angeblich "wissenschaftliche" Institut das freundlich die Daten liefert, ist auch klar für eine bestimme Energieform.
Es gibt übringens tatsächlich ein paar gute Gründe die gegen Photovoltaik im Preisvergleich sprechen. Wei solare Kraftwerke in den Wüsten einfach effizienter sind. Allerdings sind die Stromleitungen und Pipelines für Wasserstoff bindende Flüssigkeiten auch gefährdet. Wir brauchen also eine Kombination und wir brauchen bessere Solarzellen. Die sind absehbar, wenn sich der Aufwand für Forschung lohnt.
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Tribun ohne Volk
Der Rechtspopulist Christoph Blocher hat die Schweiz gespalten. Nun wendet sie sich gegen ihn
Der 67-jährige Volkstribun und Milliardär Christoph Blocher
Immer beruft sich Christoph Blocher auf das Volk. Seine Partei heißt Schweizerische Volkspartei (SVP). Sein Leitmotiv ist Volksnähe. Sein Instrument sind Volksinitiativen: Er lässt 100.000 Unterschriften sammeln und erzwingt so Volksabstimmungen. Doch das Volk, das er hochhält, lässt ihn jetzt fallen.
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Es geht auch gar nicht anders im Land der 2800 autonomen Gemeinden, der 20 Kantone, 6 Halbkantone, 4 Kulturen. »Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern«, heißt es im Wilhelm Tell, aber der Wille schwächelt manchmal, eher ist es Gewohnheit, die Alemannen, Romands, Tessiner und Rätoromanen verbindet. Sie fanden zusammen, weil weder der deutsche Kaiser noch Frankreichs König seinem Rivalen die Alpenpässe überlassen durfte – als Puffer war die Schweiz neutral, lange bevor sie es wusste.
Stets fragt sie sich, was sie zusammenhält. Falls die Geschichte Gesetze kennt, gilt in der Schweiz die eiserne Regel vom Ausgleich der Interessen zwecks nationaler Eintracht. Im Film Out of Rosenheim flüchtet eine Dirne aus dem Bordell, weil dort alle so nett miteinander sind – too much harmony! Zu viel Harmonie. Blocher traf lange Zeit die Stimmung derer, die den Konsenszwang hassen und auf das im Raubtierkapitalismus angesagte Recht des Stärkeren pochen. Doch erfordert die (vom Ausland verkannte) Fragilität des helvetischen Sammelsuriums jene »Harmonie«, nach der jede dritte Dorfmusik benannt ist. Die Schweizer haben – ungern – gelernt, einander zu schonen: weil sie wissen, dass sonst gar nichts mehr läuft in ihrem Land. Darin liegt eine verzweifelte Weisheit.
Wie immer agiert die Zeit fast völlig merkbefreit. Im Grunde genommen sagt sie mit ihrer Aussage über den konsensunfähigen, neoliberalen Raubtierkapitalisten genau das, woran der Neoliberalismus überall auf der Welt scheitertert. Das Wort Harmonie und das Wort Vernunft klingen bei Roger de Weck zwar wie Schimpfworte, so wie sie bei allen Neoliberalen klingen, aber auch wenn es ihm lesbar zuwider ist und so gar nicht der offiziellen Haltung der Zeit entspricht, die ja ein Hort der neoliberalen Unmenschlichkeit ist, muss es einfach heraus, weil es die Wahrheit ist.
Neoliberale Raubtierkapitalisten wollen keinen Konsenz, dessen Voraussetzgung ja ein vernünftiger Kompromiss wäre. Sie bestehen nur aus Maul und Arsch. fressen um des Fressens willen, scheißen ohne zu verdauen und sofort wieder weiterfressen. Die internationale Finanzkrise ist sicher eine Krise der neoliberalen Spekulanten wie Josef Ackermann, aber sie ist vor allem auch eine Vertrauenskrise.
Es gibt kein Vertrauen in Neoliberale, weil Neoliberale keine Verantwortung kennen. Verantwortungslos und unfähig zu Konsenz, sind sie auch nur mit harten Strafen zur Vernunft zu bringen. Sie legen keinen Wert auf Harmonie und Ordnung, verlachen Recht und Gesetz für sich selbst, um es um so härter gegen andere einzusetzen.
Jedes Land ist aber auf ein Miteinander der Menschen angewiesen. Blochers Sturz sollte das Beispiel für einen Wechsel in der ganzen Welt geben. Bei uns sind es vor allem die Mohn/Bertelsmann, die Springer und die bodenlos gemeinen von der INSM. Sie werden sich nicht mit demokratischen Mitteln entfernen lassen, weil sie ja keiner Demokratie unterliegen. Dem Recht unterliegen sie leider auch nicht.
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Medienanstalten planen Regelwerk zu Gewinnspielen in Rundfunk und Telemedien
"Unübersichtlich" nannte der KJM-Vorsitzende Wolf-Dieter Ring die Rechtslage. Gewinnspielen seien aber ein schwerwiegendes Problem und sorgten für viele Anfragen. Man wolle die Call-in-Sendungen privater Anbieter wie NeunLive oder andere interaktive Mitmach-Gewinnspiele nicht verteufeln und anerkenne durchaus deren wirtschaftliche Bedeutung für die Sender. "Das ist ein lukratives Geschäft", sagte Ring. Die Medienanstalten hätten aber sicherzustellen, dass Kinder und Jugendliche "ohne Gefährdungen durch die Medien" aufwachsen können.
Gutachter Marc Liesching verwies auf verschiedene, rechtliche Grundsatzprobleme, etwa die fehlende Definition, was eigentlich ein Gewinnspiel ist. Dazu komme die schwierige Abgrenzung der Gewinnspiele von den – im Internet grundsätzlich verbotene – Glücksspielen. Fallen durch einen einzelnen Anruf über eine Mehrwertdienstenummer nur 50 Cent an, sei der Anbieter noch im grünen Bereich. Mehrfachanrufe, bei denen es laut Liesching in dokumentierten Einzelfällen ein Nutzer schon mal auf 40.000 Euro in vier Wochen bringen kann, müssten aber berücksichtigt werden.
Ich weiß ja das man bestimmte Glücksspiele bei denen Moderatorinnen sich entweder ausziehen, was sie wirklich besser lassen sollten, oder wo eine Dame die am liebsten gar nicht genannt werden will, dauernd von letzten Chancen redet, natürlich kein Betrug sind, sondern nur so wie Betrug aussehen. Das hat wohl sogar schon irgendein Gericht festgestellt, über dessen Qualität sich jeder selbst Gedanken machen möge. Selbstverständlich gibt es auch keine verwirrten Anrufer.
Wenn Herr Liesching 50 Cent pro Anruf für im grünen Bereich hält, dann sagt das nur etwas über seine Moral aus, aber nichts weiter. Ich bin der Meinung, dass wir die Menschen am besten schützen, in dem alle Gewinnspiele oder Veranstaltungen bei denen der Ertrag über die Telefongebühren kommt verbieten und gleichzeitig der Firma Endemol und ihren Töchtern ein zehnjähriges Verbot für wirtschaftliche Aktivitäten und den Geschäftsverkehr mit Deutschland auferlegen. Nicht weil ich glaube das die Firma Endemol und ihre Töchter Beihilfe zum Betrug oder Betrug ausgeübt hätten, sondern nur weil ich den Mist den die produzieren nicht leiden kann.
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Deiche bauen statt Treibhausgase reduzieren
Kroonenberg: Im Grunde stellt sich diese Gelassenheit schon fast automatisch ein, wenn man einige erdgeschichtliche Fakten kennt. Beim Klima der Erde sind große Trendwenden die Regel, nicht die Ausnahme. Es gibt einen ständigen Wechsel von Warm- zu Kaltzeiten. Die Erde erlebte vor etwa 120.000 Jahren – übrigens ohne die menschliche Nutzung fossiler Brennstoffe – ihre letzte Warmzeit. Der Meeresspiegel lag damals wegen der abgeschmolzenen Eiskappen um sechs Meter höher als heute. Vor nur 20.000 Jahren herrschte indes die letzte Eiszeit. Der Meeresspiegel war 120 Meter niedriger, die Nordsee trockene Steppe. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob der aktuelle Klimawandel so schlimm ist, wie er dargestellt wird. Man könnte erwidern: Die Katastrophen, vor denen wir uns heute ängstigen, haben in der Vergangenheit schon einmal stattgefunden. Das Schlimmste ist längst vorbei. Also sollten wir auch weniger Furcht haben und mehr über ingenieurtechnische Lösungen nachdenken, um uns an die Veränderungen anzupassen.
Na dann ist doch alles in Ordnung. Man muss nur in genügend großen Dimensionen denken. Erdgeschichtlich gesehen ist jede Veränderung schon mal da gewesen. Das Sonnensystem zerfällt ja auf jeden Fall irgendwann. Warum arbeiten, warum Kinder versorgen. Erdgeschichtlich ist das alles ohne Bedeutung. Es ist diese Art von "Wissenschaftler" die es unmöglich macht eine vernünftige Diskussion zu führen, aber für ihn scheint es sich wenigsten finanziell zu lohnen.
Tatsache ist, das wir den Kohlenstoff verbrannt haben der sich in Jahrmillionen der Erdgeschichte angesammelt hat. Dies ist eine zusätzliche Belastung in unserem aktuell existierenden System in dem wir in hundert Jahren mehr verändert haben, als es jemals in der Geschichte der Menschheit der Fall war. Hochrechnungen können wir nur aus Messdaten machen, die wir haben. Aber wenn ein angeblicher Wissenschaftler den anderen Wissenschaftlern vorwirft das deren Hochrechnungen schlecht sind, dann sollte er keine Wissenschaft vertreten die sich bei der Wachtumsgeschwindigkeit der Anden gerade um 39 Millionen Jahre korrigieren musste.
Die Anden wuchsen nämlich in 1 Million Jahren um 1.500 km anstatt der angenommenen 40 Millionen Jahre. Wissenschaft stellt Thesen auf und versucht diese zu untermauern. Wissenschaft kennt aber keine Wahrheit. Bestenfalls einigen sich die meisten auf eine These.
Deshalb müssen sowohl Deiche gebaut werden, wie auch die Treibhausgase reduziert werden. Allerdings brauchen wir bei den Treibhausgasen kaum noch etwas zu tun. Die Sache erledigt sich von selbst, da die Fördermenge trotz erhöhter Nachfrage nicht steigt, sondern eher sinkt als gleichbleibt und einige Länder schon Peak Oil gemeldet haben.
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Stimmt erdgeschichtlich ist der Mensch bedeutungslos (lasst das bloss keine Katholiken hören...), aber wir leben nunmal jetzt in einer Periode der Veränderung.
Was CO2 angeht, so ist es richtig, dass das System Erde oft sehr viel CO2 freisetzt. Aber das System Erde bindet diesen Ausstoss auch wieder; Meere, Moore, Wälder etc.
Das was der Mensch an CO2 ausstößt, bindet der Mensch aber nicht wieder. Ein kleiner aber feiner Unterschied.
Man darf beim Thema Umweltschutz nicht zwischen Klima und bsplw. Abholzen der Wälder oder Vergiften der Wälder unterscheiden. Alles hängt zusammen.
Die Erde ist ein extrem komplexes System mit einem labilen Gleichgewicht (diese Eigenschaften machen mich als Ingenieur sehr nervös...).
Gruß
Alex
Es ist ein Irrglaube, dass der Mensch die Erde beherrsche, es sind die Mikroorganismen, die herrschen und sie sind uns zahlenmäßig weit überlegen ;-)