Auf diesem Blog kommt Helgoland genau drei mal vor. Davon geht es hier und hier nicht gut für Helgoland aus. Beide mal geht es darum die deutsche Bundesregierung auf Helgoland einzusperren, was aber keine Mehrheit findet. Auch nicht unter dem Aspekt größeren Schaden vom deutschen Volk abzuwenden.
Es ist also mal an der Zeit etwas wirkliches gutes für Helgoland zu tun, wie es auch die FAZ versucht:
Die Tagesgäste auf Helgoland haben es eilig. Nur wenige schaffen es während des kurzen Landgangs bis zur Langen Anna oder zum Lummenfelsen am Nordende der Insel. Die anderen versacken vorher in den Restaurants und Duty-free-Shops. Am Nachmittag schlängeln sie sich zurück zu den Börtebooten, mit Plastiktüten voll Aquavit und Lucky Strike und nehmen sich noch ein Fischbrötchen mit auf die Hand. Danach gehen die Rollläden runter, und es wird wieder ruhig. Man schlendert fast allein durch die Gassen, die Zeit scheint im Detail stehen geblieben. Der alte Mann, der an der Konzertmuschel sitzt und aufs Meer schaut, der rostige Fahrkartenabroller und die Lochzange im Fahrstuhl zum Oberland, die Sammelkasse im Eckmarkt mit kleinen handgeschriebenen Namensschildern oder die gelben Telefonzellen bei den Moccatuben, wo Hans Albers schon für Stimmung gesorgt haben soll. Kleine Möwe, flieg nach Helgoland, bring dem Mädel, das ich liebe, einen Gruß.
"Die Insel ist in einer schwierigen Situation, es muss etwas passieren", sagt Tourismusdirektor Klaus Furtmeyer. Seit Jahren schwinden die Gäste, im letzten Jahr wurde die Fährverbindung von Bremerhaven gekappt. Doch es regt sich etwas hinter den vergilbten, denkmalgeschützten Fassaden. Helgoland will sich modernisieren, mehr Langzeitgäste gewinnen und vor allem weg vom Image des "Fuselfelsens", das der Insel seit Jahrzehnten anhängt.
Nichts ist schlimmer als ein Ruf den man sich selbst über Jahrzehnte eingebrockt hat. Dabei wäre Helgoland gut für kleinere Kongresse, für Leute die arbeiten wollen. Die ideale Location um zu klaren Ergebnissen zu kommen. Nicht dieses ewig pubertierende Sylt mit seinen vielfach gestraffen Hängebrüsten und dem Carsharing Ferrari. Nicht der falsche Hochglanz, sondern echter Glanz. Nicht C-Promis sondern arbeitende Bürger, die Erholung suchen.
Das verträgt sich allerdings nicht mit den Besaufskis auf den Schiffen, nicht mit jenem vielleicht historisch tollen, aber völlig unzeitgemäßen Bördebootverladungen. Wie viele fahren schon deshalb nicht nach Helgoland, weil sie bei rauher See diesen Umstand nicht ertragen wollen?
Helgoland müsste einen Schnitt machen. Vom festliegenden Butterschiff zurück zu einer Badeinsel. Dem Hochseekurbad Deutschlands. Das aber ist schwierig. Es ist kaum möglich die Tagestouristen und die Interessen eines Kur- und Kongressbetriebes zu vereinigen. Man kann aber auch nicht von heute auf morgen auf die Tagestouristen verzichten weil die ja Helgoland finanzieren. Es muss also ein behutsamer Wechsel her.
Das geht nur über den Preis. Die Tagestouristen müssen die langfristigen Gäste subventionieren. Am einfachsten geht das über eine Kurtaxe die im Fahrpreis des Schiffes mitkassiert wird. Damit kann ein sanfter Übergang geschaffen werden der allen nützt.




















ihren Vorschlag in allen Ehren, aber um Helgoland zu retten, müssen andere Maßnahmen her als die Einführung der Kurtaxe für Tagestouristen. Haben Sie schon einmal vom Masterplan Helgoland und der Wiedervereinigung der Insel mit der Düne gehört. Gerne würde ich Sie darüber detailliert informieren, denn nur so haben die Insel und die kommenden Generationen Helgolands eine Perspektive.
Arne v. Maydell
Die von mir vorgeschlagene Kurtaxe unterscheidet sich sowohl in ihrer Verwendung als auch in der Gestaltung erheblich von dem was man allgemein darunter versteht. Sie ist sicher auch nicht die alleinige Lösung, aber ein Anfang der sehr schnell zu machen wäre.
Ich wei0 das wir Deutschen immer gerne von großen Lösungen träumen und diese heiß diskutieren anstatt kleine Lösungen einfach mal anzugehen und zu verwirklichen was sich gerade verwirklichen lässt.
Ich würde gerne mal wieder auf Helgoland mit Leuten über Dinge konferieren die voran gebracht werden sollen.