Es muss Zeiten gegeben haben, als in Dänemark Menschen mit einem anderen Glauben, anderer Hautfarbe und anderem Aussehen noch gefahrlos über die Straßen gehen konnten, ohne von irgendwelchen rassistischen Zwergen angepöbelt zu werden. Das behaupten zumindest Linea Melchior, Toomas Kivisild, Niels Lynnerup, Jørgen Dissing vom Institute of Forensic Medicine, University of Copenhagen und es gibt keinen Grund, ihnen nicht zu glauben:
Ein Araber in Dänemark
Forscher entdecken bei Skeletten aus der Eisenzeit eine unerwartete genetische Vielfalt
Dänische Archäologen haben bei Ausgrabungen auf der dänischen Hauptinsel Seeland die Überreste eines Arabers entdeckt. Der Araber wurde neben Skandinaviern in der Römischen Eisenzeit um etwa 200 nach Christus im Süden der Insel bestattet, fanden die Forscher um Linea Melchior von der Universität in Kopenhagen heraus. Die Abstammung der Toten konnten die Wissenschaftler durch Erbgutuntersuchungen nachverfolgen: Offensichtlich war die Bevölkerung des heutigen Dänemarks durch regen Austausch mit umgebenden Ländern schon damals ähnlich durchmischt wie heutzutage. Den Araber erklären sich die Forscher mit der Expansion des Römischen Reichs. Vermutlich war er als Soldat oder als Sklave mit den Römern in den Norden gekommen, teilt die Universität mit.
Das ist natürlich keine Sensation, aber bei den rassegeilen Dänischen Zwergen die so mächtig und hoch erhaben über allen anderen Menschen stehen, ist es vielleicht nützlich sie darauf hinzuweisen, das ihr Ländchen eine ständige Durchzugsstrecke in aller Herren Länder darstellte und das die Wikinger sich von ihren Raubzügen auch gerne mal Frauen aus anderen Ländern mitbrachten, ist ebenso kein Geheimnis.
Wenn ich mir Anders Gravers den Mitstreiter von Dr. Udo Ulfkotte und seinem Pax Europa bei der Brüsseler Demonstration gegen Muslime als Wikinger vorstellen soll, kann ich mir ein leichtes Lächeln nicht verkneifen. Mein türkischer Gemüsehändler hat da viel mehr von einem Wikinger, aber natürlich geht es nicht um solche Äußerlichkeiten sondern um die rechte Gesinnung.
In einem Europa der Völkerwanderungen und Eroberungskriege ist eben sehr leicht möglich das alle über Vorfahren aus aller Herren Länder verfügen. Millionenfach gemischt. Ob es da nicht besser wäre in dem Anderen erst einmal den Bruder oder die Schwester zu suchen, als den bösen Feind oder die böse Feindin?
Kann es vielleicht sein, das die Islamophoben nur einfach einen Kanal für ihre Angst vor dem Leben an sich und für den Hass auf all diejenigen brauchen, die noch lieben und hoffen können. Es würde mich interessieren ob Anders Gravers mit jenem Araber verwandt ist. Es wäre ein netter Witz.



















