Kleines Gedankenspiel
Stellen wir uns einen Mann und eine Frau vor. Ein typisch deutsches Ehepaar mit einem Häuschen und zwei Kindern. Zu dem Häuschen gehört ein großer Garten mit viel Rasen, wo die Kinder toben können. Es ist ein schöner, sonniger Samstag und abends wird der Geburtstag der Frau gefeiert. Die Frau bittet also ihren Mann, der gerade am Rechner sitzt, kritische Nachrichten liest und sich kopfschüttelnd seine eigenen Gedanken macht, doch bitte noch den Rasen zu mähen und das ein oder andere in der Stadt zu besorgen.
Der Mann hat einen dieser Rasenmäher, die man mit Benzin betreiben muß. Er stellt fest, daß der Tank leer ist. Also führt sein erster Weg zur Tankstelle, wo er seinen Wagen volltankt und noch zwei Kanister Benzin erwirbt. Im Supermarkt kauft er Grillwürstchen, Pappteller, Gelierzucker und zwei Kasten Bier. Auf dem Einkaufszettel, dem ihm seine Frau geschrieben hat, steht auch drauf, er solle bitte im Haushaltswarenladen an der XY-Straße noch leere Flaschen kaufen. Sie hat aus den Johannisbeeren Sirup gemacht, der abgefüllt werden muß. Der Mann freut sich, er mag den selbstgemachten Johannisbeer-Sirup. Auch soll er bitte Stoffreste besorgen, denn die Frau hat festgestellt, daß die Sitzkissen für die Gartenmöbel Löcher haben. Auch das macht der brave Ehemann
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Die denken wohl, der schreibt auf Deutsch!
Meine Mutter, die Übersetzerin Doris Kilias, ist tot
Jenny Erpenbeck
Zweieinhalb Regalfächer füllen die Bücher, die meine Mutter im Laufe ihres Lebens übersetzt hat. Jetzt werden sie zu mir übersiedeln. Meine Mutter ist gestorben.
Damals, als sie den großen blauen Tontopf aus Ostpreußen hergetragen hat, dreijährig, am Ende des Krieges, beschützt von der Großmutter und den älteren Geschwistern, oder später, als sie in Bernau über den Wall hin zur Schule ging, mit großen Schleifen im Haar, und auch, als sie eine Auszeichnung bekam, weil sie für den Bau des Hochhauses an der Weberwiese in Berlin das meiste Geld gesammelt hatte - damals hätte sich niemand vorstellen können, dass dieses Mädchen aus Bernau, Tochter einer Maschinenstrickerin und eines Buchhalters, einmal in die ganz weite Welt hinausgehen würde, die melancholischen Kleinstadtsonntage hinter sich lassen und eine Sprache studieren, die zu dieser Zeit niemand hierzulande verstand: Arabisch, eine Sprache, die sie in Städte mit märchenhaften Namen hinaustragen würde - nach Kairo, nach Damaskus und Beirut.
via
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Wasserstoff-Auto geht in Serienproduktion
Der japanische Autohersteller Honda hat die Serienproduktion eines neuen Null-Emissionen-Fahrzeugs aufgenommen.
Der FCX Clarity wird mit Wasserstoff und Strom angetrieben, aus dem Auspuff kommt lediglich Wasserdampf und keines der Gase, die für die globale Erwärmung verantwortlich gemacht werden. Die ersten Modelle sollen im Juli an eine begrenzte Zahl von Kunden im US-Staat Kalifornien ausgeliefert werden, später ist dann der japanische Markt an der Reihe.
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Ärzte-Zensur
Der aktuelle Ärzte-Song “Lasse reden” wird wohl auch bei Antenne Bayern gespielt.
Aber ohne die Zeilen:
[…] Lass die Leute reden und lächle einfach mild
Die meisten Leute haben ihre Bildung aus der Bild
Und die besteht nun mal, wer wüsste das nicht
Aus Angst, Hass, Titten und dem Wetterbericht. […]
BILDBlog fragt sich, ob’s vielleicht daran liegt, dass Springer zu 16% an dem Sender beteiligt ist.
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Schön, es gibt noch Solidarität.
Wie ich bei Tobe gesehen habe, wollen immerhin schon zwei weitere Beobachter an seiner Gerichtsverhandlung teilnehmen. Noch jemand der sich aufraffen kann? Und bei duckhome
findet man wie immer sehr lesenswerte Beiträge , unteranderem einen über den Verfechter der Menschenwürde und gegen die Zensur. Huch, habe ich das richtig verstanden? Das Bild hatte ich ja schon gepostet, aber zweimal hält besser.

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