Beginnen wir mit Herrn Oettinger, dem Naziunterstützer, der jetzt seinen Redenschreiber für das zur Verantwortung zieht, was er selbst bei der Beerdigung des Nazirichters und Mörders Filbinger gesagt hat. Starke Leistung Herr Oettinger. Wen wird er wohl dafür entlassen, das er Ermittlungsergebnisse der Polizei frühzeitig ausgequatscht hat. Wahrscheinlich den Polizisten, der ihn informierte. Der hätte doch wissen müssen, das Oettinger ein Idiot ist, der das Wasser nicht halten kann.
Gut ist auch das die Herren Ackermann und Cromme so verantwortlich sind, bei Siemens den Pierer, den Kleinfeld und weitere Vorstände rauszuschmeißen. Könnte ja sonst noch jemand auf die Idee kommen, das sie im Aufsichtsrat die Aufsicht über das Unternehmen hatten und verantwortlich sein könnten. Gut Ackermann und Verantwortung, das geht nicht zusammen, aber hatte Cromme nicht irgendwelche Regeln aufgestellt? Ist ja auch egal die sollten ja nur für die Anderen gelten.
Oliver Haustein-Teßmer lamentiert in der Welt über den vermeidbaren Tod am Arbeitsplatz, nennt aber dabei natürlich nicht unseren Arbeitgeberpräsidenten Hundt der die Unfallversicherung dahingehend reformieren will, das sie nicht mehr existiert und mit seinen neoliberalen Mitstreitern ständig mehr Leistung bei weniger Lohn und längeren Arbeitszeiten fordert. Aber Hundt, Kannegießer und die INSM sind ja mit Springer in der gleichen neoliberalen Religionsgemeinschaft. Wenn die Menschen durch immer mehr Druck töten oder verletzen und ihnen gleichzeitig die Versicherung stehlen, dann ist das sehr verantwortungsvoll. Für die eigene Brieftasche und die zehn Prozent der Deutschen, denen neunzig Prozent Deutschlands gehört.
Jürgen Goldfuss, ein Management-Coach und Bestsellerautor, mährt sich im Handelsblatt darüber aus, das die Kollegialität in den Betrieben auf der Strecke geblieben ist. Er weint den Zeiten nach
als ein Kollege am Krankenbett erschien mit einem Blumenstrauß, als man nach Genesung von einer Krankheit mit echter Wiedersehensfreude empfangen wurde, als der Gruß auf dem Flur noch zur Normalität gehörte. Und als der Kollege nach einem Skiunfall von der Personalabteilung unaufgefordert einen Parkplatz in der Nähe seines Arbeitsplatzes zugewiesen bekam, kostenlos.
und tut damit so, als ob es nicht seine Beraterzunft und die Schreiberlinge des Handelsblattes gewesen wären, die immer fein artig nach der neoliberalen Glaubenslehre, die Menschen gegeneinander gehetzt hätten. In den Zeiten wo sich ein Ackermann und eine Familie Mohn schamlos bereichern und die Steuerzahler dafür aufkommen müssen, ist kein Platz mehr für Kollegen. Morgen kommt ein Unternehmensberater und empfiehlt wieder Entlassung. Die Leute haben Angst, da ist kein Platz für Freundschaft und genauso wurde es doch gewollt. Das ist die Art der neoliberalen Wirtschaftsfaschisten Verantwortung zu tragen.
Gestapo-Schäuble weiß, dass der Verfassungsschutz illegal Online-Durchsuchen macht und mißachtet Gerichtsurteile. Er stoppt das offiziell erst dann, als ihm zu viele an den dürren Hals wollen und droht aber gleichzeitg, das er die Gesetze schon zurechtbiegen wird. Zusammen mit seinen verantwortungsvollen Freunden Bosbach, Beckstein und Wiefelspütz. Gegen die Menschen um jeden Preis. Er will Deutschland meinungsfrei melden können. Wahrscheinlich macht er die letzte Meldung dann an sich selbst.
Auch unsere Justiz zeigt Verantwortung in Wuppertal bekämpft ein völlig durchgeknallter Staatsanwalt die Babyklappe durch gnadenlose Verfolgung der Mütter und gegen jede Gerichtsentscheidung.
In Frankenthal hat die Staatsanwaltschaft schon eine Verantwortliche für den verhungerten Hartz-IV-Nichtempfänger gefunden. Sie ermitteln gegen dessen unternährte Mutter. Natürlich gibt es keine Ermittlungen gegen die Behörden, die die beiden alleine ließen. Behörden und Staatsanwaltschaften dürfen unverantwortlich handeln, das scheint dazu zu gehören. Aber sie finden immer andere die verantwortlich sind.
Auch in Berlin ermittelt die Staatsanwaltschaft nur gegen die Mutter, die ihre Kinder über Wochen und Monate praktisch allein ließ. Natürlich ist die Mutter verantwortlich, aber diese Verantwortlichkeit schränkt sich doch sehr stark ein, wenn man der Deutschland-Debatte und ihrem Bericht "Erziehungsauftrag justiziabel machen!" folgt.
Demnach wird die Mutter und damit die ganze Familie bereits seit 1998 vom Jugendamt betreut wurde und sich sowohl der Hausbesitzer beim Jugendamt gemeldet hatte, als auch die Mutter dem Jugendamt den Zutritt zur Wohnung verweigerte. Gestern Abend trötete dazu noch die Leiterin des zuständigen Jugenamtes in irgendein Mikrophon, das der Zwölfjährige, der die Familie notdürftig zusammen gehalten hatte, so schlau gewesen sei, Schule und Jugendamt zu täuschen.
Gut das ich die Dame nicht in Reichweite meiner Füße hatte. Der Tritt wäre nicht nur eine Körperverletzung gewesen, sie würde auch noch die nächsten zehn Jahre auf einer Erdumlaufbahn kreisen. Das muss man sich vorstellen. Da versteckt sich eine unfähige und wahrscheinlich auch unwillige Behörde hinter einem Zwölfjährigen. Wenn Schule und Jugendamt sich von einem Zwölfjährigen täuschen lassen, dann gehören sowohl die Lehrer als auch die Jugendamtsmitarbeiter nicht auf ihre Posten. Aber Verantwortung tragen ja immer nur andere. Es wird sich ein Richter finden, der die Mutter verurteilt und die Verantwortlichen aus Jugendamt und Schule werden als Zeugen aussagen, sich wichtig fühlen und auch noch Zeugengeld kassieren.
Bei soviel beispielhafter Verantwortung fällt mir nur eines ein, das Ende der Fahnenstange ist zwar längst erreicht, aber es wird genauso verantwortungslos weitergehen.






















