Grundsätzlich sollte man ja kein Mitleid mit jedwedem Spekulantenpack haben, weil derjenige der seinen Verstand abschaltet um seiner Gier zu folgen, selbst schuld ist. Andererseits gibt es Firmen die scheinbar bewusst auf das Fangen der dummen Gierigen angelegt sind und bei denen man sich fragt ob sie eigentlich in einem Rechtsstaat existieren dürfen.
Zu diesen Firma kann man nach den bisher bekannten Tatsachen wohl auch die Schnee-Gruppe aus Meinerzagen im Sauerland zählen, wie Börse Online berichtet:
Eine „mündelsichere, unkündbare, lebenslange Rente“ pries die Schnee-Gruppe aus Meinerzhagen seit Ende der achtziger Jahre an. Ihre Sicherheits-Kompakt-Rente war aber alles andere als risikolos. Die Anleger nahmen dabei ein Darlehen auf – oft sogar in Fremdwährungen - und finanzierten damit die Einmalbeiträge für eine britische Lebensversicherung. Diese Produkte sollten insgesamt höhere Renditen abwerfen als die Kredite kosteten.
Die Rückzahlung des aufzunehmenden Darlehens sei auf Basis der heute prognostizierten Ablaufleistungen bereits gesichert, hieß es in Werbeunterlagen. Außen vor blieben die enormen Risiken eines solchen Zinsdifferenzgeschäfts.
Natürlich hätte jedem denkenden Menschen klar sein müssen, das man solche Geschäfte als normaler Anleger nicht machen kann, weil dier Partner nach dem Abschluss der Kreditverträge und dem Empfang der allfälligen Provisionen aus Kreditvermittlung und Kapitalvermittlung überhaupt gar kein Interesse mehr an dem Kunden haben. Meist sind solche Geschäfte so aufgebaut, dass dem Kunden praktisch keine weiterer Kreditrahmen mehr bleibt und er damit auch für Folgegeschäfte nicht mehr in Frage kommt.
Allerlei Finanzmakler witzeln bei solchen Geschäften immer, dass es ja auch sinnvoller sei, das Geld gleich beim ersten Mal abzuräumen anstatt nochmals hin zu müssen. "Ausgenommen wie eine Weihnachtsgans" ist die Erklärung für die Buchstabenkombination AWW, die oft in den Notizen zu solchen Kunden stehen.
Im Grunde müsste ein Kunde direkten Zugang zu den Märkten haben auf denen er spekulieren will um dies erfolgreicht tun zu können, was ein Privatmann aber kaum leisten kann. Natürlich verweist die Schnee-Gruppe heute auf ihren Versicherungspartner, die britische Lebensversicherung Clerical Medical und möchte das die Kunden der Schnee-Gruppe doch bitte schön in England gegen diese Versicherung klagen. Das ist ein guter Vorschlag, damit sind die Kunden auf Jahre erfolglos beschäftigt, weil nicht nur die fremde Sprache sondern auch die völlig anderen Rechtsnormen ein Problem darstellen.
Aber es war schon immer gut einen anderen als Schuldigen zu präsentieren. Selbstverständlich mach die Schnee-Gruppe fröhlich weiter:
Ihr Vorteil - Unsere Lösungen
1.) Schnee-Konzept-Rente (SKR)
2.) Schnee-Kompakt-Rente (SKR)
3.) Schnee-Komfort-Rente (SKR)
Sie sorgen für Ihre Zukunft vor. Aber damit nicht genug: Sie können jeden, der Ihnen lieb ist, als Begünstigten einsetzen. Der Familienstand spielt keine Rolle. Auch gleichgeschlechtliche Partnerschaften können abgesichert werden.
Bei entsprechendem Konzept realisieren Sie mit den SCHNEE-RENTEN (SKR) auch eine Familien- rente für Ihre Kinder. Oder Sie schaffen Vorsorge für behinderte Familienmitglieder. Oder Sie sichern sich ein arbeitsunabhängiges Einkommen, um mehr Freiheit zu genießen. Nutzen Sie ggf. evtl. Überflüße z.B. für vorgezogene Tilgungen bei Immobilienkredite.
Durch die Einmalzahlung in den Auszahlungsplan tragen Sie einen großen Teil Ihrer Zinsbelastung für den Gesamtkredit. Durch die hohe Flexibilität können Sie ggf. Ihre jährliche Belastung steuern.
Hohe geplante Ausschüttungen durch eine Anlage in gebrauchte amerikanische Risikopolicen. Aktien- und Bundmarkt unabhängige Ausschüttungen zum Bedienen Ihrer jährlichen Zinsbelastung.
Besonders schön sind die hohen geplanten Ausschüttungen und die Anlage in amerikanischen Risikopolicen zu einer Zeit da die amerikanischen Versicherungen noch nicht so genau wissen wie viele von ihnen überleben werden. Das sieht ganz so aus wie ein sicheres Bündnis. Allerdings nicht mit Glück sondern wohl eher mit dem Strick. Aber das Angebot wird neue Gierige finden.
Den alten Gierigen die ihr Geld schon verloren haben, kann man nur zu maßvollen Klagen raten. Es macht wenig Sinn, schlechtem Geld noch gutes Geld hinterher zu werfen. Natürlich kann man wie die Anwälte Nittel und Hahn empfehlen, Ansprüche gegen die Schnee-Gruppe, deren Hintermänner und die finanzierenden Banken geltend machen.
Allerdings werden die Banken leugnen den Zusammenhang gekannt zu haben und der Gegenbeweis ist sehr schwer zu führen, auch wenn natürlich klar ist, dass es da ein gut funktionierendes Zusammenspiel gab. Es ist nicht klar ob die Schnee-Gruppe überhaupt ausreichend Substanz besitzt um im Fall einer erfolgreichen Klage Regress leisten zu können. Zudem vergehen Jahre bis alle Rechtsmittel ausgeschöpft sind. Für gewöhnlich schließen solche Firmen dann ihre Türen für immer und machen zwei Häuser weiter unter dem Namen Wasser oder Winter wieder auf.
Es ist natürlich übel, das solche Finanzprodukte in Deutschland überhaupt verkauft werden dürfen. Da unsere Banken aber gut an den dummen Gierigen verdienen wird sich wohl kein Staatsanwalt bemüßigt fühlen, dort tätig zu werden. Es bleibt den Anlegern eben selbst überlassen sich schlau zu machen und ihre Gier zu zügeln.




















Es ist eigentlich egal wo man im Moment losmarschiert, es riecht überall brenzelig. Also beginnen wir mit dem Amerika des strahlenden Wahlsiegers Obama. Da ist nun die Rettung der AIG gescheitert. Die ersten 123 Milliarden Dollar waren ein T ...