Nein ich schreibe heute nichts über Gartenbänke im Netz. Wobei die Ruheplätze die ich für mich im Internet ausgemacht habe, wirklich wie Parks oder Oasen auf mich wirken. Wenn ich durch die Abteilung Irre in meinem Feedreader durch bin, was ich oft gar nicht schaffe, weil man so viel braunen und sonstigen Dreck nicht ertragen kann, dann bin oft seltsam leer. Als ob der Körper sich gegen den Schund wehren wollte.
Oft ist das die Gelegenheit den Dackel zu ergreifen und mit ihm loszugehen und festzustellen, das draußen die Welt zwar nicht gut ist, aber sie und die meisten Menschen darin eben doch noch relativ intakt sind. Natürlich schwappt die Welt der Irren aus der virtuellen Welt des Internets auch in die Realität, aber dort erscheint sie milder, weil die meisten dieser Helden und Führer dieser virtuellen Welt in der Realität Feiglinge sind, die real zum Glück kaum Bedeutung haben und denen man selbst an Stammtischen keinen Platz einräumt.
Aber nicht immer lässt es die Zeit zum wirklich los zu stiefeln und sich den Frust von der Seele zu rennen und den Dackel müde zu machen. Dann braucht es die kleinen Pausen. Jene Punkte im Netz über die ich in dieser Rubrik immer mal wieder und leider viel zu selten Berichte.
Einer dieser Punkte ist
Farblos ein Fotoblog der eben ohne Farbe auskommt und mit einer Bildsprache spricht, die mich mühelos erreicht.
Natürlich bin ich durch gute Fotos immer leicht zu beeindrucken. Ich habe ja den Vergleich, zwischen dem was ich so verbreche und dem was Leute sehen, die wirklich ein gutes Auge haben. Mich müsste ein Motiv schon beißen damit ich es erkenne und wenn ich mal eins erkenne fehlen mir die Fähigkeiten es einzufangen oder ich habe gar keine Kamera dabei.
Kunst kommt eben doch von Können. Wenn man es selber nicht kann, ist es schön sich von anderen verblüffen zu lassen, mit den Augen des Anderen zu sehen. Das bringt trotz schwarz-weißer Fotografie ein wenig Farbe in den Alltag, hilft über den Blues den manche Nachrichten erzeugen, ist einfach gut für die Seele.