Die 3-Millionen-Euro-Frage
Den Reichen die Pflicht zum Schönen. Andernfalls verdienen sie zu sterben.
Muriel Barbery, zitiert bei Anke
Und die Armen, haben die eine Pflicht zum Hässlichen? Einen Fluch zum Umschönen? Ein unausweichliches Schicksal, das sie dazu verdammt, grantig, zynisch und runtergekommen zu sein?
Vielleicht muss ich hier eine kleine Ankdote erzählen, über das, was sozial ist. Mein momentaner Aufenthaltsort ist, soweit man sich das irgendwie vorstellen kann, der komplette Gegenentwurf zu den schlechteren Vierteln Berlins und anderen sozialen Brennpunkten. Würde ich jetzt am Schnittpunkt zwischen diesen beiden Welten sitzen, im 103 an der Kastanienallee, würde ich in einer Stunde dreimal gefragt werden, ob ich nicht mit einem kleinen Betrag helfen möchte, der tatsächlichen oder auch nur erfundenen Not eines mich Ansprechenden zu mindern - sei es, weil er mir eine Geschichte erzählt, ansonsten randaliert, Musik macht oder sonstwie eine Umverteilung zu seinen Gunsten beabsichtigt. Und ich kann an dieser Stelle aus Erfahrung sagen, dass es selbst für jemanden wie mich durchaus ins Geld geht, diesen Wünschen nach sozialen Diensten längerfristig zu entsprechen, denn mittlerweile gehören Forderungen von 3 Euro für einen Döner, eine Fahrkarte oder was auch immer fast schon zum guten Ton.
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Existente Christenverfolgung?
Es gibt viele Legenden, viele Geschichten und noch weniger Wahrheiten! Zumindest, wenn es um das Thema Christenverfolgung in der Gegenwart geht. Auf sehr vielen Internetpräsenzen, mit denen ich bereits persönlichen Kontakt hatte, geht nach wie vor der Glaube um, daß die Christenheit als Ganzes in eine Art Shoa gezwungen werden soll. Oder noch besser: Das momentan ein Holocaust an Christen stattfindet.
Ich habe zwar schon sehr vielen Blödsinn gelesen, auch gerade auf zwei ganz bestimmten christlich orientierten Hetzchristenseiten, daß sich mir hier die Frage stellt: Wie kann jemand auf die Idee kommen, daß augenblicklich eine Christenverfolgung global laufen würde?
Nun, und hierbei nähern wir uns verdächtig der Thematik Verschwörungstheorie an, schaut es tatsächlich so aus, als sei die neue Christenheit vornehmlich durch sich selbst bedroht. Jedoch nicht durch einen Aggressor von außen.
Kirche ist nicht gleich Kirche. Und wie bereits an anderer Stelle festgestellt, unterscheidet sich der Glauben der Freikirchen ganz gewaltig von dem der Amtskirchen. Auch darauf gehe ich noch weiter ein, sollte mir genügend Zeit dazu verbleiben.
Kirchliche Schreckgespenster
Jede religiöse Organisation hat Angst davor, ihren Einfluß auf die dummen Gläubigen zu verlieren. Manche, wie beispielsweise die Zeugen Jehovas, arbeiten hier mit einer rein psychologischen Technik, indem sie die normale Außenwelt als babylonisch und dem Untergang geweiht, darstellen. Ein wahrhaft Gläubiger würde wirklich nur das Glauben, daß ihm vom Ältesten, Oberschulzen oder gar von seinem Papst erzählt wird. Mit dem Endergebnis, daß hier nicht nur das Glaubensbild besonders eingeschränkt ist, sondern auch die Denkweise ziemlich zu kurz kommt.
Vor nichts hat eine Religion so viel Angst wie vor einer anderen Religion.
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Absolute Giganten
Sebastian
Die erste Sache, an die ich mich erinnern kann ist, wie ich von meiner Mutter an Silvester eine Wunderkerze bekommen habe. Der Himmel war voll mit Raketen und Feuerwerkskörpern, die sprühten und explodierten, und es war laut! Aber ich hatte keine Angst, sondern habe meine Wunderkerze in den dunklen Himmel gehalten und wie wahnsinnig geschüttelt. Ich habe sie so doll geschüttelt, so wahnsinnig doll wie ich nur konnte, oder noch doller, bis ich nicht mehr konnte und immer weiter, besinnungslos und immer doller. Und ich war klein und die Wunderkerze auch. Aber ich war beim größten und unglaublichsten dabei, was ich je gesehen hatte. Das tollste und größte, was es jemals gab, und ich war dabei. Ohne, dass ich es wusste, ohne dass ich irgendwas wusste.
Ich glaub ich hab’ in meinem ganzen Leben nie wieder etwas gemacht, so doll und kompromisslos und total. Ich glaube, ich hab’ noch nie wieder etwas erlebt in meinem Leben, was so groß war. So gigantisch.
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Lachen mit der Telekom
Nebenstehende Werbung der Telekom, die ich vor kurzem in der WAZ gesehen hatte, bringt mich doch ein wenig zum Lachen.
Aber nicht zum amüsierten Lachen - eher zum hämischen Lachen. Seit einiger Zeit nutze ich T-Home Entertain, so dass ich mit Hilfe der Telekom nicht nur telefonieren und im Internet surfen kann, sondern auch mittels Internet fernsehen kann (IPTV).
Das Fernsehsignal kommt in diesem Fall unabhängig von DVB-T, DVB-S oder DVB-C direkt über die Telefondose und eigentlich läuft das ganze recht gut. Es gab zwar schon den einen oder anderen Aussetzer; auch gibt es einige systembedingte Nachteile, aber im Großen und Ganzen bin ich zufrieden.
Was mich jedoch sehr nervt ist die Tatsache, dass die normale Telekom-Hotline 0800 / 330 1000 (kostenfrei) bei so gut wie keiner T-Home Entertain-Problematik helfen kann. Dort liegen dann nach Auskunft der Hotline-Mitarbeiter die Entertain-Informationen nicht vor und man möge doch bitte mit der Entertain-Hotline sprechen. Diese ist natürlich grundsätzlich nur über eine 01805-Nummer erreichbar und damit kostenpflichtig.
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Neoliberalismus - oder wie man eine Bevölkerung austauscht
Gerd Nowakowski stellt im Tagesspiegel eine ganz normale Entwicklung vor: Es wird teuer, in der Stadt zu wohnen, und die einheimische Bevölkerung kann sich das nicht leisten. Im Kern ist etwas dran an der Meinung, dergleichen ließe sich nicht aufhalten. Dies unwidersprochen hinzunehmen, kann man freilich von den Betroffenen nicht erwarten, das kann sich allenfalls der überlegene Chronist erlauben, der über den Dingen schwebt und es besser weiß. Dieser wäre, wie Chat Atkins sagt, “Fatalist”.
Ist er aber nicht, weder das eine noch das andere. Er ist vielmehr ein Claqeur der Macht, einer, der zustimmt, um dabei zu sein. Er ist der Herr Schmidt, der alles mitmacht, weil er gern regiert wird und alles gut und richtig findet, was der Zeitgeist ihm zuflüstert.
Der Artikel ist ein Leuchtsignal neoliberaler Unmenschlichkeit, weil er die Wirklichkeit benennt und opportunistisch gutheißt, obwohl ihm die Tragik für die Betroffenen völlig bewußt ist:
“Im Trendbezirk Prenzlauer Berg, so sagen Untersuchungen, ist die frühere Bevölkerung nahezu ausgetauscht.”
Es ist wahr, und es ist dramatisch. Hinter diesem Satz verbergen sich tausende von Einzelschicksalen und das Schicksal einer Stadt, die einmal eine von Menschen war und nunmehr eine des Geschäfts ist. Wohin gehen die Leute? Was nehmen sie mit? Was bleibt zurück? Sie müssen nicht um ihr Leben fürchten, trotzdem müssen sie flüchten, vor dem Ruin. Das hätte mich interessiert: Wie sich das Leben verändert, wenn keiner mehr den anderen kennt. Wenn die alten Nachbarn fort sind und der neue aus einer anderen Welt kommt. Nichts dergleichen
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Ich kann natürlich aufhören zu schreiben und mich nur damit beschäftigen zu lektorieren, was dir vermutlich gefallen würde. Aber mir geht es um den Inhalt, nicht um die Form, obwohl Schreibfehler jeder Art natürlich ärgerlich sind.
Wenn ich mal reich werde leiste ich mir ein Lektorat.
das mit dem das(s) ist eigentlich supereinfach. Und so habe ich es als Dyslektikerin auch gelernt:
Überall wo du dies(es) , welche(s), oder jene(s) statt das sagen kannst, ohne dass der Satz komplett unbrauchbar wird, kommt das.
Sonst kommt *dass*.;-)
Gruß bel
Jenes solltest du auch noch unter die Fundstücke einreihen:
Drück ab!
Tatsächlich aber liegt das Problem einfach darin, dass ich meine Texte nicht wirklich korrekturlesen kann. Der Inhalt geht bei mir vor und da ich den gedanklich noch mal kontrolliere, bleiben die Schreibfehler meist unbemerkt.
hier noch mal:
http://de.youtube.com/watch?v=oqvsoze7w8g
Und das mit der Rechtschreibung kann man verschmerzen, solange die Gedanken stimmen;-)
bel