Großkotzig wie immer setzte sich Rummenigge in der gestrigen Pressekonferenz über den Wechselwunsch von Lukas Podolski hinweg, der lieber in Köln fußballspielen möchte als in Bayern auf der Bank zu sitzen. Das ist natürlich Teil der bayrischen Politik andere Vereine dadurch zu schwächen, das man die besten Spieler weggkauft um sie dann auf der Bank vergammeln zu lassen. Dank der irrsinnigen Subventionen verfügt Bayern München eben über entsprechende Festgeldkonten.
Selbstverständlich müssen alle Deutschen diese Subventionen, die Herrn Rummenigge aber wohl immer noch nicht reichen, bezahlen. Junge Spieler die von Bayern geködert werden, glauben natürlich immer das sie die Ausnahme sein werden, aber tatsächlich hat der FC Bayern gar nicht die Absicht und die Möglichkeit diese Leute alle spielen zu lassen. Es soll nur verhindert werden, dass andere Vereine auch Talente haben und eventuell so etwas wie ein Wettbewerb um die deutsche Meisterschaft entstehen könnte.
Andererseits bedeutet ein Podolski auf der Bank für den Spieler einen Verlust an Marktwert und an Zukunftschancen. Dieser Marktwertverlust ist durch das Gehalt des Spielers eben nicht gedeckt. Normalerweise lässt jeder Arbeitgeber einen Arbeitnehmer gehen, wenn er für ihn keine Verwendung hat oder dieser nicht mehr zu einer weiteren Zusammenarbeit bereit ist.
Innerhalb eines Auflösungsvertrages kann vereinbart werden das der Mitarbeiter für eine Zeit nicht bei einer bestimmten Konkurrenzfirma oder nicht in der gleichen Branche arbeiten darf. Für dieses Verbot ist dann aber eine Entschädigung fällig. Hier gibt es diese Möglichkeit nicht. Podolski ist der Sklave von Rummenigge, bis zum Ende seiner Vertragszeit. Podolski kann seinen Vertrag nicht auflösen, auch wenn er die Ablösesumme die er gekostet hat plus Zinsen und Gewinn bei Rummenigge auf den Tisch legt.
Selbst wenn er wollte kann er noch nicht einmal Eigentore produzieren, weil er ja nicht spielt. Er befindet sich in einer Sackgasse aus der es keinen Ausweg gibt, außer mit dem Fußball aufzuhören. Das kann aber in einem Rechtsstaat nicht sein. Es muss eine Möglichkeit geben aus solchen Verträgen auszubrechen. Am einfachsten wäre es die Zahlung von Ablösesummen unter Strafe zu stellen, und Zahler wie Empfänger ein lebenslanges Berufsverbot im Sport zu erteilen.
Beschränkt man dann noch die Vertragslaufzeiten auf maximal ein Jahr gibt es solche Fälle nicht mehr und die Mannschaften haben trotzdem Planungssicherheit für die jeweilige Saison. So wie es jetzt läuft, kann es auf jeden Fall nicht weitergehen. Da besteht dringend Handlungsbedarf. Wir können den Rummenigges dieser Welt, nicht die Macht über das Wohl und Wehe andere Menschen geben. Dazu sind sie sichtbar nicht geeignet.
Gib ihnen ihre eigene Kost zu essen und sie beginnen zu jammern.
Auch die Wettbewerbslaberei ist Blödsinn. Als Nationalmannschaft schaffen wir den Vizeeuropameister, Bayern mit seinen ewigen ausländischen Superstars kommt kaum über die internationalen Anfangsrunden gegen englische Vereine, die Engländer selber schaffen nicht einmal die Qualifikation für die Europameisterschaft.
Claire Walldorf hat schon vor Jahrzehnten ein Lied über Wieneropersänger gemacht, die in Berlin so bevorzugt wurden, während in Wien keiner die Berliner Lieder sang. Genau darum geht es. Mit deutschem Steuergeld, werden ausländische Helden gekauft, die im Endeffekt zwar reichen um Köln und Kaiserlautern mit Sicherheit zu schlagen und auch den HSV oder Schalke, aber nicht gegen Manu oder Real.
Meist sind die Helden auch noch alt und verbraucht. Es ist der Name die Verpackung. Dafür werden hoffnungsvolle Talente still gelegt.
Ich glaube auch nicht das Klinsmann da einen Wandel bedeutet. Es bleibt der FC Hollywood, als Schadkörper im deutschen Fußball. Deshalb muss das Vertragsrecht geändert werden.
Ich glaube nicht das ein Prinz Poldi in Köln die Folgen seines Handelns abschätzen konnte, als er bei Bayern unterschrieb. Genau so wenig wie andere junge Spieler. Die müssten geschützt, bzw. befreit werden.