Der kommende Krone-Kanzler
Österreich ist zuweilen ein wenig eigen: Raunzen ist ein wesentliches Element der wahren österreichischen Natur. Man will sich beschweren, aber auf keinen Fall Abhilfe schaffen - denn dann wäre ja der Grund sich zu beschweren dahin. Die EM in den letzten zwei Wochen wurde bis auf die wenigen Spiele unserer Mannschaft vor allem unter dem Aspekt "Sind die Grenzen sicher?" und "Werden uns die Heerscharen von Hooligans nicht das schöne Österreich kurz und klein hauen?" betrachtet, nach Brüssel werden (wie leider auch in anderen Ländern üblich) eher die Politiker weggelobt, die in der nationalen Politik versagt haben statt unsere besten Köpfe dort an der Zukunft arbeiten zu lassen. Und Nationalstolz ist hierzulande mit Selbstironie gepaart: "Wir sind nur Österreicher, aber DARAUF sind wir stolz!"
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Die selbsterfüllende Prophezeiung
Ach so ist das!
Die Kerle denken ständig nur ans Ficken und Frauen ans Einkaufen. Nein… echt jetzt? Aber ja. Sagt doch die Cosmopolitan und eine Befragung der Singles von Elitepartner.de. Ja dann muss das schon stimmen, nicht? Wider Erwarten sind Männer aber NUR alle 60 Sekunden dabei, sich übers Ficken Gedanken zu machen. Frauen schaffen es dagegen mühelos, alle 52 Sekunden liebevoll dem Shoppen zu gedenken. Hach, was wäre die Welt ohne sinnfreie Umfragen? Eine bessere?
Ja, vielleicht.
Denn solch blödsinniger Scheiß bedient wieder einmal jedes noch so dämliche Klischee. Ich sag nur, da haben wir wieder das Mario-Barth-Syndrom. Und der und Klischees allgemein bringen mich gleichermaßen zum Würgen.
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Weniger ist mehr? - Die Turbomilchkuh
Wie sich ein Forscherteam mit Monsanto-Mitarbeitern die Reduktion von Treibhausgasen vorstellen, unterstreichen diese neuerlich in einem Artikel der Forscherzeitschrift PNAS. Weniger Kühe, die aber mehr Milch produzieren, fressen auch weniger - folgerichtig hinterlassen sie weniger CO² beim ausscheiden ihrer Exkremente.
Auch wie sie das bewerkstelligen wollen führen sie auf. Dazu benutzen sie das Wachstumshormon Somatotropin. Somatotropin trägt die Abkürzung bST und steht für bovines Somatotropin.
Früher konnte man einzig dieses Hormon aus Kadavern der Rinder gewinnen. Seit den 80’ern wird das Hormom in der Gentechnik produziert und zwar aus allen möglichen Lebewesen. So etwas nennt sich dann „rekombinant“. Genau hier wird’s interessant. Stellt man die Abkürzung für „rekombinant“ - nämlich „r“ - vor die Abkürzung bst, ergibt sich daraus rbST und das dürfte so einigen mehr als bekannt vorkommen.
Monsanto brachte `94 das Produkt „Posilac“ welches vorübergehend für großes Aufsehen sorgte. Als die Fox-Journalisten Steve Wilson und Jane Akre 1996 davon berichten wollten, beugte sich ihr Arbeitgeber Fox dem Konzern Monsanto, hielt die unter Aufsicht von Monsantos Anwälten zwischenzeitlich 83-fach korrigierte jedoch ursprünglich Monsanto-kritische Reportage unter Verschluss und entließ die beiden Reporter schließlich.
Aus den Risikostudien der Firma konnte man entnehmen, das alle Versuchstiere - denen rbST verabreicht wurde - nach kurzer Zeit Krebs hatten. Auch nach dem überdurchschnittlichen Erhitzen der entnommenen Milch dieser Versuchstiere konnte man das Hormon noch immer in der Milch nachweisen.
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OV Husum ist sauer - Langjährige Weggefährten fordern Norbert Hansens Ausschluss aus der Bahngewerkschaft TRANSNET
TRANSNET muss endlich einen Schlussstrich unter die „Ära Hansen“ ziehen - durch Abkehr vom Schmusekurs mit dem Bahnmanagement, ein klares Nein zur Privatisierung und den Ausschluss Norbert Hansens.
Sieben Wochen nach der Bekanntgabe des Seitenwechsels des früheren Gewerkschafts-Vorsitzenden Norbert Hansen in die Chefetage der Deutschen Bahn AG hat die TRANSNET-Basisinitiative „Bahn von unten“ einen grundlegenden Kurswechsel der Gewerkschaft TRANSNET angemahnt. „Von einem wirklichen Neuanfang ist bisher wenig zu spüren“, kritisiert Hans-Gerd Öfinger, Sprecher der Initiative: „Norbert Hansen hat mit der Propagierung der Kapitalprivatisierung sich selbst genützt und den Interessen der Mitglieder massiv geschadet. In Resolutionen von TRANSNET-Untergliederungen wurde in den letzten Wochen klipp und klar eine Abkehr vom Privatisierungskurs und bisherigen Schmusekurs mit dem Bahnvorstand ebenso gefordert wie der Rücktritt des geschäftsführenden Vorstands.“ Doch der verbliebene geschäftsführende Vorstand unter dem neuen Vorsitzenden Lothar Krauß bleibe weiter auf Börsenkurs und segne die Privatisierung und Zerschlagung der Bahn auch im DB-Aufsichtsrat ab. Dabei habe der TRANSNET-Beirat im November 2007 ausdrücklich „Plan B“ gefordert – eine einheitliche Bahn im Bundesbesitz.
Als Beleg dafür, wie sehr Eisenbahner in Norbert Hansens Heimat durch seinen Seitenwechsel enttäuscht und verbittert sind, nennt Öfinger einen aktuellen Brief der TRANSNET-Ortsverwaltung (OV) in Hansens Geburtsort Husum. Hier hatte er seine Karriere als Eisenbahner und Gewerkschafter begonnen. „Alles was Norbert Hansen erreichte, hat er der TRANSNET zu verdanken“, heißt es in dem Brief der OV Husumer an den Hauptvorstand der TRANSNET. Mit seinem Verhalten habe Hansen „nur seinen persönlichen Vorteil gesucht“. Dies sei ein „klarer Verrat gegenüber der Gewerkschaftsbewegung“, stellen die bisherigen Weggefährten fest und fordern daher „seinen Ausschluss“.
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[ant:wort]
Mittagspause; ich gehe wie so oft, wenn das Wetter schön ist, nicht mit den Kollegen zusammen in die Kantine unseres Auftraggebers. Weil ich höchst ungern mit Leuten wie diesen mein Mahl einnehme oder z.B. Abends ausgehe, weil sie in freien Zeiten wie diesen kein anderes Gesprächsthema als ihre Arbeit haben. Ich hasse es einfach und so zieht es mich heute wieder in die Essener Innenstadt, die keine 3 Fussminuten von meinem Büro entfernt liegt.
Ein Kollege sieht, wie ich trotz passabler Witterung meinen Schirm in die Hand nehme und frotzelt deshalb. Ich antworte ihm nicht weiter, denn wie soll man jemanden erklären, dass ich fast immer bis auf eine halbe Stunde im Voraus weiss, dass es regnen wird. Kurz hinter dem Hauptbahnhof biege ich in die Rathenaustrasse ein, in dem das Porto Bello italienisches Essen feilbietet; eine kleine, fast schmuddelig wirkende Stehpizzeria, die jedoch für kleines Geld angemessen gute Speisen verkauft.
Da heute die Schlange hungiger Mitbürger vor dem Porto Bello erträglich ist, reihe ich mich in sie ein und suche mir im Geiste schon mal die Maccheroni Di Nalo aus; Francesco macht mir dieses Gericht gerne mit einem Augenzwinkern extra scharf. Ich mag Restaurants, in denen ich den Köchen bei ihrer Arbeit zusehen kann; es ist für mich eine Art Vertrauensbonus. Diesen hat sich das Personal jener Pizzeria längst bei mir erworben und so stelle ich mich nach meiner Order draussen an einen der wenigen wackeligen Stehtische und warte darauf, dass meine feurigen Pasta gar werden.
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