Ein Sieg muss her - ein Königreich für einen Sieg
Generalstabschef Mike Mullen verkündet die frohe Botschaft, dass die Lage im Irak sich so beruhigt habe, dass man nun mehr Truppen für Afghanistan freisetzen könne. Das klingt gut. Ja besser noch es gibt sogar verschämte diplomatische Kontakte mit dem Iran in Sachen nicht vorhandener Atomwaffen.
Wird die Welt nun gut? Ist die Gefahr vorbei. Wenn die Amerikaner mit dem Iran reden können sie den doch nicht gleichzeitig beschießen. Michael Glos hat sogar gesagt das die deutsche Wintershall sich Hoffnungen auf eine Erdölförderlizenz im Irak machen kann:
Das Kasseler Öl- und Gasunternehmen habe "große Aussichten, Explorationsrechte für Erdöl zu bekommen", sagte der CSU-Politiker in einem Interview der Tageszeitung "Die Welt" (Donnerstagausgabe). Glos warb erneut dafür, dass sich deutsche Firmen stärker im Irak engagierten.
"Mein Eindruck ist, dass der Sicherheitszustand sich verbessert", sagte der Minister, der am Wochenende als erster deutscher Regierungspolitiker nach dem Irak-Krieg in das Land gereist war. Auch die Bauwirtschaft habe im Irak große Chancen, sagte Glos.
Das auswärtige Amt sieht das etwa anders und hält die Sicherheitslage weiterhin für kritisch, aber die haben ja mittlerweile einen geübten Krisenstab für die allfälligen Entführungen. Mullen und Glos schätzen die Lage gleich gut ein, dass muss allen anderen reichen. Die Sache mit dem Irak ist also erledigt, nun geht es darum das kleine Problem Afghanistan zu regeln.
Nun ist es ja immer leichter eine Sache anzugehen bei der ein anderer schon einmal vollständig versagt hat. In diesem Fall war es die Sowjetunion, die das Problem Afghanistan auch mal eben im Vorbeigehen regeln wollte:
Am 25. Dezember 1979 marschierten sowjetische Truppen in Afghanistan ein ...
und nach Verhandlungen unter Vermittlung der UNO zogen die sowjetischen Truppen zwischen dem 15. Mai 1988 und 15. Februar 1989 ab. Afghanistan hatte zwischen 1 und 1,5 Millionen Tote zu beklagen. Auf sowjetischer Seite starben in den ca. 10 Jahren der Intervention etwa 15.000 Mann. Weitere Zehntausende wurden verwundet bzw. gesundheitlich und psychisch für ihr Leben gezeichnet.
Wie hoch die sowjetischen Verluste in Wirklichkeit waren, wird wohl nie mehr jemand erfahren. Sie dürften aber um ein vielfaches über den amtlichen Zahlen gelegen haben. So wurden zum Beispiel abgeschossene Flugzeuge als Unfälle deklariert, was dazu führte, dass es eine ernsthafte Beschwerde an einen Konstrukteur gab, der nur trocken erwähnte, dass Flugzeug meist Qualitätsprobleme haben, wenn sie beschossen werden und die Beschwerde abheftete.
Zehn Jahre durften die Afghanen mit den Russen üben, dabei hatten die schon vorher mit den Engländern gespielt:
Großbritannien führte in Afghanistan drei blutige und erfolglose Kriege gegen Aufständische und heilige Krieger. Der erste britisch-afghanische Krieg endete mit einer der verheerendsten Niederlagen des viktorianischen Zeitalters, als die britische Armee 1842 beim Abzug aus Kabul durch paschtunische Stämme, die mit russischen Waffen ausgerüstet waren, fast vollständig ausgelöscht wurde. Der zweite britisch-afghanische Krieg führte 1880 zu einer verheerenden Niederlage bei Maiwand, der Belagerung Kabuls durch die Afghanen und dem britischen Rückzug nach Indien. Im dritten britisch-afghanischen Krieg von 1919 wurden die Briten endgültig vertrieben.
Theodor Fontane beschrieb uns was die Leute empfanden und er tat es eindringlich.
"Wir waren dreizehntausend Mann,
Von Kabul unser Zug begann,
Soldaten, Führer, Weib und Kind,
Erstarrt, erschlagen, verraten sind.
Zersprengt ist unser ganzes Heer,
Was lebt, irrt draußen in Nacht umher,
Mir hat ein Gott die Rettung gegönnt,
Seht zu, ob den Rest ihr retten könnt."
Sir Robert stieg auf den Festungswall,
Offiziere, Soldaten folgten ihm all',
Sir Robert sprach: "Der Schnee fällt dicht,
Die uns suchen, sie können uns finden nicht.
Sie irren wie Blinde und sind uns so nah,
So lasst sie's hören, dass wir da,
Stimmt an ein Lied von Heimat und Haus,
Trompeter blast in die Nacht hinaus!"
Da huben sie an und sie wurden's nicht müd',
Durch die Nacht hin klang es Lied um Lied,
Erst englische Lieder mit fröhlichem Klang,
Dann Hochlandslieder wie Klagegesang.
Sie bliesen die Nacht und über den Tag,
Laut, wie nur die Liebe rufen mag,
Sie bliesen - es kam die zweite Nacht,
Umsonst, dass ihr ruft, umsonst, dass ihr wacht.
"Die hören sollen, sie hören nicht mehr,
Vernichtet ist das ganze Heer,
Mit dreizehntausend der Zug begann,
Einer kam heim aus Afghanistan."
Theodor Fontane (1859)
Nun müssen unsere amerikanischen Brüder - Brüder weil man sich Freunde ja aussuchen könnte - den Fontane nicht kennen. Herr Struck, Herr Fischer und Herr Schröder kannten ihn ja auch nicht, die Merkel kannte nur die Dichter der Weltrevolution und das politische Lied der FDJ und der Jung will sein Kriegerdenkmal aus zerbrochenen Hundemarken, die nur die Kriegstreiber Erkennungsmarken nennen.
Der angebliche Grund warum die Welt in Afghanistan kämpft ist die Befreiung der Frau und die Suche nach Osama Bin Laden dem früheren Verbündeten der USA gegen die Sowjets in Afghanistan. Dabei ist es unerheblich ob Osama bin Laden in die Vorfälle von 9/11 wirklich eingeweiht war, wofür es bis heute keinen Beweis gibt, oder nicht.
Der Angriff auf Afghanistan ist zwar von der UNO genehmigt, aber das was daraus wurde hat wohl kaum einer erwartet. Außer den Russen vielleicht die ja wussten wie es ihnen ergangen ist. Das mit Gerhard Schröder und Peter Struck ausgerechnet zwei Sozialdemokraten Deutschland wieder in den Krieg führten ist eine Schande, die schlussendlich das Ende der deutschen Sozialdemokratie bedeutete.
Der Vorfall um Christa Lörcher zeigt auch, dass es in Deutschland keine Demokratie gibt und das die Abgeordneten nur das Stimmvieh von Parteioberen wie Struck sind. Zu den Grünen braucht in diesem Zusammenhang auch nichts mehr gesagt werden.
Heute also ist der Irakkrieg so gut wie erledigt, Deutschland wird da bald eigene Ölinteressen zu verteidigen haben und die Aufmerksamkeit wendet sich Afghanistan zu. Wieso bekommt Deutschland eigentlich Rechte am Öl des Irak. Die Deutschen waren doch gar nicht dabei. Sogar die Spanier sollen etwas abbekommen, obwohl sie frühzeitig gegangen sind.
Nun ja. Einen kleinen Preis hat das Ganze. Wir müssen in Afghanistan ein wenig mehr tun. Hier ein paar Tausend Soldaten mehr, dort ein wenig afghanische Zivilisten töten oder quälen. Das Übliche eben. man könnte fast glauben es geht da um ein paar Grundwehrübungen für kriegstreibende Nationen. Aber im Prinzip alles ganz harmlos.
Die Amerikaner schicken 10.000 Soldaten mehr und verdoppeln die gepanzerten Fahrzeuge um sich besser gegen Bombenanschläge zu schützen. Kein Problem. Für die USA. Die Bundeswehr kann ihre Fahrzeuge nicht fahren, weil die TÜV-Plakette fehlt. Dazwischen liegen Welten.
Aber nicht so für die deutschen Politiker. Die werden die Versorgung einfach an die Bertelsmann-Tochter VAW-Arvato übergeben, die ja jetzt schon die Logistik für die Nato macht. Das ändert natürlich nichts an den Toten, aber wenigstens sorgt die Familie Mohn bei Bertelsmann, RTL und n-tv dafür das es keine Bilder von Leichen gibt und keine negative Presse.
Andreas Rinke sieht das in seinem Text " Vor dem Abgrund deutlich anders:
Denn die radikal-islamistischen Taliban-Kämpfer erhalten mittlerweile Zulauf aus vielen Richtungen. Zum einen von jenen Bergbewohnern im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet, die gegen jeden kämpfen, der ihre Schmuggelwege stört. Das ist die Crux bei der versuchten Abschottung der Grenze gegen eindringende Taliban-Kämpfer aus Pakistan.
Zum anderen laufen ihnen die Afghanen zu, die mit der wenig überzeugenden Arbeit der Regierung Karsai in Kabul unzufrieden sind. Korruption und Günstlingswirtschaft gelten als weit verbreitet. Faktisch sind viele Wohltaten, die auch durch ausländische Hilfsgelder möglich wären, nie bei den Menschen in den Provinzen angekommen.
Auf die Seite der Radikal-Islamisten schlagen sich auch Empörte, die von irrtümlichen US-Angriffen betroffen sind wie jüngst die Attacke auf eine Hochzeitsgesellschaft. Dies alles hat in etlichen Landesteilen eine explosive Mischung aus Hass und Ablehnung gegen ausländische Sicherheitskräfte hervorgerufen. Jede falsche Behandlung eines Clanführers, jeder Fehler der US-Luftwaffe können ein mühsam in Monaten aufgebautes Vertrauen innerhalb kurzer Zeit zerstören.
Dabei sollte auch nicht vergessen werden, das einige der Leute die heute dort kämpfen oder leben bereits gegen die Sowjets gekämpft haben und sich auf die Zusagen der Amerikaner verlassen hatten. Die glauben heute den USA kein Wort mehr. Kaum waren die Sowjets geschlagen, taten die Amerikaner nichts mehr.
Die Afghanen hatten die Sowjetunion gedemütigt und das reichte den USA, wozu da noch Hilfe geben. Seltsamerweise scheint auch niemand aus der Kriegsführung der Sowjets seine Schlüsse gezogen haben, was Andreas Rinke zu folgendem Satz bewegt:
Die dritte Mahnung muss an die US-Truppen gehen. Sie sollten nicht die Fehler der Sowjets wiederholen. Die hatten in den achtziger Jahren vor allem aus der Luft angegriffen, um eigene Verluste zu minimieren. Am Ende standen die Niederlage und ein schmählicher Abzug.
Tatsächlich kann man nicht mit Hubschraubern und Flugzeugen aus der Luft ein Land befrieden und Panzer sind für Polizeiaufgaben ebenfalls nicht geeignet. Es ist ziemlich schwierig jemandem aus einem Panzer heraus die Hand zu geben, aber ziemlich einfach ihn erst einmal vorsorglich zu erschießen.
Die USA träumen immer noch von Besiegten wie es die Deutschen waren. Sie haben bis heute nicht begriffen, das bei der Wahl zwischen Russen und Amerikanern die meisten Deutschen die USA bevorzugten und das es den Deutschen an sich egal war, wem sie zu gehorchen hatten. Das aber ist nicht vergleichbar mit Afghanistan. Afghanistan ist Vietnam und die amerikanische Militärführung weiß das, genau wie die politische Führung.
Trotzdem will der neue Stern am amerikanischen Himmel Barack Obama nach Aussage von Daniel Neun auf Radio Utopie mal eben 9.000 deutsche Soldaten in Afghanistan haben. In einem Krieg der sichtlich nicht zu gewinnen ist.
Denn auch Obama kann nichts gegen die Atommacht Pakistan tun. Sie sind mit dem dortigen Diktator Pervez Musharraf so eng verbandelt das sie ihn aus Angst vor eventuellen späteren Enthüllungen nicht einmal umbringen können. Ein Krieg in Afghanistan bei dem sich die Angreifer nur hinter die pakistanische Grenze zurückziehen müssen, ist aber nicht zu gewinnen.
Bei einer politischen Lösung helfen aber keine Panzer und Soldaten. Beim Vietnam Krieg hat man fast jedes Land der Umgebung mit in den Krieg gezogen. Das wäre in dieser Gegend zu gefährlich, also muss es um etwas anderes gehen. Geht es vielleicht nur darum über den Umweg Afghanistan die Deutschen und damit die Europäer wieder an den Krieg zu gewöhnen.
Wer gewohnheitsgemäß Krieg führt, der fragt auch schon bald nicht mehr nach den Zielen. Ein Jahr Afghanistan bei 9.000 Mann würde bedeuten das ca. 27.000 deutsche Soldaten den Krieg kennengelernt haben und sich im wesentlichen damit abgefunden haben dürften. Einigen könnte es sogar Freude bereitet haben.
Das gleiche gilt für ein paar andere Länder. Es ist also denkbar das der verlorene Krieg in Afghanistan nur künstlich am Leben gehalten wird, weil es ein hervorragendes Trainingslager ist. Mit der Angel von Ölrechten im Irak und nach dem Angriff sicher auch im Iran wird das große Geld gelockt. Dazu helfen Kriege kurzfristig gegen Arbeitslosigkeit.
Niemand hat mehr ein definiertes Ziel für Afghanistan das in einer definierten Zeit mit definierten Mitteln zu erreichen wäre. Wunschvorstellungen, Hochmut oder eben auch Starrköpfigkeit sind die einzigen Argumente für eine Weiterführung dieses Krieges. Oder eben als Trainingslager.
Auch heute noch gibt es Dichter die gegen den Wahnsinn schreiben. Auch heute werden sie nicht gehört. Sollen die doch von Blumen dichten, anstatt von der Wahrheit.
Mein Sohn,
du bist jung, dein Arm ist stark,
dein Geist ist frei und ohne Arg.
Du möchtest leben, Mädchen küssen,
doch du wirst Waffen tragen müssen.
Waffen, wie dein Großpapa
und davor auch sein Papa.
Schließt sich so ein alter Kreis?
Bezahlst du dieses Mal den Preis?
Die Zeche der Herren Machtanbeter,
Politiker und Leisetreter,
die immer schon gelogen haben
und dann der Welt nur Elend gaben.
Du sollst für ihre Freiheit schießen...
Eisenhans 06. Apr 2008
Man hört sie nicht die Dichter. Die, die entscheiden über Leben und Tod, die hören den süßen Klang des Geldes, das in ihren Kasten springt für jeden der im Feuer liegen bleibt. Sie werden keine Rücksicht nehmen. Sie werden die Menschen nicht achten. Sie wollen Krieg um jeden Preis. Sie haben ihn immer gewollt.
Wader, Mey und Wecker - Es ist an der Zeit
Es ist an der Zeit. Es ist Zeit für Widerstand. Und es bleibt zu hoffen, dass die Angehörigen der Toten, der Verwundeten und der für ihr Leben in der Seele zerstörten deutschen Soldaten wissen wo der Feind steht. Der Feind ist nicht die Hochzeitgesellschaft in Afghanistan, nicht der Junge mit seinem Esel.
Der Feind sitzt in Washington im Weißen Haus, im Pentagon, bei den Kriegstreibern überall dort im Land. Er sitzt im Kanzleramt, im Verteidigungsministerium, bei den Kriegstreibern und Kriegsgewinnlern hier. Der Feind heißt Bush und Obama, Merkel und Struck. Er hat Namen und hat auch Gesichter.
Es ist an der Zeit den Wahnsinn zu beenden. Die paar Fass Öl für Wintershall sind das Morden nicht wert. Es wird keine Sieger geben, alle werden verlieren.
Tags für diesen Artikel: afghanistan, bush, frieden, glos, irak, iran, jung, krieg, kriegsverbrechen, merkel, obama, öl, struck, widerstand
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Duckhome am
08/01/08 um 06:14
In Afghanistan ist übrigens immer noch Krieg
Es gibt eine sehr große Diskrepanz zwischen dem was unsere Qualitätsmedien über den Krieg gegen die afghanische Zivilbevölkerung berichten und dem was wirklich in Afghanistan passiert. Natürlich sind unsere Propagandamedien auch nicht dafür ...
Es gibt eine sehr große Diskrepanz zwischen dem was unsere Qualitätsmedien über den Krieg gegen die afghanische Zivilbevölkerung berichten und dem was wirklich in Afghanistan passiert. Natürlich sind unsere Propagandamedien auch nicht dafür ...
Duckhome am
09/01/08 um 12:14
Deutschlands verlorene Unschuld
Deutschland hat in Afghanistan seine mühsam wieder gewonnene Unschuld nun wohl endgültig verloren. Man konnte über dieses Deutschland zwar nicht sondern glücklich oder stolz sein, aber zumindest mordete es nicht zum Vergnügen oder zu ...
Deutschland hat in Afghanistan seine mühsam wieder gewonnene Unschuld nun wohl endgültig verloren. Man konnte über dieses Deutschland zwar nicht sondern glücklich oder stolz sein, aber zumindest mordete es nicht zum Vergnügen oder zu ...






















Es ist an der Zeit !
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1. Weit in der Champagne im Mittsommergrün ,
dort wo zwischen Grabkreuzen Mohnblumen blüh’n.
Da flüstern die Gräser und wiegen sich leicht,
im Wind, der sanft über das Gräberfeld streicht.
Auf Deinem Kreuz finde ich toter Soldat,
Deinen Namen nicht nur Ziffern und jemand hat
die Zahl 1916 gemalt – und Du warst nicht einmal 19 Jahre alt.
Ja, auch Dich haben sie schon genauso belogen,
so wie sie es mit uns heute immer noch tun.
Und Du hast Ihnen Alles gegeben,
Deine Kraft , Deine Jugend , Dein Leben !
2. Hast Du toter Soldat mal ein Mädchen geliebt?
Sicher nicht, denn nur dort wo es Frieden gibt
können Zärtlichkeit und Vertrauen gedeih’n,
warst Soldat um zu sterben, nicht um jung zu sein.
Vielleicht dachtest Du dir, ich falle schon bald,
nehme mir mein Vergnügen, wie es kommt - mit Gewalt.
Dazu warst Du entschlossen, hast Dich aber dann
vor Dir selber geschämt und es doch nie getan.
3. Soldat, gingst Du gläubig und gern’ in den Tod
oder hast Du verzweifelt, verbittert, verroht,
deinen wirklichen Feind nicht erkannt - bis zum Schluss.
Ich hoffe es traf Dich ein sauberer Schuss!
Oder hat ein Geschoß Dir die Glieder zerfetzt,
hast Du nach Deiner Mutter geschrie’n - bis zuletzt.
Bist Du auf Deinen Beinstümpfen weiter gerannt?
Und Dein Grab, birgt es mehr als ein Bein, eine Hand?
4. Es blieb nur das Kreuz - als die einzige Spur,
von Deinem Leben, drum hör’ meinen Schwur:
Für den Frieden zu kämpfen und wachsam zu sein!
Fällt die Menschheit noch einmal auf Lügen herein,
dann kann es gescheh’n das bald niemand mehr lebt,
niemand der die Milliarden von Toten begräbt.
Doch es finden sich mehr und mehr Menschen bereit,
diesen Krieg zu verhindern - ES IST AN DER ZEIT !
Hannes Wader
einer der Nebeneffekte der "Out-of-Area" Einsätze, die praktisch unter Ausschluß der Öffentlichkeit erfolgen - soll gerüchteweise - auch der Aufbau von Kaderorganisationen für künftige private "Sicherheitseinheiten" sein.
Denn was macht ein Berufssoldat der "Legion Kunduz" nach seiner Rückkehr in Deutschland - bestimmt meldet er sich nicht arbeitslos, sondern bietet seine im "Antiterrorkampf" erworbenen Fähigkeiten an.
Beste Grüße
Es drängt sich den Beobachtern der Situation (Israel/Iran / USA/ EU / Canada)
die Möglichkeit auf -, daß die für einen nahen Israel/Usa/Irankonflikt die nicht unerheblich günstige Lage Afghanistans eine Rolle bei Planungen/-Truppenverstärkungen usw. spielt.
So hätte die Generalität die Möglichkeit,
über eine andere Grenze Irans Entlastungseinsätze vorzutragen und Druck auf die aus dem Süden und Westen operierenden Verbänden zu nehmen .