Gebeine von Zarenkindern identifiziert
Russische Experten haben bestätigt, dass im Ural gefundene sterbliche Überreste von zwei Kindern des Zaren Nikolaus II. stammen. Russisch-orthodoxe Gläubige gedachten der Auslöschung der Zarenfamilie vor 90 Jahren.
..
Dass aus Nikolaus' Familie niemand überlebte, bestätigte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch endgültig. Sie teilte weiter mit, bei den 2007 bei Jekaterinburg gefundenen Überresten handle es sich um die Gebeine von Zarewitsch Alexej und der Grossfürstin Maria.
Die mittlere Tochter und der jüngste Sohn hatten bei den sterblichen Überresten der Zarenfamilie gefehlt, die 1991 in Jekaterinburg ausgegraben worden waren. Diese waren vor zehn Jahren in St. Petersburg bestattet worden.
«Die Endergebnisse der DNA-Analysen, die mit drei verschiedenen Gen-Testmethoden vorgenommen wurden, bestätigen die Hypothese, dass das zweite Grab die sterblichen Überreste von Grossfürstin Maria und Zarewitsch Alexej enthielt», hiess es in einer von der Nachrichtenagentur Interfax verbreiteten Erklärung der Staatsanwaltschaft.
---
Shoppen
Wir wollen ein Geburtstagsgeschenk für die Schwägerin kaufen, sie hat sich ein Strandhandtuch gewünscht. Da geht man kurz zu Karstadt und sucht das schönste aus, fertig, das ist einfach. Theoretisch. Praktisch kommen wir erst an der Abteilung mit den Kochtöpfen vorbei, Kochtöpfe wollen wir schon seit einer Ewigkeit kaufen, es ist allerdings immer wieder daran gescheitert, dass man eine Wissenschaft daraus machen kann, und dass Verkäufer das auch tun, sie drängen einem Ihr ganzes Topfwissen auf, obwohl man gesagt hat, dass man das nicht will, dass man eigentlich einfach nur Töpfe kaufen möchte. Aber.
---
Wenn das Volk keine Knödel hat
Wir hängen im Winter immer einen Meisenknödel ans Küchenfenster, den wir an einen an die Fassade genagelten und getapeten Laternenstab knoten. Stab und Knödel sind sehr nah am Fenster, aber inzwischen wissen die Meisen, dass wir drinnen da nur sitzen, und sie drücken sich auch nicht ihre Nasen zu Wellensittichschnäbeln platt. Im Sommer hängt zwar kein Meisenknödel, aber die Meisen können dort landen und verschnaufen und in die Küche gucken. Das tun sie offenbar, jedenfalls kennen sie sich bestens bei uns aus.
Wir hatten Bauarbeiter am Haus, die die Fassade neu gemacht haben, dabei haben sie viel Dreck gemacht, wie die Meisen auf einem Baugerüst am Küchenfenster gesessen, zu uns hinein geguckt und außerdem den Laternenstab entfernt.
---
Schmidtiomanie
«Nur die Phantasielosen flüchten in die Realität.»
Unsereins kann im Bett nur fernsehen. Denn dafür ist so ein Gerät ja da. Einschalten, und der Schlaf setzt in der Regel innerhalb kürzester Zeit ein. Dabei spielt es keine Rolle, ob Aida, Annette Gerlach, Heino, Isabelle Huppert, Jörg Kachelmann, der Ratzinger oder le Sarkozy oder Sarastro oder gebrochene japanische Heilige Dämme oder sonstige Überschwemmungen die 16:9-Bühne mehr oder minder beleben. Ein paar Minuten, und das Wüstenmännchen bläst mir eine komplette Sahara in die Augen. Weg bin ich. Bis Morpheus seinen Wagen wieder in die Garage schiebt. So ähnlich hat ein gewisser Schmidt den ersten Hahnenschrei beschrieben.
Doch es soll ja Menschen geben, die im Bett lesen. Nicht nur Mimi ihren Krimi. Auch Arno seinen Schmidt. Mit dessen Zettels Traum wird das allerdings schwieriger. Die meisten deutschsprachigen Betten haben dafür ja zu wenig Platz (weshalb die Ausgabe des S. Fischer-Verlags von 1977 ja eigentlich auch auf dem eigens dafür getischlerten Lesepult im eigens dafür gebuchbinderten Schuber liegenbleibt; aber heute wurde es aus Gründen der Bequemlichkeit auf dem Fußboden aufgeschlagen, um nach langer Zeit mal wieder wieder darin zu lesen). Zudem: dreispaltige Träume können einem die Nacht derart zerteilen, daß einem nach dem Ausparken aus dem Lager nicht mehr klar ist, wer Morpheus war.
---
Verlorene Generation in Neukölln
Ist wieder saure Gurkenzeit oder warum stürzen sich die Medien wieder geballt auf “das Armenhaus Berlin”?
Wenn ich so meine Zukunft betrachte und lese demnächst zu einer nicht mehr integrationsfähigen Unterschicht zu gehören, ja, dann müßte ich eigentlich Kind und Kegel packen und das Weite suchen, so wie es viele meiner deutschen Landsleute bereits gemacht haben. Gibt es deshalb nur noch zwei deutsche Kinder in der Klasse meines Kindes? Die Zukunft soll nun Schwerpunktmäßig auf dem Bildungsthema liegen, dem allerdings widerspricht ein hoher Ausfall an Schulstunden , natürlich ersatzlos ausgefallen…Oder sollte dies Methode sein, es sind ja nur Schüler mit Migrationshintergrund und Bildung doch nicht so wichtig, bereits abgestempelt als die nächste ” Verlorene Generation”? Wie bitte, es sollen Kinder und Jugendliche aus bessergestellten Bezirken herangekarrt werden um das Niveau der Neuköllner Schulen zu heben?
**
Unbedingt den Link klicken wegen der großartigen Bilder. **
---