Kurzkommentar 2008-07-27
• 100 Angestellte von Atomanlage kontaminiert
• Millionen-Erbe - Unicefs Wille geschehe
• US-Studie: Arktis-Öl könnte Welt-Nachfrage drei Jahre sättigen
• Oswald Metzger in neuem Wahlkreis: - «Ich fühle mich eingeladen»
• UN-Komitee kritisiert anti-islamische Stimmung in Großbritannien
100 Angestellte von Atomanlage kontaminiert
Schon wieder ein Zwischenfall in einer französischen Atomanlage: Nach einem Leck in einem Reaktor der Atomanlage Tricastin wurden 100 Beschäftigte «leicht kontaminiert».
Die Personen seien radioaktiven Partikeln ausgesetzt gewesen, die aus einer Leitung eines abgeschalteten Reaktors entwichen seien, sagte eine Sprecherin des Stromkonzern EDF. Die Strahlenbelastung der Betroffenen sei weit unterhalb der zulässigen Werte gewesen.
Das ist das schöne an der Atomindustrie. Sobald man sie kontrolliert findet man neue "Kleinigkeiten". Der einzig logische Schluss ist, die Kontrollen einzustellen und abzuwarten bis uns eines um die Ohren fliegt. Was würde eigentlich passieren wenn wir die deutschen Kernkraftwerke mal kontrollieren. Lauter Asse II?
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Millionen-Erbe - Unicefs Wille geschehe
Die merkwürdige Geschichte des Gustav Rau beginnt 1986. Ein Arzt im Krankenhaus des kongolesischen Dorfes Ciriri schlägt Alarm: Sein Chef werde von Krämpfen geschüttelt, verhalte sich sonderbar. Der Name des Kranken: Gustav Rau, damals 64 Jahre alt. In Afrika kennt man ihn als Mediziner, der Kindern in seinem eigenen Krankenhaus hilft. In Deutschland ist der Fabrikantensohn aus Bietigheim als Kunstsammler und Millionenerbe bekannt. Heute verbindet man mit seinem Namen auch einen dubiosen Erbschaftsfall, in dem das Kinderhilfswerk Unicef eine zentrale Rolle spielt.
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Um Rau 1998 von Spezialisten untersuchen zu lassen, wird er von seiner Generalbevollmächtigten Sigrid T. und Robert C. in eine israelische Fachklinik eingeliefert. Während er dort liegt, gründen C. und T. in Israel eine Aktiengesellschaft, deren einzige Aktionäre sie selbst sind. Für 915 000 US-Dollar aus Raus Vermögen, auf das Sigrid T. mit ihrer Vollmacht seit 1981 immer zugreifen konnte, kaufen sie eine Villa in Israel. Raus Anwalt, der Schweizer Rechtsprofessor Alexander de Beer, erhebt Einwände gegen das Geschäft. Sigrid T.verkauft die Villa wieder und überweist das Geld zurück auf Raus Konto. Raus Anwalt De Beer wird daraufhin erst den Kontakt zu seinem Mandanten und dann das Mandat verlieren. Weil Rau ihm misstraute, sagen C. und T. Weil die beiden Raus Interessen missachteten, sagt de Beer.
Geld macht wirklich nicht glücklich, aber es kann sehr unglücklich machen wenn man in die falschen Hände fällt.
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US-Studie: Arktis-Öl könnte Welt-Nachfrage drei Jahre sättigen
In der Arktis gibt es laut einem geologischen Gutachten genug Ölvorkommen, um die Welt bei ihrer derzeitigen Nachfrage drei Jahre lang zu versorgen.
Eine am Mittwoch veröffentlichte Studie der US-Regierung vermutet im Meeresboden 90 Milliarden Barrel Öl sowie Gasvorkommen von 1,67 Billionen Kubikfuß (Tcf).
"Bevor wir Entscheidungen über die Zukunft von Öl und Gas sowie über den Schutz bedrohter Tierarten, natürlicher Gemeinschaften und der Erde als ganzes treffen, müssen wir wissen, was es dort unten tatsächlich gibt", sagte Mark Myers, Direktor der zuständigen US-Behörde USGS. Er betonte, dass sich die Studie nicht mit der Wirtschaftlichkeit und Erschließungskosten beschäftigt habe, die nach Expertenansicht erheblich seien dürften.
Ob drei Jahre mutmaßliche Versorgung der Welt mit Energie die Zerstörung der Arktis rechtfertigen, ist mit Sicherheit zu verneinen. Aber die Gier wird sie auch dahin treiben. Zum Glück ist die Gegend in der Lage sich zu wehren, so dass auch die größte Gier an den Kosten erstickt. Die Frage ist nur wie viel Geld, Umwelt und Menschenleben bis dahin vernichtet ist, oder ob es sogar zu einem Krieg um die Schätze der Arktis kommt.
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Oswald Metzger in neuem Wahlkreis: - «Ich fühle mich eingeladen»
Der zur CDU gewechselte Ex-Grüne Oswald Metzger schließt einen neuen Anlauf zu einem politischen Comeback auf Bundesebene nicht aus. Metzger sagte: «Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen, aber ich fühle mich eingeladen.» Am Mittwochabend hatte er sich in der CDU-Kreistagsfraktion des Bodenseekreises in Friedrichshafen vorgestellt. Er war damit einer Einladung der Fraktion gefolgt.
Die INSM bekommt endlich ihren eigenen Bundestagsabgeordneten. Ob er wenigstens auf seine Diäten verzichtet, wo er doch nur gegen die Menschen in Deutschland arbeitet? Sicher nicht. Die neoliberale Gier frisst und frisst und frisst.
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UN-Komitee kritisiert anti-islamische Stimmung in Großbritannien
Das Menschenrechtskomitee der Vereinten Nationen hat eine zunehmend anti-islamische Stimmung in Großbritannien kritisiert.
Die britische Regierung müsse "entschlossene Maßnahmen ergreifen, um dieses Phänomen zu eliminieren", hieß es am Donnerstag in einer Erklärung des neunköpfigen Komitees. Zudem sollte sichergestellt werden, dass die Verantwortlichen "ausreichend abgeschreckt und bestraft" würden.
In diesem Zusammenhang sollte auch daran erinnert werden, dass wir in Deutschland eine Reihe von Kräften haben, die diesen Hass auf den Islam nicht nur aus England übernehmen sondern noch zusätzlich verstärken. Die deutschen Staatsanwälte sollten sich einmal um entsprechende Blogs, wie PI, Kewil und andere kümmern.
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Tags für diesen Artikel: atomkraft, england, gau, insm, islamophobie, kernenergie, metzger, neoliberal, ökologie, öl
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Es lohnt sich, auch die anderen Artikel zum Thema in der FR durchzulesen u. a. von hier aus: http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=1365161
Unicef: Krimi um Bildersammlung
Kunstsammler: Wie starb Dr. Gustav Rau?
Gustav Rau: Millionär mit gestopften Socken
Unicef: Das 600-Millionen-Euro-Ding
Interessanterweise werden die Verweise und der Name des recherchierenden Journalisten, Matthias Thieme bei diesem letzten, hier oben kommentierten Bericht nicht mehr aufgeführt. (?)
Es gibt auch ein Weinbaugebiet in dieser Region, sogar mit der konkreten Herkunftsbezeichnung "Coteaux du Tricastin".
Da die regionalen Winzer (imho zu Recht) befürchten, das dieser Wein zukünftig wie Blei in den Regalen liegen bleiben wird plant man schnell eine Umbennenung. Möglicherweise wird der Wein künftig die Herkunftsbezeichnung "Grignan" tragen.