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Kurzkommentar 2008-07-28
• Importpreise steigen so stark wie seit Jahren nicht mehr
• Nächste Schlappe für Brown
• Beckstein besteht auf Änderungen bei Erbschaftsteuerreform
• GENREGULATION - Alterung könnte sich verlangsamen lassen
• Bunte Scheiben sammeln Licht für Solarzellen
Importpreise steigen so stark wie seit Jahren nicht mehr
Die Importpreise stiegen um 8,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte.
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Größter Preistreiber war erneut Energie. Sie verteuerte sich binnen Jahresfrist um 49,7 Prozent. Rohöl kostete 58,4 Prozent und Mineralölerzeugnisse 51,7 Prozent mehr. Ohne diese beiden Bereiche hätte die Jahresteuerungsrate nur 2,5 Prozent betragen.
Nur gut, das sich das nicht wirklich in unserer offiziellen Inflationsquote wiederspiegeln wird. Die dürfte wie immer um die zwei Prozent liegen und wie immer gelogen sein.
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Nächste Schlappe für Brown
Die britische Labour-Partei unter Premierminister Brown hat erneut eine Wahlniederlage erlitten. Bei einer Nachwahl in Glasgow-Ost verlor sie am Donnerstag ihr Mandat an die Schottische Nationalpartei SNP.
Die Region war seit vielen Jahren traditionell eine Labour-Hochburg. Der Verlust bedeutet einen herben Rückschlag für Brown und seine Partei. Die nächste Wahl zum Unterhaus findet turnusgemäß im Mai 2010 statt. Dabei könnte die Labour-Partei nach elf Jahren an der Regierung abgewählt werden.
Umfragen hatten indes darauf hingedeutet, dass die Labour-Partei ihren angestammten Wahlkreis - wenn auch mit schweren Verlusten - gegen die Schottische Nationalpartei verteidigen könnte. 2005 hatte Labour den von großer Armut geprägten Wahlkreis mit einem Vorsprung von über 13.000 Stimmen gewonnen. Die Nachwahl war notwendig geworden, weil der bisherige Abgeordnete sein Mandat aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt hatte.
Etwas besseres als die Not finden wir bei jedem anderen Politiker mögen die Wähler in dem Wahlkreis gedacht haben und Gordon Brown ist Unsympath und Kriegstreiber, der mit seiner Labour-Partei jede Niederlage verdient hat. Was einen Deutschen aber wirklich faszniert ist, dass nach Rücktritt eines Abgeordneten in dem Wahlkreis neu gewählt wird.
In Deutschland gibt es in solchen Fällen immer eine vom Parteivorstand vorbestimmte Lusche, die, die Wähler nicht kennt und auch nicht leiden kann, aber der Partei gehorcht. Was wäre es schön, wenn die Menschen in Deutschland wirklich mal die Wahl hätten bei der Wahl. Ich träume von direkter Demokratie und einem Abwahlrecht.
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Beckstein besteht auf Änderungen bei Erbschaftsteuerreform
Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein besteht auf Änderungen bei der umstrittenen Erbschaftsteuerreform. Es sei «völlig indiskutabel», dass Firmenerben den übernommenen Betrieb vor einer Veräußerung 15 Jahre weiterführen müssten, um in den Genuss der Steuerbefreiung zu kommen. Das sagte Beckstein in einem dpa- Gespräch. In der großen Koalition in Berlin ist umstritten, ob Erben den übernommenen Betrieb 15 oder 10 Jahre weiterführen müssen, um weitgehend von der Erbschaftsteuer befreit werden zu können.
Ja der Beckstein. Bei dem tobt der Wahlkampf und er sucht verzweifelt nach Themen. Dabei steht doch schon jetzt fest, dass die Frist nur sieben Jahre betragen wird.
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GENREGULATION - Alterung könnte sich verlangsamen lassen
Das Altern von Organismen gilt als unwiderruflicher Prozess. Bei Untersuchungen an Würmern haben Forscher aber nun festgestellt, dass Veränderungen in der Genregulation für das Altern verantwortlich sind - und dort könnte man theoretisch eingreifen.
Stuart Kim und seine Kollegen hatten den Wurm Caenorhabditis elegans untersucht und dabei eine altersbedingte Veränderung bei der Produktion bestimmter Proteine entdeckt, die Gene an- und abschalten können. Diese Veränderungen lösen genetische Vorgänge aus, die junge Würmer in kürzester Zeit alt werden lassen, schreiben die Forscher im Fachmagazin "Cell".
"Alle nahmen an, dass wir altern, indem wir quasi rosten", sagte Kim. "Aber wie erklärt man dann Tiere, die nicht altern?" Schildkröten legen noch mit 100 Jahren Eier, manche Wale werden bis zu 200 Jahre alt und Muscheln sogar bis zu 400 Jahre. Alle diese Organismen basieren auf denselben Molekülen und Mechanismen wie Mensch, Maus und Wurm.
An der Geschichte ist wirklich etwas dran. Vor kurzem habe ich irgendwo darüber berichtet, das die Stammzelleforscher nahe daran sind, aus adulten Stammzellen wieder welche zu machen, die denen kurz nach der Geburt entsprechen. Dabei kommt es allerdings noch zu schrecklich hohen Krebsraten.
Wichtig ist vor allem sich durch solche Nachrichten nicht in Vorfreude jagen zu lassen. In diesem Zusammenhang reden wir von Forschungen die vielleicht noch ein Jahrhundert brauchen, auch wenn sie vielversprechend aussehen. Damit lässt sich eine unkontrollierte Gentechnik nicht begründen und Produkte, die angeblich aus solchen Forschungen stammen sind der reine Mumpitz.
Wem also Tabletten mit Fadenwürmen, oder gar Schildkrötenextrakte angeboten werden, der soll die Polizei holen, oder die Werbung bei mir abladen. Ich kümmere mich dann schon darum.
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Bunte Scheiben sammeln Licht für Solarzellen
Mit einem elektrischen Wirkungsgrad von 6,7 Prozent haben Forscher am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) http://www.ise.fhg.de einen Weltrekord für die Solarenergiegewinnung mithilfe von Fluoreszenzkollektoren erzielt. Diese Technologie setzt auf farbige Platten, um einen Teil des einfallenden Lichts auf Solarzellen an ihrem Rand zu leiten. Das System kann Fenster und Fassaden, die gleichzeitig der Stromproduktion dienen, Realität werden lassen.
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Damit Fluoreszenzkollektoren wirtschaftlich attraktiv werden, müssen sie den ISE-Forschern zufolge mit ausreichender Größe verwirklich werden. Daran wird ebenso gearbeitet wie an besseren Filterschichten und der Kombination mehrerer Platten, um effizientere Systeme zu ermöglichen. Als mögliches Einsatzgebiet werden insbesondere Fenster und Fassaden genannt. Sie könnten mittels der Technologie Strom produzieren, wobei es durch das Filtern eines Teils des einfallenden Lichts auch zu weniger Hitzeentwicklung in den Räumlichkeiten käme. "Die Reduzierung der Aufheizung wäre ein sehr positiver Nebeneffekt", meint Goldschmidt. Daher werde auch an der Entwicklung von Systemen gearbeitet, die Wärmestrahlung statt sichtbarem Licht filtern und in Strom umwandeln. Das verspricht noch einen weiteren Vorteil für den Einsatz beispielsweise in Bürogebäuden. "Im Winter würde es mit solchen Kollektoren auch nicht zu dunkel", meint der Forscher.
Das ist ein echter Wettlauf. Wie schon vor kurzem berichtet sind auch die Leute am MIT an dieser Technik. Das schöne an solchen Systemen ist die Gestaltungsvielfalt und der viel geringere Bedarf an Solarzellenfläche, was wiederum bessere System und höhere Energieausbeute möglich macht.
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Tags für diesen Artikel: beckstein, csu, england, gentechnik, inflation, solarenergie, stammzellen, steuer, wahl
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