Tschernobyl: Leben im Reaktor - alles gar nicht so schlimm?
Steigende Energiepreise werden von vielen Interessierten damit beantwortet, dass man ja nur neue Kernkraftwerke bauen und die Laufzeiten der alten verlängern müsse und alles würde gut. Das die Menschen den Lügen der Atommanager und ihrer Lobbyisten nicht glauben, ist ein Problem dem man mit Propaganda auf die ulkigste Art und Weise begegnet.
Von fefe stammt der Hinweis, das die Pilze von Tschernobyl wieder einmal ein Thema sind.
Dabei geht es darum, dass sowohl in einigen Abklingbecken, als auch im im zerstörten Atomreaktor von Tschernobyl schwarze, melaninreiche Pilze gefunden wurden, die in dieser nach menschlichem Ermessen tödlichen Umgebung trotzdem überleben. Die Pilze in Tschernobyl wurden bereits 1999 entdeckt und sind keine so große Sensation, weil ja mittlerweile Leben unter den unmöglichsten Bedingungen in der Tiefsee und in anderen lebensfeindlichen Umgebungen wie Vulkanen entdeckt wurde.
Das bestätigt eigentlich nur, das die langläufigen Vorstellungen von Leben nur wenig mit der Realität zu tun haben und sollten den Autoren von Science Fiction neuen Mut zur literarischen Gestaltung außerirdischen Lebens geben, da es Leben wirklich unter fast jeder Bedingung geben könnte, auch wenn es der offiziellen Lehrmeinung zu wieder läuft.
Für die praktische Anwendung von menschlichem Leben ist dies allerdings weniger bedeutungsvoll, weil sich der Bereich in dem Menschen leben können, dadurch nicht erweitert. Für Menschen bleiben der Sarkophag von Tschernobyl weiterhin genau so tödlich, wie auch die Abklingbecken und daran wird sich auch für die nächsten paar Tausend Jahre nicht allzu viel ändern.
Trotzdem nehmen die Berichte über das Leben um Tschernobyl ständig zu. Es wird so getan als sei Tschernobyl ein riesiges Naturschutzgebiet. Im Juni 2007 berichteten die gesamten Qualitätsmedien über die Rückkehr der Tiere nach Tschernobyl.
Wölfe, Füchse, Schlangen und jede Menge Hasen zählt Maria Urupa vor ihrem Haus - mitten in der radioaktiv verseuchten Zone von Tschernobyl. Zwei Jahrzehnte nach der verheerenden Reaktorkatastrophe in der Ukraine seien die Tiere zurück, berichtet die 73-Jährige, die sich wie rund 350 Nachbarn der Evakuierungsorder der Behörden widersetzt hat.
Dieser Aufmacher ist nahezu identisch. Immer gibt es eine Maria Urupa, die uns unterschwellig beweisen soll, dass man dort Überleben kann und die sich der Evakuierung widersetzt hat. Damals hat sich niemand widersetzt. Die Leute sind gar nicht gefragt worden, sondern wurden teilweise mit Waffengewalt gezwungen aus ihren Häusern auf die LKW und in die Busse zu steigen. Die Soldaten wollten nämlich auch schnell wieder raus aus der Gegend.
Erst einige Jahre später, als die Bewachung schon aus Kostengründen nachließ, sind wieder Leute eingesickert. Vorzugsweise Alte die in der neuen Umgebung nicht leben wollten oder welche die dort keine Arbeit fanden. Zunächst hat man sie immer wieder vertrieben und dann einfach aufgegeben. Eine medizinische Versorgung gibt es praktisch nicht und deshalb auch kaum brauchbare Aussagen über Erkrankungen.
Selbstverständlich kommen alle typischen Folgeerkrankungen nach einer Verstrahlung zum tragen, schlagen sich aber statistisch nicht nieder, kommen also praktisch nicht vor. Deshalb werden diese Bilder von der Atomindustrie immer gerne gebracht, weil sie ja den Anschein erwecken ein Überleben sei möglich und alles gar nicht so schlimm. Da helfen dann auch die Tiere.
Nach der Explosion von Reaktorblock 4 im April 1986, bei der hunderttausende Tonnen radioaktiven Materials in die Luft geschleudert wurden, gingen viele davon aus, dass die Gegend um Tschernobyl auf lange Zeit eine tote Region bleiben würde.
Inzwischen wuchert dichter Wald. Anwohner, Besucher und Biologen haben dort Tiere erspäht, die sonst in weiten Teilen Europas kaum noch zu finden sind. Neben Wölfen, Füchsen oder Rehen haben sich auch Elche oder Luchse in der Zone angesiedelt, in der die Radioaktivität nach UN-Untersuchungen noch immer um das Zehn- bis Hundertfache erhöht ist. Einige Vögel nisten sogar im brüchigen Sarkophag über dem Unglücksreaktor.
Über die Folgen für die Tiere streiten sich die Forscher. Während einige Wissenschaftler nach dem nahezu vollständigen Wegzug der Menschen ein sicheres Rückzugsgebiet für wilde Tiere im Umkreis von Tschernobyl ausmachen, warnen andere vor dem Schluss, die Ansiedlung sei dauerhaft. Die Tiere litten an Missbildungen, und ihre Gesundheit sei derart beeinträchtigt, dass ihr Überleben in Tschernobyl keineswegs gesichert sei.
Es sind diese Begriffe wie "tote Region" die so absolut lächerlich sind, aber einen schönen Gegensatz zu der jetzt vorgefundenen grünen Welt mit Büschen und Bäumen liefern. Die Entwicklung, wie sie Tschernobyl durchmacht ist durchaus die erwartete. Die Pflanzen sind ja auch nicht bei der Explosion gestorben, wie es nach einer Atombombe durch den Feuersturm der Fall gewesen wäre. Sie sind einfach weitergewachsen.
Natürlich hat es einen hohen Anteil an Tieren und Menschen sofort oder mittelfristig getötet. Bei Menschen kennen wir ungefähre Sterblichkeitsraten der Evakuierten, wobei auch diese Statistiken aus Kostengründen eher löchrig sind. Bei den toten Tieren wissen wir nichts. Dafür aber wissen wir, wie hoch die Pflanzensubstanz selbst in Weißrussland noch belastet ist.
Deshalb gibt es ja auch die Idee, den Boden der außerhalb der direkten Todeszone ist, wieder zu beackern um die radioaktiven Teilchen über die Pflanzen aus dem Boden zu holen und die Biomasse über Vergärung in Biosprit umzuwandeln, der sich destillieren ließe. Zwar wäre das Verfahren sehr teuer, aber nur auf diesem Wege kann aktiv etwas gegen die Kontaminierung getan werden. Nur so wäre es möglich die Mengen des strahlenden Mülls zu reduzieren und den Boden zu säubern.
Wer diese Daten kennt, vermag sich sicher vorzustellen, wie es den Tieren ergeht die als Pflanzenfresser Gras oder Blätter zu sich nehmen und wie die Jungen teilweise aussehen. Trotzdem wird sich die Natur selbst helfen. Sie rechnet eben in Jahrmillionen und nicht in Menschenaltern. Die Tiere haben wie die Menschen kein Organ mit dem sie Strahlung feststellen können, und jede Nahrung die nicht sofort tödlich ist, schreckt auch andere nicht vom fressen ab.
Selbstverständlich hat es die Räuber am schwersten erwischt, weil die, wie wir Menschen auch, die eingelagerten Strahlenquellen aus ihren Opfern mit der Nahrung aufnehmen und subsummieren. Die Räuber addieren also die Schadstoffe. Aber die Natur hat den Ausweg, das für sterbende und tote Tiere immer neue nachrücken, da leere Reviere besetzt werden. Leert sich das Revier immer wieder, wird es immer wieder besetzt, bis man dort wieder leben kann, oder bis es keine Tiere mehr gibt die nachrücken könnten.
Das war den meisten Menschen schnell klar, deshalb sind die hübschen Bilder aus Tschernobyl wieder in der Versenkung verschwunden und man versucht es in diesem Jahr mit den Pilzen.
Radioaktive Strahlung kann bestimmten Pilzarten als Nahrung dienen. Dafür wandeln die Pilze die Strahlung mithilfe des auch in der menschlichen Haut vorkommenden Pigments Melanin in Energie um und nutzen diese für ihr Wachstum. Diese Organismen können somit entgegen bisheriger Annahmen unabhängig von organischen Stoffen wachsen, die von anderen Lebewesen gebildet wurden. Der zugrundeliegende Mechanismus scheint hierbei ähnlich zu funktionieren wie bei der Photosynthese von Pflanzen.
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In ihrer Studie verglichen die Wissenschaftler das Wachstum verschiedener Pilzarten, die entweder der natürlich vorkommenden radioaktiven Hintergrundstrahlung oder einer bis um das 500fache erhöhten Strahlendosis ausgesetzt wurden. Pilzarten, die Melanin enthielten, zeigten unter dem Einfluss der erhöhten Strahlung ein deutlich stärkeres und schnelleres Wachstum, beobachteten die Wissenschaftler.
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Mit der radioaktiven Strahlung haben sich bestimmte Pilzarten einen weiteren Ausschnitt der elektromagnetischen Strahlung erschlossen. Dass viele Pilzarten Melanin produzieren, war schon länger bekannt, welche Funktion es in Pilzen erfüllt, jedoch nicht.
Auch die menschliche Haut produziert Melanin. Da sich dieses chemisch nicht von dem Melanin der Pilze unterscheidet, spekulieren die Forscher, dass dieses ebenfalls Energie für die Hautzellen liefern könnte. Diese würde zwar nicht für einen Strandlauf ausreichen, aber vielleicht zum Öffnen eines Augenlids.
Na bitte. Radioaktive Strahlung ist gut, bei Gewürzen tötet sie den Schimmel, bei Pilzen sorgt sie für besseres Wachstum. Allerdings nur bei Pilzen mit einem hohen Melanin Anteil. Melanin haben sogar Menschen in ihrer Haut und wenn es vielleicht mehr Strahlung geben würde, könnten die dann auch mehr Leistung aus dieser Strahlung holen.
Welch schöner Schein. Nein, könnten sie nicht, aber sterben würden sie an Krebs. Da endet nämlich die Berichterstattung über die schöne, ungefährliche und nützliche Welt der Strahlen immer. Weil die weiteren hässlichen Fakten das schöne Bild doch allzu sehr erschüttern würden.
Menschen mit heller Haut, insbesondere Blonde und Rothaarige, sind anfälliger für Hautkrebs als dunklere Hauttypen – soviel ist seit langem bekannt. Als Ursache galt der Mangel an Melanin, dem Hautpigment, das die schädliche UV-Strahlung aus dem Sonnenlicht herausfiltert. Doch jetzt haben Wissenschaftler der amerikanischen Yale Universität herausgefunden, dass das Pigment bei sehr Hellhäutigen die zerstörerischen Auswirkungen der UV-Strahlung sogar verstärkt.
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Die Wissenschaftler bestrahlten die Tiere mit UV-Strahlen in einer Dosis, die derjenigen entspricht, die durch die Ozonschicht der Atmosphäre dringt.
Das Ergebnis: Besonders bei den gelbhaarigen Mäusen starben zahlreiche Hautzellen in und um die Haarfollikel ab, Albinos dagegen, deren Haut noch heller und Pigment-ärmer war als die der Gelbhaarigen, zeigten keinerlei Anzeichen für solche Zellschäden. Das Melanin in der Haut absorbiert normalerweise die UV-Strahlung und schützt die Zellen damit, das Melanin in den Haarfollikeln aber, insbesondere bei hellem Haar, scheint aber den zerstörerischen Effekt der Sonnenstrahlen noch zu verstärken und den Zelltod in den Haarfollikeln zu fördern, so Brash.
Aber damit ist die Rolle des Melanins noch nicht endgültig beschrieben. Wissenschaftler die an der Früherkennung von Hautkrebs arbeiten haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sie Krebszellen praktisch belauschen. Diese photoakustische Emission wird dadurch erzeugt, dass mit einem Laser Zellen einer Blutprobe in Schwingungen gebracht und diese dann mit einem Ultraschalldetektor registriert werden.
In einem Versuch im Labor konnten die Foscher mit dieser Methode Krebszellen in Blutproben von tatsächlichen Patienten nachweisen. Dafür verantwortlich sind die dunklen, mikroskopisch kleinen Granula in den Krebszellen, die den dunklen Hautfarbstoff Melanin enthalten. Diese nehmen die Energiestöße des Lasers auf, nehmen durch die dadurch entstehende Hitze an Größe zu und schrumpeln zusammen, wenn sie abkühlen. Diese schnell aufeinander folgenden Veränderungen erzeugen Geräusche, die die Forscher mit Ultraschallgeräten entdecken können.
Gesunde menschliche Zellen im Blut enthalten niemals Melanin, daher wissen die Forscher, dass es sich bei den von ihnen entdeckten Zellen um Krebszellen des bösartigen Hauttumors handeln muss.
Das gleiche Melanin das in den Pilzen bei radioaktiver Bestrahlung zu dickeren Pilzen führt, ist im menschlichen Blutkreislauf ein sicheres Zeichen für Hautkrebs, der oft tödlich ausgeht. Vielleicht ist es bei den Pilzen ja auch weniger eine positive Entwicklung, die durch die radioaktive Bestrahlung gefördert wird, als eine Form von Pilzkrebs, die nur nicht erkannt wurde.
Es gibt keinen Grund für Entwarnung in Sachen Tschernobyl oder Atomkraft. Asse II und die ständigen Unfälle in französischen und deutschen Atomanlagen sind ein deutliches Warnsignal. Dazu kommen die Wildschweine in Bayern die bis heute noch hochgradig von Tschernobyl verstrahlt sind.
Dagegen hilft keine Propaganda und dass die gleichen verantwortungslosen Leute nun plötzlich Verantwortung tragen würden, ist einfach zu unwahrscheinlich. Kernenergie lässt sich in menschlicher Hand nicht verwirklichen, weil Verantwortungslosigkeit und Raffgier dem entgegen stehen. Es gibt auch keine Grund für weitere Risiken mit Atomkraft. Die Ernergieprobleme, Treibhauseffekt, das langsame Nachlassen der Produktion von Öl und Gas, lassen sich viel leichter mit thermischen Solarkraftwerken lösen.
Tags für diesen Artikel: atomkraft, kernenergie, leben, manager, radioaktivität, strahlung, tschernobyl, umwelt, verantwortung
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Duckhome am
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Mit meiner Haut wandele ich Strahlung in Energie für meine Superkräfte um.
Mein Rötngenblick ist echt geil und im Dunklen habe ich dieses gesunde grünliche Leuchten.
Ich selbst bin angehender Physiker und denke bei solchen positiven wissenschaftlichen Funden in solch negativen Gebieten eher über die positive Einsatzmöglichkeit (solcher und/oder genetisch verbesserter Pilze) als Strahlenschild oder alternative Nahrungsquelle.
Nicht alles was für Sie aus vllt.(ich betone das Wort: vllt. Ich kenne Sie ja nicht. Und andererseits betone ich ebenso, dass man früher dachte die Welt wäre eine Scheibe. Wie gesagt ich kenne Sie ja nicht, unterstelle ihnen nichts und kann Sie auch nicht einschätzen.) mangelndem wissenschaftlichem Geist heraus unglaubwürdig klingt, ist Propaganda omminöser, im geheimen verbünderter (Weltvernichtungs-)Kartelle.
Jedoch danke ich dennoch für ihren produktiven intellektuellen Beitrag und ihre Meinung.
MfG