Sensationeller Fund: Herrenloses radikaldemokratisches Parteiprogramm entdeckt
Investigative Berichterstattung lebt von Informanten. Der Leser Ingo R. hat unter schwersten geistigen und körperlichen Gefahren ein Papier beschafft, wie es wichtiger in der aktuellen Situation gar nicht mehr sein könnte. Es enthält erprobte Lösungen für all die anstehenden Probleme und ist ethisch und moralisch eine absolute Sensation.
Die gesamte Tragweite an Möglichkeiten die sich aus diesem Papier ergeben, lässt sich zur Zeit noch gar nicht genau abschätzen, aber insgesamt dürfte es wohl zu einem totalen Wandel in unserer Gesellschaft führen. Endlich gibt es ein politisches Programm das den Menschen wieder eine Perspektive gibt.
Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden. Nach dem furchtbaren politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbruch als Folge einer verbrecherischen Machtpolitik kann nur eine Neuordnung von Grund aus erfolgen. Inhalt und Ziel dieser sozialen und wirtschaftlichen Neuordnung kann nicht mehr als das kapitalistische Gewinn- und Machtstreben, sondern nur das Wohlergehen unseres Volkes sein. Durch eine gemeinwirtschaftliche Ordnung soll das deutsche Volk eine Wirtschafts- und Sozialverfassung erhalten, die dem Recht und der Würde des Menschen entspricht, dem geistigen und materiellen Aufbau unseres Volkes dient und den inneren und äußeren Frieden sichert.
Das sind Sätze wie sie schonungsloser schon lange nicht mehr ausgesprochen wurden und es wird endlich wieder Wert auf eine Wirtschaft gelegt, die den Menschen dient und das Wohlergehen des Volkes in den Vordergrund stellt, wo bisher nur das Wohlverhalten des Volkes gefordert war. Der Anspruch das auch arbeitende Menschen einen Anspruch auf Recht und Würde haben, ist geradezu sensationell. Desgleichen auch das Streben nach Frieden. Deutschlands Kinder könnten endlich von den Schlachtfeldern zurückkehren, auf die sie die wirtschaftsfaschistischen Neoliberalen und die von ihnen gekauften Politiker getrieben haben. Frieden als Staatspflicht. Was für ein edler Anspruch.
Die Wirtschaft hat der Entfaltung der schaffenden Kräfte des Menschen und der Gemeinschaft zu dienen. Ausgangspunkt aller Wirtschaft ist die Anerkennung der Persönlichkeit. Freiheit der Person auf wirtschaftlichem und Freiheit auf politischem Gebiet hängen eng zusammen. Die Gestaltung und Führung der Wirtschaft darf dem Einzelnen nicht die Freiheit seiner Person nehmen. Daher ist notwendig:
Stärkung der wirtschaftlichen Stellung und Freiheit des Einzelnen; Verhinderung der Zusammenballung wirtschaftlicher Kräfte in der Hand von Einzelpersonen, von Gesellschaften, privaten oder öffentlichen Organisationen, durch die die wirtschaftliche oder politische Freiheit gefährdet werden könnte.
Das müsste Balsam auf die offenen Wunden all jener sein, die in Vergangenheit von den Neoliberalen um Lohn, Brot und Lebensperspektive gebracht wurden. Organisationen wie die INSM und der Familienkonzern Mohn/Bertelsmann mit seinen Medien, aber auch die Zusammballung wirtschaftlicher Kräfte in der Hand von Josef Ackermann sind verboten. Der Einzelne darf in seinen Freiheiten nicht mehr unterdrückt werden, was das Ende von Hartz IV und die Inhaftierung derer bedeuten wird, die an dieser Form der Entmenschlichung aktiv teilgenommen und sie befürwortet haben.
Das Verhältnis zwischen der deutschen industriellen Wirtschaft und dem Staate, der Gesamtheit des Volkes und dem einzelnen Arbeitnehmer zeigte in vieler Hinsicht schwere Mängel. Es darf auch hier nicht verkannt werden, dass in Deutschland, ... erhebliche Teile der industriellen Wirtschaft in Gemeinbesitz waren: Bahnen fast restlos, einschließlich der Kleinbahnen und Straßenbahnen, Post, Telegraf, Rundfunk, Gas- und Wasserversorgung, der größte Teil der Erzeugnisse elektrischer Kraft, ...
Auch das Genossenschaftswesen war in Deutschland auf allen Gebieten einschließlich dem des Geldwesens sehr stark entwickelt. Auf dem Gebiete des Geld- und Bankwesens war der gemeinwirtschaftliche Einfluss durch ... Staatsbanken, Giroverbände der Sparkassen, Landesbanken, Sparkassen sehr groß. Dasselbe gilt vom Versicherungswesen durch die staatlichen und provinziellen Versicherungen.
Wichtig erscheint hier die Konzentration der Versorger im allgemeinen Besitz, um sie problemlos in den Dienst der Bevölkerung stellen zu können, anstatt Gewinne in irgendwelchen Spekulationsblasen zu verheizen. Ein reizvoller Gedanke, hat doch die Vergangenheit gezeigt, das Privatisierung eben keine Leistungsverbesserung und auch keine besseren Preise gebracht hat, sondern wichtige Substanz im Chaos unterging, wie bei Telekom und Bahn AG.
Die neue Struktur der deutschen Wirtschaft muss davon ausgehen, dass die Zeit der unumschränkten Herrschaft des privaten Kapitalismus vorbei ist. Es muss aber ebenso vermieden werden, dass der private Kapitalismus durch den Staatskapitalismus ersetzt wird, der noch gefährlicher für die politische und wirtschaftliche Freiheit des einzelnen sein würde. Es muss eine neue Struktur der Wirtschaft gesucht werden, die die Mängel der Vergangenheit vermeidet, und die Möglichkeit zu technischem Fortschritt und zur schöpferischen Initiative des einzelnen lässt.
1. Konzerne und ähnliche wirtschaftliche Gebilde, die nicht technisch, sozial oder wirtschaftlich absolut notwendig sind, sind zu entflechten und in selbständige Einzelunternehmungen zu überführen. Die technische Entwicklung verlangt bei gewissen Unternehmungen eine bestimmte Mindestgröße, namentlich auch um gegenüber dem Ausland konkurrenzfähig zu sein. Diese Mindestgröße muss derartigen Unternehmungen unbedingt belassen werden.
2. Unternehmungen monopolartigen Charakters, Unternehmungen, die einen bestimmte Größe überschreiten müssen, verleihen eine wirtschaftliche und damit eine politische Macht, die die Freiheit im Staate gefährden kann.
Wiederum Sätze die ohne wenn und aber zu bejahen sind, zumal Deutschland ja die leidige Erfahrung gemacht hat, das die Größe von Unternehmen meist dazu führt, dass diese Angst vor Innovationen und inneren Veränderungen haben. Gerade bei der Bestimmung der zulässigen Größe sollte eher am unteren Rand navigiert werden um internen Wettbewerb im Land zu erzeugen. Wettbewerb auf gleicher Augenhöhe ist die beste Methode Höchstleistungen zu erzielen.
Dies gilt insbesondere auch für die Medien, die in der kleinsten nur denkbaren Größe gehalten werden sollten und sich dafür in der Vielfalt auszeichnen sollten. Natürlich gilt dies auch für die Öffentlich-Rechtlichen aber vor allem für Gruppen wie Mohn/Bertelsmann, Springer, Holtzbrinck und Burda. Zudem ist darauf zu achten, das es bei Medien ab einer gewissen Reichweite keine Anteile mehr über 12,5 Prozent pro Familie ersten Grades gibt.
In den Betrieben, in denen wegen ihrer Größe das Verhältnis zwischen Arbeitnehmer und Unternehmer nicht mehr auf einer persönlichen Grundlage beruht, ist ein Mitbestimmungsrecht der Arbeitnehmer an den grundlegenden Fragen der wirtschaftlichen Planung und sozialen Gestaltung sicherzustellen. Dies muss zunächst dadurch geschehen, dass die Arbeitnehmer des Betriebes in den Aufsichtsorganen, z.B. im Aufsichtsrat des Unternehmens, die ihnen zustehende Vertretung haben. Zu diesem Zweck bedarf es einer Reform des Gesellschaftsrechts. Insbesondere ist dem Aufsichtsrat eine stärkere Stellung gegenüber der Verwaltung zu verleihen.
Bei Großbetrieben mit mehrköpfigem Vorstand sollte Betriebsangehörigen, die in langjähriger Betriebszugehörigkeit sich um den Betrieb verdient gemacht haben, Mitwirkung in der Leitung des Unternehmens durch Berufung in den Vorstand gewährt werden. Die Berufung erfolgt auf Vorschlag der Betriebsangehörigen, die dem Aufsichtsrat mindestens drei Vorschläge zu unterbreiten haben.
Dem von der Belegschaft gewählten Vorsitzenden des Betriebsrates ist Gelegenheit zur Mitwirkung in allen Fragen zu geben, welche die sozialen Interessen der Betriebsangehörigen berühren. Darüber hinaus hat die Betriebsleitung in jedem Fall dem Betriebsrat einmal monatlich Bericht über die Lage des Unternehmens zu erstatten, und den Betriebsratsangehörigen ist ein Anspruch auf Auskunftserteilung in diesen Besprechungen zuzubilligen. Durch geeignete Maßnahmen soll den Arbeitnehmern eine Beteiligung am Ertrage gesichert werden.
Erstaunlicherweise sind hier nicht mehr die Gewerkschaften erwähnt, sondern die Betriebsangehörigen die in freier Wahl entscheiden. Das würde so manch einen gekauften Gewerkschaftsbonzen verhindern und zu tatsächlichen Arbeitnehmervertretern führen, die dann auch dafür sorgen können, das die Arbeitnehmer fair am Ertrag des Unternehmens beteiligt werden. Vielleicht hätte man hier auch noch ein paar Worte zur Verantwortung der Aktionäre sagen müssen, aber man kann eben nicht alles haben.
Natürlich mag der eine oder andere fehlende Teile monieren. Dem einen werden die Vorschläge nicht weit genug gehen, dem anderen gehen sie zu weit. Aber das was ein Parteiprogramm leisten kann, wurde hier geleistet. Nun geht es nur noch darum, das Programm in Gesetze zu gießen. Dann steht dem Glück der Menschen in Deutschland und einer hoffnungsvollen Zukunft nicht mehr viel im Wege.
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Die meisten Leser werden es gemerkt haben. Bei dem Parteiprogramm handelt es sich um das das Ahlener Programm der CDU der britischen Zone vom 3. Februar 1947 auf das mich aber tatsächlich Ingo R. mal wieder aufmerksam gemacht hat.
Ist es nicht erschreckend wie weit wir gekommen sind. Ich musste nichts umschreiben nur ein an ein paar Stellen Jahreszahlen auslassen, die Reichsbank, und die Übergewichtung des Bergbaus. Ursprünglich hatte ich geplant eine Reihe von Anpassungen zu machen, aber sie sind unnötig. Das Ahlener Programm beschreibt eigentlich unsere heutige Situation.
Arbeits- und Menschrechte sind völlig auf den Hund gekommen, das Recht ist verbogen, gekaufte Manager, Gewerkschaftler und Politiker verhindern, dass die Menschen leben und Hoffnung haben können. Rund zehn Prozent der Bevölkerung beanspruchen mehr als 60 Prozent allen Besitzes und beeinflussen und kontrollieren den Wert und die Verwendung von weiteren 30 Prozent.
Wir haben gleichgeschaltete Medien und einen Innenminister der nur auf die Möglichkeit wartet, seine Bürger in Flugzeugen oder auf anderen Wegen, von der Bundeswehr bei Einsätzen im Inneren erschießen zu lassen und sich selbst aber als nicht völlig durchgeknallt bezeichnet. Wir haben eine SPD die freudig in jeden Krieg marschiert, nur weil ein alter Mann seinen Spaß daran hat, irgendwas durch das Blut der deutschen Kinder am Hindukusch zu verteidigen, während ein CDU-Kriegsminister von durchgebrochenen Erkennungsmarken träumt, mit denen er seine Gedächtnisbaracke verschönern will.
Wir haben einen Scherbenhaufen an Firmen, dessen Ausmaß sich in den nächsten Monaten erst zeigen wird und rasen auf eine Hyperinflation mit anschließender Stagflation und Depression zu, wie wir sie noch nie auf dieser Welt gesehen haben. Dazu haben wir eine Außenkanzlerin, die außer "Nein" nichts weiteres zu sagen hat und eben am liebsten weg ist, was bei der von ihr zu verantwortenden Politik, rund 80 Millionen Deutschen genauso geht.
Natürlich ist dieser Text nicht umsonst unter der Kategorie "Die kleine Kneipe - Fiktive Realität" erschienen. Nichts ist so gemeint wie es hier steht und jeder der sich den Text zu eigen macht, befindet sich in der gleichen Fiktion. Wem diese Fiktion als Wahrheit erscheint, der sollte sich allerdings überlegen, ob handeln nicht dringend geboten wäre.
Trackbacks
Webnews.de am
08/01/08 um 10:38
Herrenloses radikaldemokratisches Parteiprogramm entdeckt,Ahlener Programm
Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutsche ...
Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutsche ...
Duckhome am
07/25/09 um 04:14
Ach ja, die Opel Rettung
Selbstverständlich wird Opel gerettet. Zumindest wird man das bis zum 27. September 2009 18 Uhr behaupten. Dann ist die Bundestagswahl vorbei und die 26.000 Mitarbeiter von Opel zählen nicht mehr, weil sie ihre Stimme ja abgegeben h ...
Selbstverständlich wird Opel gerettet. Zumindest wird man das bis zum 27. September 2009 18 Uhr behaupten. Dann ist die Bundestagswahl vorbei und die 26.000 Mitarbeiter von Opel zählen nicht mehr, weil sie ihre Stimme ja abgegeben h ...
Anonym am
05/01/10 um 09:19
Es ist 1. Mai aber wozu ist das noch gut?
Klar, der erste Mai ist ein bezahlter Feiertag für all die, die noch arbeiten dürfen und seien sie auch noch so müde und kaputt. Für die anderen die noch Arbeit haben ist es ein freier Tag. Ein Tag an dem nicht die En ...
Klar, der erste Mai ist ein bezahlter Feiertag für all die, die noch arbeiten dürfen und seien sie auch noch so müde und kaputt. Für die anderen die noch Arbeit haben ist es ein freier Tag. Ein Tag an dem nicht die En ...
Anonym am
09/12/11 um 10:13
Berlin - Keine Wahlempfehlung für ...
Es wird immer einfacher die Wahlempfehlung für eine Landtagswahl zu schreiben. Nein, das ist keine Ironie, das ist Zynismus pur. Ich selbst wähle ja so früh wie möglich per Briefwahl. Ich will mein demokratisches Recht, od ...
Es wird immer einfacher die Wahlempfehlung für eine Landtagswahl zu schreiben. Nein, das ist keine Ironie, das ist Zynismus pur. Ich selbst wähle ja so früh wie möglich per Briefwahl. Ich will mein demokratisches Recht, od ...























Wenn CDU und SPD sich heute ganz anders ausrichten, liegt das vermutlich am vielzitierten "Linksruck". EIn witzige Republik ist das hier.
Die Verwerfungen der ersten liberalisierten Weltwirtschaft nach 1920 waren 1980 leider vergessen, und vergessen hatten unsere klugen Politiker zwischenzeitlich auch, warum manches nach dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr rein marktwirtschaftlich geregelt wurde (privatwirtschaftlich wäre ja nicht nur hinzunehmen, sondern mE liberaler als staatswirtschaftlich/öffentlich-rechtlich, so lange es eben ordentlich geregelt ist).
Die Gründe für den jetzigen Zustand der Weltwirtschaft sind eher andere - es ist der pure Egoismus der Menschheit. Den kann man Verhungernden übrigens nicht vorwerfen. Aber die, die oben waren haben denen, die unten sind nichts mehr übrig gelassen und geglaubt, ihre Gewinne würden für den Rest der Tage fröhlich weiter sprudeln. Jetzt gibts nichts mehr zu holen, nicht mal mehr das in der Sonne schmelzende Geld von anderen Reichen für den Verkauf von Luftnummern oder auch realen Werten, die die nicht brauchen und nicht mehr gewinnbringend an Dumme weiterbringen. Die, die vom Staat nichts wissen wollten, schreien jetzt zwar lauthals nach dessen Hilfe, aber der hat ja auch nichts mehr... schon gar nicht Leute mit Format, klarem Verstand und Ideen.
Wie kann eine Wirtschaft funktionieren, wenn die Mehrheit der Bevölkerung sich nichts kaufen kann? Die USA sind seit Jahren das erste Land der Welt mit mehr Schulden als Vermögen und kein Wissenschaftler fragte sich, woher die guten Wirtschaftsdaten kamen. Ich kenne heute noch Wirtschaftsprofessoren die glauben, die Dollarschwäche sei vorübergehend..... ihr Glaube möge sie bestärken und leiten....
Wer irgendwas reformieren möchte muss wieder an alle denken. Ein ordentlicher Mindestlohn kostet kurzfristig wahrscheinlich Arbeitsplätze - schrittweise Erhöhung könnte das abfedern - aber würde sehr bald sehr viele Probleme lösen. Sozialsysteme wären wieder finanzierbar (dann kann immer noch jeder, der was von Freiheit hält, in die PKV oder Zusatzrente riestern, wenn er denn Geld zum Verschenken übrig hat), die Kaufkraft würde vor allem Arbeit im Dienstleistungssektor schaffen können.
Außerdem müssten natürlich die systematischen Privilegien für Großunternehmen alle abgebaut werden und unsere Wettbewerbshüter rigoros für genug Wettbewerb sorgen - nicht auf europäischer Ebene gesehen, sondern lokal. Alle Bereiche, die zu Monopolisierung neigen, bräuchten darüber hinaus spezielle Regelungen (Energie, Verkehr, Bankwesen ua). Wir müssten einfach wieder zur Weisheit zurückkommen, die das Wirtschaftssystem von 1945 bis 1975 gelenkt hat, als die Gründe für staatliche Regulierung noch allen bewusst waren und diese Regulierung noch einen Sinn hatte statt ein kaputtes System nur immer weiter in den Dreck zu ziehen.
Das alte Problem der Ernsthaften. Die können sich nicht hinstellen und laut schreien: "Hängt die Schweine auf!". Denn genau das ist die Alternative die bleibt.
Eine unblutige Revolution ist im Lande eines Wolfgang Schäuble und Peter Struck nicht möglich. Abwählen kann man die auch nicht und selbst wenn sie zurücktreten, kommt genau das gleiche wieder weil sie nur noch solche Menschen in den Parteien nach oben kommen lassen, die die Bürger hassen.
ich empfehle für solche oder derartige Staatslagen immer gerne das Buch "NACHT ÜBER SPANIEN" von Augustin Souchy. Es beschreibt durch einen langen Zeitraum und viele Beispiele die Umwälzungen von und während der Revolution von 1936-39 in Spanien. Und das Anstoss immer vom Volk kommen muss. Den Staaten und Regierungen werden einen freiheitlichen und sozialen Weg niemals beschreiten, da es ihre Auflösung oder Machtminderung bedeutet. Da wir aber im Gegensatz zu Spanien damals, heute keine funktionierenden Arbeitervertretungen mehr haben und die Volksmassen (Konsumunits) medial geführt werden, wird es schwer sein einen wirklichen Umbruch ein zuleiten.
Schöne fiktive Welt
Als 1945 die Amerikaner kamen und ihr Elternhaus in Beschlag nahmen,wurden ihr gesagt immer höflich (auch zu Negern!) zu sein.
Als der zuständige Oberst ihr Haus besichtigte grüßte sie artig mit "Sieg Heil!"
Sie kannte es ja nicht anders.
Die Arme bekam von ihrer Mama gehörig den Hintern versohlt.
Und genauso wie es meiner Mutter erging, ergeht es jetzt der westlichen Welt.
Geld ist der Gott.
Und das noch länger.
Erst wenn uns gehörig der Hintern versohlt wird, wird sich etwas ändern.
Und ich befürchte, genau das steht uns bevor.
Ob der deutsche Boden für eine "Revolution" geeignet ist bezweifel ich.
Leiden und Jammern kann der "Deutsche" sehr gut und fleißig.
Parteiprogamme eignen sich nicht mal zum anschüren eines Ofens.
Brot und Spiele.
Das hört man ja nun öfter, ich halte es aber für kontraproduktiv.
Es bringt nichts, abfällig auf die Opfer einzuprügeln anstatt auf die Täter. Man sollte erstere aufklären und solidarisieren.
Es sei denn, Du meinst das provokativ, um wachzurütteln. Dann möge mal der Zweck die Mittel heiligen.