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Kurzkommentar 2008-07-31
• Die grüne Gefahr
• Zuviel Bürokratie - Immer weniger Studenten
• ÖBB: Sicher entgleisen
• Spaniens Immobilienmarkt bricht dramatisch ein
• Kalifornien dreht Armenhäusern Geldhahn zu
Die grüne Gefahr
Allergiker fürchten den Pollen von Ambrosia artemisiifolia. Deshalb fahnden in Berlin Ein-Euro-Jobber nach der eingeschleppten Pflanze.
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Seit Mai sind im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg »Ambrosia-Cops« unterwegs. Die Ein-Euro-Jobber durchkämmen die Stadt, um das Grünzeug zu erwischen, bevor es zu blühen beginnt. Der Pollen von Ambrosia artemisiifolia, dem Beifußblättrigen Traubenkraut, ist gefürchtet. Schon in kleinen Mengen ruft er allergische Reaktionen hervor, er führt schnell zu Asthma und verlängert die Allergiesaison um zwei Monate. »Etwa 15 Prozent der Patienten, die mit einer Allergie zum Arzt kommen, haben Antikörper gegen Ambrosiapollen«, sagt Karl-Christian Bergmann vom Allergiezentrum der Charité in Berlin. »Wie viele tatsächlich krank werden, kann noch niemand sagen.«
Natürlich ist es gemein für solche Aufgaben Ein-Euro-Sklaven zu beschäftigen, die zudem noch ihre eigene Kleidung verbrauchen müssen, was real einen wirtschaftlichen Verlust durch Sklavenarbeit bedeutet. Andererseits ist es notwendig gegen eingeschleppte Organismen etwas zu unternehmen, wenn sie Gefahren für Menschen und Umwelt bedeuten. Da Ambrosia artemisiifolia praktisch zu hundert Prozent durch Futtermittel eingeschleppt wird, ist aber auch etwas anderes klar.
Einmal eingeschleppte gentechnischt veränderte Saaten werden wir nur mit einem Riesenaufwand wieder los. Deshalb wäre es Zeit, dass der der dicke Umweltminister und sein bayrischer Gentechnikfreund und Landwirtschaftsminister endlich mal die Futtermittel gründlich kontrollieren lassen und Einfuhrverbote aussprechen. Dann können die Ein-Euro-Sklaven nämlich ihre Schuhe schonen und müssen nicht für die Versäumnisse dieser Poilitikhelden die Winterschuhe schon im Sommer verschleißen.
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Zuviel Bürokratie - Immer weniger Studenten
Immer mehr junge Leute verzichten auf ein Studium. Zwar gab es im vergangenen Jahr 17 Prozent mehr Schulabgänger mit Abitur oder Fachhochschulreife als noch 2003. Gegenüber dem gleichen Jahr sank jedoch die Studienanfängerzahl um 5 Prozent, bestätigte das Statistische Bundesamt. Zugleich wurden 28 Prozent mehr Abiturienten in einer betrieblichen Ausbildung registriert.
Für wie blöd hält Mohn/Bertelsmann eigentlich die Menschen in Deutschland. Die Mohns haben über das CHE die Studiengebühr eingeführt, damit die armen Menschen nicht mehr studieren können und keine Konkurrenz für solche Totalversager wie ihren Sohn darstellen. Die Menschen wollen nicht schon total verschuldet aus dem Studium heraus in die Generation Praktikum gehen, um die Mohns und ihre neoliberalen und wirtschaftsfaschistischen Mitverschwörer noch reicher zu machen.
Es sind die Mohns und ihre Sender wie n-tv und RTL, sowie die Propagandablättchen Spiegel und Stern die den Menschen in Deutschland ein Leben unmöglich machen. Die Typen die bei n-tv so tun als ob sie Journalisten wären, sollen wenigstens nicht so tun, als wüssten sie nicht, dass ihr verkommener Sender an der Spitze der Demogagiewelle steht.
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ÖBB: Sicher entgleisen
Denn mittlerweile erweisen sich nicht nur die Kostenkalkulationen einzelner ÖBB-Tunnelprojekte als fahrlässig tiefgestapelt und die hochspekulativen Veranlagungsgeschäfte mit der Deutschen Bank im Volumen von 612,9 Millionen Euro als Hochsicherheitsrisiko, sondern es wackeln sogar die seinerzeit ob ihrer Steuerersparnis gepriesenen Cross-Border-Deals mit Verschubbahnhöfen, Lokomotiven und Reisezugwagen. Sie galten um das Jahr 2000 herum als besonders schlau, weil Republik Österreich, Städte und Gemeinden dank eines US-Steuerschlupflochs ein Körberlgeld einstreifen konnten, indem sie Infrastruktur wie Telefon-, Wasser- oder Kanalnetz an US-Trusts verleasten, um selbige über Jahrzehnte wieder vorteilhaft zurückzumieten.
Was als leicht verdientes Geld galt, das Managern zu Gewinnen und Bürgermeistern zu finanzierbaren Budgets verhalf, könnte nun teuer kommen.
Vielleicht sollten die ÖBB Verantwortlichen über eine amerikanische Art der Behandlung der Deutschen Bank nachdenken und mal einfach Strafanzeige stellen. Es könnte lustig werden, wenn die Ackermänner einen Krieg an vielen Fronten führen müssen. anders dürfte dem Unfug wohl kein Ende gemacht werden können.
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Spaniens Immobilienmarkt bricht dramatisch ein
Die Finanzkrise trifft Spanien mit voller Wucht: Der Immobilienmarkt ist im Mai um ein Drittel eingebrochen. Ein Ende der Misere ist nicht in Sicht - Experten erwarten, dass die Verkäufe noch weiter zurückgehen.
Im Mai dieses Jahres ist der Immobilienmarkt in Spanien um 30 Prozent eingebrochen: Es wurden nur noch 50.161 Häuser und Wohnungen verkauft. Die Vergabe um Hypotheken ging um 40,4 Prozent zurück.
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Nach Jahren ungehemmter Bautätigkeit sind derzeit bis zu 1,5 Millionen unverkaufte Häuser auf dem Markt
Ein Teil der Häuser wird auch auf immer unverkäuflich bleiben, weil er einfach nur miese Qualität darstellt, aber auch gute und solide Häuser werden noch lange nicht zu verkaufen sein. Vor Ende 2009 ist keine Bodenbildung zu erwarten, weil Spanien natürlich versucht, abzufedern, wo etwas abzufedern geht. Im Endeffekt wird es aber nicht funktionieren.
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Kalifornien dreht Armenhäusern Geldhahn zu
Die kalifornische Regierung http://www.ca.gov hat ihre Zahlungen an Tausende privater Gesundheitseinrichtungen eingestellt. Nach einem Bericht der Los Angeles Times treffe es dabei vor allem die Einrichtungen, die sozial Schwächere betreuen. Diese wurden bisher aus dem "Medi-Cal Programm" bezahlt. Als Grund dafür wurde angeführt, dass es derzeit ungeklärte Budgetschwierigkeiten gäbe. "Uns bleibt jetzt nichts anderes mehr übrig, als zu versuchen Kredite zu bekommen", erklärt William Dobson, Präsident der Hilfsorganisation Watts Healthcare Corperation. "Von daher kann ich heute nicht sagen, wie lange wir die 22.000 Menschen in unserem Zuständigkeitsgebiet noch versorgen können."
Unlängst haben sich die Betreiber von Armenkrankenhäusern und Kindertageseinrichtungen auf derartige Sparmaßnahmen der Regierung eingestellt. "Das erleben wir fast jedes Jahr, dass wir einige Monate überbrücken müssen", erklärt eine andere Klinikleiterin. Doch im Gegensatz zu den vorhergehenden Jahren, sind die Banken 2008 bedeutend zurückhaltender mit der Vergabe von Überbrückungskrediten. "Es wird sehr eng dieses Jahr", so Cheryl Loflin Wertz, die 18 Gruppenheime in Los Angeles und Orange Counties unterhält. "Haben wir in den zurückliegenden Jahren mit den horrenden Zinsen zu kämpfen gehabt, so kämpfen wir in diesem Jahr darum, überhaupt wieder Kredite zu bekommen. Die Immobilienkrise zeigt ihre Folgen."
Es wird dieses Mal nicht bei den üblichen paar Monaten bleiben, in denen die Ärmsten unversorgt bleiben. Das Geld fehlt an allen Ecken und Kanten. Wer Fannie Mae und Freddie Mac bezahlen muss, hat einfach kein Geld mehr für die Armen. Das gilt übrigens weltweit und nicht nur in den USA. In England fängt es gerade auch an.
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Tags für diesen Artikel: bahn, basf, bertelsmann, deutsche bank, gentechnik, hypothek, krieg, krise, mohn, monsanto
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Sorry Jochen, da siehst du was zu rosig; oder hast grade die schöne Brille auf.
Die Grünflächenämter in Berlin sparen sich hier Leistungen, die eigentlich ihre Angestellten, die ja meist schon im Stellenpool geparkt sind, erfüllen müssten.
Das ist ein typisches Beispiel, wie bezahlte Arbeit in Workfare umgewandelt wird.
Und außerdem: Sind EEJler immun gegen Ambrosia?
Und wenn nicht, als Berufskrankheit wird deren Folgeasthma ja wohl nicht anerkannt.
Gruß bel