Das Merkel Atom Komplott
Einer der großen Vorteile die Angela Merkel hat, ist zweifelsohne, dass man sie nicht ernst nimmt. Als sie noch Kohls Mädchen war, sah sie immer so bescheuert aus, dass man noch am lachen war, während sie ihre Schäfchen ins Trockene brachte. Wenn sie irgendwo auffiel, wie zum Beispiel beim Endlager Morsleben dessen Weiterbetrieb sie als Umweltministerin durchsetzte, dann dachte man immer daran, dass Kohl ihr das befohlen hatte.
Zumindest fällt mir niemand ein, der damals auch nur eine Sekunde daran gedacht hätte, dass die Tante vielleicht auf eigene Rechnung, wenn auch sicher mit dem Wohlwollen des Dicken arbeiten könnte. Man hat sie nicht ernst genommen. Vielleicht aus typischer männlicher Überheblichkeit, obwohl ja viele, schlaue und eigenständige Frauen aus dem Osten kannten. Es war auf jeden Fall ein Fehler.
Die Dame hat nicht nur gnadenlos im Sozialismus Karriere gemacht, sondern konnte trotz ihrer SED-Verstrickungen auch gleich im Westen weitermachen. Sie ist soweit bekannt ist, der einzige Fall, wo ein Politruk des FDJ, also eine politische Kommissarin für Agitation und Propaganda, den Wechsel so mühelos geschafft hat.
Nun gut sie ging ja auch nicht zu den Linken sondern in die CDU. Unter den Rechten hat wohl niemand ernsthaft nach Stasi-Verstrickungen gesucht. Selbst die Sache, wo sie ihren missliebigen Lehrer vom Staat maßregeln lies, hat man ihr durchgehen lassen.
Allerdings sind die aufregenden Zeiten von damals längst vorbei und nun muss einfach mal Bilanz gezogen werden. Erstaunlicherweise hat das Zentrale Demenz Fernsehen, mal wieder eine Sternstunde gehabt, die Dank Steffinos Gedankenhabitat sogar die bewussten Nichtfernsehzuschauer erreicht.
Leider sind solche Sternstunden so selten, dass sie nur einen winzigen Bruchteil der Gebühren rechtfertigen. Der etwas längere Beitrag zeigt sehr schön auf, wie Frau Merkel vorgegangen ist und wie sie als verantwortungslose Neoliberale und Menschenfeindin, bis heute agiert.
Das kann man nun wirklich nicht mehr mit mangelnder Erkenntnis seitens Frau Merkel verbrämen. Auch wenn sie mehr Politruk und FDJ-Agitatorin als Studentin waren, mussten auch politische Wissenschaftler wenigstens in Grundzügen ihre Wissenschaft und die damit verbundenen Probleme kennen. Schon um nicht ständig an der falschen Stelle einzugreifen.
Frau Merkel kannte also die Gefahren des schwach und mittelradioaktiven Abfalls der sich zum Beispiel in Asse II so harmlos aufaddiert.
Alles natürlich völlig ungefährlich. Nur etwas mehr als 125.000 Fässer, 102 t Uran, 87 t Thorium und nur 11,6 kg Plutonium. Nicht der Rede wert. Wer braucht schon Braunschweiger, Hanoveraner oder Bremer. Bis das Plutionium bei denen ist, haben wir vielleicht schon gute Krebsmittel und wenn nicht. Egal. Es geht um höhere Werte. Es geht um Profit.
Damit auch niemand mehr etwas unternehmen kann, soll das Bergwerk jetzt geflutet werden. Fluten bedeut es einfach vollaufen zu lassen und zu vergessen.
Natürlich ist Asse II viel kleiner als Morsleben. Wie lange würden wohl die Mitglieder des Bundestages die für Atomkraftwerke sind, unsere Bundesregierung, die Vorstände und Aktionäre der Atomkraftwerksbetreiber brauchen um nur den Dreck aus Asse II zu essen und wie lange würden sie am Leben bleiben? Nicht sehr lange.
Aber eine solch persönliche Gefahr weisen sie weit von sich. Selbst der Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, der ja irgendwelche Berührungsängste mit den den Nutten von Peter Hartz hatte, ist da hart im nehmen. Sein Wahlkreis liegt in dem Gebiet, das Asse II wohl als erstes verseuchen wird. Aber er trinkt wahrscheinlich kein Wasser und Champagner wird da nicht angebaut. Wenn es gar zu arg wird, geht er eben nicht mehr hin. Sein Hubschrauber fliegt ihn dahin, wohin er will und sein Fahrer fährt mit dem Auto voraus.
Alle die, die heute leichtfertig und großkotzig mit den Gefahren von Asse II, Schacht Konrad und Morsleben umgehen, hoffen dass sie schon tot sind, wenn das Problem offen wieder zu Tage tritt. Da sollte sich aber niemand sicher sein. Frau Merkel hatte ja offen angeordnet, dass dass man Verstürzen in Morsleben nicht behindern soll, damit ihre Freude und wohl auch Auftraggeber die Milliarden einfahren können. Selbst die dümmste Tussi muss aber wissen, dass stürzen auch immer bedeutet das Fässer kaputt gehen.
Sie hat also die Zerstörung der Fässer billigend in Kauf genommen. Das wird sie mit Sicherheit nicht für umsonst getan haben. Es wäre interessant die Entwicklung des persönlichen Vermögens von Frau Merkel untersuchen zu können, um herauszufinden was sie, für welche Schandtat, bekam. Aber das wird wohl in Deutschland unmöglich sein. Es sei denn es findet sich ein Bankmitarbeiter der begreift, wie grausam wir alle betrogen werden. Ich verspreche die Zahlen, die, die Käuflichen bekamen sofort zu veröffentlichen, wenn ich sie in den Händen halte.
Dieses Verstürzen ist in Asse II auch gemacht worden. Dabei sollte es ein Versuchsbergwerk mit der Möglichkeit des Rückbaus sein. Das Helmholtz-Zentrum hat also bewusst gegen sein Genehmigung verstoßen und ist für die Gefahren, die von Asse II heute ausgehen vollständig verantwortlich. Notfalls muss der Schaden aus der bayrischen Staatskasse beglichen werden, die ja auch den Nutzen von diesem völlig verantwortungslosen Institut hatte.
Wolfram König, der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz spricht für Morsleben von der Gefahr, dass Wasser einbrechen könne, das zu Korrosion der Fässer und zum Auswaschen der Radionuklide führt, die dann über kurz oder lang im Grundwasser landen oder gar als Quellen hervortreten. Im Grunde genommen würde dadurch die Gefahr immens vergrößert und praktisch könnten weite Teile Deutschlands verseucht werden.
Um die 14400 Kubikmeter radioaktiven Abfalls aus DDR-Zeiten die in Morsleben eingelagert sind und die 22.000 Kubikmeter die aus dem Westen stammen, sichern zu können sind mindestens 2,2 Milliarden Euro notwendig. Das bedeutet bei öffentlichen Bauvorhaben, das am Ende mindestens 5 Milliarden gezahlt werden und weitere Folgekosten bleiben.
Unsere großartige Kernenergiewirtschaft hat doch tatsächlich 100 Millionen Euro für das Abladen in Morsleben bezahlt. Die Kosten für deren Anteil werden zwischen 1,4 und 2,9 Milliarden Euro betrage. Also zwischen dem 14 und 29 fachen dessen, was die Endsorgung für die Unternehmen gekostet hat. Da kommt dann schon Wut auf, wenn ein schmutziger Lobbyist wie Walter Hohlefelder einen solchen Preis für angemessen hält. Vor allem wenn man bedenkt, dass er noch fleißig als Staatsdiener am Betrug des Steuerzahlers mitgewirkt hat, bevor er Lobbyist wurde.
Laut Meldung im Nachspann des Berichtes wurde Helmut Kohl von realen Kosten für Atomstron von 4 DM je Kilowattstunde berichtet und wohl auch vorgerechnet, was das Dreifache des heute teuersten Ökostroms wäre, über dessen Kosten sich die Kernenergiebefürworter immer gerne so aufregen.
Aber der Schabernack geht ja noch weiter. Wenn man weiß, das Atomkraftwerke so gut wie gar nicht versichert sind während jedes kleine Süßwasseraquarium einer Versicherung bedarf.
Ob Wirtschafts- und Technologie- minister Michael Glos (CSU) weiter Werbung für die Atomindustrie machen würde, wenn er eine hochbrisante Risikostudie seines eigenen Ministeriums zum Schadenspotenzial von Atomkraftwerken gelesen hätte? Frank Winkler, früherer Chef des weltweit größten Herstellers thermischer Solaranlagen fordert jetzt etwas, das man als Bürger eigentlich voraussetzen würde: eine nicht nur symbolische Haftpflichtversicherung für alle deutschen Atomkraftwerke. Der Wirtschaftsingenieur verlangt dabei nicht mehr als gleiches Recht für alle: "Wenn jede Windenergie- und Solaranlage voll haftpflichtversichert sein muss, dann muss das erst recht für risikoreiche Atomkraftwerke gelten. Niemand versteht, warum es aktuell nur eine symbolische Atom-Haftpflicht- versicherung gibt, die weniger als 0,1 Prozent der bei einem Super-GAU zu erwartenden Schäden deckt."
Winkler und die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW weisen jetzt darauf hin, dass laut Prognos-Studie im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums bei einem Atomunfall Schäden in Höhe von bis zu 5500 Milliarden Euro zu erwarten seien. Die Deckungsvorsorge für ein Atomkraftwerk liege aber nur bei 2,5 Milliarden. Haftpflichtversichert sei ein Atomkraftwerk sogar nur mit 0,5 Milliarden Euro. In diesem Zusammenhang sei nur logisch, aber nicht hinnehmbar, dass alle privaten Haftpflichtversicherungen in Deutschland Schäden durch Nuklearunfälle ausdrücklich ausschließen.
Der Michel Glos ist nicht verantwortlich. Der versteht ja gar nicht was er spricht. Manchmal sagt er sogar was man ihm aufgeschrieben hat, aber sicher ist das nicht. Natürlich ist es ein Unding das sich die Betreiber der gefährlichsten Anlagen dieser Welt aus jeder Verantwortung stehlen und die Kosten sozialisieren während sie die Gewinne privatisieren.
Vor allem wenn man bedenkt was eine kleine Anfrage der Linksfraktion so an weiteren Kosten zu Tage gebracht hat.
Auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion nach den Kosten für das Endlager Morsleben, die Versuchswiederaufbereitungsanlage Karlsruhe, das Forschungsbergwerk Asse II, den schnellen Brüters in Kalkar, das Kernkraftwerk in Niederaichbach, das Kernkraftwerk Hamm-Uentrop antwortete der Deutsche Bundestag. Diese belaufen sich dezeit auf 7,051 Milliarden Euro. Alleine die letzten 30 Jahre Endlagerprojekt Gorleben berappen sich auf 1,51 Milliarden Euro.
Für die Kernkraftwerke Greifswald und Rheinsberg stehen die Kosten ebensowenig wie die Folgekosten des ganzen Atomdesasters fest. Von den Gefahren mal ganz zu schweigen.
Der in Rheinsberg und Greifswald betriebene Rückbau von Atomkraftwerken ist aber die einzige Möglichkeit um die Dinger überhaupt wieder loswerden zu können. Allerdings wird es dabei nie Routine geben, weil die Dinger zwar im Prinzip ähnlich sind, aber überall neue Überraschungen warten. Der Rückbau wird Hunderte von Milliarden, wenn nicht gar Billiarden kosten. Alles finanziert vom Steuerzahler.
Die Atombranche ist bewusster und breit angelegter Betrug. Menschen die bei einem Betrug mithelfen sind ebenfalls Betrüger. Es stellt sich einfach die Frage, ob nicht die gesamte Energiebranche zu enteignen ist, weil, sie unter Vortäuschung falscher Tatsachen Gewinne zu Lasten der Allgemeinheit realisiert hat. Die Anteilseigner, also die Aktionäre müssten mit dem Hundertfachen des durchschnittlichen Börsenwertes der Aktie zur Kasse geben werden, weil sie ihre Aufsichtspflicht verletzt haben.
Auch das wird nicht ausreichen um den Schaden nur halbwegs wieder auszugleichen, wäre aber ein Anfang. Den Betrügern und ihren Helfern wie Frau Merkel sollten die bürgerlichen Ehrenrechte entzogen werden und sie müssten natürlich die strafrechtliche Verantwortung übernehmen.
Aber all das ist nebensächlich wenn nicht in Asse II sofort Einhalt geboten wird. Die völlig verantwortungslosen Betreiber wollen jetzt das Bergwerk mit gesättigter Lauge füllen die praktisch als Salzlake die Fässer in kürzester Zeit korrodieren lässt, soweit sie nicht schon durch die unsachgemäße Verbringung zerstört wurden. Dieses Verfahren ist kriminell wie die gesamte Helmholtztruppe dort in München.
Natürlich wird sich kein bayrischer Staatsanwalt daran trauen, solchen Leuten ins Handwerk zu fallen und unsere Bundesanwaltschaft ist ja für nichts zuständig, außer RAF-Leute zu quälen und Terroristen zu erfinden. Die Menschen in Deutschland stehen also wieder einmal völlig alleine da. Die Medien werden das Thema wieder fallen lassen, und die ersten Opfer werden die Kinder sein.
Wer das nicht will, wird kämpfen müssen. Wer bei Asse II ruhig zusieht, kann Gorleben gleich genehmigen.
Tags für diesen Artikel: atomkraft, gau, kernenergie, leben, merkel, neoliberal, ökologie, verantwortung, wirtschaftsfaschist
Artikel mit ähnlichen Themen:
Trackbacks
blog von mattin am
08/12/08 um 05:38
Den Atomausstieg in der BRD gibt es nicht
Auszug von journalismus nachrichten von heute„Den Atomausstieg in der BRD gibt es nicht“Interview mit Horst Blume von der Bürgerinitiative Umweltschutz Hamm Horst Blume hat 1975 die Bürgerinitiative Umweltschutz Hamm mitgegründet. Er arbeitet seitdem in ...
Auszug von journalismus nachrichten von heute„Den Atomausstieg in der BRD gibt es nicht“Interview mit Horst Blume von der Bürgerinitiative Umweltschutz Hamm Horst Blume hat 1975 die Bürgerinitiative Umweltschutz Hamm mitgegründet. Er arbeitet seitdem in ...
Anonym am
03/21/11 um 09:29
Die Atomlügen der CDU
Machen wir es uns ganz einfach. Es lohnt sich nicht die Helden der FDP zu betrachten, die selbstverständlich immer für all das sind, was den Menschen in diesem Land den größtmöglichen Schaden zufügt und den Reichen, also den Her ...
Machen wir es uns ganz einfach. Es lohnt sich nicht die Helden der FDP zu betrachten, die selbstverständlich immer für all das sind, was den Menschen in diesem Land den größtmöglichen Schaden zufügt und den Reichen, also den Her ...






















Die Frage muß anders lauten: Wieviele Millionen
Euro Schmiergeld haben die FDP und die CDU für ihr Laufzeitenverlängerungsgesetz erhalten, daß sie es nicht tut?
Die Atom-Merkel will sicher nicht hinter ihrem Ziehvater Kohl mit ihren Spendeneinnahmen zu-
rückstehen!