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• 20 Jahre Al Kaida: Wie viele "Al Kaidas" gibt es wirklich?
• Das Wetter
• Schwerhörige Kirchenfürsten
• Krieg - mal heiß, mal kalt - kotzt mich an
• Der Irrtum des Vermieters III
20 Jahre Al Kaida: Wie viele "Al Kaidas" gibt es wirklich?
Am 11. August jährt sich der Gründungstag des Terrornetzes Al Kaida zum zwanzigsten Mal.
Das Datum wurde von CIA und dem pakistanischen Geheimdienst festgelegt, weil deren Abgesandte am Gründungstreffen im August 1988 teilgenommen bzw. dieses unter ihren Schutz nahmen.
An diesem Tag versammelten sich Osama bin Laden aus Jemen sowie die beiden Ägypter Ayman Al Zawahiri und Sayyed Imam al Sharif - auch als "Doktor Fadl" bekannt und später Al Kaida Ideologe - im pakistanischen Peshawar.
Der letztgenannte sitzt seit 2004 seinen lebenslänglichen Freiheitsentzug in einem ägyptischen Gefängnis ab. Vor kurzem hat er ein neues Buch geschrieben, in dem er seine Mitstreiter aufruft, Terrorakte und Morde einzustellen, weil dies "im Widerspruch zum Islam" stehe. Al Zawahiri reagierte verärgert mit einer Internet-Pressekonferenz, in der Doktor Fadl eine Abfuhr erteilt und verlautbart wurde, er sei wohl zu solchen Aufrufen gezwungen worden.
Zawahiri und Osama bin Laden sind indes immer noch auf freiem Fuß. Laut den neuesten Angaben könnte sich bin Laden im Raum des Gebirgspasses Kunar-Bajaur-Nuristan befinden. Es handelt sich um eine relativ kleine Region im Norden Pakistans in der Nähe zur chinesischen Grenze. Laut europäischen Medien sind dort in letzter Zeit verstärkte Aktivitäten der amerikanischen Geheimdienste zu verzeichnen.
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Das Wetter
Im Alten Land hat die Apfelernte begonnen, die ersten Spinnweben fliegen durch die Luft und die Balkonpflanzen hängen desolat und müde über den Rändern der Blumenkästen. Ein paar Kinder tragen schon omagestrickte Mützen und Pullover - es herbstet ein klein wenig vor sich hin. Es regnet wieder öfter und auf dem Spielplatz wird man nicht mehr staubig, sondern naß. Dem unerfahrenen Vater vor dem ersten Herbst stellen sich ganz neue Fragen:
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Schwerhörige Kirchenfürsten
Die Ruckdäschl ist ja eher hausgebunden. Nur sehr ungern verlässt sie ihre strategisch günstig gewählten Lauerposten an der spaltbreit offenen Wohnungstür und dem Balkon. Zu leicht könnte ihr etwas entgegen und dann würde ja im Haus alles unverzüglich, auf der Stelle und sofortigst im absoluten Chaos versinken. Wir können nur dankbar sein, daß unsere selbsternannte Blockwartin so gut aufpasst.
Doch ein bis zwei Mal in der Woche kommt Bewegung in die dürren Beinchen der Alten und dann wirft sie ihre allgegenwärtige Kittelschürze in die Ecke, setzt sich ein fliederfarbenes Schleierhütchen auf, zwängt ihre breiten Füßchen in viel zu enge Pumps, streicht sich den Rock glatt und tippelt mit winzigen Schritten eiligst die Straße entlang.
Sie tut das immer dann, wenn der Büttel, also der Gemeindediener einen Zettel an das schwarze Brett am Ende der Straße angeheftet hat.
Es ist nämlich in unserem beschaulichen Fischerdorf an den Gefilden des Neckars üblich, daß die Kunde vom Tod eines Mitbürgers durch das Aushängen von Sterbezetteln verbreitet wird. Ja und sowas muß die Ruckdäschl natürlich immer sofort wissen.
Ganz aufgeregt kommt sie vom schwarzen Brett zurück und spricht mich an. Ich wollte doch nur einen Kasten Bier aus dem Auto holen und hatte es versäumt, vorher einen Rentner-Kontroll-Blick vom Balkon zu werfen. Wir gehen ja überhaupt nur noch aus dem Haus, wenn wir uns vorher versichert haben, daß es im Treppenhaus ruhig ist und daß niemand von den Alten auf der Straße ist.
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Krieg - mal heiß, mal kalt - kotzt mich an
Hat jemand eine Friedenstaube gesehen? Die muß wohl gerade in Peking notgelandet sein. Und genau jetzt brauchen wir unsere Täubchen eigentlich wo anders. Zu blöd, aber auch.
Dann muss es eben eine Darstellung tun:
Und sonst haben wir ja den feinsten Informationskrieg, den man sich überhaupt vorstellen kann. Jede Seite stellt sich hübsch aufpoliert in den Medien dar. Aber gucken wir mal auf die Karte, die ich mir vom zdf mal ausgeliehen hab.
** Wegen den Bildern und Karten und natürlich auch der Aussage unbedingt anklicken. **
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Der Irrtum des Vermieters III
Frau Polenz hatte ja im Zuge der eintrudelnden Beileidsbriefe auch ein ziemlich unverschämtes Schreiben ihrer Vermieter bekommen, die offensichtlich die Hilflosigkeit der alten Frau ausnutzen und sie kurzerhand zugunsten eines Neffen vor die Tür setzen wollten.
Das Schlimme an der Sache: Frau Polenz ist obrigkeitshörig und hat Angst vor allem was in schriftlicher Form kommt. So ein Schreiben, das hat Gewicht, das muß man befolgen, das ist quasi Gesetz und kommt gleich nach den Zehn Geboten.
Als Kaufmann konnte ich nur über den Brief lachen und Frau Polenz verstand mich gar nicht. Als ich ihr riet, sie solle sich doch bitte mit einem Anwalt oder dem Mieterverein beraten, zog sie den Kopf zwischen die Schultern und war der Meinung, das könne man doch nicht machen, das seien doch schließlich die Vermieter und denen gehöre doch das Haus. Ich kenne aber Herrn Kaiser von der Versicherung und das ist kein Witz, der heißt mal wirklich so und er hat mir mal erzählt, daß es keinen einzigen Tag gibt, an dem er nicht wegen seines Namens auf den Herrn Kaiser von der Hamburg-Mannheimer angesprochen wird.
Ja und eben dieser Herr Kaiser, das weiß ich, ist nicht nur Finanzfachwirt mit Schwerpunkt Immobilienwesen, sondern seine Frau ist auch eine gute Anwältin für Miet-, Erb,- und Familienrecht.
Ich weiß nicht, ob es korrekt war, ihn einfach mal bei Frau Polenz vorbeizuschicken, aber ich habe es trotzdem gemacht.
Frau Polenz war im ersten Moment wohl etwas überfordert und dachte, der Mann käme, um sie jetzt erst recht aus ihrer Wohnung zu setzen, aber Herr Kaiser ist sehr überzeugend und freundlich. Er hat sich dann den Brief der Vermieter durchgelesen, mußte wie ich darüber lachen und konnte die alte Dame beruhigen. “Also mit so einer Kündigung kommen die nicht durch, wenn ich mal ehrlich sagen soll, was ich davon halte, dann sage ich, daß die sich damit den Allerwertesten abwischen können.”
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