< Die Deutschen sind nun einmal so | Polizeieinsätze bei Fußball-Bundesligaspielen dürfen nicht kostenlos sein >
Kurzkommentar 2008-08-19
• Tausende Klebebänder bedecken Logos bei Olympia
• Isolation verstärkt finanziellen Stress
• "Wilder Hühnerhaufen" Gabriel nimmt sich eigene Partei vor
• Arsen in Spitzendosen
• Vorgeführte Verführte
Tausende Klebebänder bedecken Logos bei Olympia
Spezielle Arbeiter kontrollieren Abdeckungen täglich
Um den offiziellen Sponsoren der Olympischen Spiele eine exklusive Bühne bieten zu können, verdecken tausende Klebestreifen die Herstellerlogos von Fahrstühlen, Lichtschaltern, Seifenspendern oder Urinalen in Medienzentren, Stadiontoiletten oder Schlafräumen. Sogar das Logo am Dach des InterContinental Beijing Beichen Hotel, das an das Hauptmedienzentrum angeschlossen ist, wird von einer Plane bedeckt, da die InterContinental Hotelgruppe kein offizieller Sponsor der Spiele ist, berichtet das Wall Street Journal. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) bezeichnet die Maßnahmen als übereinstimmend mit den Sponsorenschutz-Regelungen. In welchem Ausmaß diese umgesetzt werden, ist weitgehend der Gastgeberstadt überlassen.
Der Schutz der Sponsorenmarken ist laut IOC essenziell für das Bestehen der Olympische Spiele, die 40 Prozent ihrer Einkünfte durch die Zahlungen der offiziellen Sponsoren erwirtschaften. Die Spiele in Peking sind wahrscheinlich die lukrativsten, die jemals durchgeführt wurden, schätzt das Sportmarketing-Unternehmen Octagon. Sponsoren haben dazu rund 1,5 Mrd. Dollar in Form von Kapital, Waren und Dienstleistungen beigetragen. Das IOC achtet auch genau darauf, dass die Athleten in den Stadien mit ihrer Kleidung keine unerlaubte Werbung machen. Die Logos müssen autorisiert werden und den Regelungen zu Größe und Position entsprechen.
Wir kennen das Tänzchen ja schon von der FIFA und ihrer Fußballweltmeisterschaft. Es ist nur verwunderlich, dass sich keiner die Frage stellt, ob ein Sport der so sehr auf Werbegelder angewiesen ist das er eine falsche Realität schaffen muss, überhaupt noch zeitgemäß ist. Warum muss für Olympia, Fußball WM oder sonstigen Blödsinn eine derartige Realitätsverleugnung passieren. Wäre es nicht besser alle öffentlche Förderung für derartigen Unsinn einzustellen. Das Geld der öffentlichen Hand könnte sinnvoller verwandt werden.
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Isolation verstärkt finanziellen Stress
Rückzug ist keine gute Antwort auf Geldsorgen
Die Mental Health Foundation http://www.mentalhealth.org.uk warnt davor, dass Menschen, die durch Isolation mit ihren finanziellen Problemen fertig werden wollen, ihre psychische Gesundheit gefährden. Eine Befragung unter 2.000 britischen Erwachsenen hat ergeben, dass ein Drittel von ihnen aufgrund eingeschränkter finanzieller Mittel weniger mit Freunden weggeht. Die Wohltätigkeitsorganisation erklärte, dass die jüngere Generation derzeit erstmals einem derartigen finanziellen Stress ausgesetzt sein dürfte. Sie fordert die Betroffenen auf, sich für kostengünstigere Aktivitäten zu entscheiden aber sie auf keinen Fall ganz einzustellen.
Die Umfrage zeigte, dass acht von zehn Menschen sich Sorgen über die Auswirkungen ihrer derzeitigen finanziellen Situation machen. Zwei Drittel gaben an, dass sie ihre Geldsorgen permanent beschäftigen. Fast doppelt so viele Menschen zwischen 18 und 24 Jahren haben laut BBC Geldprobleme wie die Altersgruppe über 55 Jahren. Die Betroffenen versuchen jedoch, das Beste aus der Situation zu machen. Einer von vier Teilnehmern gab an, selbst einen Garten angelegt zu haben. Einer von fünf Betroffenen geht entweder zu Fuß oder fährt mit dem Rad anstatt mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Taxis unterwegs zu sein. Zusätzlich werden die Ausgaben für Kleidung, Urlaub und Treibstoff reduziert.
Die Mental Health Foundation geht jedoch davon aus, dass sich die Einschränkung sozialer Aktivitäten nachteilig auswirken kann. Celia Richardson, eine Sprecherin der Organisation, betonte, dass die Rezession sich auf alle Lebensbereiche auszuwirken beginnt.
Zumindest in Deutschland ist genau das beabsichtigt. Durch echte finanzielle Probleme sollen die Menschen dazu gebracht werden nicht mehr zu denken und sich selbst zu isolieren. Denn nur Menschen in Angst und Panik lassen sich von den neoliberalen Verbrechern so führen, wie das gerne wollen. Deshalb soll es ja für die Mehrheit der Deutschen immer enger werden, damit sie sich zu keiner Äußerung mehr trauen und die Mohns, Kannegiesser und Ackermänner gewinnen.
Es gilt also einen freien Kopf zu bekommen und das traurige Spiel dadurch zu beenden, dass man nachdenkt, die Isolation aufbricht und sich solidarisiert um die Gauner und Betrüger hinweg zu fegen. Widerstand gibt Kraft.
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"Wilder Hühnerhaufen" Gabriel nimmt sich eigene Partei vor
Vor dem Hintergrund anhaltender Personal- und Richtungsdiskussionen in der SPD hat Bundesumweltminister Sigmar Gabriel seine Partei zur mehr Geschlossenheit aufgerufen. "Die SPD braucht endlich mehr Disziplin. Und zwar thematisch und personell", sagte Gabriel der "Berliner Zeitung".
"Wir dürfen nicht den Eindruck erwecken, wir seien ein wilder Hühnerhaufen." Die Debatten über Personen und das Verhältnis zur Linkspartei bezeichnete Gabriel als "nutzlos". Stattdessen solle sich die SPD den wichtigen Zukunftsfragen widmen. "Wir müssen uns jetzt damit beschäftigen, wie das Jahr 2020 aussieht", sagte Gabriel dem Blatt.
Ich glaube wirklich nicht, das eine SPD die Antidemokraten wie Gabriel, Steinmeier, Steinbrück, Struck und Clement eine Heimat bietet, noch über das Jahr 2010 hinausdenken muss. 2009 kommt die große Niederlage mit 18 Prozent und danach löst sich der Verein auf. Gabriel wird wahrscheinlich zur Atomlobby gehen. Die muss sich ja bei ihm bedanken.
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Arsen in Spitzendosen
Bakterien in kalifornischem See nutzen das Gift für die Photosynthese
In einem See in Kalifornien haben Forscher eine bislang unbekannte Form der Photosynthese entdeckt. In Tümpeln, die von hydrothermalen Quellen gespeist werden, oxidieren Bakterien mit Hilfe von Sonnenlicht Arsenverbindungen. Diese Form der Photosynthese ist wahrscheinlich uralt, berichten die Forscher um Thomas Kulp. Arsen-Bakterien könnten schon vor mehr als 2,5 Milliarden Jahren aktiv gewesen sein, als die Erdatmosphäre noch keinen Sauerstoff enthielt.
Um die Energie des Sonnenlichts zu nutzen, haben Mikroben verschiedene Strategien entwickelt. Landpflanzen, Algen und Cyanobakterien spalten mit Hilfe der solaren Energie Wasser und gewinnen dadurch zwei Elektronen. Diese nutzen sie dazu, um das in der Luft enthaltenen Gas Kohlendioxid in Kohlehydrate und andere organische Verbindungen umzuwandeln, die sie zum Leben brauchen. Wahrscheinlich erfanden die Cyanobakterien diese effiziente Sonnenenergienutzung vor etwa 2,7 Milliarden Jahren. Danach begann sich die Atmosphäre allmählich mit Sauerstoff anzureichern, dem Abfallprodukt dieser Form der Photosynthese. Erst durch den Sauerstoff wurde der Weg für höheres Leben auf der Erde frei.
In Milieus ohne Sauerstoff können Bakterien das Sonnenlicht aber auch auf einem anderen Weg nutzen. Rote und grüne Schwefelbakterien oxidieren beispielsweise Schwefelwasserstoff mit Hilfe von Sonnenlicht zu Schwefel oder Sulfat. Bei dieser Form der Photosynthese kann nur ein Elektron für den Aufbau von Kohlehydraten genutzt werden. Sie ist chemisch einfacher als die oxygene Photosynthese und gilt als evolutionsgeschichtlich älter.
Im kalifornischen Mono Lake existieren Tümpel mit einer salzigen, giftigen, arsen- und schwefelreichen Brühe, deren Boden von Biofilmen in den schillerndsten Farben bedeckt ist. Die Forscher um Kulp hatten den Verdacht, dass die Bakterien auch Arsen für ihren Stoffwechsel nutzen und untersuchten Proben von roten und grünen Biofilmen im Labor. In einem Versuch setzten sie den Einzellern Arsen als einzige Elektronenquelle vor. Sie stellten fest, dass die Mikroben ohne Licht nicht gediehen. Wenn Licht vorhanden war, oxidierten die Biofilme Arsen-III-Verbindungen zu so genanntem Arsen-V. Die arsenliebenden Einzeller, stellten sie fest, gehörten zur Gruppe der Purpurbakterien und der Cyanobakterien.
Hier habe ich eindeutig das Zitatrecht weit überstrapaziert, aber ich kann nur empfehlen den ganzen Artikel zu lesen. Gerade in den letzten Jahren beginnt sich unser Bild von dem Umfeld in dem Leben existieren kann sehr stark zu verändern. Wer hätte geglaubt, dass in und um untereseeische Vulkankegel Leben existiert, das Schwefel als Grundlage hat. Je mehr wir von solch besonderen Lebensformen finden, desto wahrscheinlicher ist es das wir Universum nicht nur nach uns ähnlichen Lebewesen suchen müssen. Die jetzigen Grenzen von seti@home, sind also wahrscheinlich viel zu eng gefasst.
Gleichzeitig erhöht sich dadurch die Chance das zeitgleich mit uns irgendwo eine Lebensform existiert mit der wir kommunizieren könnten. Wir müssen uns fragen ob schwefelbasiertes oder durch Arsen ernährtes Leben nicht auch eine vollständig andere Technik und Kommunikation errichten würde. Was könnte für solche Lebewesen typisch sein. Die Diskussion stelle ich mir spannend vor.
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Vorgeführte Verführte
Die Liste derjenigen Prominenten, die von der herrschenden Ideologie - auch wenn diese behauptet, vollkommen ideologielos zu sein - vereinnahmt und verführt wurden, ist schier unendlich. Jedenfalls macht die Riege der Prominenz, die sich für "Einstieg in Arbeit" stark macht, nur ein kleinen Posten in der gesamten Auflistung aus. Schon oft gaben in den letzten Jahren bekannte Gesichter, die sich sonst eigentlich fern von Politik und Wirtschaft aufhielten, ihren mittelmäßig bis guten Namen her, um sich als Werbefigur für eine Initiative, Kampagne oder eines reformprofitierenden Unternehmens, als prominenter Antreiber zu neuen Reformen oder einfach nur als stillschweigender Optimist ausnutzen zu lassen. Eine kurze, ergänzungswürdige Auflistung:
Prominente wie Gerald Asamoah, Harald Schmidt, Marcel Reich-Ranicki, Oliver Pocher, Xavier Naidoo, Patrick Lindner, Johannes B. Kerner, Walter Kempowski, Oliver Kahn, Günther Jauch, Maria Furtwängler, Justus Frantz, Yvonne Catterfeld und weitere, ließen sich für die Kampagne "Du bist Deutschland" einspannen und sannen über nationales Zusammenstehen und Eigeninitiative nach, in einer Nation, in der jeder seinen ihm gemäßen Platz einnimmt.
Oliver Bierhoff hielt im Jahre 2004 - damals stand er kurz davor Manager der Nationalmannschaft zu werden - eine Vorlesung für die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) an der Berliner Humboldt-Universität.
Reinhold Beckmann warb für die WWK Premium FondsRente und zweckentfremdete seine abendliche Sendung, um gegen Norbert Blüm mit Scheinargumenten der Reformer vorzugehen - dies mit freundlicher Unterstützung von Nina Ruge, die dort ebenso zu Gast war.
Günter Grass, Helmut Thoma und Marius Müller-Westernhagen warnten vor Demagogen, die die Hartz IV-Reformen als Irrweg beschmutzen wollen und verteidigten die Reformen der Regierung.
Barbara Eligmann erklärt im Auftrag der INSM Wirtschaftsbegriffe.
Mehrere Prominente, darunter Dieter Bohlen, Günther Jauch, Frank Plasberg, Heidi Klum und Iris Berben, aufgewiegelt durch die Massenmedien, bereiten ihren Weggang aus Deutschland vor, weil sie Lafontaine entkommen wollen. Sie machen sich somit zum Vorreiter einer immer weiter ausufernden LINKEN-Phobie.
ZDF-Mann Klaus Siegloch engagiert sich im Kuratorium der Bertelsmann Stiftung und beeinflußt somit maßgeblich die Politik.
Die Protagonisten des "Scheibenwischers", unter anderem Bruno Jonas und Mathias Richling, die gerade noch gut genug sind, einige harmlose Zoten anzubringen, aber ansonsten Späße bringen, die in ihrer Oberflächlichkeit die herrschende Ideologie nicht einmal ankratzen.
Natürlich mögen da auch Verführte darunter sein, aber der größte Teil sind gutbezahlte Täter oder verteidigen gar schon ihre Interessen. Günther Jauch gehört zu den Reichen im Land und Frank Plasberg mit seiner Redaktion gehören den Neoliberalen komplett. Solche Leute sind gute Werbeträger und werden als solche auch genutzt. Deshalb sollte man ja immer dann demonstrativ wegschalten wenn sie irgendwo auftreten. Ist der Marktwert erst kaputt, sind sie erledigt.
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Die Kommerzialisierung unserer Freizeit hat mittlerweile Ausmasse erreicht, die schon groteske Züge annehmen und bestimmte Angebote von einem Teil der Bevölkerung gar nicht mehr wahrgenommen werden können. Die Privatisierungen von früheren Kommuneneinrichtungen verschärft das Ganze umso mehr, wie man es beispielsweise bei den Schwimmbädern landauf und landab sehen kann. Viele Kommunen haben ihre Bäder verkauft, die neuen privaten Investoren haben daraufhin erstmal diese Bäder zu 'Erlebnisbädern' umgebaut und die Eintrittsgelder mächtig nach oben geschraubt, dass es für ärmere Menschen unerschwinglich geworden ist einfach mal in ein Bad zu gehen und paar Bahnen zu schwimmen. Preise von 6-15 EUR sind eigentlich die Regel geworden - dabei ist Schwimmen als Solches eine sehr gesunde Art sich fit zu halten, für jung und alt. Aber auch viele andere Kultureinrichtungen sind schlichtweg zu teuer und selbst so profane Dinge, wie ein Cafébesuch sind für Menschen mit kleinem Budget einfach nicht bezahlbar.
So bleibt einem leider nicht mehr viel übrig, um seine Freizeit nicht nur sinnvoll, sondern auch in Gesellschaft zu verbringen und das Perfide daran ist, dass diejenigen, die in ärmlichen Verhältnissen leben mit der Zeit auch die Nähe von Leuten suchen, die in ähnlicher finanzieller Situation sind, allein schon, um sich peinliche Momente zu ersparen, wo z.B. darum geht gemeinsam essen oder in Kino zu gehen, was für so manchen ein reiner Luxus ist.
So könnte man eigentlich lapidar sagen, dass alles nach Plan läuft. Die obere Klasse bleibt unter sich während die untere Schicht in ihren Ghettos bleibt und vor sich hin brütet - und das birgt aber auf Dauer einen echten sozialen Sprengstoff, denn diejenigen, die an eigentlichem Leben gar nicht teilnehmen, sind umso anfälliger für Süchte jeder Art, was den Verfall dieser Schichten voran treibt. Kommen dann nämlich noch illegale Drogen hinzu, wo ein Risiko eines Gesetzeskonfliktes immer existiert, steht man schlimmstenfalls mit einem Bein im Knast - und landet man wegen eines Deliktes dort tatsächlich, dann ist das Leben entgültig versaut. Aber auch die legale Droge Alkohol hinterlässt im Leben und im Umfeld eine tiefe Spur, die es nur schwer ist wieder zu beseitigen.
Nun ja, möchte man das Ganze mit deutlichen Worten umschreiben, dann könnte man sagen, dass die reichen Länder praktisch einen Krieg gegen ihre Armen führen, wo kein Mittel unerlaubt ist. Es ist imho auch kein Zufall, dass im Hartz4-Regelsatz genau 0,00 EUR für Kultur vorgesehen sind, was am schlimmsten eigentlich die Kinder trifft, die an vielen Veranstaltungen ihrer Schulen gar nicht mehr teilnehmen können und wo selbst schon ein Besuch im Zoo für ihre Eltern zum Problem wird. Davon sind aber eben nicht nur Hartz4-Empfänger betroffen, sondern eigentlich alle, die solchen Löhnen arbeiten müssen. Die restliche Agendapolitik, die den Menschen, die an den untersten Leitersprossen stehen, das Messer an die Kehle setzt, rundet das Ganze noch ab. Psychologische Kriegsführung nennt man das, psychisches Vernichten ist sogar noch effektiver und besser als physisches, da keine sichtbaren Spuren existieren, aber man systematisch ganze Personenkreise zerstören kann. Die Hetze der Medien passt dazu auch gut, damit die Drangsalierung gerechtfertigt ist und unter denen Zuspruch bekommt, die von solchen Verhältnissen nicht betroffen sind.
Hm, also je länger ich darüber nachdenke in was für einer inhumanen und kranken Welt wir eigentlich leben, umso mehr dreht sich mir der Magen, samt Inhalt um (gut, dass ich heute noch nicht viel gegessen habe...). Ich höre deshalb lieber auf damit...
Nein. Das geht nicht. Auf gar keinen Fall.
Denn:
1. das über Jahrtausende bewährte Konzept 'Brot und Spiele' fürs Volk ist kein Unsinn! Darauf kann nicht verzichtet werden, insbesondere nicht in diesen Zeiten. Auf allen Bildschirmem seit Wochen nur dieses eine Thema, und niemand stellt dumme und überflüssige Zwischenfragen zu Politik und Kriegen, ist das nicht wunderbar?
2. Und wenn für solch einen Stuss ähh für 'den Sport' (wer auch immer das sein mag, und in welche dunklen Kanäle auch immer das Geld dann versickern mag ...) Steuergelder verplempert werden - ist das auf der anderen Seite nicht ein grossartiges Indiz dafür, dass in diesem Staat offensichtlich mehr als genug Geld vorhanden und übrig ist?
Ich bin der festen Überzeugung, das dass Vorhandensein von Leben im Universum eher die Regel als die Ausnahme sein dürfte.
Das sagt natürlich noch nichts über die Häufigkeit von intelligentem Leben aus (wobei man trefflich darüber streiten könnte, ob unser Heimatplanet bisher überhaupt wirklich intelligentes Leben hervor gebracht hat ;)).
Aber wenn ich mir die Entwicklungsgeschichte des Menschen vom ersten aufrecht gehenden Hominiden bis heute so ansehe und dann in Erwägung ziehe, seit wann wir überhaupt die (rudimentärsten) Fähigkeiten zur interstellaren Kommunikation besitzen, dann stehen rund 4,4 Millionen Jahre Evolution seit Ardipithecus ramidus rund 110 Jahren drahtloser Kommunikation seit Marconi gegenüber.
Wie lange die Menschheit noch existieren wird oder ob wir zukünftig tauglichere Medien für eine interstellare Kommunikation entwickeln weiß ich zwar auch nicht, aber das Zeitfenster für die Kommunikation zweier intelligenter Rassen mit den heute zur Verfügung stehenden Technologien erscheint mir sehr sehr klein.
Dazu kommt noch der Faktor der Entfernung, das Universum ist verdammt groß und eine potentiell kommunikationsfähige außerirdische Zivilisation in 100.000 Lichtjahren Entfernung bringt uns gar nichts.
Andererseits: vielleicht entdecken wir morgen eine ganz neue, verzögerungsfreie Kommunikationstechnik und haben auf einmal Zugang zu einer Art intergalaktischen Internet. ;)